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News vom Wochenende Mehrere Verletzte durch Brand in Berliner Seniorenwohnanlage

Ein Fahrzeug der Feuerwehr fährt bei einem Blaulichteinsatz über eine Straße in Berlin (Archivfoto)
Ein Fahrzeug der Feuerwehr fährt bei einem Blaulichteinsatz über eine Straße in Berlin (Archivfoto)
© Wolfram Steinberg/ / Picture Alliance
Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News vom Wochenende im stern-Ticker:

20.04 Uhr: Weiterer Bergsteiger am Mont Blanc in Frankreich verunglückt

Am Mont Blanc in den französischen Alpen ist ein weiterer Bergsteiger ums Leben gekommen. Der Mann wollte den höchsten Berg der Alpen allein besteigen und stürzte beim Aufstieg im Couloir du Goûter ab, wie die französische Bergrettung mitteilte. Ein Augenzeuge alarmierte die Rettungsleitstelle in Chamonix, wie der Fernsehsender France 3 Alpes berichtete. In dieser Woche war bereits ein 65 Jahre alter Mann aus den USA im Mont-Blanc-Massiv verunglückt. Seit Dienstag wird zudem ein Südkoreaner vermisst. Die Behörden des Départements Haute-Savoie hatten Bergsteiger ohne Vorerfahrung daher erneut davor gewarnt, sich ohne Bergführer an der Besteigung des Mont Blanc zu versuchen.

18.29 Uhr: Medien: Löschflugzeug in Griechenland notgelandet – Pilot wohlauf

Ein kleines griechisches Löschflugzeug vom Typ PZL ist wegen eines Motorschadens auf der Insel Zakynthos notgelandet. Der Pilot sei wohlauf, berichtete das griechische Staatsfernsehen (ERT) unter Berufung auf die Zivildienstzentrale in Athen. Er war bei den Löscharbeiten eines Feuers im Einsatz, das auf der Insel im Ionischen Meer ausgebrochen war. Unterdessen seien die Brände auf der Insel Euböa noch nicht unter Kontrolle. Die Feuer tobten am Sonntagabend auch auf der Halbinsel Peloponnes und in Dutzenden anderen Regionen Griechenlands. 

Griechenland, Evia Island: Freiwillige Helfer schlange mit Zweigen auf die Flammen eines Waldbrandes ein

18.20 Uhr: Massen-Coronatest aller elf Millionen Einwohner Wuhans abgeschlossen

Die chinesische Stadt Wuhan, die als Ausgangspunkt der Corona-Pandemie gilt, hat nach Behördenangaben einen Massentest ihrer mehr als elf Millionen Einwohner abgeschlossen. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete unter Berufung auf den Behördenvertreter Li Tao, dass seit Dienstag fast alle Einwohner getestet worden seien – mit Ausnahme von Kindern unter sechs Jahren und Studenten, die in den Semesterferien verreist seien.

Vergangene Woche hatten die Behörden dann sieben neue Corona-Fälle bei Wanderarbeitern in Wuhan bekanntgegeben. Bei dem daraufhin angeordneten Massentest wurden laut Xinhua bis Samstag 37 symptomatische und 41 asymptomatische Infektionsfälle entdeckt. Auch in anderen Teilen der Volksrepublik breitet sich derzeit die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus aus. Im Kampf gegen den größten Corona-Ausbruch seit Monaten wurden schon mehrere chinesischen Städte unter einen Lockdown gestellt, Reisebeschränkungen verhängt und Millionen Menschen getestet.

17.26 Uhr: Puppe in Flut-Gebiet gefunden – Besitzerin meldet sich

"Puppen-Mutti" gesucht und gefunden: Ein Helfer hat im Flut-Katastrophengebiet an der Ahr in Rheinland-Pfalz eine Puppe gefunden und per Facebook nach der Besitzerin oder dem Besitzer gesucht. Am Sonntag dann die gute Nachricht: Die Puppen-Mami habe sich gemeldet, berichtete Michael Schulze vom Malteser Hilfsdienst aus dem niedersächsischen Georgsmarienhütte. Es handele sich um eine Vierjährige aus Dernau im Ahrtal. Die Puppe sei bei der Flut wohl aus dem Familienauto gespült worden. Auch die Polizei in Koblenz hatte bei der Suche geholfen und die Geschichte auf Twitter und Facebook verbreitet.

Der Helfer der Malteser hatte die Puppe in einem Gebüsch entdeckt. Er sei mit Kollegen auf einem rund 30-stündigen Einsatz in Dernau gewesen, dabei habe er am 31. Juli die Puppe gefunden. "Ich konnte sie nicht einfach da liegenlassen", erzählte Schulze der Deutschen Presse-Agentur. Er sei selbst Vater und wisse, wie Kinder an Kuscheltieren oder Puppen hängen könnten. Die Puppe sei arg mitgenommen gewesen. Nach seiner Rückkehr nach Niedersachsen habe er sie gereinigt, seine Schwiegermutter habe den Strampler gewaschen. In zwei Wochen will Schulze Puppe "Rosi" persönlich an ihre Besitzerin zurückgeben. Sie und ihre Familie hätten die Flut unverletzt überstanden.

16.57 Uhr: Österreich: Schlange in WC-Spülkasten entdeckt

Ein Hausbesitzer hat in Österreich im Spülkasten seiner Toilette eine Schlange entdeckt. Die Feuerwehr befreite das ausgewachsene Tier und ließ es im Wald frei, wie sie berichtete. Es handelte sich demnach um eine Äskulapnatter, die ungiftig ist. Der Hausbesitzer in der Region Mödling rund 25 Kilometer südlich von Wien hatte den WC-Kasten untersucht, weil die Klospülung nicht mehr stoppte. Wie die Schlange ins Haus kam, war zunächst unklar.

16.46 Uhr: Schiff nach Kollision auf Weser gesunken

Nach einer Kollision auf der Weser in Niedersachsen ist ein mit mehreren Tonnen Mais beladenes Schiff untergegangen. Es sei aus bislang ungeklärten Umständen bei Balge im Landkreis Nienburg mit einem anderen Schiff zusammengestoßen, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Die Feuerwehr musste die Besatzung des gekenterten Schiffes retten. Da durch den Unfall Betriebsstoffe aus dem Wrack austraten, wurden Ölsperren in dem Bereich ausgelegt. Auch das zweite Schiff wurde beschädigt. Nach Polizeiangaben wird von einem "immensen Schaden" ausgegangen. Die Weser wurde in dem Bereich für die Schifffahrt gesperrt.

16.29 Uhr: Mehrere Verletzte durch Brand in Berliner Seniorenwohnanlage 

Bei einem offenbar durch Brandstiftung verursachten Feuer in einer Berliner Seniorenwohnanlage sind am mehrere Bewohner schwer verletzt worden. Wie die Polizei berichtete, schwebte eine 54-jährige Bewohnerin in Lebensgefahr. Bei ihr handelt es sich nach ersten Ermittlungen zugleich um die mutmaßliche Brandstifterin. Drei weitere Menschen wurden ebenfalls verletzt und mussten stationär in Krankenhäusern behandelt werden.

Nach Angaben der Beamten hatte ein 65-Jähriger Bewohner der Seniorenresidenz im Bezirk Spandau am Samstagabend zunächst ein brennendes Sofa in einem Hausflur entdeckt und dieses gelöscht. Dabei half ihm die 54-Jährige, die später unter Verdacht geriet. Während der Mann die Feuerwehr verständigte, entwickelte sich im Keller der Wohnanlage ein zweiter Brandherd. Einsatzkräfte der inzwischen eingetroffenen Feuerwehr übernahmen die Bekämpfung.

Dabei stießen sie im Keller auf die 54-Jährige, die viel Rauch eingeatmet hatte. Ermittlungen am Brandort wiesen dann laut Polizei auf die Frau als mutmaßliche Brandstifterin. Gegen sie wird jetzt entsprechend ermittelt.

15.15 Uhr: Spiele beendet: Olympische Flamme in Tokio ist erloschen

Die olympische Flamme der Sommerspiele in Tokio ist erloschen. Zuvor hatte IOC-Präsident Thomas Bach die Olympischen Spiele in Japan am Sonntagabend um 22.07 Uhr Ortszeit für beendet erklärt.

15.13 Uhr: Häftling will aus Ulmer Gefängnis flüchten – und stürzt 15 Meter ab

Ein Untersuchungshäftling hat sich beim Fluchtversuch aus der Ulmer Justizvollzugsanstalt lebensgefährlich verletzt. Der Mann sei am Samstagnachmittag beim Hofgang aus bisher ungeklärte Weise auf das Dach des Gefängnisses gelangt, wie die Polizei mitteilte. Er habe versucht, das Dach über ein Regenrohr zu verlassen und sei dabei aus rund 15 Meter Höhe auf ein geparktes Auto gestürzt. Passanten verständigten sofort die Rettungsleitstelle und die Polizei. Der Mann wurde in eine Klinik gebracht. Das Alter des Häftlings und die Gründe für seine Untersuchungshaft wollte die Polizei nicht bekanntgeben. Der Mann schwebe immer noch in Lebensgefahr, bestätigte ein Sprecher.

14.20 Uhr: Aktivisten: Mindestens vier Kinder sterben bei Angriffen in Syrien

Bei einem Raketenangriff in Syrien haben syrische Regierungskämpfer nach Angaben von Aktivisten mindestens vier Kinder getötet. Fünf weitere Menschen seien bei dem Beschuss in der Nacht auf Sonntag verletzt worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Angriffe ereigneten sich den Angaben nach in der Stadt Kastun im Nordwesten des Landes. 

13.28 Uhr: Iran meldet Rekordwert von mehr als 500 Corona-Toten binnen 24 Stunden

Der Iran hat einen Rekordwert von mehr als 500 Corona-Toten binnen eines Tages gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden wurden nach Angaben des  Gesundheitsministeriums 542 Todesfälle registriert, so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie vor anderthalb Jahren. Die Zahl der Neuinfektionen lag mehr als 39.600. Der Iran ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Land der Region, nach offiziellen Angaben starben bereits mehr als 94.000 Iraner nach einer Corona-Infektion. Allerdings räumen selbst die iranischen Gesundheitsbehörden ein, dass die Dunkelziffer vermutlich viel höher liegt.

13.21 Uhr: Erdrutsche nach Unwettern in Südtirol

In Südtirol haben starke Regenfälle die Pegel steigen lassen und zu Erdrutschen geführt. Die Feuerwehr in der norditalienischen Autonomen Provinz berichtete  von Murenabgängen im Ridnauntal. Dort wurden ein Haus und Fahrzeuge von den Erdmassen getroffen. Verletzte gab es demnach nicht. Andernorts stiegen die Wasserstände von Bächen und Flüssen. Die Feuerwehr in Sterzing rückte zu einer überschwemmten Tiefgarage aus. Bei Meran verschüttete ein Steinschlag einen Wanderweg. Die Landesverwaltung hatte einen Tag zuvor vor heftigen Niederschlägen und Gewittern gewarnt. Der Wetterdienst registrierte besonders im Norden Südtirols starke Niederschläge mit teils 87 Litern je Quadratmeter binnen 24 Stunden.

12.59 Uhr: Alpaka Geronimo muss sterben – Umweltminister verteidigt Vorgehen

Eine englische Landwirtin kämpft um das Überleben ihres Alpakas Geronimo - doch die britische Regierung hat die veranlasste Einschläferung des mutmaßlich an Rindertuberkulose erkrankten Tieres noch einmal verteidigt. Auch wenn es immer tragisch sei, einzelne Tiere töten zu müssen, sei dies ein notwendiges Unterfangen, schrieb Umweltminister George Eustice in der "Mail on Sunday". "Während es in der Landwirtschaft Augenblicke der Freude und des Optimismus gibt, muss sich jeder Viehhalter an seinen Anteil an Tragödien und Verlusten gewöhnen."

In Frankreich versammeln sich Menschen zu einem Protest gegen Impfungen und den Gesundheitspass

12.29 Uhr: Wespe im Auto löst Unfall in Niedersachsen aus

Eine Wespe in einem Auto hat bei Gyhum in Niedersachsen einen Verkehrsunfall ausgelöst. Die 34-jährige Fahrerin wurde durch das Insekt abgelenkt und kam dadurch während der Fahrt auf einer Landstraße von der Fahrbahn ab, wie die Polizei in Rotenburg (Wümme) mitteilte. Das Auto der Frau fuhr dabei über eine Verkehrsinsel, flog ein Stück durch die Luft, überschlug sich und blieb in einem Graben auf der Seite liegen. Die Frau wurde bei dem Unfall nach Angaben der Beamten vom Sonntag glücklicherweise nur leicht verletzt. Sie wurde jedoch im Krankenhaus behandelt.

12.16 Uhr: 23-Jähriger gibt sich als Günther Jauch aus und beleidigt Polizei

Ein 23-Jähriger hat in einem Zug in Schwaben eine Kontrolle verweigert und sich kurzerhand als TV-Star Günther Jauch ausgegeben. Der junge Mann verhielt sich zunächst gegenüber anderen Fahrgästen aggressiv, teilte die Polizei mit. Die Fahrkartenkontrolle durch eine Zugbegleiterin habe er zudem am Samstagabend in der Nähe der Stadt Senden verweigert. Auch gegenüber der hinzugerufenen Polizeistreife soll der 23-Jährige aggressiv aufgetreten sein. Die Angabe seiner Personalien verweigerte er laut Polizei, stattdessen gab er an, Günther Jauch zu heißen. Über die Anweisungen der Beamten habe er sich lustig gemacht. Weil er zunehmend aggressiver geworden sei, habe er gefesselt werden müssen. Er kam den Angaben zufolge in eine Haftzelle. Nur mit Mühe sei es gelungen, die wahre Identität des Mannes zweifelsfrei festzustellen.

11.54 Uhr: Betrunkener verfährt sich und bittet Polizei um Hilfe    

Ein stark betrunkener Autofahrer hat sich auf der Autobahn 1 in Niedersachsen verfahren und ausgerechnet die Polizei nach dem richtigen Weg gefragt. Die Beamten hatten an einer Raststätte im Bereich Harpstedt gerade einen anderen Wagen für eine Verkehrskontrolle angehalten, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei am Sonntag. Plötzlich hielt der betrunkene Fahrer vor dem Streifenwagen an, stieg aus und erkundigte sich nach dem Weg. Den Polizisten fiel sofort der Alkoholgeruch bei dem 57-Jährigen auf. Ein Atemalkoholtest am Samstagabend ergab einen Wert von 2,61 Promille.

11.39 Uhr: 15 Menschen sterben bei Reisebus-Unfall in der Westtürkei

Im westtürkischen Balikesir sind bei einem Busunfall 15 Menschen ums Leben gekommen. 17 Verletzte werden in umliegenden Krankenhäusern behandelt, wie der Provinzgouverneur der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag sagte. Der Unfall habe sich am frühen Morgen ereignet. Der Sender TRT berichtete, der Reisebus sei von der Straße abgekommen und habe sich überschlagen. TV-Bilder zeigten den beschädigten Bus auf einer Wiese abseits der Straße. Einsatzkräfte bargen die Leichen. Die Unfallursache war zunächst unklar.

11.29 Uhr: Autofahrer fährt nach Strafzettel auf Berliner Ordnungsamtsmitarbeiter zu

In Berlin ist ein Autofahrer nach einem Strafzettel wegen Falschparkens auf zwei Mitarbeiter des Ordnungsamts zugefahren. Der Mann und die Frau im Alter von 31 und 32 Jahren hätten einen Zusammenstoß "mit einer schnellen Ausweichbewegung" verhindert, wie die Polizei in der Hauptstadt am Sonntag mitteilte. Danach flüchtete der Fahrer unerkannt, wobei er den beiden Mitarbeitern der Stadtverwaltung noch den gestreckten Mittelfinger zeigte. Die Beamten ermitteln nun wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, versuchter gefährlicher Körperverletzung sowie Beleidigung. Der Vorfall ereignete sich am Samstag im Stadtteil Friedrichshain, es handelte sich um einen Mietwagen.

11.25 Uhr: Trotz Kritik: Fünfkampf-Weltverband will am Reiten festhalten

Trotz der heftigen Kritik bei den Olympischen Spielen in Tokio will der Weltverband im Modernen Fünfkampf (UIPM) am Reiten als eine der fünf Disziplinen grundsätzlich festhalten. Die UIPM kündigte in einer Mitteilung am Sonntag lediglich an, das Geschehen beim Reit-Drama um die Berlinerin Annika Schleu "einer vollständigen Überprüfung" zu unterziehen und dabei "auch die Bedeutung des Wohlergehens der Pferde und der Sicherheit der Athleten in der gesamten globalen Wettkampfstruktur" zu berücksichtigen.

11.09 Uhr: EU droht Lukaschenko mit neuen Sanktionen

Die Europäische Union hat dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko zum Jahrestag seiner als gefälscht kritisierten Wiederwahl zusätzliche Sanktionen angedroht. "Die EU ist bereit, angesichts der eklatanten Missachtung internationaler Verpflichtungen durch das Regime weitere Maßnahmen in Erwägung zu ziehen", erklärte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell im Namen der 27 Mitgliedstaaten. Mit dem Ausnutzen von Migranten für politische Zwecke und der erzwungenen Landung eines Passagierflugzeugs habe Belarus weitere internationale Normen infrage gestellt.

10.48 Uhr: Haitianische Justiz findet keinen Richter für Ermittlungen zum Präsidentenmord

Einen Monat nach der Ermordung des Präsidenten von Haiti, Jovenel Moïse, hat die Justiz noch keine offiziellen Ermittlungen eingeleitet. Das zuständige Gericht hat nach Angaben aus Justizkreisen große Schwierigkeiten, einen Ermittlungsrichter zu finden. Die infrage kommenden Juristen haben demnach Angst um ihre Sicherheit und die ihrer Familie.

10.40 Uhr: Debatte über Einwanderung: Haßelmann wirft Merz Lüge vor

ie Grünen haben dem CDU-Politiker Friedrich Merz in der Debatte über Einwanderung vorgeworfen, die Unwahrheit zu sagen. Merz hatte auf Twitter und in einem Beitrag auf "Focus online" geschrieben: "Ein grünes "Einwanderungsministerium" soll möglichst viele Einwanderer unabhängig von ihrer Integrationsfähigkeit nach Deutschland einladen". Auch solle die "Gender-Sprache uns allen aufgezwungen und das Land überzogen werden mit neuen Verhaltensregeln, Steuern und Abgaben". Die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion, Britta Haßelmann, entgegnete auf Twitter: "Friedrich #Merz lügt. Seine jüngsten Behauptungen sind bodenlos." Der Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, hatte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Samstag zu den Vorwürfen von Merz zuvor gesagt: "Das Ganze ist ziemlich an den Haaren herbeigezogen." " Die stellvertretende Grünen-Chefin Ricarda Lang schrieb auf Twitter: "Menschen mit Migrationsgeschichte sind für die Union nur dann Teil dieser Gesellschaft, wenn es gerade passt, sobald es schlecht läuft, werden sie als Feindbild instrumentalisiert."

10.03 Uhr: Polizei auf Phuket nimmt nach Tod von Schweizerin Verdächtigen fest

Nach dem gewaltsamen Tod einer Schweizerin auf der thailändischen Urlaubsinsel Phuket hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Aufnahmen einer Überwachungskamera hätten die Polizei auf die Spur des 27-jährigen Thailänders gebracht, sagte ein Sprecher der Nationalpolizei auf einer Pressekonferenz in Bangkok am Sonntag. Dort gestand der Mann auch die Tat. Auf den Aufnahmen war der Polizei zufolge zu sehen, dass der Verdächtige auf einem Motorrad etwa zur selben Zeit wie die Schweizerin zu dem Wasserfall gefahren war, an dessen Fuß die Leiche der 57-Jährigen am Donnerstag gefunden worden war. Der 27-Jährige erklärte auf der Pressekonferenz, an der er per Telefonschalte und in Anwesenheit seines Anwalts teilnahm, er habe die Frau erwürgt und im Anschluss umgerechnet rund acht Euro an sich genommen. Er bat die Familie der Getöteten um Verzeihung.

9.57 Uhr: Mindestens sechs Feuer in Türkei weiterhin nicht unter Kontrolle

Die Türkei kämpft den zwölften Tag in Folge gegen die schwersten Waldbrände seit mehr als zehn Jahren. Mindestens sechs Brände waren am Sonntag nach offiziellen Angaben noch nicht unter Kontrolle. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich vor allem auf die westtürkische Provinz Mugla. Dort erschwerten Winde die Löscharbeiten. Ein schon unter Kontrolle geglaubtes Feuer in der Provinz Aydin wurde durch den Wind wieder entfacht, wie der Sender NTV berichtete.

8.55 Uhr: Nordafghanische Provinzhauptstadt Kundus von Taliban erobert

Die nordafghanische Provinzhauptstadt Kundus ist von den radikalislamischen Taliban erobert worden. "Kundus ist gefallen. Die Taliban haben alle wichtigen Gebäude der Stadt unter ihre Kontrolle gebracht", berichtete ein AFP-Korrespondent in Kundus und bestätigte damit eine Erklärung der Islamisten. Zuvor waren heftige Kämpfe aus dem Zentrum der Großstadt gemeldet worden. 

8.35 Uhr: Berufsverband der Frauenärzte rät Schwangeren zur Corona-Impfung

Der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, Christian Albring, empfiehlt Schwangeren eine Impfung gegen das Coronavirus. "Gerade, da die inzwischen verbreitete Delta-Variante nach internationalen Berichten mit einer hohen Infektiosität und mit einer erhöhten Erkrankungsrate auch bei Schwangeren einhergeht, ist nach Ansicht der Gynäkologenverbände eine Impfung vor und in der Schwangerschaft sowie im Wochenbett und in der Stillzeit sinnvoll", sagte Albring dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Rechtlich seien Ärztinnen und Ärzte sowie die Schwangere bei diesen Impfungen inzwischen durch das Infektionsschutzgesetz geschützt.

8.21 Uhr: Bericht: Bundesländer wollen mehr als zwei Millionen Impfdosen an den Bund zurückgeben

Wegen fehlender Nachfrage wollen die Bundesländer einem Medienbericht zufolge mindestens 2,3 Millionen Impfdosen an den Bund zurückgeben. 14 Bundesländer planen eine Rückgabe von Impfstoff und wollen dazu bis Montag konkrete Zahlen an das Bundesgesundheitsministerium melden, wie die "Welt am Sonntag" nach einer Abfrage bei den Ländern berichtete. Die Vakzine sollen unter anderem ins Ausland gehen.

6.54 Uhr: Schlechteste deutsche Olympia-Medaillenbilanz seit Wiedervereinigung

Die deutsche Mannschaft kehrt aus Tokio mit der schlechtesten Olympia-Medaillenbilanz bei Sommerspielen seit der Wiedervereinigung in die Heimat zurück. Die Sportler und Sportlerinnen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) gewannen bei den Olympischen Spielen in Japans Hauptstadt zehnmal Gold, elfmal Silber und 16 Mal Bronze. Mit insgesamt 37 Medaillen gab es vor Abschluss der letzten Wettkämpfe ohne deutsche Chancen in der Abrechnung fünf Medaillen weniger als bei den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro und vier weniger als beim bislang schlechtesten Abschneiden seit 1990. In Peking waren es 2008 insgesamt 41 Medaillen und damit genau halb so viele wie beim ersten Auftritt der gesamtdeutschen Mannschaft 1992 in Barcelona. Die Zahl der Medaillenentscheidungen war in Tokio dabei mit 339 um 33 im Vergleich zu Rio deutlich gestiegen.

6.26 Uhr: Corona-Ausgangssperre in drittgrößter Stadt Australiens endet

Der Corona-Lockdown in Australiens drittgrößter Stadt Brisbane geht nach nur acht Tagen zu Ende. Wie die Regierung des australischen Bundesstaates Queensland mitteilte, sollte die wegen eines Ausbruchs des Coronavirus verhängte Ausgangssperre noch am selben Tag aufgehoben werden. Vize-Regierungschef Steven Miles nannte es "ziemlich unglaublich", dass die Millionenmetropole den Ausbruch der hochansteckenden Delta-Variante nur zehn Tage nach Registrierung des ersten Falls eingedämmt habe.

5.30 Uhr: Fünf Vermisste bei Waldbrand in Kalifornien

Im Zusammenhang mit dem Riesenbrand "Dixie Fire" in Kalifornien sind mehrere Menschen als vermisst gemeldet worden. Wie der Polizeichef des Bezirks Plumas County, Todd Johns, am Samstag (Ortszeit) mitteilte, suchten die Einsatzkräfte nach fünf Einwohnern der abgebrannten früheren Goldgräber-Stadt Greenville im Norden des US-Bundesstaats. Das Feuer zerstörte mittlerweile auch die kleine Ortschaft Canyondam. 

5.19 Uhr: Rekordteilnahme bei Protesten gegen verschärfte Corona-Regeln in Frankreich

In Frankreich sind erneut zehntausende Menschen gegen die Verschärfung der Corona-Regeln auf die Straße gegangen. Nach Angaben des Innenministeriums nahm eine Rekordzahl von rund 237.000 Menschen am Samstag an den Protesten teil. Die Regierung kündigte eine leichte Lockerung der ab Montag geltenden Maßnahmen an. Auch in Italien protestierten tausende Menschen gegen den dortigen obligatorischen Corona-Gesundheitspass. Das französische Parlament hatte Ende Juli ein Gesetz verabschiedet, das eine Corona-Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte sowie für Feuerwehrleute und andere Rettungskräfte vorsieht.

5.01 Uhr: Landesamt: EM-Spiele in München waren kein Infektionsherd

Die vier Spiele der Fußball-Europameisterschaft in München haben laut Bayerns Gesundheitsministerium "keinen nennenswerten Beitrag zum Infektionsgeschehen im Freistaat" geleistet: 5 Corona-Infektionen im Zusammenhang mit dem Besuch eines EM-Spiels in München seien dem Landesamt für Gesundheit (LGL) gemeldet worden. Mit Public-Viewing-Veranstaltungen rund um die Spieltage würden bayernweit 18 Corona-Fälle in Verbindung gebracht, sagte ein Ministeriumssprecher. Außerdem seien 5 Besucher eines EM-Spiels im Ausland anschließend positiv getestet worden.

4.47 Uhr: Saudi-Arabien erlaubt geimpften Pilgern aus dem Ausland Reise nach Mekka

Saudi-Arabien lockert seine Corona-Restriktionen für Reisen von Pilgern nach Mekka. Muslime aus dem Ausland dürfen wieder an der Pilgerfahrt Umrah in die heilige Stadt teilnehmen, sofern sie gegen das Coronavirus geimpft sind, wie die amtliche Nachrichtenaqentur SPA meldete. Anträge aus dem Ausland für die Teilnahme an der Umrah würden ab Montag von der Regierung wieder "allmählich" entgegengenommen. Das Königreich hatte vor 18 Monaten wegen der Pandemie seine Grenzen geschlossen. Zum 1. August waren die Grenzen jedoch bereits wieder für Touristen mit Corona-Impfung geöffnet worden. Für Reisen von Pilgern aus dem Ausland hatte diese Lockerung jedoch zunächst noch nicht gegolten.

+++ Alle Meldungen vom Samstag, dem 7. August +++

19.58 Uhr: US-Senat vor endgültigem Votum über Infrastrukturpaket

Die von US-Präsident Joe Biden geplanten gewaltigen Infrastruktur-Investitionen haben im Kongress eine weitere wichtige Hürde genommen. Der Senat in Washington stimmte mehrheitlich dafür, die Debatte über das Gesetzespaket formal zu begrenzen. Damit steht das endgültige Votum in der Kongresskammer kurz bevor – womöglich noch im Laufe des Wochenendes, spätestens aber zu Wochenbeginn. Mit dem 2700 Seiten umfassenden Gesetzespaket sollen Straßen, Brücken sowie andere Verkehrs- und Energienetze in den Vereinigten Staaten modernisiert und Millionen Jobs geschaffen werden. 

67 Senatoren stimmten dafür, das Vorhaben in der Kongresskammer auf die Zielgerade zu setzen, darunter 18 Republikaner. Das Votum galt als wichtiger Test dafür, ob die Demokraten weiter auf die Unterstützung von genügend republikanischen Senatoren zählen können. Nach dem abschließenden Votum im Senat wird noch das Repräsentantenhaus über das Paket abstimmen müssen. Der Zeitplan dafür ist unklar.

19.44 Uhr: Mediziner: Wieder etwas mehr Covid-Patienten auf Intensivstation

Nach einer deutlichen Zunahme an gemeldeten Corona-Neuinfektionen steigt nun auch die Zahl der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung etwas. "Wir sehen zum ersten Mal seit Wochen wieder eine echte Zunahme der Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen bei ausreichenden Kapazitäten", schrieb der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, auf Twitter. Es sei wichtig, die Impfquote zu erhöhen.

Karagiannidis verwies auf Angaben der Deutsche Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) von Samstag, derzufolge zuletzt 417 Covid-Patienten intensivmedizinisch behandelt wurden. Vor einer Woche waren es noch 359.

Eine große Frage mit Blick auf die kommenden Monate ist, inwieweit die bisherigen Impferfolge eine hohe Belastung des Gesundheitssystems trotz steigender Infektionszahlen verhindern können. Alle zugelassenen Impfstoffe schützen laut Robert Koch-Institut (RKI) vollständig Geimpfte wirksam vor einer Erkrankung bei der mittlerweile dominierenden Delta-Variante. Das RKI hatte in seinem Wochenbericht am Donnerstag in Bezug auf intensivmedizinisch behandelte Covid-Fälle geschrieben: "Die Zahlen stagnieren auf niedrigem Niveau oder steigen regional wieder leicht an."

Wie wichtig eine Corona-Impfung ist, zeigen Modellrechnungen des Robert Koch-Instituts.

19.43 Uhr: Österreicher bei Sturz von Felsklippe auf Mallorca gestorben

Ein Tourist aus Österreich ist auf Mallorca beim Sturz von einer Felsklippe ums Leben gekommen. Der Unfall geschah bereits am Freitag in Port de Sóller im Nordwesten der spanischen Urlaubsinsel, wie Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten. Der 61 Jahre alte Mann sei mehrere Meter in die Tiefe gestürzt. Mehrere Zeugen hätten den Unfall gesehen und sofort die Polizei und den Rettungsdienst alarmiert, schrieb das "Mallorca Magazin" in der Onlineausgabe. Der Mann sei auf steinigem Boden aufgeprallt und auf der Stelle tot gewesen. Die Ursache des Unfalls blieb zunächst unbekannt. Ein Fremdverschulden schlossen die Behörden allerdings weitgehend aus. Dennoch sei eine Untersuchung eingeleitet worden, teilte die Polizeieinheit Guardia Civil (Zivilgarde) auf Anfrage mit.

17.03 Uhr: Wieder Zehntausende in Frankreich gegen Corona-Impfpass bei Protesten

In Frankreich haben das vierte Wochenende in Folge Zehntausende gegen Impfpass und verschärfte Corona-Regeln demonstriert. Kundgebungen gab es wieder in der Hauptstadt Paris, aber auch in zahlreichen anderen Städten. In Nizza am Mittelmeer gingen nach einem Bericht des Nachrichtensenders BFMTV zwischen 10.000 und 20.000 Menschen auf die Straße. Am vergangenen Wochenende waren es nach offiziellen Angaben landesweit insgesamt mehr als 200.000 Teilnehmer. Am Donnerstag hatte der französische Verfassungsrat die umstrittene Impfpflicht für das Personal im Gesundheitswesen sowie den so genannten Gesundheitspass gebilligt, der Aufschluss über einen Negativ-Test oder eine Impfung gibt.

16.16 Uhr: "Ocean Viking" mit 550 Bootsmigranten darf in Sizilien anlegen

Das Schiff "Ocean Viking" mit etwa 550 Bootsmigranten an Bord darf in Sizilien anlegen. Die italienischen Behörden wiesen dem Schiff den Hafen von Pozzallo im Südosten der Insel zu, wie die Organisation SOS Méditerranée mitteilte. Zuvor hatten einige Migranten bereits aus medizinischen Gründen an Land gehen dürfen. Auf der "Ocean Viking" befanden sich nach Angaben der Hilfsorganisation zuletzt noch 118 Minderjährige, 94 davon unbegleitet. Die Crew hatte die Migranten zuvor im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet. 

15.30 Uhr: 2500 Menschen demonstrieren am Tagebau Garzweiler gegen Braunkohle

Etwa 2500 Menschen haben am Tagebau Garzweiler in Nordrhein-Westfalen für einen schnelleren Ausstieg aus der Braunkohleförderung demonstriert. Bei der ersten größeren Protestaktion an dem Ort seit zwei Jahren verbanden sie mit einer Menschenkette die vier Kilometer voneinander entfernten Tagebaudörfer Lützerath und Keyenberg. Damit sollte zugleich die Abbaugrenze gezeigt werden, mit der die Ziele des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden könnten. Zu der Protestaktion hatten unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die lokale Organisationen "Alle Dörfer bleiben" aufgerufen. Die Polizei sprach am Nachmittag von einem "kraftvollen, friedlichen Protest".

Lützerath soll als nächstes Dorf für den Kohleabbau verschwinden. Ob die zur Stadt Erkelenz gehörenden Dörfer Keyenberg, Kuckum, Ober- und Unterwestrich und Berverath noch weichen müssen, soll bis Ende 2026 entschieden werden. Der Kohleabbau im Rheinischen Revier soll nach der Entscheidung von Bundesregierung und Bundestag bis spätestens 2038 beendet sein.

14.56 Uhr: Warnung vor Salmonellen in Wachteleiern

Wegen des Nachweises von Salmonellen ruft der Hersteller Kwetters Eierhof GmbH Wachteleier mit der Bezeichnung "Kwetters Deutsche Wachteleier" zurück. Nach der über das Portal lebensmittelwarnung.de am Samstag verbreiteten Warnung wurden die Artikel in Kaufland-Märkten in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein angeboten. Das Unternehmen hatte den Rückruf bereits am Freitag veröffentlicht. Betroffen sind den Angaben zufolge die Eier mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 12.08.2021, 15.08.2021, 19.08.2021, 22.08.2021, 26.08.2021 und 29.08.2021. Die Salmonellen seien während einer Routineuntersuchung entdeckt worden.

Das Urnengrab von Alfred Biolek in Köln

13.57 Uhr: Mars-Rover scheitert bei erstem Versuch zur Sammlung von Gesteinsproben

Mission noch nicht erfüllt: Der Mars-Rover "Perseverance" ist beim ersten Versuch der Sammlung von Gesteinsproben auf dem Roten Planeten gescheitert. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlichte am Freitag (Ortszeit) zwar Bilder einer kleinen Aufschüttung mit einem Loch in der Mitte - es ist das erste, das jemals von einem Roboter auf dem Mars gebohrt wurde. Von dem Rover übermittelte Daten zeigten jedoch, dass bei der Bohrung kein Gestein eingesammelt wurde. 

13.32 Uhr: Iran weist Schuldzuweisung der G7 an Drohnenangriff auf Tanker zurück

Der Iran hat die Schuldzuweisung der G7 für den mutmaßlichen Drohnenangriff auf einen Öltanker vor der Küste des Oman entschieden zurückgewiesen. "Wir verurteilen auf das Schärfste die unbegründete Erklärung der Außenminister der G7 und des Hohen Vertreters für Außenpolitik der Europäischen Union", erklärte ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran. Die erhobenen Anschuldigungen seien "haltlos". Der von der Firma eines israelischen Unternehmers betriebene Öltanker "MT Mercer Street" war Ende vergangener Woche vor der Küste des Oman angegriffen worden. Ein rumänisches und ein britisches Besatzungsmitglied wurden dabei getötet. Nach Angaben der US-Armee wurde der Angriff mit iranischen Drohnen ausgeführt.

12.41 Uhr: Unwetter mit orkanartigen Böen drohen in Teilen Bayerns

In Teilen Bayerns drohen am Samstag erneut schwere Unwetter. Von den Alpen bis zur Donau seien ab dem Nachmittag Gewitter sowie im Südosten teils Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. Besonders betroffen sei die Region vom Werdenfelser Land bis hin zum Bayerischen Wald, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag mitteilte. Sollte sich hier eine "Superzelle" bilden, drohten Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde, heftiger Starkregen mit bis zu 60 Litern pro Quadratmeter und größerer Hagel.

12.40 Uhr: 70-jährige Mafia-Chefin in Italien festgenommen

In Italien ist die Anführerin eines Mafia-Clans aus Neapel festgenommen worden. Die Behörden hielten Maria Licciardi am Flughafen in Rom vom Besteigen eines Flugzeugs nach Spanien ab, wie italienische Medien berichteten. Die wegen ihrer geringen Körpergröße auch als "la piccoletta" bekannte 70-Jährige ist die Schwester des verstorbenen Clan-Oberhaupts Gennaro Licciardi. Die Familie wird der Camorra zugerechnet.

Maria Licciardi war Ende 2009 nach einer achtjährigen Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen worden. Medienberichten zufolge übernahm sie anschließend erneut die Führung der kriminellen Machenschaften ihrer Familie. Die Behörden werfen ihr demnach unter anderem Erpressung, Hehlerei und Manipulation von Auktionen vor. Der Licciardi-Clan ist vor allem in Neapels nördlichen Vororten Scampia und Secondigliano aktiv.

12.20 Uhr: Bombendrohung gegen Hotel von Bayer Leverkusen in Leipzig

In der Nacht vor dem DFB-Pokalspiel zwischen Bayer Leverkusen und Fußball-Regionalligist Lok Leipzig an diesem Samstag ist im Hotel der Gästemannschaft in Leipzig eine Bombendrohung eingegangen. Ein anonymer Anrufer habe um 1.45 Uhr am Empfang des Hotels angerufen und die Drohung ausgesprochen, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag. Bei einer Durchsuchung sei jedoch nichts gefunden. In Ansprache mit einem Sicherheitsberater und dem Hoteldirektor sei auf eine Evakuierung verzichtet worden, so dass das Team von Trainer Gerardo Seoane nicht geweckt werden musste. Zunächst hatte die "Leipziger Volkszeitung" berichtet.

11.25 Uhr: 54,5 Prozent aller Deutschen vollständig gegen Corona geimpft

Mehr als 45 Millionen Menschen in Deutschland sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht einer Quote von 54,5 Prozent, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter schrieb. Insgesamt 51,8 Millionen Menschen oder 62,3 Prozent haben mindestens eine erste Impfung bekommen. Bei den meisten verwendeten Impfstoffen mit Ausnahme von Johnson & Johnson sind derzeit zwei Dosen für den vollen Schutz gegen Covid-19 nötig.

11.19 Uhr: Gouverneursamt: Taliban erobern zweite afghanische Provinzhauptstadt

Die radikalislamischen Taliban haben mit Scheberghan in der Provinz Dschasdschan bereits die zweite afghanische Provinzhauptstadt innerhalb von 24 Stunden eingenommen. "Die Streitkräfte (der Regierung) und Beamten haben sich zum Flughafen zurückgezogen", sagte ein Vertreter des Gouverneursamts der Nachrichtenagentur AFP. Am Freitag hatte die Miliz bereits die im Südwesten Afghanistans gelegene Provinzhauptstadt Sarandsch erobert.

10.59 Uhr: Polen lenkt im Streit mit EU um Justizreform ein

Polen lenkt im Streit mit Brüssel um seine umstrittene Justizreform teilweise ein. "Wir werden die Disziplinarkammer des Obersten Gerichtshofs in ihrer jetzigen Form abschaffen - und damit wird auch der Gegenstand des Streits mit der EU verschwinden", sagte der Chef der konservativen Regierungspartei PiS, Jaroslaw Kaczynski, der Nachrichtenagentur PAP. Die rechtsnationalistische PiS hatte die Disziplinarkammer 2018 eingerichtet; sie sorgte für heftige Kontroversen mit Brüssel.

10.55 Uhr: Mann soll Kind in U-Bahn misshandelt haben

Ein stark angetrunkener Mann soll in der Berliner U-Bahn ein kleines Kind misshandelt haben. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, zogen Zeugen die Notbremse, weil der 31-Jährige den Jungen auf seinem Schoß gewürgt und mit dem Tode bedroht haben soll. Als alarmierte Polizisten ihn auf dem Bahnhof Gesundbrunnen zur Rede stellten, schlug und spuckte er einen Beamten. Erst nach dem Einsatz von Reizgas konnten die Polizisten den 31-Jährigen festnehmen. Sowohl der Mann als auch der Polizist wurden verletzt. Das Kind hatte leichte Verletzungen am Hals und wurde nach dem Vorfall vom Freitag von der Mutter abgeholt. Der Verdächtige muss sich nun wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen, Beleidigung sowie Widerstands und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

10.08 Uhr: Leichtere Unterstützungsangebote für taubblinde Menschen gefordert

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband fordert einen leichteren Zugang zu Unterstützungsangeboten für Menschen, die nicht hören und nicht sehen können. Taubblinden Menschen mit dem Zeichen "TBl" im Schwerbehindertenausweis müsse ein Assistenzbedarf von mindestens 20 Stunden wöchentlich anerkannt werden, ohne dies begründen zu müssen, erklärte der Verband mit Blick auf gemeinsame Forderungen mit weiteren Organisationen. In Deutschland gebe es zwischen 2500 und 6000 Menschen, die weder sehen noch hören können. 

9.39 Uhr: Orban schränkt Verkauf von "anstößigen" Kinderbüchern ein

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat mit einer Verordnung den Verkauf von Kinderbüchern eingeschränkt, die von der heterosexuellen Norm abweichende Inhalte darstellen oder thematisieren. Die neue Rechtsregel erschien am Freitagabend im Ungarischen Amtsblatt. Sie regelt die Durchführung eines umstrittenen Gesetzes, das es untersagt, Menschen unter 18 Jahren Informationen über Homosexualität, Transsexualität und Geschlechtsumwandlungen zukommen zu lassen. Das von Orbans rechtsnationaler Fidesz-Partei dominierte Parlament hatte das Gesetz im Juni gebilligt. Der neuen Verordnung zufolge dürfen Kinderbücher, die "die Abweichung von der bei der Geburt empfangenen geschlechtlichen Identität oder Geschlechtsumwandlungen oder selbstzweckhafte Sexualität abbilden sowie Homosexualität darstellen oder popularisieren", nicht in den Auslagen von Bücherläden gezeigt oder in den Läden für alle sichtbar sein. Derartige "anstößige" Bücher dürfen außerdem nicht im Umkreis von 200 Metern von Schulen oder Kirchen verkauft werden. Außerdem müssen sie in Verpackungen angeboten werden, durch die der Umschlag nicht erkennbar ist. Die 200-Meter-Regel erinnert an die ungarische Prostitutionsgesetzgebung. Sexarbeiterinnen ist es verboten, ihre Dienste im Umkreis von 200 Metern von Schulen und Kirchen anzubieten.

9.33 Uhr: Kuba lässt Gründung von kleinen und mittleren Unternehmen zu

In einem beispiellosen Schritt hat die kubanische Regierung ein Gesetz verabschiedet, das die Gründung kleiner und mittlerer Unternehmen zulässt. Grünes Licht wurde am Freitag auf einer Sitzung des Staatsrats gegeben, an der Präsident Miguel Díaz-Canel per Videokonferenz teilnahm. "Der Staatsrat billigt das Dekret 'Über Mikro-, Klein- und Mittelunternehmen', das deren Eingliederung in die Wirtschaft ermöglicht, um Teil der produktiven Transformation des Landes zu sein", hieß es in einer Mitteilung auf der Website der Nationalversammlung. Bislang sind im kommunistisch regierten Kuba staatliche Unternehmen die Norm. Die Änderung erfolgt rund einen Monat, nachdem tausende Kubaner auf die Straße gegangen waren, um gegen die Regierung zu protestieren. Die ungewöhnlichen Demonstrationen wurden teils gewaltsam unterdrückt. 

9.19 Uhr: Kindermediziner: Corona-Schutz in Schulen noch länger nötig

Die Schulen werden aus Sicht des Kindermedizin-Experten Dominik Schneider noch lange besondere Corona-Schutzkonzepte brauchen. "Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass damit, wenn wir die Ab-Zwölfjährigen impfen, noch kein Problem gelöst ist", sagte der Dortmunder Klinikdirektor, der auch Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) ist, am Samstag im Deutschlandfunk. "Denn die, die am meisten eigentlich unter dieser Coronakrise gelitten haben, das sind eigentlich die jüngeren Kinder unter zwölf Jahren. Und da haben wir auch in den nächsten Wochen absehbar noch kein Impfangebot. Das wird frühestens im Herbst oder im Dezember, Ende des Jahres kommen."

8.28 Uhr: Tausende Menschen aus überschwemmten Gebieten in Nordkorea gebracht

Wegen schwerer Überschwemmungen sind in Nordkorea etwa 5000 Menschen aus ihren Häusern evakuiert worden. Wie der staatliche Sender KCTV am Samstag berichtete, wurden nach starken Regenfällen mehr als tausend Häuser zerstört und auch weite Teile der landwirtschaftlichen Nutzflächen in der Provinz Süd-Hamgyong im Osten des Landes überflutet. 

5.45 Uhr: Israels Armee greift Stellungen der Hamas im Gazastreifen an

Die israelische Armee hat in der Nacht zum Samstag Ziele im Gazastreifen angegriffen. Als Reaktion auf Brandballons, die aus dem Palästinensergebiet in Richtung Israel abgeschickt worden seien, seien Luftangriffe gegen Stellungen der radikalislamischen Hamas geflogen worden, teilten die israelischen Streitkräfte mit. Kampfjets attackierten demnach "eine militärische Infrastruktur" und eine Stellung zum Abschuss von Raketen. 

5.12 Uhr: RKI registriert 3206 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 21,2

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter leicht an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen lag sie bei 21,2 – am Vortag hatte der Wert 20,4 betragen, beim jüngsten Tiefststand vor gut einem Monat 4,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3206 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.48 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 2400 Ansteckungen gelegen.

5 Uhr: RKI-Berechnung: Impfkampagne hat über 38.000 Todesfälle verhindert

Die Impfkampagne gegen das Coronavirus hat laut einer Modellrechnung des Robert Koch-Instituts (RKI) in Deutschland geschätzt Tausende Todesfälle verhindert. "Unsere hier präsentierten Daten belegen den überragenden Nutzen der Covid-19-Impfung bereits in den ersten 6,5 Monaten der Impfkampagne in Deutschland 2021", schreiben die Autoren der am Freitag veröffentlichten Analyse. Daraus ergebe sich, dass im Verlauf der dritten Corona-Welle geschätzt 38.300 Todesfälle verhindert wurden. Die Zahl der verhinderten Meldefälle wird auf über 706.000 beziffert, die der stationären Patienten auf mehr als 76.600, die der Patienten auf Intensivstation auf knapp 20.000.

2.17 Uhr: "Dixie Fire" inzwischen drittgrößter Brand in Geschichte Kaliforniens

Das seit Mitte Juli in Kalifornien wütende "Dixie Fire" hat sich zum drittgrößten Brand in der Geschichte des US-Bundesstaats entwickelt. Nach Angaben der Behörden vom Freitag vernichtete das Feuer inzwischen eine Fläche von mehr als 1700 Quadratkilometern. Es liegt damit an Größe nur noch hinter den Feuern "Mendocino Complex" vom Juli 2018 mit rund 1750 Quadratkilometern und "August Complex" vom August 2020 mit mehr als 4000 Quadratkilometern zerstörter Fläche.

0.23 Uhr: Zwei Angeklagte bekennen sich nach Sturm auf US-Kapitol schuldig

Gut ein halbes Jahr nach dem gewaltsamen Sturm auf das US-Kapitol haben sich zwei Männer schuldig bekannt, während der Ausschreitungen am 6. Januar Polizisten attackiert zu haben. Der 44-jährige Fitnessstudio-Besitzer Scott Fairlamb sagte am Freitag bei einer Gerichtsanhörung in Washington, er bekenne sich außerdem schuldig, die Arbeit des Kongresses behindert zu haben. Seine Schuld räumte auch der 28-jährige Devlyn Thompson ein. Beiden Angeklagten drohen mehrjährige Haftstrafen.

0.21 Uhr: Sachsen erwägt zusätzliche Urlaubstage für Geimpfte im öffentlichen Dienst

Sachsen denkt nach Angaben von Innenminister Roland Wöller (CDU) über zusätzliche Urlaubstage für Beschäftigte im öffentlichen Dienst nach, wenn sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Er greift damit einen Plan aus dem Nachbarland Tschechien auf. "Die Idee der tschechischen Regierung ist nicht schlecht: Jeder geimpfte Beschäftigte im öffentlichen Dienst bekommt zwei zusätzliche Urlaubstage", sagte Wöller der Leipziger Volkszeitung (Samstagsausgabe). "Ich finde, wir sollten es probieren, wenn es möglich ist."

0.01 Uhr: G7-Außenminister verurteilen mutmaßlichen Drohnenangriff auf Öltanker

Die Außenminister der G7 haben den mutmaßlichen Drohnenangriff auf den Öltanker "MT Mercer Street" im Indischen Ozean vor gut einer Woche scharf verurteilt. "Alle verfügbaren Beweise" deuteten "klar" darauf hin, dass die Verantwortung für diesen "bewussten und gezielten" Angriff beim Iran liege, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Minister. "Für diesen Angriff gibt es keinerlei Rechtfertigung."

nik / fin / rw DPA AFP

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