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News vom Wochenende Schwerer Verkehrsunfall auf A5 in Hessen – Mindestens vier Tote, drei Verletzte

Verkehrsunfall Hessen
Vier Menschen kamen nach Polizeiangaben bei einem Verkehrsunfall auf der A5 in Hessen ums Leben
© Christoph Lorenz/5vision.media / DPA
Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News vom Wochenende im stern-Ticker:

20.15 Uhr: Teilergebnisse: Regierungspartei führt bei Parlamentswahlen in Russland

Die Regierungspartei von Präsident Wladimir Putin gewinnt ersten Teilergebnissen zufolge die Parlamentswahlen in Russland. Die Kreml-Partei Geeintes Russland komme auf 38,7 Prozent der Stimmen, teilte die Wahlkommission am Sonntagabend in Moskau nach Auszählung von neun Prozent der Wahllokale mit. Die dreitägige Wahl war von Manipulationsvorwürfen überschattet, im Vorfeld des Urnengangs waren die Behörden massiv gegen die Opposition vorgegangen.

19.26 Uhr: Lufthansa plant Rückzahlung der Staatshilfen

Die Lufthansa hat eine milliardenschwere Kapitalerhöhung zur Rückzahlung der deutschen Staatshilfen beschlossen. Der Bruttoemissionserlös soll 2,14 Milliarden Euro betragen, wie das MDax-Unternehmen in Frankfurt mitteilte.

17.45 Uhr: Vulkan auf Kanareninsel La Palma ausgebrochen

Auf der spanischen Kanareninsel La Palma ist im Bereich der Cumbre Vieja ein Vulkan ausgebrochen. Es habe eine heftige Explosion in der Gemeinde El Paso im Süden der Insel gegeben, berichtete die Zeitung "El País". Dann habe sich eine große Aschewolke gebildet. Der Ausbruch hatte sich in den vergangenen Tagen durch Tausende kleine Erdbeben und eine leichte Anhebung des Erdbodens angekündigt.

Die Behörden hatten die Menschen in der Nähe des Vulkangebiets aufgerufen, leichtes Gepäck mit ihrem Handy, wichtigen Dokumenten und eventuell benötigten Medikamenten vorzubereiten. Von Evakuierungen in dem nur relativ dünn besiedelten Gebiet wurde zunächst nichts bekannt. Die Behörden wollten zunächst die weitere Entwicklung abwarten.

17.25 Uhr: Zwei Klima-Aktivistinnen brechen Hungerstreik ab

In Berlin haben am Wochenende zwei junge Klimaaktivistinnen ihren Hungerstreik zur Rettung des Klimas abgebrochen. Die 19-jährige Lina Eichler aus Dortmund war am Samstagmorgen entkräftet zusammengebrochen und mit einem Rettungswagen in die Charité eingeliefert worden. Am Nachmittag entschloss sie sich nach ihrer Entlassung aus der Klinik, das Fasten aus medizinischen Gründen zu beenden, sagte Sprecherin Hannah Lübbert der Deutschen Presse-Agentur. Eine zweite Aktivistin, die sich Mephisto nennt, habe danach entschieden, die Aktion aus psychischen Gründen aufzugeben. Beide Frauen hätten nun sehr langsam angefangen, wieder etwas zu essen, sagte Lübbert am Sonntagnachmittag. Sie wollten sich weiterhin im Protest-Camp aufhalten.

17.00 Uhr: Gaskrise in Großbritannien: kleine Firmen vor Kollaps

In Großbritannien sorgen die innerhalb kürzester Zeit massiv gestiegenen Gaspreise für erhebliche Probleme. Der britische Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng hielt am Wochenende mehrere Krisentreffen mit Vertretern der Branche ab, während der für die Klimakonferenz COP26 zuständige Staatssekretär Alok Sharma im BBC-Interview zu beschwichtigen versuchte. Es gebe "im Moment kein Risiko bei der Versorgung", sagte Sharma. Die erneuerbaren Energien müssten dringend schnell weiter ausgebaut werden.

Die BBC berichtete unter Berufung auf den Branchenverband Oil & Gas UK, die Großhandelspreise für Gas seien seit Januar dieses Jahres in Großbritannien um 250 Prozent gestiegen, um 70 Prozent allein seit August. Dafür werden unter anderem eine weltweit hohe Nachfrage, Probleme bei einigen Unternehmen sowie eine geringere Energiegewinnung durch Wind und Sonne verantwortlich gemacht. Die hohen Gaspreise haben bereits zur temporären Schließung einzelner Werke von Düngemittelherstellern geführt - wodurch ein Mangel am Nebenprodukt CO2 entstanden ist, das für die Verpackung von frischen Lebensmitteln wie Fleisch oder Tiefkühlprodukten verwendet wird. Lebensmittelfirmen rechnen daher mit Engpässen und Problemen in den kommenden Wochen.

16.27 Uhr: Hamm: Mordkommission ermittelt wegen Frauenleiche in Grünanlage

In einer Grünanlage in Hamm in Nordrhein-Westfalen ist eine Frauenleiche gefunden worden. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Bei der Toten handele es sich um eine 25-Jährige, sagte ein Sprecher der Dortmunder Staatsanwaltschaft. Demnach hatte ein Passant die teilweise unbekleidete Frauenleiche am Morgen in der Grünanlage nahe des Oberlandesgerichts entdeckt. Sie sollte noch am Sonntag obduziert werden. Weitere Angaben machten die Ermittler zunächst nicht. Zuvor hatten Radio Lippewelle Hamm und weitere Medien berichtet.

15.41 Uhr: Wespen und Hunde vereiteln Einbruch in Rheinland-Pfalz

Im rheinland-pfälzischen Maxdorf haben Wespen und ein Hund einen Einbruch vereitelt. Ein bislang unbekannter Täter habe in der Nacht zu Samstag über ein gekipptes Fenster in ein Haus einsteigen wollen, teilte die Polizei in Ludwigshafen am Sonntag mit. Dazu habe der Täter ein Gefäß zur Seite gestellt, das vor dem Haus stand. Hierbei sei ein Wespennest beschädigt worden. Die Wespen und ein im Haus bellender Hund hätten den Einbrecher dann in die Flucht geschlagen, hieß es weiter.

15.05 Uhr: Mann stürzt in Dresden von Dach und stirbt

In Dresden ist in der Nacht zu Sonntag ein Mann von einem Hausdach gestürzt und gestorben. Zuvor soll der 29-Jährige zusammen mit drei anderen ein Paar bedroht und angegriffen haben, wie die Polizei mitteilte. Nach derzeitigem Erkenntnisstand forderten die vier Angreifer – zwei Männer und zwei Frauen – Geld von dem Paar und griffen den Mann mit einem Messer, einem Elektroschocker und Pfefferspray an. Der Angegriffene sei dabei verletzt worden, erklärte die Polizei weiter. Das Paar sei geflüchtet und habe die Polizei alarmiert. Diese habe die vier Verdächtigen dann in einem Wohnhaus gefunden, der 29-Jährige und eine der Frauen seien auf dem Dach gewesen.

Die Beamten hätten sie aufgefordert herunterzukommen oder still auszuharren. Als sich der Mann bewegte, sei er vom Dach etwa zwölf Meter in die Tiefe gestürzt, hieß es weiter. Er sei später in einer Klinik gestorben. Die Frau sei unverletzt vom Dach gekommen. Die Polizei ermittelt nun sowohl zum Tod des 29-Jährigen als auch wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung.

14.40 Uhr: Bericht: Mafia handelt in Deutschland mit gefälschten Lebensmitteln

Teile der italienischen Mafia handeln einem Bericht zufolge in Deutschland mit gefälschten oder minderwertigen Lebensmitteln. "Für Strukturen der Italienischen Organisierten Kriminalität stellt der Handel mit minderwertigen oder falsch deklarierten Agrarerzeugnissen und Lebensmitteln grundsätzlich ein Betätigungsfeld dar, in dem hohe Gewinne erzielt werden können", zitieren die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion. Entdeckungsrisiko und Strafandrohung seien dabei vergleichsweise gering.

14.27 Uhr: Elch dringt in Schweden in Krankenhaus ein

In Schweden ist ein Elch in ein Krankenhaus eingedrungen. Das Tier sei am Sonntagmittag durch ein Fenster der Klinik im südschwedischen Eskilstuna gesprungen und habe sich dabei verletzt, berichtete der Sender SVT unter Berufung auf Polizeiangaben. Patienten wurden von dem Elch wohl nicht aufgeschreckt: Der Raum, zu dem sich das Tier Zutritt verschaffte, soll leer gewesen sein, da die Abteilung sonntags nicht geöffnet hat. Ein Jäger und tierärztliches Personal wurden hinzugerufen, um das verletzte Tier vorerst zu betäuben. Weitere Untersuchungen müssten nun zeigen, ob der Elch seinen abenteuerlichen Ausflug überlebt oder eingeschläfert werden müsse, hieß es in dem SVT-Bericht.

13.57: IS verübt Angriff auf syrische Gasleitung

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag auf eine Gasleitung in Syrien, dem ein weitreichender Stromausfall folgte, für sich beansprucht. "Soldaten des Kalifats" hätten die Gasleitung als Teil eines "Wirtschaftskriegs" gesprengt, teilte der IS auf seiner Plattform Naschir News mit. Bei dem Angriff seien neben der Leitung auch zwei Strommasten zerstört worden, die mit dem Kraftwerk Deir Ali verbunden sind.

Der Anschlag hatte am Freitag einen Stromausfall in der Hauptstadt Damaskus und in benachbarten Bezirken ausgelöst. Das Ölministerium sprach laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Sana von einem "Terroranschlag". Nach Reparaturen sei wieder Gas in die Leitung gepumpt worden, berichtete Sana.

13.27: Italien weitet Corona-Pass-Pflicht aus – Impfbereitschaft wächst

In Italien hat die Ausweitung der Anwendung des sogenannten grünen Passes für Corona-Impfungen und -Tests zu einer deutlichen Zunahme der Impfbereitschaft geführt. "Landesweit gab es einen Anstieg der Terminvereinbarungen für Erstimpfungen um 20 bis 40 Prozent im Vergleich zur Vorwoche", erklärten die Behörden. In Italien müssen ab dem 15. Oktober alle Arbeitnehmer mit dem "grünen Pass" eine Corona-Impfung oder einen negativen Test vorweisen, wenn sie ihrer Arbeit nachgehen. Andernfalls drohen Sanktionen. Wer der Arbeit fernbleibt, weil er das Dokument nicht vorweisen kann, muss mit einer Suspendierung rechnen. Tests sind nur für Menschen kostenlos, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können.

13.15 Uhr: Frauen in Kabul demonstrieren für ihre Rechte

Eine Gruppe Frauen hat auf den Straßen Kabuls ein Recht auf Arbeit, Bildung und Freiheit gefordert. "Frauenrechte und Menschenrechte", riefen die Frauen mitten in der afghanischen Hauptstadt, wie Aufnahmen örtlicher Medien zeigten. Rund zwei Dutzend Frauen hatten sich demnach vor dem früheren afghanischen Frauenministerium versammelt, das die militant-islamistischen Taliban nach ihrer Machtübernahme abgeschafft hatten. Das Gebäude wird nun als Ministerium zur Erhaltung der Tugend und Unterdrückung des Laster genutzt. Dort hat eine Religionspolizei ihren Sitz, die die Einhaltung der strengen Auslegung des Islams durch die Taliban durchzusetzen soll.

13.00 Uhr: Fünf Promille in Atem von Autofahrerin gemessen

Fünf Promille hat der Atemalkoholtest einer 61-jährigen Autofahrerin im mittelfränkischen Diespeck ergeben. Die Frau wurde im Rahmen einer Verkehrskontrolle im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim angehalten, als den Beamten der Alkoholgeruch im Auto auffiel, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Frau zeigte trotz des hohen Alkoholwertes keine Ausfallerscheinungen.

12.55 Uhr: Apple und Google beugen sich während Parlamentswahl Druck aus dem Kreml

Bei der dreitägigen Parlamentswahl in Russland haben sich Apple und Google dem Druck der russischen Behören gebeugt: Die US-Unternehmen blockierten ab Beginn der Abstimmung am Freitag die Online-Wahlempfehlungen der Opposition. Auch Telegram löschte die Wahlhinweise aus seinem Online-Dienst. Nicht zuletzt wegen des seit Monaten harten Vorgehens gegen Regierungskritiker hat Präsident Wladimir Putins Regierungspartei trotz schlechter Umfragewerte beste Aussichten auf den Wahlsieg.

Google und Apple hatten am Freitag die "Smart Voting"-App der Opposition aus ihren App-Stores entfernt. Damit kann die Anwendung, die Wahlempfehlungen für Oppositionsbündnisse gegen die Regierungspartei erstellt, nicht mehr ohne Weiteres auf Android- und Apple-Smartphones installiert werden.

12.13 Uhr: Das Oktoberfest ist schon Dutzende Male ausgefallen

Zwangspausen hat es beim Oktoberfest auch in früheren Zeiten gegeben. Gut zwei Dutzend Mal ist das Volksfest in seiner über 210-jährigen Geschichte ausgefallen. Im vergangenen und in diesem Jahr war der Grund die Corona-Pandemie. Bereits im 19. Jahrhundert war das Volksfest zwei Mal an einer Seuche gescheitert – damals tobte die Cholera. Schon das vierte Oktoberfest 1813 wurde gestrichen – wegen der Kämpfe mit Napoleon. Ein paar Jahrzehnte später griff die Cholera um sich. Zwei Mal wurde das Fest deswegen abgesagt: 1854 und 1873

Bevor die Cholera knapp zwanzig Jahre später zurückkehrte, ließ im Jahr 1866 der preußisch-österreichische Krieg keine Feierlaune aufkommen, Bayern war hier an der Seite Österreichs dabei. Auch während der Weltkriege gab es keine Oktoberfeste. 1923 wiederum hatten die Menschen wieder andere Sorgen: die Hyperinflation. Auch in diesem Jahr gab es keine Wiesn, ebenso während des Zweiten Weltkriegs. Erst 1949 ging es wieder richtig los.

11.56 Uhr: Nach Waffenfund in Hotel: 40-Jähriger in U-Haft

Nach einem Waffenfund und einem Großeinsatz der Polizei in einem Düsseldorfer Hotel ist der 40 Jahre alte Tatverdächtige in Untersuchungshaft gekommen. Dem Mann werde unter anderem ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Sonntag. Der 40-Jährige war am Freitag festgenommen worden. Ihm wird nach Polizeiangaben eine Schusswaffe zugerechnet, die in einem Hotelzimmer entdeckt worden war. Der Mann wurde vernommen. Weitere Angaben zu dem Verdächtigen und der Waffe machten die Ermittler zunächst nicht.

Bei der stundenlangen Durchsuchung des geräumten Hotels stießen die Ermittler auch auf einen verdächtigen Koffer. Sprengstoffexperten gaben später Entwarnung: In dem Koffer seien Kleidung und Reiseutensilien gewesen.

11.37 Uhr: Starker Anstieg bei Briefwählern in Großstädten

Eine Woche vor der Bundestagswahl ist besonders in den Großstädten bereits ein starker Anstieg der Briefwähler zu beobachten. Die Städte Frankfurt am Main und Bremen verschickten laut einer Umfrage der "Welt am Sonntag" doppelt so viele Briefwahlunterlagen wie zum gleichen Zeitpunkt vor der vergangenen Bundestagswahl. Auch in weiteren Großstädten wie Düsseldorf, München und Berlin beantragten demnach bedeutend mehr Menschen Briefwahl.

Laut "Welt" liegt der Anteil der Briefwähler in Rheinland-Pfalz schon jetzt bei 41 Prozent. In Nordrhein-Westfalen beantragten bislang 29,5 Prozent der Wahlberechtigten die Wahl per Brief. 2017 waren es zum selben Zeitpunkt 17 Prozent. Der Anteil der Menschen, die per Briefwahl und nicht im Wahllokal abstimmen, steigt bei Bundestagswahlen seit der Wiedervereinigung stetig. Gaben 1990 nur 9,4 Prozent der Wähler auf diesem Wege ihre Stimme ab, waren es 2017 bereits 28,6 Prozent. Bundeswahlleiter Georg Thiel geht in diesem Jahr vor allem wegen der Corona-Pandemie von einem stärkeren Anstieg als üblich aus.

11.20 Uhr: Mindestens vier Tote bei Verkehrsunfall auf A5 in Hessen

Beim wohl schwersten Autounfall in Hessen seit Jahren sind auf der Autobahn 5 Richtung Kassel mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Vier Fahrzeuge waren an dem verheerenden Zusammenstoß am Sonntag um 4.40 Uhr beteiligt – Fotos von der Unfallstelle bei Friedberg zeigen völlig zerstörte Autos und weit verteilte Trümmer. Kurz vor dem Unglück im Wetteraukreis war der Polizei zufolge ein Falschfahrer gemeldet worden. "Nach jetzigem Kenntnisstand müssen wir davon ausgehen, dass er offenbar mit dem Unfallhergang auch noch zu tun hat", sagte eine Sprecherin.

Neben den vier Toten bargen Rettungskräfte aus den Autowracks drei Verletzte. Zwei von ihnen wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Einer von ihnen schwebe in Lebensgefahr, hieß es. Ein weiterer Mensch wurde leicht verletzt. Ob der mutmaßliche Falschfahrer unter den Toten oder Verletzten ist, war zunächst unklar. Die Unfallstelle erstreckte sich über mehrere Hundert Meter. Bergungskräfte schleppten die Fahrzeuge ab. Erst nach Stunden konnte die Sperrung auf der A5 in Richtung Norden zwischen der Anschlussstelle Friedberg und Ober-Mörlen aufgehoben werden.

11.00 Uhr: Bombenanschlag und Feuergefecht in Myanmar – mehrere Tote

Bei einem Bombenanschlag auf einen Militärkonvoi in Myanmar und einem anschließenden Feuergefecht sind mehrere Menschen getötet worden. Gegner der Militärjunta hätten die Sicherheitskräfte am Freitag mit einer selbstgebauten Bombe in einem Vorort von Yangon angegriffen, erklärte die Militärregierung. Bei einem anschließenden Schusswechsel seien ein Soldat und ein Angreifer verletzt und weitere der "Terroristen" getötet worden. Örtlichen Medienberichten zufolge wurden mindestens zwei Regierungsgegner getötet und einer festgenommen.

10.45 Uhr: Tankstellen-Kassierer erschossen – mutmaßlicher Täter festgenommen

Nach dem gewaltsamen Tod eines 20 Jahre alten Kassierers einer Tankstelle in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. Der 49-Jährige sei am Sonntagmorgen von Spezialeinheiten widerstandslos festgenommen worden, teilte das Polizeipräsidium in Trier mit. Zu den Motiven des beschuldigten Deutschen aus dem Kreis Birkenfeld gab es demnach zunächst keine Erkenntnisse. Der Kassierer war am Samstag von einem mit einer Pistole bewaffneten Mann erschossen worden.

10.30 Uhr: MAD untersucht zwei Verdachtsfälle im Kommando Spezialkräfte

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) untersucht zwei mehrere Jahre zurückliegende Verdachtsfälle wegen Rechtsextremismus in der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK). Ermittelt werde gegen einen Offizier sowie einen Unteroffizier, hieß es aus Sicherheitskreisen, nachdem die "Bild am Sonntag" zuerst berichtet hatte.

So soll ein KSK-Oberstabsfeldwebel bereits 2015 während einer Ausbildung die schwarz-weiß-rote Reichsflagge neben der Bundesflagge angebracht oder nichts dagegen unternommen haben, lautet ein Vorwurf. Zudem wird ein Leutnant beschuldigt, im Jahr 2014 eine "geringe Zahl" von Bildern mit einem rechtsextremen Hintergrund über Whatsapp verbreitet zu haben. Ob beide Fälle strafrechtlich relevant sind, wird noch geprüft. Die Fälle waren im September gemeldet worden.

10.00 Uhr: Wohnungsbrand in Harburg – Zwei Tote, ein Schwerverletzter

Bei einem Wohnungsbrand in Hamburg-Harburg sind am frühen Sonntagmorgen zwei Menschen ums Leben gekommen. Eine weitere Person sei lebensgefährlich verletzt worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. 14 andere Bewohner des Mehrfamilienhauses seien in Sicherheit gebracht worden. Die Einsatzkräfte hätten 11 Erwachsene und 3 Kinder in einem Großraumrettungswagen betreut. Bei dem Gebäude handele es sich um einen viergeschossigen Altbau. Die Feuerwehr war den Angaben zufolge mit 85 Kräften im Einsatz. Zur Brandursache konnte ein Sprecher der Polizei nichts sagen.

9.13 Uhr: Pizzabäcker klemmt mit Finger in Teigmaschine fest

Ein Mitarbeiter einer Pizzeria in Bochum hat sich mit einem Finger so unglücklich in einer Teigknetmaschine verfangen, dass er von der Feuerwehr befreit werden musste. Die Hand des Mannes wurde am Samstagabend zwischen Knethaken und Teigtopf eingeklemmt. Als klar war, dass er sich nicht aus eigener Kraft helfen konnte, setzten Kollegen einen Notruf ab. Einsatzkräfte der Feuerwehr demontierten die Maschine, lösten den Knethaken und befreiten den Mann. Vorsichtshalber kam er in ein Krankenhaus.

9.10 Uhr: RKI registriert 7337 Neuinfektionen – Inzidenz bei 70,5

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am sechsten Tag in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 70,5 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 72,0 gelegen, vor einer Woche bei 80,2. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7337 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.13 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 7345 Ansteckungen gelegen.

8.31 Uhr: Haus der Geschichte: Mehr als 1500 Objekte zur Corona-Krise gesammelt

Das Haus der Geschichte in Bonn hat inzwischen rund 1500 Objekte zur Corona-Krise zusammengetragen. "Wir haben mehr gesammelt als sonst üblich, weil man wohl auch rückblickend sagen wird, dass Corona ein prägendes Ereignis der Zeitgeschichte ist", sagte Sammlungsdirektor Dietmar Preißler.

Atemschutzmasken, Impfampullen, ein Bierkrug des abgesagten Oktoberfestes: Das Museum hat die Pandemie von Beginn an zum Thema gemacht und ein Sammlungskonzept erstellt mit Kategorien wie "Corona im Alltag"oder "Corona und Wirtschaft". Institutionen und Privatleute haben Gegenstände zur Verfügung gestellt, die die Krise illustrieren.

Erst kürzlich habe das Haus der Geschichte die Tür eines inzwischen ausrangierten Bundeswehr-Airbus erhalten, mit dem in der ersten Phase der Pandemie Corona-Kranke aus italienischen Krankenhäusern nach Deutschland gebracht worden seien, erzählt Preißler. Kinderzeichnungen zeigen beispielhaft, wie die Krise die Jüngsten belastet. Zu den neueren Errungenschaften des Museums gehören auch Einrichtungsgegenstände und Beschilderungen eines Impfzentrums: "Die werden ja wohl bald schließen - irgendwie muss man später deutlich machen, dass es sie gab", erläutert Preißler.

8.16 Uhr: Frisch gewählter Bürgermeister von Johannesburg bei Autounfall getötet

Der vor gut einem Monat gewählte Bürgermeister von Johannesburg, Jolidee Matongo, ist bei einem Autounfall gestorben. Der 46-Jährige befand sich am Samstag auf der Rückfahrt von einem Wahlkampftermin mit Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa im Johannesburger Vorort Soweto, als sein Wagen verunglückte, wie die Behörden mitteilten. Erst im Juli war Matongos Amtsvorgänger, Geoff Makhubo, den Folgen einer Corona-Infizierung erlegen.

"Es ist schwer, diese Tragödie zu begreifen, angesichts der Vitalität und Leidenschaft, mit der Bürgermeister Matongo so kurz vor seinem Tod mit mir und den Einwohnern von Soweto interagierte", erklärte Präsident Ramaphosa auf Twitter. "Nichts konnte uns auf diesen plötzlichen Verlust vorbereiten, durch den das Wirtschaftszentrum unseres Landes innerhalb von zwei Monaten seinen zweiten geschäftsführenden Bürgermeister verloren hat."

8.07 Uhr: Mann schießt im Streit um Gesundheitspass auf Sicherheitsmitarbeiter in Frankreich

In Frankreich hat ein Mann, der wegen eines fehlenden Corona-Gesundheitspasses nicht zu einer Veranstaltung zugelassen wurde, auf zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes geschossen. Die Mitarbeiter hätten dem "stark betrunkenen" Mann am Samstag den Zutritt zu einem Park im ostfranzösischen Chambéry verwehrt, in dem ein Brustkrebs-Wohltätigkeitslauf stattfand, teilte die Staatsanwaltschaft mit. 

Kurz darauf sei er mit einem Revolver bewaffnet zurückgekehrt und habe zwei Mal auf die Sicherheitsbediensteten gefeuert. Eines der Opfer wurde am Finger, das andere am Unterleib verletzt. Nach der Tat flüchtete der Schütze in Richtung Bahnhof, wo er festgenommen wurde. 


20.45 Uhr: Frankreich: Streit zum U-Boot-Deal belastet Zukunft der Nato

Der Streit um den geplatzten U-Boot-Deal zwischen Frankreich und Australien belastet nach den Worten des französischen Außenministers Jean-Yves Le Drian die Zukunft der Nato. Der Vorfall habe Auswirkungen auf die Festlegung des neuen strategischen Konzepts der Verteidigungsallianz, sagte Le Drian dem Sender France 2. Den Verbündeten Frankreichs warf er "Lüge" und "Doppelzüngigkeit" sowie einen schweren Vertrauensbruch und "Missachtung" vor, die eine "ernste Krise" ausgelöst hätten.

Am Freitagabend hatte Frankreich in einem außergewöhnlichen diplomatischen Schritt zwischen Verbündeten seine Botschafter aus Washington und Canberra zu Konsultationen zurückgerufen. Die USA, Großbritannien und Australien hatten zuvor die Gründung eines neuen Sicherheitsbündnisses für den Indopazifik verkündet, woraufhin Australien ein milliardenschweres U-Boot-Geschäft mit Frankreich platzen ließ. Stattdessen will Australien US-Atom-U-Boote anschaffen.

20.20 Uhr: Insa-Umfrage: Union legt zu, SPD weiter vorn

Vor der Bundestagswahl in einer Woche hat die Union in einer Insa-Umfrage leicht zugelegt, liegt aber noch immer fünf Prozentpunkte hinter der SPD. Die Sozialdemokraten mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz liegen im "Sonntagstrend" für die "Bild am Sonntag" unverändert bei 26 Prozent. Die Union mit Kanzlerkandidat Armin Laschet kommt auf 21 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche.

Die Grünen folgen mit deutlichem Abstand, die Partei von Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock verharrt bei 15 Prozent. Die FDP büßt einen Punkt ein und liegt bei 12 Prozent. Die AfD steht unverändert bei 11 und die Linke bei 6 Prozent. Die sonstigen Parteien kommen gemeinsam auf 9 Prozent.

18.05 Uhr: Ausschreitungen bei Demonstration in Leipzig

Bei einer Demonstration einiger Tausend Menschen in Leipzig unter dem Motto "Wir sind alle LinX" ist es am Samstag zu Ausschreitungen gekommen. Das Gebäude der Polizeidirektion Leipzig wurde mit Bierflaschen und Böllern beworfen. Auch mehrere Bankgebäude und die Fassade eines Hauses mit Studentenappartements wurden mit Steinen beschmissen. Einzelne Demonstrationsteilnehmer sammelten entlang der Route im Leipziger Süden immer wieder Pflastersteine auf und schleuderten diese gegen Scheiben.

Die Polizei sprach zunächst von einer Teilnehmerzahl im unteren vierstelligen Bereich. Angemeldet waren 3000 Menschen. Für die Demonstration war bundesweit mobilisiert worden. Anlass des Aufzugs war der Prozess gegen die Studentin Lina E. und drei Männer, denen die Bundesanwaltschaft die Bildung einer kriminellen Vereinigung und Angriffe auf mutmaßliche Rechte vorwirft. Es wurde die Freilassung von Lina E. gefordert. Man gehe auf die Straße für Antifaschismus und gegen Nazis, sagte eine Rednerin.

17.44 Uhr: Trotz Verbot: 25.000 feiern Party in Madrid

In der spanischen Hauptstadt Madrid haben nach Angaben der Polizei rund 25.000 junge Leute trotz Verbots eine riesige Open-Air-Party gefeiert. In sozialen Netzwerken war zu sehen, wie die Teilnehmer in der Nacht zum Samstag auf Freiflächen zwischen Universitätsgebäuden in Madrids Stadtteil Ciudad Universitaria tanzten und Alkohol tranken, wie die Zeitung "El País" berichtete. Auch aus Barcelona wurde vom Campus der Autonomen Universität eine ähnliche Massenfete mit 8000 Teilnehmern gemeldet, wie die Zeitung "La Vanguardia" schrieb. In Spanien hat gerade das Wintersemester begonnen.

Die Polizei in Madrid betonte, sie habe für die Auflösung einer solchen Massenansammlung nicht genügend Kräfte zur Verfügung gehabt und sich deshalb zurückgehalten. Die letzten Partygänger seien in Madrid erst am Samstagmorgen gegen 07.00 Uhr abgezogen. Elf Jugendliche kamen wegen Alkoholvergiftung in ärztliche Behandlung. Was blieb, waren Müllberge und frustrierte Professoren. Während man sich in den Fakultäten den Kopf zerbreche über vernünftige Sicherheitsmaßnahmen für die Rückkehr zum Präsenzunterricht, wie Abstand, Gruppengrößen oder Lüftung, gebe es in einer Parallelwelt Massenpartys, klagte der Professor Jesús Pérez Gil auf Twitter.

17.30 Uhr: Jemen: Huthi-Rebellen richten neun Menschen hin – darunter ein Kind

Die Huthi-Rebellen im Jemen haben im Zusammenhang mit der Tötung ihres politischen Anführers neun Menschen hingerichtet, darunter ein Kind. Ein Erschießungskommando habe sie am Samstag am zentralen Tahrir-Platz in der Hauptstadt Sanaa hingerichtet, wie die von den Rebellen kontrollierte Nachrichtenagentur Saba meldete. Die Agentur veröffentlichte auch eine Liste der Hingerichteten. Die Angehörigen seien anwesend gewesen. Kritiker sprachen von einer Reihe willkürlicher Hinrichtungen nach einem Scheinprozess.

17.05 Uhr: Rund 80 aggressive Feiernde – Polizei räumt Brücke in Dortmund

Dutzende aggressive Feiernde haben in der Nacht zu Samstag in Dortmund Polizisten mit Flaschen beworfen und beleidigt. Zuvor waren seit dem frühen Freitagabend etliche Beschwerden von Anwohnern über lautes Verhalten und Ruhestörungen eingegangen. Die Beamten trafen an der Möllerbrücke, die als Treffpunkt zum Feiern gilt, rund 250 Menschen an. Viele kamen den Platzverweisen der Polizei nach.

Bis zu 80 Personen blieben jedoch und verweigerten sich den Anordnungen. Sie beschimpften und beleidigten die Beamten und bewarfen sie mit Flaschen und anderen Gegenständen. Die Polizisten setzten zur Räumung der Brücke Pfefferspray und Schlagstock ein. Auch im Anschluss kam es in der Umgebung zu Randale. Mehrere Täter beschädigten Streifenwagen und setzten Mülltonnen in Brand. Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts des besonders schweren Falls des Landfriedensbruchs laufen, wie mitgeteilt wurde.

17.02 Uhr: Hamburg: Unbekannte zünden Schlafsack eines schlafenden Obdachlosen an

Unbekannte haben den Schlafsack eines Obdachlosen in Hamburg-St.-Pauli angezündet. Eine Zeugin habe die Situation am Samstagmorgen erkannt und den schlafenden Mann aus dem brennenden Schlafsack gezogen, teilte die Polizei mit. Der 39-Jährige sei unverletzt geblieben. Zwei Verdächtige seien geflüchtet. Eine Sofortfahndung mit mehreren Streifenwagen blieb ohne Ergebnis. Die Mordkommission ermittelt den Angaben zufolge.

Die Attacke erinnert an einen Berliner Fall von vor fünf Jahren, der bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. In der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag 2016 hatten junge Männer in einem Berliner U-Bahnhof den Rucksack angezündet, auf dem ein schlafender Obdachloser lag. Fahrgäste löschten die Flammen. Der obdachlose Pole blieb unverletzt. Ein 21-Jähriger wurde später zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

16.35 Uhr: Washington rüstet sich für Pro-Trump-Demonstration am US-Kapitol

Washington hat sich gut acht Monate nach der Erstürmung des Kapitols für eine Demonstration von Anhängern des damaligen US-Präsidenten Donald Trump gerüstet. Am Samstagvormittag (Ortszeit) herrschten rund um das Kapitol in der Hauptstadt hohe Sicherheitsvorkehrungen. Die Kapitolpolizei twitterte Fotos von der morgendlichen Vorbereitung auf den Einsatz und schrieb "Teamwork". Das Gelände rund um den Kongresssitz war vorsorglich abgeriegelt worden. Einsatzkräfte anderer Einheiten, etwa von der Hauptstadt-Polizei und der Nationalgarde, stünden zur Unterstützung bereit, hieß es.

Die Demonstration zur Unterstützung von Angeklagten, die sich wegen der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar vor Gericht verantworten müssen, sollte am Samstag um 18.00 Uhr deutscher Zeit starten. Laut Veranstalter soll es auch Kundgebungen in anderen US-Städten geben. Trump-Anhänger hatten den Kongresssitz in der US-Hauptstadt am 6. Januar gewaltsam erstürmt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist.

16.10 Uhr: Algeriens langjähriger Präsident Bouteflika gestorben

Algeriens langjähriger Staatschef Abdelaziz Bouteflika ist tot. Der Ex-Präsident starb im Alter von 84 Jahren, wie das algerische Staatsfernsehen berichtete. Bouteflika stand 20 Jahre an der Spitze Algeriens. Im April 2019 hatte er unter dem Druck von wochenlangen Massenprotesten und des Militärs schließlich seinen Rücktritt erklären müssen. Der Ex-Präsident war seit Jahren gesundheitlich schwer angeschlagen. Bereits 2013 hatte er sich nach einem Schlaganfall weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Bei seiner Rücktrittserklärung am 2. April 2019 wurde er das letzte Mal im Fernsehen gesehen.

Die Reaktionen auf die Nachricht vom Tod Bouteflikas blieben in dem nordafrikanischen Land überschaubar. Das öffentliche Interesse an seiner Person hatte während seiner Abwesenheit in den vergangenen Jahren bereits nachgelassen. Bouteflikas Nachfolger Abdelamadjid Tebboune würdigte den Ex-Staatschef am Samstag als Kämpfer im Unabhängigkeitskrieg gegen Frankreich. Die Flaggen würden aus Respekt für den Verstorbenen drei Tage lang auf Halbmast gesetzt.

15.36 Uhr: Neues Flüchtlingscamp auf griechischer Insel Samos eröffnet

Auf der griechischen Insel Samos ist am Samstag ein neues "geschlossenes" Flüchtlingslager eröffnet worden. Das Camp ist mit Stacheldraht umzäunt und mit Überwachungskameras, Röntgenscannern und Magnettüren ausgestattet. Es verfügt zudem über ein Gefangenenlager und ist nur per elektronischem Chip zugänglich. Die Tore bleiben über Nacht geschlossen. Das Lager auf Samos ist eines von fünf geplanten derartigen Camps auf den ägäischen Inseln Leros, Lesbos, Kos, Chios und Samos. Die EU hat dafür 276 Millionen Euro bereitgestellt. Das Camp auf Samos soll als Pilotprojekt für die Flüchtlingslager auf den anderen Inseln dienen.

15.18 Uhr: Hungerstreik fürs Klima: Zwei Aktivisten in Klinik

In Berlin sind am Samstag zwei der sechs Klimaaktivisten im Hungerstreik ins Krankenhaus gekommen. Die 19-Jährige Lina Eichler aus Hamburg war am Samstagmorgen zusammengebrochen und mit einem Rettungswagen in die Charité eingeliefert worden. Am Nachmittag habe ein Arzt im Camp auch dem 27-jährigen Jacob Heinze aus Dortmund dringend geraten, sich in Behandlung zu begeben, sagte Sprecherin Hannah Lübbert der Deutschen Presse-Agentur. Das habe er am Nachmittag auch getan. Ob die beiden jungen Erwachsenen ihren Hungerstreik danach fortsetzen wollen, sei noch unklar. Die übrigen vier Klimaaktivisten machten weiter, ergänzte Lübbert.

14.40 Uhr: Fall von Rinderwahnsinn in Großbritannien festgestellt

In Großbritannien ist in einem landwirtschaftlichen Betrieb ein Fall von BSE, dem sogenannten Rinderwahnsinn festgestellt worden. Das infizierte Tier sei tot und aus dem Betrieb entfernt worden, teilte die britische Behörde für Tier- und Pflanzenschutz (Apha) mit. Es bestehe "keinerlei Gefahr für die Nahrungsmittelsicherheit". BSE war Mitte der 1980er Jahre erstmals bei Kühen in Großbritannien aufgetaucht und breitete sich dann in ganz Europa aus. Die Tierseuche gilt als Ursprung der unheilbaren Creutzfeld-Jakob-Krankheit beim Menschen.

13.37 Uhr: Restaurierungsarbeiten an Kathedrale Notre Dame können beginnen

Knapp zweieinhalb Jahre nach der Brandkatastrophe in der Pariser Kathedrale Notre-Dame sind die Arbeiten zur Stabilisierung und Sicherung des historischen Bauwerks abgeschlossen. Wie die Behörden in der französischen Hauptstadt am Samstag mitteilten, ist nun der Weg frei für die eigentlichen Restaurierungsarbeiten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte ursprünglich eine Wiedereröffnung der nach dem Großbrand 2019 stark beschädigten Kathedrale binnen fünf Jahren versprochen. Durch die Pandemie verzögert sich der Wiederaufbau aber. Nun ist eine Wiedereröffnung bis zu den Olympischen Sommerspielen in Paris 2024 geplant. 

13.20 Uhr: Handwerkerverband: Steigende Zahl bei Ausbildungsverträgen

Im Handwerk ist die Zahl der Ausbildungsverträge nach dem Einbruch im Corona-Jahr 2020 wieder gestiegen. "Der Trend ist positiv, auch wenn wir das Vorkrisenniveau von 2019 noch nicht wieder erreicht haben", sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, der "Rheinischen Post". "Stand Ende August gibt es 4,2 Prozent mehr Neuverträge als im Corona-Jahr 2020." Damit seien im laufenden Ausbildungsjahr "etwas über 112.000 neue Ausbildungsverträge im Handwerk" abgeschlossen worden – "etwa 4500 mehr als letztes Jahr zu dieser Zeit", sagte Wollseifer. Zugleich seien aber Ende August noch gut 28.000 Ausbildungsplätze nicht besetzt gewesen.

13.10 Uhr: Bericht: Viele Probleme mit E-Scootern

Eine für die Bundesregierung erstellte Auswertung zeigt laut einem Bericht des "Spiegel" viele Probleme mit E-Scootern. Demnach sind Nutzer der Roller mit Elektromotor oft dort unterwegs, wo es nicht erlaubt ist, etwa auf Gehwegen, berichtete das Magazin. Zudem verunglückten Menschen auffällig häufig an Wochenenden und unter Alkoholeinfluss.

Der "Spiegel" berief sich auf einen Zwischenbericht der Bundesanstalt für Straßenwesen (BaSt). Dieser seit seit mehreren Wochen fertig und liege im Bundesverkehrsministerium. Es gehe um die Frage, welche Folgen E-Scooter auf die Verkehrssicherheit haben.

13.00 Uhr: Gewaltsame Proteste gegen Corona-Lockdown im australischen Melbourne

In der australischen Metropole Melbourne sind bei gewaltsamen Protesten gegen den anhaltenden Corona-Lockdown mehrere Polizisten verletzt worden. Es seien mehr als 200 Demonstranten festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Die Demonstranten durchbrachen demnach Absperrungen im Stadtzentrum und lieferten sich gewaltsame Auseinandersetzungen mit den Beamten. Trotz eines Versammlungsverbots nahmen nach Polizeiangaben rund 700 Menschen an der Protestaktion teil. Beamte seien mit Wurfgeschossen beworfen, andere in der Menge regelrecht "niedergetrampelt" worden. Sechs Polizisten mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei setzte unter anderem Pfefferspray gegen die Demonstranten ein.

12.15 Uhr: Berlin: 40-Jähriger fährt mit Auto in Kanal

In Berlin ist ein 40-Jähriger aus unbekannten Gründen mit seinem Auto in einen Kanal gefahren. Der Mann sei im Stadtteil Siemensstadt mit seinem Fahrzeug von der Straße abgekommen, habe einen Metallzaun durchbrochen, sei einen Abhang hinunter gefahren und schließlich im Hohenzollernkanal gelandet, teilte die Berliner Politei mit. 

Der 40-Jährige und sein 25-Jähriger Beifahrer konnten sich den Angaben zufolge bei dem Vorfall am Freitag selbst aus dem Wagen befreien. Beide wurden leicht verletzt und kamen zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus. Der Schiffsverkehr auf dem Hohenzollernkanal musste laut Polizei wegen der Bergung des Fahrzeugs mehrere Stunden lang gesperrt werden. Die Verkehrspolizei ermittelt zur Unfallursache.

12.00 Uhr: Gewalttat in Niederlanden: Mann schoss mit Armbrust auf Menschen

Der im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod von zwei Menschen im niederländischen Almelo festgenommene Verdächtige ist nach Angaben der Polizei ein 28 Jahre alter Einwohner der Stadt. Er habe mit einer Armbrust auf Menschen geschossen, teilte die Polizei mit. Aber auch am Samstag, dem Tag nach der Gewalttat, waren die Hintergründe noch unklar. Unbekannt ist, ob der Mann auch für den Tod der beiden Menschen verantwortlich ist. Die Ermittlungen wurden ausgeweitet.

Am Freitag waren in der Stadt im Osten des Landes nahe der deutschen Grenze zwei Tote in einer Wohnung gefunden worden. Ein weiterer Mensch wurde verletzt. Die Polizei machte zunächst keine Angaben zur Identität der Opfer. Der Mann mit der Armbrust wurde als Verdächtiger festgenommen.

Am Freitagmorgen gegen neun Uhr war bei der Polizei eine Messerstecherei gemeldet worden. Als die Beamten nach Darstellung der Polizei mit mehreren Wagen bei dem Haus ankamen, stand der Verdächtige mit einer Armbrust auf dem Balkon. "Mit der Armbrust wurde auf Passanten geschossen", so die Polizei. Der Mann war bei seiner Festnahme verletzt worden und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

Die Polizei rief die Bevölkerung zur Mithilfe auf. Vor allem Videoaufnahmen etwa von Überwachungskameras könnten hilfreich sein.

11.35 Uhr: London Fashion Week ist zurück auf den Laufstegen

Erstmals seit Beginn der Pandemie hat die Modewoche in London ihren Auftakt mit echten Shows und Veranstaltungen gefeiert. Neben ersten Shows auf den Laufstegen traf sich die Branche, die während der Pandemie neue Kollektionen vor allem digital präsentierte, auch wieder zum Feiern: Bei einer Party des Supermodels Naomi Campbell im Londoner Stadtteil Soho soll dem "Guardian" zufolge bereits eine Stunde nach Beginn der Champagner ausgegangen sein. Trotz allem hinterlässt die Pandemie noch ihre Spuren bei der prestigeträchtigen Veranstaltung, die noch bis zum 21. September stattfindet. Große Namen wie Burberry oder Victoria Beckham sind noch nicht wieder auf der Fashion Week vertreten, außerdem setzen viele Designer auf eine hybride Präsentation ihrer Mode, damit Interessierte die Shows auch digital verfolgen können.

8.15 Uhr: RKI: 8901 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden

In Deutschland sind binnen 24 Stunden mehr als 8900 Corona-Neuinfektionen verzeichnet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen mitteilte, meldeten die Gesundheitsämter innerhalb eines Tages 8901 Covid-19-Fälle. Vor einer Woche waren es 11.214 gewesen.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ging abermals leicht zurück auf 72,0 (Vortag 74,7); vor einer Woche hatte der Wert bei 82,8 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb dieses Zeitraums an und ist ein zentraler Indikator für das Tempo der Ausbreitung des Coronavirus.

Die Zahl der Corona-bedingten Krankenhauseinweisungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 1,89 an (1,87 am Donnerstag). 

8.12 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Scholz will Sofortprogramm für hunderttausende neue Wohnungen

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz will für den Fall einer Regierung unter seiner Führung ein Sofortprogramm für den Bau hunderttausender erschwinglicher Miet- und Eigentumswohnungen in Deutschland starten. "Überall in Deutschland erleben wir, dass günstige Mietwohnungen Mangelware sind und dass sich viele den Traum vom Eigenheim nicht mehr erfüllen können", sagte Scholz der "Augsburger Allgemeinen" (Samstagsausgabe). "Jeder zweite Haushalt in Deutschlands Städten hat Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein, das zeigt, wie viele Menschen wenig verdienen", sagte der SPD-Politiker.

Damit sich Mieten und Kaufpreise weniger stark erhöhten, müssten in ganz Deutschland 400.000 neue Wohnungen entstehen, "darunter mindestens 100.000 öffentlich geförderte Wohnungen", sagte Scholz. "Das ist kein Hexenwerk - wir müssen nur wollen", fügte er hinzu. Scholz verwies auf seine Erfahrungen als Hamburger Regierungschef. Dort habe er als Bürgermeister ein "riesiges Wohnungsbauprogramm" organisiert. Daher wisse er um die Schlüsselrolle der Kommunen. 

8.00 Uhr: Kanzler Kurz: Bei steigenden Corona-Zahlen Après-Ski nur für Geimpfte

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz verspricht eine sichere Skisaison. Falls sich die Corona-Situation weiter verschärft, würden nur noch Geimpfte Zugang zu Après-Ski-Lokalen erhalten, kündigte er in einem Interview mit der Funke Mediengruppe (Samstag) an. Sowohl 70 Prozent der über 12-Jährigen in Österreich als auch die überwiegende Masse der Touristen seien geimpft. "Insofern steht einem sicheren Urlaub in Österreich nichts im Wege."

Der österreichische Party- und Skiort Ischgl war voriges Jahr zum Corona-Hotspot geworden. Am Freitag wurde in Wien ein Schadenersatz-Prozess gegen den Staat Österreich verhandelt. Die Kläger sind Hinterbliebene eines Corona-Toten, der in Ischgl geurlaubt hatte. Ihr Anwalt argumentierte, dass Kurz mit seiner unvorbereiteten Ankündigung der Quarantäne für Ischgl für ein Ausreise-Chaos mit weiteren Infektionen verantwortlich war. Die Republik weist die Vorwürfe von sich.

Kurz sagte im Interview, dass auch die sogenannte 3G-Regel für einen sicheren Winter sorgen werde - also der Zutritt zu Gastronomie und Hotels nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete. Der konservative Kanzler räumte ein, dass die Kampagne der rechten FPÖ mit ein Grund für Österreichs niedrigere Impfrate im Vergleich zu Deutschland ist.

cl DPA AFP

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