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News von heute: US-Behörden schicken Corona-Hilfsschecks an mehr als eine Million Tote

Lufthansa-Aktionäre stimmen Staatseinstieg zu +++ AfD beschließt, Andreas Kalbitz rauszuwerfen +++ Weg frei für Corona-Mittel Remdesivir +++ Rentenerhöhung 2021 könnte ausfallen +++ Die News von heute im stern-Ticker

Essensverteilung für Bedürftige während der Corona-Pandemie in der Holy Apostle Soup Kitchen in New York

Essensverteilung für Bedürftige während der Corona-Pandemie in der Holy Apostle Soup Kitchen in New York

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • US-Behörden schicken Corona-Hilfsschecks an mehr als eine Million Tote (19.14 Uhr)
  • Lufthansa-Aktionäre stimmen Staatseinstieg zu (18.16 Uhr)
  • ARD: Kalbitz soll AfD vorerst wieder verlassen (17.02 Uhr)
  • EU-Agentur macht Weg frei für Corona-Mittel Remdesivir in Europa (14.34 Uhr)
  • Rentenerhöhung 2021 könnte im Westen ausfallen (11.33 Uhr)
  • Fleisch ohne Werkvertrag kostet 10 bis 20 Cent mehr pro Kilo (11.21 Uhr)
  • Wirecard stellt Insolvenzantrag (10.43 Uhr)

Die Nachrichten von heute im stern-Ticker: 

+++ 19.29 Uhr: Corona-Ausbruch bei Tönnies: Heimgekehrter Bulgare infiziert +++

Ein nach dem Covid-19-Ausbruch in einer Schlachtfabrik der Firma Tönnies heimgekehrter bulgarischer Mitarbeiter ist nach einem Fernsehbericht mit dem Coronavirus infiziert. Der Test auf das Virus sei positiv ausgefallen, sagte der Bürgermeister des südwestbulgarischen Beliza, Radoslaw Rewanski, dem Fernsehsender bTV. Der Mann und seine Familie seien nach ihrer Heimkehr erneut auf das Coronavirus getestet worden, da sie, wie es hieß, die Ergebnisse der Tests in Deutschland nicht gewusst hätten. Bulgarien will alle aus Deutschland zurückgekehrte Tönnies-Mitarbeiter ausfindig machen, um eine mögliche weitere Verbreitung des Coronavirus zu vermeiden.

Hauptversammlung: "Historischer Moment" – Lufthansa-Aktionäre stimmen für Rettungspaket

+++ 19.29 Uhr: Dixie Chicks nehmen den Dixie aus dem Namen +++

Offenkundig zur Unterstützung der Proteste gegen Rassismus und Benachteiligung von Schwarzen in den USA hat die populäre Frauenband Dixie Chicks überraschend ihren Namen geändert. Das Trio strich kurzerhand das "Dixie" - ein Synonym für den alten Süden der USA - aus dem Namen und nennt sich ab sofort nur noch The Chicks, wie auf der Website der Band zu sehen war. Eine Begründung für die Entscheidung wurde nicht genannt. Die Website wurde entsprechend umbenannt. Schon unter dem alten Namen war die Band bekannt dafür, dass sie gesellschaftskritische Themen gerne aufgriff.

+++ 19.23 Uhr: Strafmaß-Verkündung nach Mordversuch in Londoner Tate-Museum +++

In London wird das Strafmaß für einen Jugendlichen verkündet, der vor knapp einem Jahr einen Sechsjährigen von einer Aussichtsplattform des Londoner Museums Tate Modern gestoßen und schwer verletzt hatte. Der heute 18-jährige Jonty Bravery hatte im Dezember gestanden, die Tat begangen zu haben. Ihm droht jahrzehntelange Haft wegen versuchten Mordes. Bravery leidet unter einer Form von Autismus und einer Persönlichkeitsstörung und lebte zum Tatzeitpunkt in einer Einrichtung für betreutes Wohnen.

+++ 19.18 Uhr: Drittliga-Relegation: 1. FC Lok Leipzig mit 2:2 gegen SC Verl +++

Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat im Relegationsspiel zur 3. Fußball-Liga gegen den SC Verl einen sicher geglaubten Sieg noch vergeben. Die Sachsen kamen nach einem bösen Torwart-Patzer gegen das Team aus Nordrhein-Westfalen nur zu einem 2:2 (1:1). Das Rückspiel, ursprünglich für den 30. Juni in Verl terminiert, war aufgrund der strengen Corona-Einschränkungen im Kreis Gütersloh abgesetzt worden. Noch ist unklar, wann und wo es stattfinden wird.

Teaserbild Spurensuche
//"Spurensuche" 3.6
Aus dem Nichts – der Mord, mit dem niemand rechnete

+++ 19.14 Uhr: US-Corona-Schecks an mehr als eine Million Tote geschickt +++

1200-Dollar-Schecks der US-Regierung halfen zahllosen Menschen in der Coronavirus-Krise - wurden irrtümlich aber auch an mehr als eine Million Tote verschickt. Wie der US-Rechnungshof in einem schreibt, gingen bis Ende April fast 1,1 Millionen Zahlungen mit einem Gesamtwert von knapp 1,4 Milliarden Dollar an Verstorbene. Die Behörden hätten vor dem Verschicken der Hilfe-Schecks nicht ihre Daten mit den Verstorbenenmeldungen abgeglichen, heißt es in dem Bericht. Eine direkte Rückzahlungsaufforderung an die tatsächlichen Empfänger plante die Behörde dem Rechnungshof zufolge zunächst nicht. Die Hilfe-Schecks waren Ende März im Zuge des größten Rettungspakets der US-Geschichte beschlossen worden.

+++ 19.03 Uhr: Im Zwickauer VW-Werk rollt der letzte Verbrenner vom Band +++

Im Zwickauer Werk des Autobauers Volkswagen geht an diesem Freitag eine Ära zu Ende: Nach mehr als sechs Millionen produzierten Autos rollt an dem sächsischen Standort das letzte Fahrzeug mit Verbrennungsmotor vom Band. Anschließend soll die Montagelinie umgebaut werden - für die Produktion von E-Fahrzeugen. Bereits im November hatte Volkswagen die Serienproduktion des vollelektrischen ID.3 im Zwickauer Werk gestartet. Die Produktion soll nach und nach auf 1500 Fahrzeuge am Tag hochgefahren werden. Der reine Stromer, der ab September auf den Markt kommt, soll eine neu konzipierte Fahrzeugserie begründen, die auch das Massenpublikum ansprechen und die Grundlage für weitere E-Modelle bilden soll.

Nach dreimonatiger Corona-Pause: Eiffelturm in Paris wieder für Besucher geöffnet - doch die müssen sportlich sein

+++ 18.59 Uhr: Corona-Quarantäne für Göttinger Wohnkomplex läuft aus +++

Die Stadt Göttingen hebt die coronabedingte Quarantäne für einen ganzen Wohnkomplex um Mitternacht auf. Das teilte die Stadt mit. Oberstes Ziel der Quarantäne sei es gewesen, den Infektionsausbruch lokal zu begrenzen, die Gesamtbevölkerung zu schützen und auch eine Ausbreitung über das Stadtgebiet hinaus zu verhindern. Die verfügten Maßnahmen hätten Wirkung gezeigt, so Petra Broistedt, Sozialdezernentin und Leiterin des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Göttingen. Aus diesem Grund könne die Gebäudequarantäne wie geplant aufgehoben werden. Weiter bestehen bleiben aber verfügte Einzelquarantänen etwa von Infizierten oder Kontaktpersonen 1. Grades.

+++ 18.57 Uhr: US-Behörden lockern Vorschriften für Banken weiter +++

Freude an der Wall Street: Die US-Behörden haben die im Zuge der Finanzkrise beschlossene "Volcker Rule" gelockert, so dass Banken wieder stärker zocken dürfen. Die Änderung relativiert unter anderem ein Verbot für Geldhäuser, in Private-Equity- oder Hedgefonds zu investieren. Das teilten die Börsenaufsicht SEC und vier weitere US-Behörden mit. Die "Volcker Rule" war nach dem Finanzmarkt-Kollaps von 2008 eingeführt worden, sie soll Geldhäusern Finanzspekulation auf eigene Rechnung verbieten und so Kundeneinlagen schützen. Der Regierung von US-Präsident Donald Trumps sind die Vorschriften aber zu streng. Zuvor waren bereits andere Regeln für Banken gelockert worden.

+++ 18.46 Uhr: Vater und Tochter in Badesee ums Leben gekommen +++

Ein Mann und seine vierjährige Tochter sind in einem Badesee in Bayern ums Leben gekommen. Die beiden Leichen seien nach stundenlanger Suche geborgen worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Ehefrau und Mutter hatte die beiden Donnerstagsmittag vermisst gemeldet. Sie war mit einem zweiten Kind auf ihrem Platz an dem See in Trebgast nördlich von Bayreuth zurückgeblieben, während der Mann mit der Vierjährigen auf dem Gelände unterwegs war. Als sie nach zweieinhalb Stunden nicht zurückgekehrt waren, starteten Polizei, Rettungsdienst, Wasserwacht und Feuerwehr eine Suchaktion. Ein Kriseninterventionsteam betreute die Ehefrau.

+++ 18.27 Uhr: Unbekannter wollte fremdes Baby entführen - Suche mit Bildern +++

In einer Bäckerei in Berlin soll ein Mann versucht haben, ein Baby im Kinderwagen zu entführen. Knapp sechs Monate später hat die Polizei auf der Suche nach dem Unbekannten Bilder aus einer Überwachungskamera veröffentlicht. Nach Angaben der Polizei soll der Mann bereits am 4. Januar gegen 16.55 Uhr in der Bäckerei im Stadtteil Prenzlauer Berg gewesen sein. Die 38 Jahre alte Mutter war ebenfalls im Laden und hatte das einjährige Mädchen im Kinderwagen dabei. Während sie ihre Bestellung aufgab, soll der Unbekannte den Kinderwagen ergriffen und diesen mit dem Baby aus dem Geschäft geschoben haben. Als es die 38-Jährige bemerkte, soll sie hinter dem Mann hergerannt sein und ihn auf der Straße gestellt haben. Der Unbekannte ließ daraufhin laut Polizei den Wagen stehen und flüchtete. Das kleine Mädchen blieb demnach unverletzt.

+++ 18.16 Uhr: Lufthansa-Aktionäre stimmen Staatseinstieg zu +++

Die Lufthansa kann mit deutscher Staatshilfe weiterfliegen. Die Aktionäre des MDax-Konzerns stimmten einer 20-prozentigen Kapitalbeteiligung der Bundesrepublik mit der erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit zu und haben damit die Voraussetzung für das neun Milliarden Euro schwere Hilfspaket geschaffen.

++ 18.04 Uhr: Mängel im Kampf gegen Geldwäsche - Strafe für schwedische Bank SEB +++

Die schwedische Bankengruppe SEB muss wegen Mängeln beim Vorgehen im Kampf gegen Geldwäsche im Baltikum umgerechnet fast 100 Millionen Euro Strafe zahlen. Das gab die schwedische Finanzaufsichtsbehörde bekannt. Dem Schritt zugrunde liegt eine Untersuchung der Aufsicht zu den SEB-Tochtergesellschaften in Estland, Lettland und Litauen im Zeitraum zwischen dem Jahr 2015 und dem ersten Quartal 2019. Die SEB habe die erhöhten Risiken für Geldwäsche im baltischen Geschäft nicht ausreichend erkannt und Mängel bei der Steuerung und Kontrolle der Maßnahmen seiner Töchter gezeigt, erklärte die Behörden.

Referendum: Russen stimmen über Verfassungsreform und Putins Machterhalt ab

+++ 18.02 Uhr: Regierung erklärt Ebola-Epidemie in Republik Kongo für beendet ++

Die Demokratische Republik Kongo hat die Ebola-Epidemie im Osten des Landes offiziell für überwunden erklärt. Der Ebola-Ausbruch sei "der längste, komplexeste und tödlichste" in der 60-jährigen Geschichte des zentralafrikanischen Landes gewesen, sagte Gesundheitsminister Eteni Longondo. Die Virus-Erkrankung war im April 2018 im Osten des Landes ausgebrochen, mehr als 2200 Menschen starben. Nur die Ebola-Epidemie in Westafrika von 2013 bis 2016 hat mit über 11.000 Toten mehr Opfer gefordert. Die Epidemie, der zehnten im Kongo insgesamt, war wegen der Nähe zu den Nachbarländern Ruanda und Uganda von der WHO zu einem internationalen Gesundheitsnotfall erklärt worden.

+++ 17.54 Uhr: Seychellen zwei Monate ohne Coronafälle - und nun erneut betroffen +++

Nach zwei Monaten ohne neue Corona-Fälle zählt das Urlaubsparadies der Seychellen nun wieder zu den von Sars-CoV-2 betroffenen Ländern. Der Grund sind fünf Matrosen einer spanischen Fischfangflotte, wie die Behörden bekanntgaben. "Bei elf der Matrosen wurde entdeckt, dass sie Covid-19-Antikörper entwickelt hatten", hatte der der zuständige Gesundheitsbeamte Jude Gedeon, am Vortag erklärt. Fünf Matrosen hatten jedoch das Virus in ihrem Kreislauf, ohne dass sie allerdings irgendwelche Symptome zeigten. Sie wurden unter Quarantäne gestellt.

+++ 17.45 Uhr: Dänemark lässt die meisten EU-Bürger wieder ins Land +++

Dänemark öffnet seine coronabedingt geschlossenen Grenzen ab Samstag wieder für die meisten Menschen aus der EU. Aus allen Ländern der Europäischen Union mit Ausnahme Portugals und des Großteils von Schweden dürfen Touristen dann wieder in Deutschlands nördlichstes Nachbarland reisen, wie aus einer Auflistung des dänischen Gesundheitsinstituts SSI hervorgeht. Voraussetzung für die Einreise ist, sechs Übernachtungen in Dänemark gebucht zu haben. Gleichzeitig rät das dänische Außenministerium seinen Bürgern weiter von Reisen nach Irland, Malta, Portugal, Rumänien, Schweden und Großbritannien ab.

+++ 17.41 Uhr: Briten stürmen Strände - Lage teils nicht mehr beherrschbar +++

Trotz Corona-Pandemie sind Zehntausende Briten an die Küsten im Süden ihres Landes gestürmt. In Bournemouth mussten die Einsatzkräfte sogar einen "ernsten Zwischenfall" auslösen, weil die Lage nicht mehr beherrschbar war. Das gibt den Einsatzkräften mehr Rechte und Abstimmungsmöglichkeiten. Solche Menschenmengen habe es sonst nur an den Feiertagen gegeben, teilten Vertreter der Stadt mit. "Wir sind absolut entsetzt über die Szenen, die an unseren Stränden .... in den letzten 24 bis 48 Stunden zu sehen waren." Einsatzkräfte klagten unter anderem über illegales Parken, Verkehrskollaps, Müllverschmutzungen, aggressives Verhalten der Strandbesucher und Alkoholmissbrauch bei hohen Temperaturen.

+++ 17.36 Uhr: Verurteilungen wegen Vergewaltigung in Schweden seit neuem Gesetz stark gestiegen +++

Ein seit zwei Jahren geltendes Gesetz zu einvernehmlichem Geschlechtsverkehr hat in Schweden zu einem deutlichen Anstieg von Verurteilungen wegen Vergewaltigung geführt. Laut einer neuen Studie des schwedischen Rats zur Krisenprävention nahmen die Verurteilungen binnen zwei Jahren um 75 Prozent zu. Das Gesetz stuft Geschlechtsverkehr ohne ausdrückliche Zustimmung der Beteiligten als Vergewaltigung ein. Danach macht sich ein Mensch auch ohne Drohungen und Gewaltanwendung schuldig. Im Jahr 2017, ein Jahr vor Inkrafttreten des Gesetzes, gab es 190 Verurteilungen wegen Vergewaltigung. Im Jahr 2019 gab es 333 Schuldsprüche.

+++ 17.34 Uhr: Oberflächenbeschichtung soll vor Keimen in Bussen schützen +++

Zum Schutz vor Keimen überzieht die Deutsche Bahn Oberflächen in einigen Bussen mit einer speziellen Beschichtung. Im Rahmen eines bundesweiten Pilotprojekts seien zunächst zwölf Regionalbusse in Dormagen entsprechend ausgestattet worden, teilte die Deutsche Bahn mit. Alle Flächen, die von Fahrgästen und Mitarbeitern im Bus berührt werden könnten - zum Beispiel Lenkrad, Sitze, Stoppschalter und Haltestangen - seien mit einem antiviral und antibakteriell wirksamen Stoff eingesprüht worden. Dadurch werde nachweislich eine Keimreduktion von über 90 Prozent erreicht. Die farblose Suspension schütze die behandelten Flächen mindestens zwölf Monate gegen Keime.

+++ 17.08 Uhr: Viele Menschen sterben durch Blitze in Indien +++

Blitze haben in Indien zahlreiche Menschen getötet. Nach einem schweren Unwetter mit mehreren Einschlägen gehen die Behörden von mindestens 104 Toten aus. Etliche weitere Leute wurden verletzt, etwa weil schnelle Winde und heftiger Regen Bäume und Elektrizitätsmasten umriss sowie einfach gebaute Häuser zerstörte, wie es von den Katastrophenschutzbehörden der zwei betroffenen Bundesstaaten Bihar und Uttar Pradesh hieß. Bei den Opfern handele es sich hauptsächlich um Bauern und Obdachlose, die sich zur Zeit des Sturms draußen befunden hätten. Das Unwetter war Teil des beginnenden Monsuns in Nordindien, in den kommenden Tagen soll es im Land weitere starke Stürme geben.


+++ 17.02 Uhr: ARD: Kalbitz soll AfD vorerst wieder verlassen +++

Der Brandenburger AfD-Politiker Andreas Kalbitz soll die Partei nach ARD-Informationen vorerst wieder verlassen. Das habe das parteiinterne Bundesschiedsgericht in einem Eilverfahren entschieden, berichtete die ARD  unter Berufung auf Parteikreise und Kreise des Schiedsgerichts. Das Hauptsacheverfahren stehe noch aus. Dem Bericht zufolge stimmten sieben Mitglieder des Parteigerichts für den vorläufigen Ausschluss, bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme. Ein AfD-Sprecher bestätigte die Entscheidung auf Anfrage zunächst nicht. Kalbitz selbst erklärte, dass ihm die Eil-Entscheidung noch nicht zugegangen sei. Sie solle nach seinem Kenntnisstand erst am Freitag ausgefertigt werden. "Sollte dem aber so sein, muss ich sagen, dass das langsam zu einer Kamikaze-Aktion wird - allerdings nicht von meiner Seite", meinte Kalbitz.

+++ 16.52 Uhr: Norwegen will Grenzen für Europäer öffnen +++

Reisende aus Deutschland und weiteren Staaten des Europäischen Wirtschafts- und des Schengenraums können bald wieder nach Norwegen reisen, sofern dies die Corona-Zahlen des jeweiligen Landes erlauben. Ihre Regierung beabsichtige, Reisen aus diesen Ländern ab dem 15. Juli wieder quarantänefrei zu ermöglichen, gab Ministerpräsidentin Erna Solberg in Oslo bekannt. Es gibt jedoch eine wichtige Einschränkung: Der Coronavirus-Ausbruch muss in dem jeweiligen Land unter Kontrolle, die Infektionszahlen dementsprechend niedrig sein. Norweger, die ins mit recht hohen Corona-Zahlen kämpfende Schweden reisen, müssen nach ihrer Rückkehr jedoch weiter für zehn Tage in Quarantäne, machte Solbergs Regierung klar.

Referendum: Russen stimmen über Verfassungsreform und Putins Machterhalt ab

+++ 16.42 Uhr: Nun 79 Mitarbeiter bei Dönerfleischproduzent in Moers corona-positiv +++

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Mitarbeiter einer Dönerfleischproduktion in Moers bei Duisburg hat sich auf 79 erhöht. Nachdem zunächst 17 Beschäftigte positiv getestet worden waren, kamen bei weiteren Tests nun 62 hinzu, teilte der Kreis Wesel mit. Insgesamt wurden am Mittwoch nach dem Bekanntwerden der 17 Fälle von rund 200 Mitarbeitenden Abstriche genommen. Davon stehen den Angaben zufolge noch 120 Ergebnisse aus. Die Kontaktnachverfolgung laufe auf Hochtouren. "Keine der positiv getesteten Personen weist bisher die Corona-typischen Symptome auf", erklärte der Kreis. Der Dönerfleischproduzent hat nach Angaben des Kreises 275 Mitarbeiter.

+++ 16.38 Uhr: Hessischer Landtag setzt U-Ausschuss zum Lübcke-Mord ein +++

Der hessische Landtag hat mit den Stimmen aller Fraktionen einen Untersuchungsausschuss zum Mordfall Lübcke und möglichen Behördenpannen eingesetzt. Der Antrag der Opposition aus SPD, FDP und Linken fand in Wiesbaden auch die Zustimmung der Regierungskoalition von CDU und Grünen sowie der AfD-Fraktion. Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war im Juni 2019 mit einem Kopfschuss getötet worden. Der Generalbundesanwalt geht bei dem Mord von einem rechtsextremen Hintergrund aus.

+++ 16.26 Uhr: Corona-Krise lässt niederländischen Blumenexport einbrechen +++

Die Corona-Pandemie hat den Blumenexport der Niederlande einbrechen lassen. Im April sank der Export von Schnittblumen um 35 Prozent und der von Blumenzwiebeln und Gartenpflanzen um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte die Statistikbehörde des Landes mit. Stabil blieb hingegen der Export von Obst und Gemüse, der für die Wirtschaft des Nachbarlandes ebenfalls wichtig ist. Während die Ausfuhr von Gemüse um lediglich ein Prozent abnahm, stieg der Obstexport im April um zwei Prozent.

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+++ 16.24 Uhr: Tunesien öffnet seine Grenzen für Urlauber aus Deutschland +++

Touristen aus Deutschland können von diesem Samstag an wieder ohne Beschränkungen oder vorherige Corona-Tests nach Tunesien reisen. Die tunesische Regierung setzte die Bundesrepublik auf eine Liste mit Staaten, in denen die Gefahr einer Infizierung mit dem Coronavirus gering ist, wie das Gesundheitsministerium in Tunis mitteilte. Das gelte auch für Österreich und die Schweiz. Tunesiens Regierung hatte das Coronavirus Mitte Juni für besiegt erklärt. Bislang hat Tunesien fast 1200 Corona-Fälle und 50 Tote gemeldet. Die Zahlen sind deutlich kleiner als in anderen Ländern der Region.

+++ 16.22 Uhr: "Ocean Viking" rettet Migranten vor Libyen +++

Das Rettungsschiff "Ocean Viking" hat im Mittelmeer 51 Migranten aufgenommen. Die Menschen seien von einem Holzboot gerettet worden, das in den Such- und Rettungszonen von Italien und Malta in Seenot geraten war, teilte die Hilfsorganisation SOS Méditerranée mit. Unter den Geflüchteten sei eine schwangere Frau. Das Schiff war Anfang der Woche von Marseille aus zu einem neuen Einsatz ausgelaufen. Es war wegen der Corona-Krise mehrere Monate lang nicht unterwegs.

+++ 16.22 Uhr: ICE bei Hamburg von Stein getroffen - Bahnstrecke zeitweise gesperrt +++

Auf der Fahrt von Hamburg nach Stralsund/Binz ist ein ICE nahe Reinbek (Schleswig-Holstein) von einem Stein getroffen worden. Eine Scheibe des Zuges sei gesplittert, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Vermutlich sei der Stein von einer Brücke geworfen worden. Es sei niemand verletzt worden, erklärte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Die Strecke in Richtung Berlin/Rostock wurde zeitweise gesperrt. Der ICE 1672 kam nach Bahn-Angaben aus Karlsruhe und Hannover, der Zug war ab Hamburg mit rund 160 Menschen nach Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern) unterwegs.

+++ 16.13 Uhr: Missbrauchsfall Bergisch Gladbach: Ermittlungen gegen Chat-Teilnehmer +++

Bei den Ermittlungen zum Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach hat die Polizei zahlreiche weitere Mitglieder von Chat-Gruppen namentlich identifiziert. Den 24 Beschuldigten werde der Besitz von Kinderpornografie vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft. Gegen sie werde nicht wegen sexuellen Kindesmissbrauchs ermittelt. Insgesamt gebe es somit allein in NRW derzeit 52 Beschuldigte in dem Verfahren. Unverändert säßen elf Verdächtige in Untersuchungshaft, gegen acht Männer wurden bereits Anklagen erhoben. Im August soll der Prozess wegen schweren sexuellen Missbrauchs gegen einen 42-Jährigen beginnen, von dem die Ermittlungen ihren Ausgang nahmen.

+++ 16.12 Uhr: Islamfeindlicher Politiker in Dänemark zu Haftstrafe verurteilt +++

Ein islamfeindlicher Politiker und Anwalt ist in Dänemark unter anderem wegen Verstoßes gegen den Rassismusparagrafen zu drei Monaten Haft verurteilt worden. Ein Monat davon wird ohne Bewährung ausgesprochen und muss sofort abgeleistet werden, wie das Gericht in der Stadt Næstved rund 80 Kilometer südwestlich von Kopenhagen urteilte. Die weiteren zwei muss Rasmus Paludan nicht antreten, sofern er über einen Zeitraum von zwei Jahren nicht erneut straffällig wird. Der Gründer und Vorsitzende der Kleinpartei Stram Kurs (Strammer Kurs) wurde wegen insgesamt 14 Vergehen schuldig gesprochen. Dabei handelte es sich um mehrere Verstöße gegen den dänischen Rassismusparagrafen sowie mehrmalige abfällige Aussagen und Beleidigungen. Der Politiker hat jegliche Strafschuld abgestritten.

+++ 16.03 Uhr: Bewährung für Prügel-Kicker +++

 Im Strafprozess wegen einer Attacke auf einen Schiedsrichter ist ein 28-jähriger Amateurfußballspieler vom Amtsgericht im hessischen Dieburg wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt worden. Wie das Gericht mitteilte, wurde die Vollstreckung der Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten mit Strafaussetzung zur Bewährung beantragt. Die Verteidigung plädierte auf einfache Körperverletzung. Der Spieler hatte in der Kreisligapartie zwischen dem FSV Münster und den TV Semd den 22-jährigen Unparteiischen Ende Oktober mit einem Faustschlag bewusstlos geschlagen. Er musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht werden. 

Video: Schweres Busunglück in Polen

+++ 15.57 Uhr: Weitere Corona-Fälle in russischer Premier-Liga +++

Kurz nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in Russlands Premier-Liga hat ein weiterer Fußballverein mehrere Corona-Infektionen in seiner Mannschaft gemeldet. Es gebe bislang acht positive Fälle beim FK Orenburg, teilte der Erstligist mit. Betroffen seien sechs Spieler und zwei Vereinsmitarbeiter. Sie seien zurzeit isoliert, hieß es aus der Liga. Der FK Orenburg sollte eigentlich am Samstag gegen FK Krasnodar antreten. Ob das Spiel stattfindet, war zunächst offen.

+++ 15.52 Uhr: Belgisch-kongolesische Frauen verklagen Belgien wegen Behandlung in Kolonialzeit +++

Fünf im ehemaligen Belgisch-Kongo geborene Frauen haben Belgien verklagt, weil sie als Kinder ihren Müttern weggenommen wurden. Laut Anklageschrift, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag, werfen die heute 70- bis 74-jährigen Frauen dem belgischen Staat "Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor". Als Kinder schwarzer Mütter und weißer Väter waren sie von den Kolonialbehörden als Kleinkinder in katholischen Einrichtungen untergebracht worden.

+++ 15.30 Uhr: 58.000 Studenten beantragen staatliche Corona-Nothilfe +++

Zehntausende Studenten haben bislang in der Corona-Krise Nothilfen beantragt. Nach Angaben des Deutschen Studentenwerks gingen 58.000 Anträge ein. Würden alle bewilligt, käme eine Summe von 24,5 Millionen Euro zusammen. Insgesamt stehen für die Monate Juni, Juli und August 100 Millionen Euro Überbrückungshilfe vom Bund zur Verfügung. Zuerst hatte der "Tagesspiegel" über die Zahlen berichtet.

+++ 15.21 Uhr: Zahlreiche Polizisten bei illegaler Party in London verletzt +++

Mindestens 22 Polizisten sind in London verletzt worden, als sie eine illegale Straßenparty auflösen wollten. Auch Fahrzeuge der Einsatzkräfte wurden bei dem Vorfall in Brixton im Süden der britischen Hauptstadt beschädigt. Die Besucher der Party bewarfen die eintreffenden Polizisten am späten Mittwochabend unter anderem mit Flaschen. Vier Partygäste wurden festgenommen. Anwohner hatten sich zuvor über das Musikfest beschwert. Innenministerin Priti Patel bezeichnete die Eskalation als "abscheulich". Londons Bürgermeister Sadiq Khan nannte solche illegalen Versammlungen in der Corona-Krise unverantwortlich.

+++ 15.07 Uhr: Google will Medienhäusern Geld für Inhalte zahlen +++

Der Internetriese Google will Medienhäusern unter anderem in Deutschland im Zuge einer neuen Kooperation Geld für bestimmte Inhalte zahlen. Google werde von Verlagen "Lizenzen über qualitativ hochwertige Inhalte für ein neues Nachrichtenformat erwerben", das noch in diesem Jahr veröffentlicht werden solle, teilte der Konzern mit. Unter anderem sollen Nutzer kostenlos auf kostenpflichtige Artikel auf den Internetseiten einzelner Verlage zugreifen können. "So können Verlage, die eine Paywall einsetzen, ihre Reichweite vergrößern und den Nutzern die Möglichkeit geben, Inhalte zu lesen, die sie normalerweise nicht sehen", erklärte Google. In Deutschland beteiligen sich zunächst das Nachrichtenmagazin "Spiegel", die Wochenzeitung "Die Zeit" und die Tageszeitungen "Frankfurter Allgemeine Zeitung", "Rheinische Post" und "Tagesspiegel" an dem Projekt. Das neue Angebot soll neben Deutschland auch in Brasilien und Australien getestet werden.

+++ 14.53 Uhr: Anträge auf Arbeitslosenhilfe in USA bleiben auf hohem Niveau +++

Die Corona-Pandemie setzt dem US-Jobmarkt weiter zu. In der Woche bis einschließlich 20. Juni stellten 1,48 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Zwar gingen damit rund 60.000 weniger Erstanträge ein als in der Vorwoche, von einem deutlichen Rückgang kann aber nicht die Rede sein. Die aussagekräftigere Arbeitslosenquote wird nur einmal im Monat veröffentlicht. Nach dem dramatischen Einbruch der US-Wirtschaft war sie im Mai von 14,7 Prozent im Vormonat auf 13,3 Prozent zurückgegangen.

Video: Wirecard ist pleite

+++ 14.52 Uhr: CSU-Fraktion verzichtet auf Diätenerhöhung +++

Die Abgeordneten der CSU-Landtagsfraktion in München wollen auf die jährliche Diätenerhöhung verzichten und den Betrag an drei gemeinnützige Organisationen spenden. Pro Abgeordneten balaufe sich der Betrag auf 2544 Euro. Der Fraktionsvorsitzende Thomas Kreuzer sagte: "Wenn Millionen Menschen in unserem Land in Kurzarbeit sind und viele sich große Sorgen um ihren Arbeitsplatz und ihre wirtschaftliche Situation machen - ist es aus unserer Sicht angemessen, dass wir Abgeordnete auch selbst verzichten. Hier wollen wir ein kleines Zeichen setzen und uns solidarisch zeigen."

+++ 14.34 Uhr: EU-Agentur macht Weg frei für Corona-Mittel Remdesivir in Europa +++

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat erstmals grünes Licht für einen Wirkstoff zur Corona-Therapie in der EU gegeben. Der Empfehlung zufolge sollen bestimmte Covid-19-Patienten unter Auflagen mit Remdesivir behandelt werden dürfen, wie die EMA am Donnerstag in Amsterdam mitteilte. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen, was aber als Formsache gilt.

+++ 14.27 Uhr: Missbrauchsvorwürfe: Papst entbindet polnischen Bischof von Pflichten +++

Papst Franziskus hat den polnischen Bischof Edward Janiak von seinen Pflichten entbunden, weil er Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs durch Priester ignoriert haben soll. Die Diözese Kalisz soll nun vom Erzbischof von Lodz, Grzegorz Rys, verwaltet werden, teilte der Nuntius des Papstes in Polen mit. Janiak spielt eine wichtige Rolle in dem Mitte Mai veröffentlichen Dokumentarfilm "Versteckspiel", der sexuellen Missbrauch Minderjähriger in der katholischen Kirche in Polen thematisiert. In dem Film wird Janiak vorgeworfen, dass er angesichts von Missbrauchsvorwürfen gegen ihm untergeordnete Priester nicht gehandelt habe.

+++ 14.23 Uhr: Beschäftigte von Karstadt Kaufhof demonstrieren in Berlin und Dortmund gegen Schließungen +++

Beschäftigte des Kaufhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof gehen am Freitag auf die Straße, um für den Erhalt von Filialen zu demonstrieren, die das Unternehmen schließen will. Kundgebungen sind in Dortmund und in Berlin geplant, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Nordrhein-Westfalen ist von den Schließungsplänen am stärksten betroffen: Hier sollen 18 Kaufhaus-Standorte und vier Karstadt-Sports-Filialen dichtmachen. In Berlin sollen sieben Warenhäuser schließen.

+++ 14.19 Uhr: Bundesliga als "Ausbildungsliga"? SC-Coach Streich gibt Denkanstoß

Sollte die Fußball-Bundesliga in Zukunft weitere Stars wie Timo Werner an finanzkräftige Clubs im Ausland verlieren, wäre das für Christian Streich kein großes Problem. Der Trainer des SC Freiburg kann sich die Bundesliga stattdessen als "Ausbildungsliga auf hohem Niveau" vorstellen, wie er sagte. "Ich habe fast 20 Jahre in der Jugend gearbeitet. Für mich ist es wunderbar, mit jungen Menschen zu arbeiten", sagte der 55-Jährige. "Und wenn ein paar Stars dann nicht mehr da sind, sondern in England, weil da ein paar Großinvestoren sind, macht mir das nichts aus." Nationalstürmer Werner wechselt im Sommer zum FC Chelsea. Um diesen Weg einer "Ausbildungsliga auf hohem Niveau" zu beschreiten, müssten laut Streich alle Clubs dahinter stehen. "Das muss dann schon einen Konsens geben untereinander und dann ist vieles denkbar", sagte er.

+++ 14.18 Uhr: Lukaschenko wirft Russland und Polen Einmischung in Präsidentschaftswahl vor +++

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat Russland und Polen vorgeworfen, sich in die bevorstehende Präsidentschaftswahl in seinem Land einzumischen. Die Einmischung komme von "denen, die in Polen leben, und denen, die aus Russland aufhetzen", sagte Lukaschenko der belarussischen Nachrichtenagentur Belta zufolge. Moskau dementierte die Vorwürfe umgehend. Der belarussische Staatschef fügte hinzu, er werde das Thema mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin besprechen. Die Situation sei "extrem schwierig". Lukaschenko regiert Belarus seit 1994 mit eiserner Hand.

+++ 14.15 Uhr: Landtagssitzung in Rheinland-Pfalz fällt wegen Corona-Verdachts aus +++

Der rheinland-pfälzische Landtag hat seine für Donnerstagvormittag geplante Plenarsitzung wenige Minuten vor Beginn wegen eines Corona-Verdachts abgesagt. Hintergrund sei, dass eine SPD-Abgeordnete als Kontaktperson eines bestätigten Covid-19-Falls gelte, teilte die SPD-Fraktion mit. Die Parlamentarierin wurde auf das Coronavirus getestet, ein Ergebnis wird für den Abend erwartet. Die Frau befand sich in häuslicher Quarantäne.

Luftkühler: Was taugt die Alternative zu Klimaanlagen?

+++ 14.14 Uhr: Sky zahlt für Bundesliga 595 Millionen, DAZN 300 Millionen +++

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will einen Bericht über die detaillierten Einnahmen aus dem neuen Medienvertrag nicht kommentieren. Zuvor hatte das Fachmagazin "Sponsors" geschrieben, dass Sky für seine neuen TV-Rechtepakete 595 Millionen Euro pro Saison bezahlen soll und DAZN 300 Millionen Euro. Die Unternehmen sind ebenso wie die DFL selber vertraglich dazu verpflichtet, sich nicht zu Details der Kontrakte zu äußern. Öffentlich ist nur die Gesamtsumme der Medienverträge von 4,4 Milliarden Euro für die vier Spielzeiten ab 2021.

+++ 14.08 Uhr: Wirecard: Bank nicht Teil des Insolvenzverfahrens +++

Der überschuldete Dax-Konzern Wirecard will die konzerneigene Bank vom angekündigten Insolvenzantrag ausnehmen. Die Bank sei "nicht Teil des Insolvenzverfahrens der Wirecard AG", erklärte der Konzernvorstand. "Die BaFin hat für die Wirecard Bank AG bereits einen Sonderbeauftragten eingesetzt." Demnach wird die Wirecard-Bank organisatorisch und finanziell vom Mutterkonzern abgekoppelt: "Die Freigabeprozesse für alle Zahlungen der Bank werden zukünftig ausschließlich innerhalb der Bank und nicht mehr auf Gruppenebene liegen."

+++ 14.08 Uhr: Nach Angriff auf Syrer in Leipzig Haftbefehle ergangen +++

Nach dem Angriff auf einen Syrer in Leipzig sind gegen drei Tatverdächtige Haftbefehle ergangen. Zwei 29 und 35 Jahre alte Beschuldigte kamen in eine Justizvollzugsanstalt, der Haftbefehl gegen einen weiteren 35-Jährigen wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt, wie die Polizei in Leipzig mitteilte. Die drei bereits vorbestraften Männer stehen im dringenden Verdacht, den Syrer rassistisch beleidigt und zusammengeschlagen zu haben. Bislang war die Rede von vier Angreifern.

+++ 13.59 Uhr: Bus stürzt in Warschau von Überführung - mindestens ein Todesopfer +++

Beim Sturz eines Linienbusses von einer Überführung in Warschau ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, 21 weitere wurden verletzt. Sechs Passagiere seien in kritischem Zustand, sagte ein Feuerwehrsprecher. Nach Angaben einer Sprecherin der Stadtverwaltung handelte es sich um einen Bus der städtischen Verkehrsbetriebe. Über die Unfallursache gab es zunächst keine Erkenntnisse.

+++ 13.57 Uhr: WHO besorgt über Anstieg von Corona-Neuinfektionen in Europa +++

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts eines Anstiegs der Infektionszahlen in Europa vor Nachlässigkeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie gewarnt. "Vergangene Woche gab es in Europa erstmals seit Monaten einen Anstieg der wöchentliche Fallzahlen", sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge. 30 europäische Länder hätten innerhalb der zwei vergangenen Wochen steigende Infektionszahlen gemeldet. Laut WHO werden in Europa derzeit täglich fast 20.000 neue Corona-Fälle und mehr als 700 Todesfälle registriert. In Deutschland wurden in den vergangenen sieben Tagen etwa 500 bis 770 neue Fälle pro Tag gemeldet. Laut Robert-Koch-Institut starben in Deutschland bislang 8927 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus.

+++ 13.33 Uhr: Mehrheit der Studenten würde Rückkehr zu Präsenzlehre begrüßen +++

Eine Mehrheit der Studenten in Deutschland würde einer Umfrage zufolge eine Rückkehr zur Präsenzlehre an Hochschulen begrüßen. 56,7 Prozent wünschten sich für das kommende Wintersemester einen Übergang zu den traditionellen Lehrformen, teilte das Unternehmen Studentenrabatt.com unter Verweis auf eine eigene repräsentative Umfrage mit. 43,7 Prozent würden demnach ein zusätzliches digitales Semester bevorzugen - so wie es in diesem Semester wegen der Corona-Krise an den Hochschulen praktiziert wird.

+++ 13.07 Uhr. Deutschland stockt WHO-Hilfe auf mehr als 500 Millionen Euro auf +++

Deutschland wird in der Coronakrise seine finanzielle Unterstützung für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in diesem Jahr auf mehr als 500 Millionen Euro aufstocken. Das kündigte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an. "Das ist der höchste Betrag, den Deutschland je in einem Jahr an die WHO gezahlt hat", sagte Spahn. Zusätzlich zu den von Deutschland zur Eindämmung des Coronavirus bereits zugesagten rund 110 Millionen Euro würden der WHO 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Diese Unterstützung müsse vom Parlament noch genehmigt werden, aber die Regierung sei sehr zuversichtlich, dass das Anfang Juli passiere, so Spahn.

+++ 13.06 Uhr: Moorbrand im Emsland verursachte mehr als 500.000 Tonnen CO2 +++

Vor rund zwei Jahren hat ein Munitionsversuch auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle bei Meppen einen großen Moorbrand ausgelöst. Nun gibt es Klarheit über den Klimaschaden: Mehr als 500.000 Tonnen CO2 wurden emittiert. Das hat das Bundesverteidigungsministerium der "Neuen Osnabrücker Zeitung" auf Anfrage mitgeteilt. Daneben seien auch 3690 Tonnen Methan freigesetzt. Methan ist allerdings um ein Vielfaches klimaschädlicher ist als CO2. Schätzungen des Umweltbundesamtes machte der Moorbrand rund 0,075 Prozent aller 2019 in Deutschland ausgestoßenen Klimagase aus.

+++ 12.44 Uhr: Iris Berben erhält Karnevalsorden wider den tierischen Ernst +++

Die Schauspielerin Iris Berben erhält im kommenden Jahr den Aachener Karnevalsorden wider den tierischen Ernst. Die Auszeichnung werde am 30. Januar 2021 verliehen, teilte der Aachener Karnevalsverein (AKV)  mit. Berben sei "eine gesellschaftspolitisch stark engagierte Persönlichkeit, die mit Sympathie, Humor und Geradlinigkeit die Herzen der Menschen gewinnt und als Mahnerin gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ein Vorbild ist", hieß es zur Begründung.

+++ 12.30 Uhr: Prostitution in Österreich ab 1. Juli wieder erlaubt +++

In Österreich ist die zwischenzeitlich wegen der Coronakrise verbotene Prostitution ab 1. Juli wieder erlaubt. Das Betreten von Bordellen und Laufhäusern werde wieder ermöglicht, bestätigte das Gesundheitsministerium der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Rund 8000 Sexarbeiterinnen sind in Österreich registriert. Sie waren von der Coronakrise finanziell besonders stark betroffen und hatten als Selbstständige Anspruch auf Leistungen aus dem Härtefallfonds.

+++ 12.29 Uhr: Russischer Außenpolitiker: Keine zusätzlichen US-Truppen in Polen +++

Russland droht den USA mit Konsequenzen, sollten US-Truppen aus Deutschland teilweise nach Polen verlegt werden. "Wenn es mehr militärische Präsenz an unseren Grenzen gibt, wird dies zu Gegenmaßnahmen führen. Und das wird dann für alle noch schlimmer", schrieb der prominente russische Außenpolitiker Konstantin Kossatschow auf Facebook ohne Details zu nennen. Russland kritisiert seit langem die aus Sicht Moskaus hohe Nato-Präsenz im Osten Europas und an seinen Grenzen. Polen bemüht sich um eine stärkere Truppenpräsenz der USA.

Moers: 17 Mitarbeiter von Dönerfleischproduzent positiv getestet

+++ 12.29 Uhr: Ryanair klagt gegen grünes Licht aus Brüssel für Lufthansa-Rettung +++

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair klagt gegen die Genehmigung der EU-Kommission der Staatshilfen für die Lufthansa. Ryanair werde wie in allen Fällen von gebilligten Corona-Hilfen für Airlines auch gegen die frisch gefällte Lufthansa-Entscheidung Rechtsmittel einlegen, sagte der Leiter der Rechtsabteilung des Unternehmens, Juliusz Komorek. Covid-19 könne keine Ausrede sein, das Wettbewerbsrecht zu ignorieren. Ryanair geht bereits gegen die Staatshilfen für Air France und die skandinavische Airline SAS vor. Eine Klage gegen die Hilfen für die finnische Gesellschaft Finair sei zudem in Vorbereitung, sagte Komorek.

+++ 12.14 Uhr: Amsterdam verbietet private Quartiervermietung im Zentrum +++

In Amsterdam dürfen Bewohner des alten Stadtzentrums ihre Wohnungen vom 1. Juli an nicht mehr an Touristen vermieten. Dort sei das Alltagsleben der Anwohner bereits derart durch den Tourismus beeinträchtigt, dass das Vermieten von Privatquartieren verboten werden müsse, teilte die niederländische Hauptstadt mit. Im übrigen Teil der Stadt können Privatleute Unterkünfte an Touristen vom 1. Juli an nur noch mit einer Erlaubnis für maximal 30 Tage im Jahr vermieten. Bei einer Befragung von Bewohnern des Zentrums hatten sich 75 Prozent für ein Vermietungsverbot ausgesprochen.

+++ 12.06 Uhr: Immobilienpreise ziehen im ersten Quartal deutlich an +++

Die beginnende Corona-Krise hat sich im ersten Quartal dieses Jahres noch nicht auf die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland ausgewirkt. Die Preise lagen zwischen Januar und März durchschnittlich 6,8 Prozent höher als im ersten Quartal 2019, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Wohnimmobilien verteuerten sich demnach sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. In den sieben größten Metropolen (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf) waren Ein- und Zweifamilienhäuser den Angaben zufolge 9,5 Prozent und Eigentumswohnungen 7,4 Prozent teurer als im Vorjahresquartal.

+++ 12.06 Uhr: Bosch verzeichnet "reißenden Absatz" seiner Coronatests +++

Der Coronatest des Autozulieferers Bosch findet nach Angaben von Konzernchef Volkmar Denner "reißenden Absatz". Er kündigte in der aktuellen "Wirtschaftswoche" an, die Kapazitäten in diesem Jahr deutlich auszuweiten; Bosch plane den Verkauf von einer Million Kartuschen, "mit denen man die Infektion in nur zweieinhalb Stunden nachweisen kann", sagte Denner der Zeitschrift. Bald werde Bosch einen "noch schnelleren Test" auf den Markt bringen, kündigte er an.

+++ 12.05 Uhr: Unilever benennt Gesichtscreme wegen Rassismusdebatte um +++

Der Konsumgüterkonzern Unilever möchte seiner Gesichtscreme "Fair & Lovely" angesichts der weltweiten Rassismusdebatte einen anderen Namen geben. Die Hautpflegeprodukte sollten künftig ein vielfältigeres Schönheitsideal mit sämtlichen Hautfarben ansprechen, kündigte das Unternehmen an. Begriffe wie "weiß", "weiß machend" und "hell" hingegen suggerierten ein einheitliches Schönheitsideal, das das Unternehmen nicht für richtig halte. Der Name der vor allem in Asien vertriebene "Fair Lovely"-Creme solle in wenigen Monaten verändert werden.

+++ 11.44 Uhr: Postkarte in Deutschland wird 150 Jahre alt +++

Bald ist die Einführung der ersten Postkarte in Deutschland ganze 150 Jahre her: Im Juli 1870 wurde die "Correspondenzkarte" eingeführt, wie die Deutsche Post mitteilte. Im vergangenen Jahr beförderte die Deutsche Post nach eigenen Angaben 147 Millionen Kartengrüße. Das Berliner Museum für Kommunikation bietet zum 150. Jubiläum der Postkarte in Deutschland eine virtuelle Ausstellung an, in der die Historie von den Anfängen als Correspondenz- und Feldpostkarte über die Entwicklung zur Ansichts- und Bildpostkarte bis hin zu digitalen Versionen nachgezeichnet wird.

+++ 11.41 Uhr: Kalbitz wirft AfD-Bundesvorstand "Taschenspielertrick" vor +++

Der Brandenburger AfD-Landeschef Andreas Kalbitz hat die Bemühungen des AfD-Bundesvorstands zur Beendigung seiner Parteimitgliedschaft kritisiert. Kalbitz sprach im Deutschlandfunk von einem juristischen "Taschenspielertrick", um ihn als politischen Kontrahenten loszuwerden. "Sachliche Diskussionen müssen sachlich geführt werden, das gehört zum Ideenwettbewerb in Parteien", sagte Kalbitz. Seiner Meinung nach wird eine Spaltung betrieben, um dem politischen Gegner zu gefallen.  Angesprochen auf die ihm vorgeworfene Nähe zur HDJ sagte Kalbitz, er habe seine Abgrenzung zu rechtsextremistischen Bestrebungen immer wieder betont. "Es will nur nicht gehört werden, weil es eben im Moment nicht ins Bild passt."

+++ 11.33 Uhr: Rentenerhöhung 2021 könnte im Westen ausfallen +++

Eine Rentenerhöhung wird es im kommenden Jahr voraussichtlich zumindest im Westen Deutschlands nicht geben. Dies ergebe sich aus den derzeit vorliegenden Daten, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund, Alexander Gunkel, auf der Bundesvertreterversammlung der Rentenkasse. Lediglich in Ostdeutschland dürfte es aufgrund der Regeln für die bundesweite Angleichung des Rentenniveaus demnach eine Erhöhung um mindestens 0,7 Prozent geben. Der Beitragssatz für die Rentenversicherung dürfte Gunkel zufolge 2021 konstant bei 18,6 Prozent bleiben.

+++ 11.23 Uhr: Premieren-Aktion ausgesetzt: Keine Torjägerkanonen für Amateure +++

Keine Torjägerkanonen für treffsichere Amateurstürmer: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und das Fachmagazin "Kicker" haben die Aktion "Die Torjägerkanone für alle" wegen der  Corona-Krise und der damit verbundenen Unterbrechungen beziehungsweise Abbrüchen des Spielbetriebs ausgesetzt. Ursprünglich sollten erstmals bei den Männern Deutschlands erfolgreichste Torschützen bis zur 11. Liga mit der Trophäe ausgezeichnet werden, bei den Frauen die bundesweit treffsichersten Angreiferinnen bis zur 7. Liga. Ganz leer gehen die im deutschlandweiten Ranking führenden Amateurstürmer aber nicht aus. Volkswagen versprach als Sponsor der Torjägerkanonen-Aktion, sie zu einem der nächsten Länderspiele einzuladen.

Segway stellt Produktion ein: Touristen, Kollisionen, berühmte Todesfälle

+++ 11.21 Uhr: Fleisch ohne Werkvertrag kostet 10 bis 20 Cent mehr pro Kilo +++

Fleischproduktion in Deutschland ist nach Auffassung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) auch ohne den Einsatz umstrittener Werkverträge möglich. Gewerkschaftschef Guido Zeitler sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Wir haben durchgerechnet, wie viel es kosten würde, vernünftige Arbeitsbedingungen einzuhalten in Schlachthöfen: Das wären pro Kilogramm Schweinefleisch 10 bis 20 Cent mehr. Das muss es uns doch wert sein", befand der Gewerkschafter. Er forderte die Bundesregierung um Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) auf, das angekündigte Werkvertragsverbot auch umzusetzen.

+++ 11.17 Uhr: Frauen wechselten öfter ins Homeoffice - Männer vermissen Büro +++

Frauen haben in der Corona-Krise häufiger aus dem Homeoffice gearbeitet als Männer - diese vermissen aber ihr gewohntes Arbeitsumfeld mehr. Das zeigen Erhebungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)  sowie des Meinungsforschungsinstitutes YouGov im Auftrag der Arbeitsbewertunsplattform Glassdoor. 2019 - also vor Ausbruch der Pandemie - hatten dem IAB zufolge 35 Prozent der Befragten zumindest gelegentlich zu Hause gearbeitet. Wegen der Corona-Krise nutzten rund 20 Prozent derjenigen, die zuvor ausschließlich im Betrieb tätig gewesen waren, zumindest teils auch das Homeoffice. Frauen wechselten mit 28 Prozent häufiger in die heimatliche Umgebung als Männer mit 17 Prozent. Ein Grund: Männer arbeiten öfter in der Produktion, Frauen häufiger in der Verwaltung. In der YouGov-Umfrage gaben 47 Prozent derer, die derzeit im Home-Office arbeiten an, so bald wie möglich an ihren Arbeitsplatz zurückkehren zu wollen.

+++ 11.11 Uhr: Mehrere NBA-Profis positiv auf Coronavirus getestet +++

Einen Monat vor dem geplanten Wiederbeginn der Saison gibt es mehrere Coronafälle in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA. Drei Profis teilten selbst oder über ihre Clubs mit, dass sie positiv getestet worden seien. Malcolm Brogdon von den Indiana Pacers sowie Jabari Parker und Alex Len von den Sacramento Kings betonten jedoch, dass sie davon ausgehen, im Juli bei der Fortsetzung der Saison auf dem Disney-Komplex in Orlando dabei zu sein. Die ersten Spiele sollen am 30. Juli stattfinden. Die Teams werden zwischen dem 7. Juli und 9. Juli in Orlando erwartet.

+++ 10.59 Uhr: Mutter und zwei kleine Kinder sterben bei Teileinsturz von Gebäude in Italien +++

Beim teilweisen Einsturz eines Gebäudes sind in Norditalien eine Frau und ihre zwei kleinen Kinder ums Leben gekommen. Ein Teil eines fast 70 Meter langen Industriegebäudes in Albizzate, einem Vorort von Mailand, sei plötzlich auf die Straße gestürzt, berichteten mehrere italienische Nachrichtenagenturen. Dabei seien auf dem Gehweg die marokkanischstämmige Mutter, ihr fünfjähriger Sohn und ihre 15 Monate alte Tochter verschüttet worden. Der neunjährige Bruder der Kinder, der sich auf der anderen Straßenseite befand, habe das Unglück mit ansehen müssen. Eine 42-Jährige Passantin wurde den Berichten zufolge verletzt. Die Bergung der Verschütteten dauerte mehrere Stunden.

+++ 10.57 Uhr: Mindestens 15 Menschen von Bewaffneten in Mexiko getötet +++

Bewaffnete haben im westmexikanischen Bundesstaat Sinaloa Medienberichten zufolge mindestens 15 Menschen erschossen. Acht Menschen seien in dem Ort Bagrecitos im Nordosten von Culiacán, der Hauptstadt Sinaloas, getötet worden, berichteten das Nachrichtenportal "Línea Directa" und die Zeitung "El Sol de Sinaloa". Weitere sieben Tote gab es demnach nahe einem Stausee, der im selben Gebiet liegt wie Bagrecitos. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

+++ 10. 43 Uhr: Wirecard stellt Insolvenzantrag +++

Der wegen eines Bilanzskandals schwer angeschlagene Zahlungsdienstleister Wirecard stellt Antrag auf Insolvenz. Das habe der Vorstand am Donnerstag beschlossen, teilte das Unternehmen in Aschheim bei München in einer Mitteilung an die Börse mit. Die Deutsche Börse setzte den Handel mit der Wirecard-Aktie vorerst aus.

Den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim zuständigen Amtsgericht München stelle Wirecard wegen "drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung", teilte das Unternehmen weiter mit. Es werde zudem geprüft, ob Insolvenzanträge für Tochtergesellschaften der Wirecard-Gruppe gestellt werden müssten.

Horst Seehofer

Horst Seehofer hatte zuletzt die Öffentlichkeit tagelang im Unklaren gelassen, ob er eine Strafanzeige tatsächlich stellt

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+++ 9.53 Uhr: Seehofer stellt keine Strafanzeige wegen "taz"-Kolumne +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) verzichtet darauf, wegen einer polizeikritischen Kolumne in der Tageszeitung "Taz" Strafanzeige zu stellen. Er werde stattdessen die "Taz"-Chefredaktion in sein Ministerium einladen, "um mit ihr den Artikel und seine Wirkung zu besprechen", gab Seehofer in einer Erklärung bekannt. Außerdem werde er sich an den Deutschen Presserat wenden, weil die Kolumne "in meinen Augen einen schweren Verstoß gegen den Pressekodex darstellt".

Seehofer hatte am Sonntag in der "Bild"-Zeitung angekündigt, die Autorin am Montag wegen einer polizeikritischen Kolumne anzuzeigen, dies dann aber am Montag nicht getan und weitere Prüfungen angekündigt. Regierungssprecher Steffen Seibert hatte bereits am Montag erklärt, Merkel sei zu dem Strafanzeigen-Thema mit Seehofer im Gespräch.

Die polizeikritische Kolumne der Journalistin erschien vor einer Woche in der "Taz". Darin ging es um ein Gedankenspiel, wo Polizisten arbeiten könnten, wenn die Polizei abgeschafft würde, der Kapitalismus aber nicht. Zum Schluss hieß es in dem Text: "Spontan fällt mir nur eine geeignete Option ein: die Mülldeponie. Nicht als Müllmenschen mit Schlüsseln zu Häusern, sondern auf der Halde, wo sie wirklich nur von Abfall umgeben sind. Unter ihresgleichen fühlen sie sich bestimmt auch selber am wohlsten."

+++ 9.34 Uhr: EU-Kommission genehmigt Rettungspaket für Lufthansa +++

Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission haben das Lufthansa-Rettungspaket der Bundesregierung genehmigt. Die Freigabe unterliegt allerdings der Bedingung, dass die größte deutsche Fluggesellschaft Verpflichtungen zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen einhält, wie die Brüsseler Behörde mitteilte.

+++ 9.22 Uhr: Auch Baden-Württemberg beschließt Beherbergungsverbot +++

Auch Baden-Württemberg will Reisende aus dem nordrhein-westfälischen Corona-Risikogebiet nicht mehr im Land übernachten lassen. Das Beherbergungsverbot für Besucher aus einem Kreis mit erhöhtem Infektionsgeschehen soll schnell in Kraft treten. Es gelte, sobald die Verordnung vom Sozial- und vom Wirtschaftsministerium notverkündet werde, teilte am späten Mittwochabend das Staatsministerium in Stuttgart mit.

Hintergrund ist der Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh. In dessen Folge hatten Bayern und Niedersachsen bereits Beherbergungsverbote beschlossen, Schleswig-Holstein erließ eine Quarantäneregelung.

+++ 9.02 Uhr: Mehr als 500 Zuschauer bei Pokalfinale in Dänemark erlaubt +++

Das dänische Fußball-Pokalfinale darf trotz Corona-Krise vor mehr als 500 Zuschauern stattfinden. Regierung und Parlament erlauben, dass das Endspiel zwischen Aalborg BK und SønderjyskE am 1. Juli in Esbjerg nach demselben Muster wie drei ausgewählte Ligaspiele mit erhöhter Zuschauerkapazität und ausreichendem Abstand zwischen den Fans ausgetragen werden darf. Das teilten der dänische Fußballverband DBU und das Kulturministerium mit.

+++ 8.44 Uhr: Erste Infizierte im Kreis Gütersloh nach kirchlicher Veranstaltung +++

Die ersten Welle von Infizierten im Kreis Gütersloh hat es nach Angaben des Gesundheitsministeriums Ende Mai im Zusammenhang mit einer "kirchlichen Veranstaltung" gegeben. Das sagte Staatssekretär Edmund Heller in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses im Landtag. Nach Recherchen des Portals "t-online.de" handelte es sich um einen Gottesdienst, der am 17. Mai stattfand. Bei diesem Gottesdienst seien auch Arbeiter eines Tönnies-Konkurrenten dabei gewesen.

+++ 8.27 Uhr: Immobilienpreise steigen zu Jahresbeginn erneut kräftig +++

Wohnungen und Häuser in Deutschland haben sich zu Jahresbeginn weiter kräftig verteuert. Die Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreisindex) lagen im ersten Quartal durchschnittlich 6,8 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt mit. Sowohl in der Stadt als auch auf dem Land mussten Immobilienkäufer mehr Geld bezahlen.

In den sieben größten Metropolen - Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf - schossen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser im Schnitt um 9,5 Prozent hoch. Eigentumswohnungen verteuerten sich binnen Jahresfrist um 7,4 Prozent, so die Wiesbadener Statistiker. In den anderen Großstädten ab 100.000 Einwohnern kletterten die Häuserpreise um 8,3 Prozent und jene für Eigentumswohnungen um 9,3 Prozent. Auch in dünn besiedelten ländlichen Kreisen wurden Wohnimmobilien teurer: Dort stiegen die Preise für Häuser um 6,1 Prozent und für Wohnungen um 4,9 Prozent.

+++ 6.58 Uhr: US-Demokraten kündigen Änderungen für Nominierungsparteitag an +++

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen in Teilen der USA halten die Demokraten an ihrem für August im Bundesstaat Wisconsin geplanten Parteitag zur Nominierung ihres designierten Präsidentschaftskandidaten Joe Biden fest. Der frühere Vizepräsident plane mit seiner Teilnahme. Parteivertreter aus den Bundesstaaten sollten allerdings nicht nach Milwaukee reisen, sondern möglichst virtuell teilnehmen, teilte das Demokratische Nationalkomitee (DNC) mit.

Es werde an einem Verfahren gearbeitet, dass es allen Delegierten ermöglichen soll, ihre Stimme virtuell abzugeben, hieß es. Die viertägige Veranstaltung wird demnach von der Arena Fiserv Forum in das kleinere Tagungszentrum Wisconsin Center verlegt.

+++ 6.01 Uhr: US-Justiz erlässt neue Anklage gegen Wikileaks-Gründer Assange +++

Die US-Justiz hat eine neue Anklage gegen Wikileaks-Gründers Julian Assange erlassen. Das Justizministerium in Washington teilte mit, gegen den 48-Jährigen werde von einer breiteren Verschwörung beim Hacken von Computern als bislang ausgegangen. Demnach hätten "Assange und andere" Menschen dafür rekrutiert, Netzwerke zu hacken, damit Wikileaks davon profitiere. Allerdings würden zu den bisher 18 Anklagepunkten gegen Assange keine weiteren hinzugefügt.

Die US-Justiz wirft Assange vor, der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Dabei soll Washington zufolge insbesondere die Sicherheit von US-Informanten aufs Spiel gesetzt worden sein. Bei einer Verurteilung in allen 18 Anklagepunkten drohen Assange bis zu 175 Jahre Haft. Assange bestreitet die Vorwürfe. Die Wikileaks-Enthüllungen hatten auch zur Aufdeckung von Kriegsverbrechen durch amerikanische Soldaten geführt.

+++ 5.05 Uhr: Kanzleramtsminister Braun: Bei Corona nicht zu sorglos werden +++

Nach den jüngsten Corona-Ausbrüchen etwa im Kreis Gütersloh hat Kanzleramtsminister Helge Braun zur Vorsicht gemahnt. "Diese größeren Ausbrüche haben jetzt gezeigt: In dem Moment, wo man dem Virus eine Chance gibt, schlägt es auch wieder zu", sagte der CDU-Politiker in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". "Wir haben nur dann eine Chance auf eine gute wirtschaftliche Erholung, auch auf eine soziale Entspannung (...), wenn die Infektionszahlen sehr, sehr niedrig sind", sagte Braun. "Deshalb glaube ich, ist die Aufgabe jetzt wirklich, jeden lokalen Ausbruch sehr, sehr genau und sehr schnell zu beantworten, aber auch nicht zu sorglos zu werden."

+++ 5.01 Uhr: Australische Fluglinie Qantas streicht Tausende Stellen +++

Die australische Fluggesellschaft Qantas hat kurz vor ihrem 100. Geburtstag die Streichung Tausender Stellen angekündigt. Wegen der Folgen der Corona-Pandemie müssten 6000 Stellen gestrichen werden, teilte die Fluggesellschaft mit. Qantas müsse sich für mehrere Jahre mit deutlich niedrigeren Umsätzen neu positionieren, sagte Konzernchef Alan Joyce. "Und das bedeutet, kurzfristig eine kleinere Fluggesellschaft zu werden." Mindestens 100 Maschinen sollen bis zu einem Jahr lang am Boden bleiben. Dazu gehört ein Großteil der internationalen Flotte. Über die nächsten drei Jahre sollen die Kosten so um 15 Milliarden Australische Dollar (rund 9,1 Mrd Euro) reduziert werden, hieß es. Qantas begeht im November den 100. Jahrestag seiner Inbetriebnahme.

Corona-Infektionen in Wiesenhof-Schlachthof bei Oldenburg

+++ 4.50 Uhr: 630 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland +++

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 630 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 192.079 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Donnerstagmorgen meldete (Datenstand 25.06., 0 Uhr).

8927 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 13 im Vergleich zum Vortag. Etwa 176.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

+++ 4.27 Uhr: Russen stimmen in Referendum über neue Verfassung ab +++

In Russland beginnt das umstrittene Referendum über eine neue Verfassung, die Präsident Wladimir Putin zwei weitere Amtszeiten bis zum Jahr 2036 ermöglichen soll. Formeller Termin des Referendums ist der 1. Juli, doch wurde die Abstimmung wegen der Corona-Pandemie auf mehrere Tage gestreckt, um zu großen Andrang in den Abstimmungslokalen zu vermeiden.

Bisher ermöglicht die russische Verfassung dem Staatsoberhaupt nur zwei Amtszeiten in Folge. Mit Inkrafttreten der neuen Verfassung würden die bisherigen Amtszeiten jedoch nicht mehr gezählt; Putin könnte bei den Präsidentschaftswahlen 2024 und 2030 erneut antreten und damit bis 2036 im Amt bleiben. Die Opposition wirft dem 67-Jährigen vor, "Präsident auf Lebenszeit" sein zu wollen. Seine erste Amtszeit als Präsident hatte Putin im Jahr 2000 angetreten. Zwischendurch amtierte er vier Jahre als Ministerpräsident, um sich dann 2012 und 2018 erneut zum Staatschef wählen zu lassen.

+++ 4.18 Uhr: Schweizer flieht vor Verkehrskontrolle und setzt sich selbst in Brand +++

Auf der Flucht vor einer Verkehrskontrolle hat sich ein 25-Jähriger in der Schweiz selbst in Brand gesetzt. Der junge Mann wurde nach dem Vorfall in Winterthur im Norden des Landes ins Krankenhaus eingeliefert, wie die Polizei mitteilte. Demnach war zunächst unklar, warum er vor der Kontrolle flüchtete und sich in Brand setzte.

Laut Polizei durchbrach der Mann eine Polizeikontrolle und floh anschließend mit seinem Fahrzeug. Nach einem Unfall sei er dann zu Fuß weitergeflohen, bevor er sich mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und in Brand gesetzt habe.

+++ 3.24 Uhr: 400 Nationalgardisten in Washington zum Schutz von Statuen mobilisiert +++

Die US-Regierung hat rund 400 Soldaten der Nationalgarde in erhöhte Einsatzbereitschaft versetzen lassen, um Denkmäler in Washington vor Anti-Rassismus-Demonstranten zu schützen. Das Pentagon kam damit nach eigenen Angaben einer Anfrage von Innenminister David Bernhardt nach. Bernhardt ordnete zudem die Errichtung von Barrieren in Gegenden nahe des Weißen Hauses an. Diese Orte sollen mit "Unnachsichtigkeit" geschützt werden, kündigte er an.

Sollten die Nationalgardisten zur Unterstützung der Polizei beim Schutz der Denkmäler entsendet werden, dann aber nur unbewaffnet, kündigte ein Pentagon-Sprecher an. Die Nationalgardisten könnten helfen, Menschenmengen von bestimmten Zonen fernzuhalten, sagte er.

+++ 2.13 Uhr: Nasa benennt Hauptgebäude nach erster afro-amerikanischer Ingenieurin +++

Die Nasa hat ihr Hauptgebäude in Washington zu Ehren der ersten afro-amerikanischen Ingenieurin im Dienst der US-Raumfahrtbehörde umbenannt. Das Gebäude werde künftig nach Mary Jackson heißen, teilte Nasa-Chef Jim Bridenstine mit. Die 2005 gestorbene Ingenieurin hatte ab den frühen 50er Jahren für die Nasa gearbeitet. Sie gehörte zu einer kleinen Gruppe afro-amerikanischer Frauen, die für die Nasa komplizierteste Berechnungen für Raumfahrt-Missionen weitgehend ohne Hilfsmittel durchführte - dafür öffentlich damals aber keinerlei Anerkennung erfuhr. Erst 2016 wurden Jackson und einige ihrer Kolleginnen durch den erfolgreichen Hollywood-Film "Hidden Figures" einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

+++ 0.34 Uhr: Lufthansa und UFO einigen sich auf Sparmaßnahmen +++

Die Lufthansa und die Flugbegleitergewerkschaft UFO haben sich auf ein Sparpaket zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise geeinigt. Wie das Unternehmen mitteilte, sind darin Einsparungen im Volumen von mehr als einer halben Milliarde Euro vorgesehen. Unter anderem sollen Vergütungsanhebungen ausgesetzt und Flugstunden von Mitarbeitern bei gleichzeitiger entsprechender Reduzierung ihrer Vergütung gesenkt werden.

kng /anb/nik / DPA / AFP