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News von heute Texas schließt wegen rasantem Anstieg von Corona-Infektionen wieder die Bars

Bar Texas
Und wieder zu: Ein Barbetreiber in Texas verkündet die Schließung seines Ladens
© Mark Felix / AFP
AfD-Politiker Andreas Kalbitz verklagt den Verfassungsschutz  +++ Russischer Starregisseur Serebrennikow verurteilt +++ Saarland beschließt Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Gebieten  +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Texas schließt wegen rasantem Anstieg von Corona-Infektionen wieder die Bars (17.10 Uhr)
  • AfD-Mann Kalbitz verklagt Verfassungsschutz (16.09 Uhr)
  • Russland: Bewährungsstrafe für Starregisseur Serebrennikow (15.57 Uhr)
  • Messerattacke in Glasgow – mindestens ein Toter (15.21 Uhr)
  • AfD akzeptiert Bußgeld wegen Spendenaffäre  (11.33 Uhr)

Die Nachrichten von heute im stern-Ticker:

+++ 20.10 Uhr: Fußballmeisterschaft in Brasilien soll im August wieder starten +++

Trotz der weiter steigenden Corona-Zahlen planen der brasilianische Fußball-Verband CBF und die Verantwortlichen der Erst- und Zweitligaclubs die Wiederaufnahme der brasilianischen Meisterschaft für den 8. und 9. August. Dies geht aus einer Erklärung der CBF hervor. Demnach hatte CBF-Präsident Rogério Caboclo die Termine vorgeschlagen, fast alle Clubs stimmten zu.

+++ 19.43 Uhr: Mögliche Annexionen Israels - Außenamt warnt vor Gewalt +++

Kurz vor einer möglichen Ankündigung erster Annexionsschritte Israels im besetzten Westjordanland hat das Auswärtige Amt vor Ausschreitungen gewarnt. "Sollte es ab dem 1. Juli zu Verkündungen von Annexionsplänen kommen, wie es derzeit auf israelischer Seite diskutiert wird, ist mit weiteren Ausschreitungen und sicherheitsrelevanten Vorfällen in Israel und den Palästinensischen Gebieten zu rechnen", hieß es in einem aktualisierten Reisehinweis des Ministeriums. Insbesondere im Westjordanland könne es vermehrt zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kommen, hieß es da. Das Auswärtige Amt warnt auch vor Reisen in den Gaza-Streifen.

+++ 19.28 Uhr: Hygieneschutz: Italien verbietet Benutzung von Handgepäckfächern in Flugzeugen +++

Auf Flugreisen von oder nach Italien ist angesichts der Corona-Pandemie künftig die Benutzung von Handgepäckfächern verboten. Italienische Nachrichtenagenturen veröffentlichten eine entsprechende Bestimmung der italienischen Zivilluftfahrtbehörde Enac. Die neue Regelung, die den Fluggesellschaften angekündigt wurde, ist demnach das Ergebnis einer Regierungsanordnung, der zufolge Passagiere nur noch mit einer kleinen Tasche einsteigen dürfen, die unter den Sitz vor ihnen verstaut werden soll. Durch das Verbot sollten ein enger Kontakt zwischen den Passagieren und zu viele Bewegungsabläufe in den Flugzeugkabinen vermieden werden.

+++ 19.26 Uhr: Illegaler Goldhandel zwischen Deutschland und Frankreich aufgedeckt +++

Französische Ermittler haben mehrere Verdächtige festgenommen, die am illegalen Handel von Gold zwischen Deutschland und Frankreich beteiligt gewesen sein sollen. Zudem seien fast 30 Kilo des Edelmetalls im Wert von rund 1,5 Millionen Euro beschlagnahmt worden, teilte die überregionale Staatsanwaltschaft in Nancy mit. Die insgesamt 13 Verdächtigen waren demzufolge zwischen Mitte Mai und Ende Juni festgenommen worden. Nach Angaben der Ermittler hatten Goldsammler gestohlenen Schmuck, den sie von Dieben bekamen, zu Barren geschmolzen und diese dann an eine Firma für Goldhandel in Deutschland verkauft.

+++ 19.24 Uhr: Quarantäne für 1100 Schlachthof-Mitarbeiter und Kontakte in Oldenburg +++

Nach den Reihentests in einem Putenschlachthof in Wildeshausen im niedersächsischen Kreis Oldenburg ist für alle rund 1100 Mitarbeiter sowie deren Kontaktpersonen eine Quarantäne von zwei Wochen angeordnet worden. Das teilte der Landkreis mit. "Die primäre Aufgabe ist es, die Bevölkerung vor weiteren Infektionen zu schützen", sagte Landrat Carsten Harings. Insgesamt gibt es in dem Schlachtbetrieb bei 1183 vorliegenden Testergebnissen 46 positive Fälle einer Covid-19-Infektion. Der Schlachthof Geestland Putenspezialitäten in Wildeshausen fährt nun schrittweise den Betrieb herunter, er wird für zwei Wochen geschlossen.

+++ 19.02 Uhr: Zahlreiche Menschen wollen in Berlin gegen Rassismus demonstrieren +++

In Berlin wollen am Samstag um 12.30 Uhr erneut hunderte Menschen unter dem Motto "Black Lives Matter" gegen Rassismus demonstrieren. Für die Kundgebung am Großen Stern sind 1500 Teilnehmer angemeldet. Die Organisatoren riefen dazu auf, zum Schutz gegen das Coronavirus Gesichtsmasken zu tragen. Bereits vor mehreren Wochen hatten an bundesweiten Demonstrationen gegen Rassismus zehntausende Menschen teilgenommen, in Berlin versammelten sich Anfang Juni 15.000 Menschen. Danach gab es Kritik daran, dass bei den Veranstaltungen vielfach die Corona-Regeln missachtet wurden. Anlass der Demos war der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in den USA.

Klopp war früher übrigens überhaupt kein Partylöwe (trank z.B. kein Alkohol). Warum aber ausgerechnet der Rosenmontag entscheidend für seine Trainerkarriere war, sehen sie jetzt in einer Doku auf TV Now. Zur TV-Now-Doku: Nach 30 Jahren führt Klopp den FC Liverpool endlich wieder zum Titel - und erfüllt damit den Traum einer ganzen Fan-Generation in einer fußballverrückten Stadt. Wie hat sich Klopp vom Zweitliga-Kicker zur Trainer-Legende entwickelt? Zeitzeugen und Wegbegleiter erzählen Geschichten aus dem Leben eines außergewöhnlichen Menschen, der sich selbst ziemlich normal findet.
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+++ 19.02 Uhr: Alternativer Christopher Street Day zieht durch Berlin +++

In Berlin wollen am Samstag um 12 Uhr trotz Corona-Pandemie hunderte Menschen gegen Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendermenschen auf die Straße gehen. Für die Demonstration sind tausend Teilnehmende angemeldet. Dutzende Ordner, Desinfektionsmittel und der dringende Appell zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sollen die Infektionsgefahr so gering wie möglich halten. Anders als in den Vorjahren organisiert nicht etwa der CSD-Verein die Demonstration - dieser veranstaltet in diesem Jahr einen digitalen Christopher Street Day.

+++ 18.47 Uhr: USA kündigen Visa-Einschränkungen für Funktionäre aus China an +++

Im Streit um die Autonomie Hongkongs hat die US-Regierung Visa-Einschränkungen für derzeitige und frühere Funktionäre der Kommunistischen Partei Chinas angekündigt. US-Außenminister Mike Pompeo teilte mit, betroffen seien Funktionäre, die dafür mitverantwortlich seien, dass die Autonomie der Sonderverwaltungszone untergraben werde. Konkrete Angaben zu den vorgesehenen Restriktionen oder zu betroffenen Personen machte Pompeo nicht.

+++ 18.11 Uhr: 366 Millionen Euro zur Sanierung von Galeria Karstadt Kaufhof +++

Für die Sanierung des stark angeschlagenen Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof will der österreichische Mutterkonzern Signa 366 Millionen Euro in die Hand nehmen. Ein Signa-Sprecher bestätigte der Nachrichtenagentur den Sanierungsbeitrag. Zuerst hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet. Allein 200 Millionen Euro sollen als Mietzuschuss gezahlt werden. Der Handelsriese musste angesichts der Umsatzeinbrüche durch die Corona-Krise Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen. 62 Niederlassungen will der Warenhauskonzern schließen, außerdem 20 Filialen von Karstadt Sports.

+++ 18.02 Uhr: Microsoft macht nahezu alle seine Läden dicht +++

Der Software-Gigant Microsoft macht nahezu alle seine Läden weltweit dicht. Verkauf und Kundenberatung würden künftig online erfolgen, teilte der Konzern mit. Es solle nur noch vier "Microsoft-Erfahrungszentren" in London, New York, Sydney und am Konzernsitz in Redmond im US-Bundesstaat Washington geben. Microsoft betreibt derzeit nach Angaben der Konzern-Website rund 80 Geschäfte. Die große Mehrheit davon befindet sich in den USA. In Europa gibt es lediglich einen Microsoft Store in der britischen Hauptstadt London. Wegen der Coronavirus-Krise sind derzeit alle Filialen geschlossen.

+++ 17.58 Uhr: Südafrikanisches Gericht bestätigt landesweiten Tabak-Bann +++

Im Tauziehen um einen seit drei Monaten geltenden landesweiten Tabak-Bann hat Südafrikas Regierung einen juristischen Erfolg erzielt. Ein Gericht in Pretoria verwarf einen Antrag der in der FITA zusammengeschlossenen unabhängigen Tabakproduzenten auf umgehende Abschaffung des Verkaufsverbots, berichtete der südafrikanische TV-Sender eNCA. Im Kampf gegen das Coronavirus hatte Südafrikas Regierung Ende März eine der weltweit strengsten Ausgangssperren verhängt, die auch einen Alkohol- und Tabak-Bann vorsieht. Der Alkohol-Bann wurde Anfang Juni aufgehoben, der von Tabakprodukten blieb bestehen. Die zuständige Ministerin begründete das damit, dass Raucher für Komplikationen durch Covid-19 gefährdeter seien.

++ 17.54 Uhr: Polizeichef in Mexiko-Stadt angeschossen - Attentat von Drogenkartell? +++

Der Polizeichef von Mexiko-Stadt ist nach eigenen Angaben Opfer eines Angriffs des mächtigen Drogenkartells Jalisco Nueva Generación (CJNG) geworden. Er ist außer Lebensgefahr, aber nach Angaben der Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum kamen zwei seiner Begleiter und eine Passantin ums Leben. Er habe bei dem Angriff drei Schusswunden erlitten und zahlreiche Splitter abbekommen, twitterte Polizeichef Omar García Harfuch rund drei Stunden nach der Tat. "Unsere Nation muss weiter der feigen organisierten Kriminalität die Stirn bieten", schrieb der 38-Jährige. Kurz darauf musste er operiert werden.

+++ 17.53 Uhr: Polizei ermittelt wegen Youtube-Video: Mit 142 km/h durch Innenstadt +++

Das Video eines Rasers im Internet hat die Polizei in Lennestadt in Nordrhein-Westfalen auf den Plan gerufen. Nachdem mehrere Menschen Anzeige wegen eines Youtube-Beitrags erstattet hatten, in dem ein Porsche mit 142 km/h durch die Innenstadt gefahren sein soll, werde wegen der Teilnahme an einem Kraftfahrzeugrennen ermittelt, teilte die Polizei mit. Wie die "Ruhrnachrichten" berichteten, führt die Spur zu einem bekannten Youtuber. Er soll mit einem anderen Mann im Wagen gesessen haben.  Wie die Polizei am Freitag mitteilte, sucht sie nach Zeugen. Noch sei unklar, wann das Video entstanden sei - vermutlich zwischen dem 2. bis 19. Juni.

+++ 17.18 Uhr: Ein Stahlkoloss fällt: Gasometer im Saarland gesprengt +++

Gasometer
Ende eines Gasometers - wie geplant ging der markante Bau in Neunkirchen zu Boden
© Oliver Dietze / DPA

Das gut sichtbare Wahrzeichen verschwand binnen Sekunden - und per Livestream verfolgbar: Der stählerne Gasometer in Neunkirchen (Saarland) ist gesprengt worden. Er stürzte innerhalb von rund zehn Sekunden zu Boden. Der Sprengmeister hatte rund fünf Kilo Sprengstoff an dem 75 Meter hohen Scheibengasbehälter verteilt und dann elektrisch gezündet. "Es ist alles planmäßig verlaufen", sagte eine Sprecherin des Unternehmens Saarstahl. Der Gasometer galt als ein Wahrzeichen der saarländischen Kreisstadt. Der Abriss schaffe nun Platz für die Erweiterung des Stadtkerns nach Westen hin, sagte Oberbürgermeister Jörg Aumann (SPD). Der 1970 gebaute Scheibengasbehälter wurde von Saarstahl als Zwischenspeicher genutzt.

Sehen Sie im Video: Eckart von Hirschhausen – "Schokolade, Kaffee und Sex – was wollen wir mehr?"
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+++ 17.10 Uhr: Texas schließt wegen rasantem Anstieg von Corona-Infektionen wieder die Bars +++

Wegen des rapiden Anstiegs von Corona-Infektionen schließt der US-Bundesstaat Texas wieder die Bars. Gouverneur Greg Abbott erklärte, die Neuinfektionen gingen vor allem auf "bestimmte Aktivitäten" zurück, unter anderem "das Zusammenkommen von Texanern in Bars". Der konservative Politiker erließ deswegen ein Dekret, demzufolge Bars keine Gäste mehr empfangen und nur noch Getränke zum Mitnehmen verkaufen dürfen. Restaurants dürfen nur mit einer Besucherkapazität von 50 Prozent arbeiten. Texas erlebt derzeit - wie eine Reihe weiterer US-Bundesstaaten - die höchste Zahl von Coronavirus-Infektionen seit Beginn der Krise.

+++ 17.09 Uhr: Zwischenfall bei Voting für Wunsch-"Tatort": "von extern manipuliert" +++

Beim Online-Voting für den zweiten Wunsch-"Tatort" in der Sommerpause ist es zu einem ungewollten Zwischenfall gekommen. "Das Voting wurde in Deutschland seit Donnerstag, 25. Juni, 19:00 Uhr in den letzten fünf Stunden leider von extern manipuliert", teilte das Erste mit. "Um ein möglichst unverfälschtes Ergebnis zu erhalten, haben wir uns deshalb entschlossen, nur die Stimmen in das Endergebnis einzubeziehen, die bis zu diesem Zeitpunkt eingegangen sind." Als zweiter Wunsch-"Tatort" in der Sommerpause wird eine Folge aus dem Jahr 2017 mit dem Ermittlerteam aus Münster gezeigt, die Folge "Fangschuss" mit den Schauspielern Axel Prahl und Jan Josef Liefers.

+++ 17.06 Uhr: Explosion in der Nähe von iranischer Militäranlage +++

In der Nähe einer militärischen Anlage in Teheran sind in der Nacht mehrere Gastanks explodiert. Es gebe keine Todesopfer oder Verletzten, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Vor fünf Jahren war die nahe des Explosionsortes gelegene Militäranlage wegen mutmaßlicher Bombentests zur Entwicklung von Atomwaffen in den Fokus der internationalen Gemeinschaft geraten. Internetnutzer veröffentlichten Aufnahmen der Explosion. Sie zeigten den Himmel über der iranischen Hauptstadt in orangefarbenem Licht. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Davud Abdi, sagte, Ermittlungen zur Ursache der Explosion seien im Gange und sprach davon, dass die Tanks "undicht" gewesen seien.

+++ 16.52 Uhr: Jede dritte Firma befürchtet laut Umfrage einen No-Deal-Brexit +++

Die Chance auf einen EU-Handelspakt mit Großbritannien sehen viele deutsche Unternehmen pessimistisch. Mit einem Scheitern der Verhandlungen rechnen 30 Prozent der Firmen, die mit Großbritannien Geschäfte machen. Das geht aus einer Umfrage hervor, die der Bundesverband der Deutschen Industrie veröffentlichte. 18 Prozent der befragten Unternehmen rechnen demnach mit einem Basisabkommen. Gelingt bis zum Ablauf der Übergangsfrist Ende des Jahres kein Abkommen, droht ein harter wirtschaftlicher Bruch. In dem Fall planen 30 Prozent der 248 befragten Firmen mit Verbindungen zum Vereinigten Königreich Stellenkürzungen, wie der BDI weiter mitteilte.

+++ 16.47 Uhr: USA haben angekündigten Austritt aus WHO bisher nicht vollzogen +++

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach eigenen Angaben bisher von den USA kein offizielles Schreiben zur Beendigung der Zusammenarbeit erhalten. Die Entscheidung sei zwar angekündigt, ein formales Schreiben sei aber noch nicht eingetroffen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus während einer Videositzung mit einem Gremium des Europarats. Er nannte den geplanten Schritt Washingtons bedauerlich. Tedros sagte, es wäre - wenn überhaupt - besser, wenn die USA eine unabhängige Evaluierung der WHO-Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie abwarteten. Dann könnte Washington in der Bewertung seine Meinung zur Arbeit der Organisation abgeben und sich an Reformen beteiligen.

+++ 16.40 Uhr: Deutsches Rettungsschiff "Alan Kurdi" wieder frei +++

Das in Italien festgesetzte deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" ist wieder frei und fährt nun nach Spanien. Dort sollten "verbleibende Mängel" behoben werden, teilte die italienische Küstenwache mit. Die Behörden hatten das Schiff Anfang Mai in Palermo an die Kette gelegt, weil sie technische Mängel kritisiert hatten. Davon seien nun einige behoben worden, der Rest müsse nach der Wartung in Spanien kontrolliert werden, erklärte die Küstenwache. Die "Alan Kurdi" ist nun auf dem Weg nach Burriana. Für Juli seien dort ohnehin Wartungen geplant gewesen, erklärte Gorden Isler, Vorsitzender der Hilfsorganisation Sea-Eye. Aber: "Die von Italien verursachte rechtliche Unsicherheit vereitelt nun den geplanten Einsatz der "Alan Kurdi" im Juli." Sea-Eye prüfe rechtliche Schritte gegen die italienischen Behörden.

+++ 16.37 Uhr: Fluchtversuch von Halle-Attentäter - Ministerium gibt Versäumnisse zu +++

Vor dem Fluchtversuch des Attentäters von Halle, der im Oktober 2019 zwei Menschen tötete und in eine gut besuchte Synagoge eindrigen wollte, hat das Justizministerium in Sachsen-Anhalt mehrere Hinweise auf erleichterte Haftbedingungen des Mannes gehabt. Justizministerin Anne-Marie Keding (CDU) berichtete dem Rechtsausschuss von einer Mail der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Halle von Mitte Mai an eine Mitarbeiterin des Ministeriums, in der die vom Gefängnis angewandten Sicherheitsregeln enthalten gewesen seien. Die Mitarbeiterin habe offensichtlich nicht erkannt, dass diese Regeln vom Erlass des Ministeriums abwichen, sagte Keding im Parlament. In dem Mailwechsel sei es vor allem um die Frage einer Suizidgefahr und weniger um Sicherheitsbestimmungen gegangen. Am Dienstag hatte die Ministerin im Landtag bereits eingeräumt, dass ein JVA-Mitarbeiter dem Ministerium schon mit einer Mail im März von den gelockerten Haftbedingungen berichtet habe. "Diese Hinweise sind offenbar nicht aufgenommen worden", so Keding.

 

+++ 16.09 Uhr: AfD-Politiker Kalbitz klagt gegen Verfassungsschutz +++

Der Brandenburger AfD-Politiker Andreas Kalbitz hat Klage gegen das Bundesamt für Verfassungsschutz eingereicht. Er fordere darin unter anderem Auskunft über eine Mitgliederliste der "Heimattreuen Deutschen Jugend" (HDJ), die in einem Gutachten genannt sei, das die Beobachtung des "Flügels" betreffe, sagte der Sprecher des Verwaltungsgerichts Köln, Michael Ott, am Freitag. Die rechtsnationale Strömung in der AfD wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft; sie hatte sich nach eigenen Angaben im April selbst aufgelöst. Die rechtsextreme HDJ ist inzwischen verboten. 

Im Mai hatte der AfD-Bundesvorstand Kalbitz aus der Partei geworfen. Als Grund gab er an, Kalbitz habe beim Parteieintritt eine frühere Mitgliedschaft in der HDJ und bei den Republikanern nicht angegeben. "Ad eins ist festzustellen, dass es keine HDJ-Mitgliedschaft gibt", sagte Kalbitz am Freitag in Suhl in Thüringen am Rande einer Sitzung des Bundesvorstands. "Belegbar ist ja überhaupt nichts." Deshalb habe er eine Klage gegen das Bundesamt für Verfassungsschutz eingereicht. Gegen den Parteiausschluss ist Kalbitz ebenfalls vorgegangen, die Sache ist noch nicht endgültig entschieden.

+++ 16.03 Uhr: Bob Dylan erstmals Nummer 1 der deutschen Album-Charts +++

US-Folkrockmusiker und Literaturnobelpreisträger Bob Dylan hat zum ersten Mal die Nummer 1 der deutschen Album-Charts erreicht. "Rough And Rowdy Ways" ist schon das 39. Album des legendären Musikers, der vor allem durch seine politischen Songs in den 1960er- und frühen 1970er-Jahren zum Idol einer Generation wurde. Songs wie "Blowin' In The Wind" oder "Knockin' On Heaven's Door" sind Klassiker des Folk und des Rock. Dylan verdrängte "Das Album" von Florian Silbereisen und Thomas Anders vom Spitzenplatz.

+++ 15.57 Uhr: Urteil: Bewährungsstrafe für russischen Starregisseur Serebrennikow +++

Ein russisches Gericht hat den Starregisseur Kirill Serebrennikow in einem umstrittenen Verfahren zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Der 50-Jährige wurde wegen Veruntreuung von Fördergeldern schuldig gesprochen, wie das Bezirksgericht am Freitag der Agentur Interfax zufolge in Moskau entschied. Der auch in Deutschland bekannte Künstler muss somit nicht in Haft.

+++ 15.55 Uhr: Weltkriegsbombe in Potsdamer Innenstadt gesprengt +++

In der Potsdamer Innenstadt ist am Freitagnachmittag eine Weltkriegsbombe kontrolliert gesprengt worden. Etwa 13.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, wie die Brandenburger Landeshauptstadt mitteilte. Auch der Landtag, die Staatskanzlei sowie mehrere Ministerien und Museen mussten innerhalb des Sperrkreises von 800 Metern geräumt werden. Für die Sprengung der in der Havel entdeckten Bombe wurde eigens ein Floß aus Stroh gebaut, um die Detonation abzumildern. Zwischenzeitlich mussten die Maßnahmen wegen eines über Potsdam ziehenden Gewitters unterbrochen werden. Insgesamt waren mehr als 650 Helfer und Einsatzkräfte unter anderem von der Stadtverwaltung, den Feuerwehren und der Bundespolizei im Einsatz. Bei der Fliegerbombe handelte es sich um einen 250 Kilogramm schweren Blindgänger britischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg. Er war am Dienstag in der Havel nahe der Potsdamer Freundschaftsinsel gefunden worden.

+++ 15.21 Uhr: Berichte: Messerattacke in Glasgow – mindestens ein Toter +++

Bei einer Messerattacke in der schottischen Stadt Glasgow ist ein Polizist erstochen worden. Das teilte der schottische Polizeiverband am Freitag im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Der Sender BBC berichtete von vermutlich drei Toten. Der Sender Sky News sprach von "mehreren Toten". Offizielle Angaben zu möglichen Hintergründen der Tat gab es zunächst nicht. Der mutmaßliche Täter sei erschossen worden.

Die Polizei warnte im Kurznachrichtendienst Twitter vor einem ernsten "Zwischenfall", betonte aber, dass keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe. Britische Medien berichteten von schwer bewaffneten Einsatzkräften, die in ein Gebäude gestürmt sein sollen. Einige Straßen wurden gesperrt, wie die Stadtverwaltung mitteilte. 

+++ 15.06 Uhr: Katholische Kirche in Deutschland mit Rekord bei Kirchenaustritten +++

Deutlich mehr als eine halbe Million Menschen ist im vergangenen Jahr aus der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland ausgetreten. Vor allem für die katholische Kirche lieferte die am Freitag veröffentlichte Kirchenstatistik bittere Zahlen - sie musste einen neuen Rekord bei den Kirchenaustritten vermelden sowie einen Rückgang bei Taufen und Hochzeiten. Die obersten Vertreter der beiden Glaubensgemeinschaften zeigten sich ernüchtert.

+++ 15.05 Uhr: SPD-Chefs gratulieren der CDU: "Natürlich fast noch in der Pubertät" +++

Die SPD-Spitze hat der CDU zum Geburtstag gratuliert - und dabei augenzwinkernd auf den erheblichen Altersunterschied der schwarz-roten Koalitionspartner aufmerksam gemacht. "Für uns, die wir mit unseren 157 Jahren in allem Respekt "die alte Tante SPD" genannt werden, steckt eine 75-Jährige natürlich fast noch in der Pubertät", heißt es in einem Brief der SPD-Chefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans an CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, der am Freitag der Deutschen Presse-Agentur vorlag. "Wir wünschen der CDU Deutschlands eine lange und prosperierende Zukunft, müssen aber einschränken: So alt wie wir werdet Ihr nie!"

+++ 15.04 Uhr: Zurückgeholte Touristen müssen 200 bis 1000 Euro zahlen +++

Die Bundesregierung stellt den wegen der Corona-Pandemie aus dem Ausland zurückgeholten 67.000 Touristen 200 bis 1000 Euro für die Flüge in Rechnung. Damit sollen 40 Prozent der Gesamtkosten der beispiellosen Aktion von 94 Millionen Euro gedeckt werden. Die Kostenbeteiligung der Gestrandeten wird gestaffelt: Für Flüge von den Kanarischen Inseln und Nordafrika müssen 200 Euro gezahlt werden, für das südliche Afrika und die Karibik werden 500 Euro fällig, Rückkehrer aus Südamerika und Asien müssen 600 Euro zahlen, und wer aus Neuseeland und Australien zurückgeholt wurde, erhält eine Rechnung über 1000 Euro.

+++ 14.57 Uhr: Sterbefälle im Mai im Durchschnitt der Vorjahre +++

Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland lag im Mai etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Das zeigt eine aktuelle Sonderauswertung zu den Sterbefallmeldungen der Standesämter. "Die Zahlen im Mai liegen im Bereich des Durchschnitts der Vorjahre", berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Im April war die Zahl der Gestorbenen etwa neun Prozent über dem Durchschnitt der Vorjahre gelegen.

+++ 14.45 Uhr: Ehefrau des Rizin-Bombenbauers von Köln zu acht Jahren Haft verurteilt +++

Wegen vorsätzlicher Herstellung einer biologischen Waffe mit hochgiftigem Rizin hat das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf eine Islamistin zu acht Jahren Haft verurteilt. Der OLG-Senat befand die Deutsche Yasmin H. zudem der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und der Beihilfe dazu schuldig, wie das Gericht mitteilte. Die 44-jährige H. soll den Rizinanschlag gemeinsam mit ihrem Ehemann geplant haben.

Den Mann der nun verurteilten Deutschen, den Tunesier Sief Allah H., hatte das OLG Düsseldorf wegen des Baus der Rizinbombe bereits im März zu zehn Jahren Haft verurteilt. Das zuletzt in Köln wohnhafte Paar hatte laut Anklage aus Rizinussamen rund 84 Milligramm Rizin hergestellt.

+++ 14.32 Uhr: "Rentnercop" mit E-Bike stellt 28-jährigen Drogenschmuggler +++

Ein 67 Jahre alter pensionierter Polizist hat bei einer Fahrradtour am Niederrhein dank seinem E-Bike einen flüchtigen Drogenschmuggler gefasst. Die Bundespolizei hatte nahe der niederländischen Grenze den 28 Jahre alten Autofahrer kontrollieren wollen, wie die Beamten berichteten. Doch der flüchtete erst im Wagen und dann zu Fuß. Der Mann hatte einen guten Vorsprung, auch weil bei der Verfolgung zwei Polizeifahrzeuge zusammenstießen.

Nun kam der pensionierte Kriminalbeamte ins Spiel, der gerade mit den Freunden eine Pause machte: "Der "Rentnercop" beobachtete die Flucht des Mannes, schnappte sich sein E-Bike und verfolgte den Flüchtigen damit", berichtete die Polizei. Als der 28-Jährige eine Mauer übersprang, "kombinierte der ortskundige Nettetaler, wo der Mann vermutlich wieder befahrbares Terrain erreichen würde", so die Polizei. Der Rentner fuhr zum richtigen Ort und schnitt dem Schmuggler so den Weg ab. Mit "energischer Ansprache und unmissverständlichen Gesten" habe er ihn dann zu Boden gebracht. Die Bundespolizisten konnten den jungen Mann schließlich festnehmen. Nachdem in dem Auto Drogen entdeckt wurden - unter anderem 8,5 Kilo flüssiges Amphetamin und zahlreiche Ecstasy-Tabletten - schickte ihn ein Haftrichter am Donnerstag in Untersuchungshaft. 

+++ 14.11 Uhr: Stuttgarter Polizei kündigt für Wochenende erhöhte Präsenz an +++

Die Stuttgarter Polizei hat nach den jüngsten Ausschreitungen für das kommende Wochenende eine erhöhte Präsenz angekündigt. Insbesondere am Freitag- und Samstagabend will die Polizei als Antwort auf die Krawalle mit hunderten Beamten in der Innenstadt im Einsatz sein, wie Polizeisprecherin Monika Ackermann der Nachrichtenagentur AFP sagte. Demnach sind für dieses Wochenende keine Alkohol- oder Aufenthaltsverbote geplant.

+++ 14.04 Uhr: Bundesregierung: Fall Wirecard ist besorgniserregend +++

Die Bundesregierung hat sich alarmiert über die Vorgänge beim insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard gezeigt. "Das ist ein besorgniserregender Fall", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. "Denn Unternehmen und Finanzmärkte müssen ordnungsgemäß arbeiten." 

Der Zahlungsdienstleister Wirecard meldete am Donnerstag Insolvenz an. Hintergrund ist ein mutmaßlicher Betrugsskandal um Luftbuchungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY, die den Jahresabschluss 2019 prüfte, geht von schwerer Kriminalität im globalen Maßstab aus.

+++ 13.45 Uhr: Banküberfall in Hamburg - Täter auf der Flucht +++

Unbekannte Täter haben am Freitagmittag eine Bank in Hamburg überfallen. Sie bedrohten einen Angestellten und flüchteten anschließend mit einem noch unbekannten Geldbetrag, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Polizei fahndet mit einem Großaufgebot nach den flüchtigen Tätern, auch unter Beteiligung des Polizeihubschraubers.

+++ 13.35 Uhr: Auch Brandenburg beschließt Beherbergungsverbot +++

Auch Brandenburg hat ein Verbot für die Unterbringung von Menschen aus Corona-Risikogebieten beschlossen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verständigte sich das Kabinett auf ein Beherbergungsverbot für Menschen aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hatte zuvor darüber berichtet. Nach einem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies im Kreis Gütersloh hatten mehrere Bundesländer Beherbergungsverbote für Gäste aus bestimmten Risikogebieten beschlossen.

+++ 13.34 Uhr: Lebenslange Haft für 121 Angeklagte in Prozess um Putschversuch in der Türkei +++

In einem Prozess im Zusammenhang mit dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei vor vier Jahren hat ein türkisches Gericht 121 Angeklagte zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, wurden gegen 86 Angeklagte lebenslange Haftstrafen mit verschärften Haftbedingungen verhängt. 35 weitere Angeklagte wurden demnach zu einer regulären lebenslangen Haftstrafe verurteilt. 

Zu den Anklagepunkten zählte unter anderem versuchter Umsturz der "verfassungsmäßigen Ordnung". Unter den Verurteilten war auch der ehemalige Oberstleutnant Erkan Oktem, der laut Anadolu eine neunfache lebenslängliche Gefängnisstrafe mit verschärften Haftbedingungen wegen Mordes erhielt. Insgesamt waren in dem Verfahren 245 Menschen angeklagt. 

+++ 12.51 Uhr. Hessen erlässt Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebiet +++

In Hessen gilt ab Samstag ein Beherbergungsverbot für Menschen aus Regionen mit erhöhtem Corona-Infektionsrisiko. Das teilten Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) in Wiesbaden mit. Als Gebiete mit erhöhten Infektionsgefahren gelten Regionen, in denen binnen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner aufgetreten sind. Dies betrifft laut Robert Koch-Institut derzeit in Deutschland nur den nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh (Stand 26.6./10 Uhr). Die Daten werden auf den Internetseiten des RKI und des Hessischen Sozialministeriums aufgelistet.

+++ 12.50 Uhr: 82 Mitarbeiter bei Dönerfleischproduzent in Moers corona-positiv +++

In der Döner-Fabrik in Moers im Kreis Wesel sind bisher 82 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat Landrat Dr. Ansgar Müller am Mittag bei einer Pressekonferenz gesagt. 260 Tests seien dort bisher gemacht worden. Einige Testergebnisse seien noch offen. Mehrere Personen konnten noch nicht getestet werden.

Etwa 250 Personen stehen unter Quarantäne. Der Landrat sprach von einem "sehr dynamischen Geschehen“. Die Situation verändere sich laufend. Das Unternehmen sei außerordentlich kooperativ, betonte Gesundheitsdezernent Michael Maas.

Mit Einschränkungen wie in den Kreisen Gütersloh und Warendorf sei im Kreis Wesel erst einmal nicht zu rechnen. "Wir liegen weit unter den Grenzen, die irgendein Handeln erfordern. Das Geschehen gibt Stand jetzt keinen Anlass zu solchen Restriktionen", sagte Müller. Es bestehe auch kein Anlass für Massentests.

+++ 12.32 Uhr: Grüne formulieren bei Programmvorstellung klaren Führungsanspruch +++

Die Grünen haben bei der Vorstellung des Entwurfs für ihr neues Grundsatzprogramm ihren politischen Gestaltungsanspruch unterstrichen. Parteichefin Annalena Baerbock sprach in Berlin von einem "Programm für die Breite der Gesellschaft, das unseren Führungsanspruch für und mit dieser Gesellschaft untermauert". Sei es früher darum gegangen, "ein Korrektiv zu sein", gehe es jetzt um "den Anspruch anzuführen", sagte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner.

+++ 12.27 Uhr: Philippinische Behörden vermuten Ex-Wirecard-Vorstand Marsalek in China +++

Der ehemalige Wirecard-Vorstand Jan Marsalek ist möglicherweise in China. Der philippinische Justizminister Menardo Guevarra teilte mit, Marsalek sei am Dienstag auf die Philippinen eingereist und habe das Land am Mittwochmorgen Richtung China wieder verlassen. Das zeigten Daten der Einwanderungsbehörde. Deutschen Medienberichten zufolge wird Marsalek per Haftbefehl gesucht.

+++ 12.13 Uhr: Stuttgarter Polizei kündigt für Wochenende erhöhte Präsenz an +++

Die Stuttgarter Polizei hat nach den jüngsten Ausschreitungen für das kommende Wochenende eine erhöhte Präsenz angekündigt. "Wir versuchen frühzeitig die Stimmung aufzufangen: Wo sind wir mit der Stimmung? Könnte die Stimmung kippen?", sagte Polizeisprecherin Monika Ackermann im Südwestrundfunk. Die Polizei stelle sich aufgrund des guten Wetters auf eine volle Innenstadt ein.

Fall die Stimmung kippen sollte, will die Polizei laut Ackermann zunächst auf Gespräche setzen. "Wir versuchen natürlich, es gar nicht zu so einer Gruppendynamik mit mehreren hunderten Gewalttätern kommen zu lassen", betonte sie. Die Polizei habe die Erfahrung gemacht, dass die Betroffenen in Kleingruppen von drei bis fünf Leuten noch für Kommunikation zugänglich seien.

+++ 11.33 Uhr: Rechtsstreit um Spenden für Meuthen: AfD gibt auf +++

Die AfD will den Rechtsstreit um unerlaubte Parteispenden für ihren Vorsitzenden Jörg Meuthen nicht weiter verfolgen. Die Partei werde auf die formal schon angekündigte Berufung in der Sache nun doch verzichten, teilte ein Sprecher mit. Zuvor hatte der Bundesvorstand der Partei bei einer Sitzung im thüringischen Suhl einen entsprechenden Beschluss gefasst. Den Angaben zufolge sprachen sich acht Mitglieder für den Beschluss aus, drei votierten dagegen, zwei Mitglieder enthielten sich.

An der Sitzung nahm nach Angaben des Sprechers auch der Brandenburger AfD-Fraktionschef Andreas Kalbitz teil. Der Bundesvorstand hatte seine Mitgliedschaft wegen früherer Kontakte im rechtsextremen Milieu für nichtig erklärt. Er setzt sich dagegen juristisch zur Wehr.

In dem Spenden-Verfahren geht es um Plakate und andere Wahlkampf-Maßnahmen zugunsten von Meuthen im Jahr 2016. Die Bundestagsverwaltung sah darin eine Parteispende und verhängte eine Sanktion in Höhe von knapp 270.000 Euro. Auch das Berliner Verwaltungsgericht schloss sich dieser Auffassung an. 

+++ 11.19 Uhr: Niederländische Fahnder finden 780 Kilo Kokain in Ananas-Container +++

In einem Container mit Ananas hat der niederländische Zoll 780 Kilo Kokain entdeckt. Der Container stand in einem Kühlhaus in der Nähe von Den Haag, teilte die Finanzfahndung mit. Das Unternehmen selbst hatte nach Zollangaben Auffälligkeiten bei einer Ananas-Lieferung festgestellt und die Behörden alarmiert. Festnahmen gab es keine. Das Rauschgift wurde vernichtet.

+++ 10.53: Pariser Flughafen Orly wieder geöffnet +++

Nach fast dreimonatiger Schließung in der Corona-Krise hat der Pariser Flughafen Orly den Betrieb wieder aufgenommen. Am Morgen startete dort eine Boeing der Luftfahrtgesellschaft Transvia nach Porto. Die Pariser Feuerwehr begrüßte den ersten Flieger zur Feier mit einer Wasserfontäne. Für Freitag waren in Orly 70 Starts und Landungen vorgesehen statt der zuvor üblichen 600.

+++ 10.50 Uhr: USA erreichen Höchststand bei Corona-Neuinfektionen +++

Mit rund 40.000 gemeldeten Fällen hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA am Donnerstag einen Höchststand erreicht. Damit ist der bisherige Rekordwert von rund 36.400 Neuinfektionen vom 24. April überstiegen, wie aus Zahlen der John-Hopkins-Universität hervorgeht. 

+++ 10.50 Uhr: Britischer Gesundheitsminister droht mit Schließung von Stränden +++

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hat wegen Missachtung von Corona-Vorschriften mit der Schließung von Stränden gedroht. "Das letzte, was die Leute wollen, ist, dass das Virus wieder kommt", sagte Hancock dem Sender TalkRadio. Die Vorschriften zur sozialen Distanz müssten eingehalten und eine zweite Pandemie-Welle verhindert werden. Sollten die Fallzahlen wieder steigen, dann werde die Regierung handeln. "Wir dürfen nicht rückwärts gehen ... Wir müssen diese Krankheit stoppen."

+++ 10.45 Uhr: BGH stützt Lärmschutz in Eigentumswohnungen +++

Eigentümer einer nachträglich ausgebauten Dachgeschosswohnung müssen Rücksicht auf die Eigentümer der Wohnung darunter nehmen. Bietet die Decke dazwischen nicht den üblichen Schallschutz, muss der Dachgeschoss-Eigentümer mit einem dämmenden Bodenbelag für Ruhe sorgen, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschied. (Az: V ZR 173/19)

+++ 10.16 Uhr: Zoll deckt bundesweit erhebliche Arbeitsrecht-Verstöße in Fleischbranche auf +++

Der Zoll hat bei bundesweiten Kontrollen in der Fleischindustrie während der vergangenen vier Wochen erhebliche Verstöße gegen das Arbeitsrecht aufgedeckt. In mehr als 600 Fällen prüfe die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls derzeit, ob Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten vorliegen, sagte der Leiter der Behörde, Tino Igelmann, der "Welt". Bislang habe die Behörde dabei 21 Strafverfahren und 15 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Der russische Starregisseur Kirill Serebrennikow
Der russische Starregisseur Kirill Serebrennikow
© Pavel Golovkin / DPA

+++10:31 Uhr: Schuldspruch für russischen Starregisseur Serebrennikow +++

Ein russisches Gericht hat den Starregisseur Kirill Serebrennikow in einem umstrittenen Verfahren schuldig gesprochen. Das Strafmaß war zunächst unklar. Der 50-Jährige wurde wegen Veruntreuung von Fördergeld verurteilt, wie das Bezirksgericht der Agentur Interfax zufolge in Moskau entschied. Das Verfahren gegen den auch in Deutschland bekannten Künstler gilt als Schauprozess gegen die liberale Kunstszene in Russland.

Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre Haft beantragt. Zahlreiche russische Künstler veröffentlichten im Vorfeld der Urteilsverkündung Videos, in denen sie ein ungerechtes Justizsystem beklagten. Viele Schauspieler, Sänger und Kulturschaffende erschienen heute vor dem Gerichtsgebäude in Moskau. Sie empfingen Serebrennikow mit Beifall. Viele trugen T-Shirts mit der Aufschrift "Free Kirill!", insgesamt seien etwa 400 Menschen dort, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete.

+++ 9.47 Uhr: Tausende Touristen reisen aus Südosteuropa nach Griechenland +++

An der Grenze Griechenlands zu Bulgarien ist es vor dem Wochenende erneut zu einem Verkehrschaos gekommen. Tausende Touristen aus Bulgarien, Rumänien, Serbien, Nordmazedonien und anderen Staaten der Region strömten am Morgen zum wichtigsten Grenzübergang zwischen Griechenland und Bulgarien bei Promachonas (bulgarische

Seite: Kulata), wie das griechische Fernsehen berichtete. "Wir fühlen uns sicher, mit dem Auto zu fahren. Wir planen 14 Tage zu bleiben", sagte eine bulgarische Urlauberin dem griechischen TV-Sender Skai.

Der Stau entsteht nicht nur weil Tausende Touristen kommen, sondern auch weil die anderen Grenzübergänge Griechenlands zu Albanien und Nordmazedonien sowie der Türkei wegen der Corona-Pandemie geschlossen sind.

+++ 09:33 Uhr: Überfüllte Camps: Tausende zum griechischen Festland gebracht +++

Athen versucht, die restlos überfüllten Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis weiter zu entlasten. Allein im Juni seien bislang rund 1900 Migranten zum Festland gebracht worden, berichtete der griechische Staatsrundfunk (ERT) unter Berufung auf das Migrationsministerium. In und um das berüchtigte Lager von Moria auf der Insel Lesbos harren zurzeit rund 15.600 Menschen aus. Ende März lebten dort knapp 19.000 Migranten.

+++ 9.02 Uhr: Corona-Quarantäne in Göttinger Wohnkomplex beendet +++

Die coronabedingte Quarantäne für einen Wohnkomplex in Göttingen mit rund 700 Bewohnern ist beendet. Die Verpflichtung sei planmäßig um Mitternacht ausgelaufen, sagte ein Stadtsprecher am Morgen. Der Zaun werde auf einer Seite derzeit abgebaut. An einer anderen Straße bleibt der Zaun allerdings noch stehen - dort finden Ein- und Auslasskontrollen statt, um sicherzustellen, dass einzelne Bewohner, für die noch eine Quarantäne-Pflicht gilt, das Gelände nicht verlassen. Bis Dienstag soll es zweimal täglich kostenlose Mahlzeiten geben.

+++ 8.59 Uhr: Industrie bezieht wieder mehr extrem schädliches Treibhausgas +++

Die deutsche Wirtschaft hat im vergangenen Jahr wieder größere Mengen des extrem klimaschädlichen Treibhausgases Schwefelhexafluorid bezogen. Von inländischen Gasehändlern erhielt sie 840 Tonnen des Stoffes, der stark zur Erderwärmung beiträgt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das waren 7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Einen Rekord gab es im Jahr 2016 mit 1142 Tonnen.

+++ 8.53 Uhr: 16 Tote bei Schussgefechten zwischen Drogenbanden in Mexiko +++

Im Kampf zwischen rivalisierenden Drogenbanden in Mexiko um das Erbe des in den USA inhaftierten Ex-Kartellchefs Joaquín "El Chapo" Guzmán sind 16 Menschen erschossen worden. Nach einem Schusswechsel auf einer Straße nahe Tepuche im Bundesstaat Sinaloa seien sieben Leichen in einem Lieferwagen gefunden worden, teilte der regionale Sicherheitsminister Cristóbal Castañeda am Donnerstag mit. Einige Stunden später seien in dem Ort neun weitere Leichen entdeckt worden.

Die Schießereien dauerten nach Angaben des Ministers insgesamt sechs Stunden. Bei allen Toten handelt es sich demnach um Mitglieder der Drogengangs. Die Toten seien schwer bewaffnet gewesen und hätten kugelsichere Westen getragen.

+++ 8.51 Uhr: KLM bekommt staatlichen Kredit in Höhe von 3,4 Milliarden Euro +++

Die niederländische KLM Royal Dutch Airlines hat sich einen staatlichen Kredit in Höhe von 3,4 Milliarden Euro gesichert. Der Verwaltungsrat der Fluggesellschaft habe ein Unterstützungspaket der Niederlande akzeptiert, teilte KLM mit. So könne KLM die Corona-Krise überwinden und sich auf die Zukunft vorbereiten.

Damit kann der Luftfahrtkonzern Air France-KLM in der Corona-Krise mit Finanzhilfen von über 10 Milliarden Euro rechnen, die direkt vom Staat kommen oder staatlich abgesichert werden. Frankreich stützt die Schwestergesellschaft Air France mit sieben Milliarden Euro.

+++ 8.38 Uhr: Ifo-Umfrage: Unternehmen bereiten weiter Entlassungen vor +++

Trotz leicht verbesserter Erwartungen stehen die Zeichen auf dem Arbeitsmarkt wegen der Corona-Krise weiter auf Entlassungen. Das ergab die heute veröffentlichte monatliche Umfrage des Münchner Ifo-Instituts unter rund 9000 Unternehmen zu ihren Beschäftigungsplänen für die nächsten drei Monate. Das daraus ermittelte Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg im Juni auf 92,3 Prozent, von 88,3 Prozent im Mai. Im April hatte der Wert mit 86,3 Punkten ein historisches Tief erreicht.

++ 8:31 Uhr: Saarland beschließt Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Gebieten +++

Das Saarland hat ein Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Risikogebieten beschlossen. Ab Montag dürften landesweit keine Gäste mehr untergebracht werden, die aus einem Landkreis mit mehr als 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner kämen, teilte der Regierungssprecher in der Nacht mit. Der Beschluss sei bei einer Sondersitzung des saarländischen Ministerrates am Donnerstagabend gefallen. Die neue Regelung tritt am 29. Juni in Kraft.

+++ 8.07 Uhr: Aktivisten besetzen Bagger im Tagebau Garzweiler +++

Aktivisten sind am frühen Morgen auf das Gelände des Braunkohle-Tagebaus Garzweiler in Nordrhein-Westfalen vorgedrungen. Das Anti-Kohle-Bündnis "Einsatz Kohlestopp" will damit einer Mitteilung zufolge einen sofortigen Kohleausstieg fordern. Nach Angaben einer Sprecherin wollen die Aktivisten auch ein Zeichen gegen das geplante Kohlegesetz der Bundesregierung setzen. Die Polizei bestätigte die Aktion. Demnach seien Menschen im Laufe der Nacht in den Tagebau eingedrungen und auf insgesamt sechs Bagger geklettert.

+++ 7.35 Uhr: Studie: Nur sehr wenige Kinder sterben an Coronavirus-Infektion +++

Die Sterblichkeitsrate unter mit dem Coronavirus infizierten Kindern ist laut einer europaweiten Studie sehr gering. Weniger als ein Prozent der infizierten Kinder und Jugendlichen sterben an den Folgen der Infektion, geht aus der von der Fachzeitschrift "The Lancet Child & Adolescent Health" veröffentlichten Untersuchung hervor.

Bei der großen Mehrheit der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Kinder und Jugendlichen nehme die Erkrankung nur einen "milden" Verlauf, erklärte der Leiter der Studie, Marc Tebruegge vom University College London.

Für die Untersuchung hatte das europäische Forscherteam die Krankheitsverläufe von 582 Minderjährigen im Alter zwischen drei und 18 Jahren ausgewertet, die in 82 Gesundheitseinrichtungen versorgt worden waren. Alle diese Kinder und Jugendlichen waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nur vier von ihnen starben. Zwei der Verstorbenen hatten Vorerkrankungen.

+++ 5.04 Uhr: 477 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland +++

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 477 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 192.556 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Morgen meldete (Datenstand 26.06., 0.00 Uhr).

8948 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 21 im Vergleich zum Vortag. Etwa 177.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 300 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 25.6., 0.00 Uhr, bei 0,59 (Vortag: 0,72). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

+++ 5.04 Uhr: Laschet: Haftbarkeit von Tönnies für Corona-Ausbruch wird geprüft +++

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet lässt die Haftbarkeit des Fleischproduzenten Tönnies für den Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh prüfen. Zur Frage, ob das Unternehmen haftbar zu machen ist, sagte Laschet dem RedaktionsNetzwerk Deutschland: "Es wird derzeit sehr genau geprüft, ob und gegen welche Regeln das Unternehmen verstoßen hat und wo es in Haftung genommen werden kann." Laschet betonte, er sehe Tönnies in der Verantwortung.

+++ 4.48 Uhr: Trump: Ohne Tests hätten die USA keine Corona-Fälle +++

US-Präsident Donald Trump hat die wieder dramatisch ansteigende Zahl von Coronavirus-Infektionen in den USA heruntergespielt. "Wenn wir nicht testen würden, hätten wir keine Fälle", sagte Trump in einem am Donnerstagabend (Ortszeit) ausgestrahlten Interview des Senders Fox News. Die USA hätten bislang rund 30 Millionen Menschen auf das Virus getestet, mehr als jedes andere Land der Welt. Trumps Einschätzung zufolge geht darauf die hohe Zahl der nachgewiesenen Infektionen in den USA zurück.

Die meisten renommierten Experten lehnen Trumps Erklärung ab, wonach die Zunahme der Infektionen vor allem auf eine Zunahme von Tests zurückzuführen sein soll. Sie machen in erster Linie die von Trump vorangetriebene Lockerung von Corona-Beschränkungen in den Bundesstaaten verantwortlich.

+++ 4.34 Uhr: Kliniken rechnen noch für Monate mit Corona-Krisenbetrieb +++

Die Kliniken rechnen trotz erster Schritte zu einer Normalisierung noch für mehrere Monate mit einem Betrieb im Krisenmodus. "Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum,. "Frei gehaltene Personal- und Intensivkapazitäten sind weiter erforderlich - auch für eine mögliche zweite Welle im Herbst." Eine Rückkehr zur Regelversorgung wie vor Corona sei bis weit ins nächste Jahr hinein sicherlich nicht möglich.

Die Zahl der Klinik-Aufnahmen von Covid-19-Patienten sinke insgesamt, diese belegten inzwischen auch weniger Intensivbetten mit künstlicher Beatmung. Die Kapazitäten würden aber weiterhin stark begrenzt durch Erfordernisse für eine konsequente Infektionsvermeidung. So sei eine Versorgung im Mehrbettzimmer kaum noch möglich, erläuterte Baum. Kliniken hätten durch Corona auch deutlich höhere Fallkosten - für Corona-Erkrankte seien abgetrennte Intensiv- und Bettenstationen nötig. Personal müsse so weit wie möglich getrennt eingesetzt werden.

+++ 4.17 Uhr: UN-Wetterexperten ermitteln längste Blitze +++

UN-Wetterexperten haben zwei neue Gewitter-Rekorde für den längsten und den am längsten dauernden Blitz verkündet. Wie die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) mitteilte, wurde der längste Blitz am 31. Oktober 2018 bei einem Gewitter in Brasilien gemessen. Er legte demnach mehr als 700 Kilometer am Himmel zurück, was in etwa der Entfernung von London nach Basel entspricht. Der bisherige Rekord lag bei 321 Kilometern und wurde 2007 in den USA aufgestellt. Der am längsten dauernde Blitz hielt sich nach Angaben der WMO am 4. März 2019 für 16,73 Sekunden über dem Norden Argentiniens. Das war mehr als doppelt so lange wie der bisherige Rekordhalter, der 2012 über Südfrankreich 7,74 Sekunden gedauert hatte.

+++ 4.16 Uhr: Klöckner lädt zum Gespräch über die Zukunft der Nutztierhaltung +++

Nach den jüngsten Corona-Ausbrüchen in großen Schlachtbetrieben hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) zu einem Gespräch über die Zukunft der Nutztierhaltung eingeladen. In Düsseldorf sollen Vertreter der Landwirtschaft, der Schlachtereien, der Ernährungswirtschaft, des Lebensmittelhandels und der Verbraucher darüber diskutieren. Auch das Kartellamt, Tierschützer und Veterinäre sind eingeladen. Eine Pressekonferenz ist für 15.00 Uhr geplant.

Klöckner erklärte, erforderlich sei eine Neujustierung der Tierhaltung in Deutschland. Notwendig seien mehr Tierwohl, bessere Preise sowie faire Arbeitsbedingungen. Fleisch und Wurst seien in Deutschland oft zu billig. Gastgeberinnen des Branchengesprächs sind auch die Landwirtschaftsministerinnen von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, Ursula Heinen-Esser (CDU) und Barbara Otte-Kinast (CDU).

Sehen Sie im Video: Tönnies-Werbevideo aus April zeigt mangelnde Hygienemaßnahmen. Dieses Tönnies-Werbevideo sorgt derzeit für Aufregung. Der Youtube-Clip mit dem Titel "Die Burgermacher" soll eigentlich zeigen, wie der nordrhein-westfälische Fleisch-Konzern Burger-Patties produziert.  Doch er zeigt auch, wie es um die Corona-Hygienemaßnahmen bei Tönnies bestellt ist.  An mehreren Stellen des Videos wird deutlich, dass der Clip im April 2020, also nach Inkrafttreten des Kontaktverbotes durch die Bundesregierung, aufgenommen wurde. Bereits am 22. März forderte die Regierung “strenge Schutz-Maßnahmen” in geöffneten Betrieben. Die scheinen bei Tönnies keine Priorität gehabt zu haben. Das geht aus dem Werbevideo hervor.  Zahlreiche Mitarbeiter halten sich nicht an den empfohlenen Mindestabstand von zwei Metern. Außerdem sind einige Mitarbeiter ohne einen Mund-Nasen-Schutz zu sehen. Gegenüber "Spiegel TV" äußert die Tönnies-Fleischerei, dass es zum Zeitpunkt des Drehs ein "Mundschutzangebot" gegeben habe. Weiter führt das Unternehmen aus, dass "ein großer Teil der Mitarbeiter" dieses Angebot auch angenommen habe.  Doch die Bilder des Werbevideos und die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Mehr als 1500 Tönnies-Mitarbeiter haben sich mit Covid-19 infiziert.  Die Folge: ein regionaler Lockdown der NRW-Landkreise Gütersloh und Warendorf. Betroffen sind insgesamt rund 640.000 Einwohner.
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+++ 1.19 Uhr: Rettungsschiff "Alan Kurdi" fährt nach Spanien +++

Das in Italien festgesetzte deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" ist wieder frei und fährt nun nach Spanien. Dort sollten "verbleibende Mängel" behoben werden, teilte die italienische Küstenwache in der Nacht mit. Die Behörden hatten das Schiff Anfang Mai in Palermo an die Kette gelegt, weil sie technische Mängel kritisiert hatten. Davon seien nun einige behoben worden, der Rest müsse nach der Wartung in Spanien kontrolliert werden, erklärte die Küstenwache.

"Wir sind frei, aber nicht frei von weiteren Problemen. Man hat uns klar gedroht, dass man uns wieder festsetzen würde", erklärte Gorden Isler, Vorsitzender der Hilfsorganisation Sea-Eye. Das Schiff ist nun auf dem Weg ins spanische Burriana. Für Juli seien dort ohnehin Wartungen geplant gewesen, so Isler. Aber: "Die von Italien verursachte rechtliche Unsicherheit vereitelt nun den geplanten Einsatz der "Alan Kurdi" im Juli."

+++ 1.07 Uhr: US-Band Dixie Chicks heißt nun nur noch The Chicks +++

Die US-Band Dixie Chicks hat sich als Reaktion auf die Rassismus-Debatte umbenannt, weil ihr bisheriger Name an die Zeit der Sklaverei erinnert. Sie heißt nun nur noch The Chicks, wie die Frauenband auf ihrer Website mitteilte. "Dixie" ist eine aus dem 19. Jahrhundert herrührende Bezeichnung für die US-Südstaaten. Im Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 hatte der Süden vergeblich gegen den Norden für den Erhalt der Sklaverei gekämpft. Die aus Texas stammende Country-Pop-Band äußerte sich aber nicht näher zu den Gründen für ihre Umbenennung. Sie erklärte lediglich, sie wolle "diesem Moment" gerecht werden.

Damit bezog sich das Frauen-Trio auf die seit Wochen anhaltenden Proteste gegen Rassismus und Diskriminierung, die durch den Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz ausgelöst worden waren. Im Zuge der Proteste hat auch die Auseinandersetzung mit dem Erbe der Sklaverei in den USA an neuer Brisanz gewonnen.

+++ 0.52 Uhr: Umfrage: SPD, Grüne und AfD legen in Wählergunst zu +++

SPD, Grüne und AfD gewinnen einer Umfrage zufolge in der Wählergunst wieder leicht hinzu. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 20 Prozent der Befragten ihr Kreuzchen bei den Grünen machen, wie der neue Deutschlandtrend im ARD-Morgenmagazin zeigt. Das ist ein Prozentpunkt mehr für die Grünen als beim Deutschlandtrend vom 4. Juni. Die SPD würden demnach 16 Prozent wählen (+1) und die AfD käme auf 10 Prozent (+1). Die Union aus CDU und CSU käme der Umfrage zufolge auf 37 Prozent der Stimmen (-1). Linke (7 Prozent) und FDP (5 Prozent) verlieren jeweils einen Prozentpunkt in der Wählergunst.

+++ 0.13 Uhr: New Yorker Polizist von Justiz wegen Würgegriffs beschuldigt +++

In New York ist erstmals ein Polizist von der Justiz wegen eines Würgegriffs formell beschuldigt worden. Der 39-jährige Beamte David Afanador habe sich nach dem Vorfall bei der Festnahme eines Schwarzen selbst gestellt und müsse sich wegen Strangulierung und versuchter Strangulierung vor Gericht verantworten, teilte die Polizei der US-Metropole mit. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu sieben Jahre Haft.

Afanador war bereits am Sonntag vom Dienst suspendiert worden, nachdem das Handy-Video bekannt geworden war. Darauf ist zu sehen, wie der Hispanoamerikaner den Schwarzen bei der Festnahme an der Uferpromenade am Rockaway Beach im Würgegriff hält. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war die Polizei gerufen worden, weil jemand Passanten angeschrien hatte.

kng / anb / rw DPA AFP

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