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News von heute: Boris Johnson: Neuwahlen am 14. Oktober falls Brexit-Strategie im Parlament scheitert

"Planen für schlimmstes Szenario" – 34 Tote bei Bootsbrand  in den USA befürchtet  +++ "Wir haben zahlreiche Tote" – Boot vor US-Küste steht in Flammen +++ Feuer auf Boot vor US-Küste: womöglich dutzende Tote +++ Produzent und Komponist Edo Zanki ist tot +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Der britische Premier Boris Johnson droht, sein Land am 31. Oktober ohne Abkommen aus der EU zu führen

Der britische Premier Boris Johnson droht, sein Land am 31. Oktober ohne Abkommen aus der EU zu führen

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Hurrikan: "Beispiellose" Verwüstungen auf Bahamas (21 Uhr)
  • Johnson: Neuwahlen am 14. Oktober falls Parlament Brexit-Strategie ablehnt (20.38 Uhr)
  • 34 Tote bei Bootsbrand  in den USA befürchtet (16.26 Uhr)
  • Produzent und Komponist Edo Zanki ist tot (12.20 Uhr)
  • Berliner Pandadame Meng Meng bringt Zwillinge zur Welt (6.47 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker: 

+++ 23.00 Uhr: Höcke verlangt mehr Ostvertreter im AfD-Vorstand +++

Nach den AfD-Wahlerfolgen in Brandenburg und Sachsen verlangt der Wortführer des rechtsnationalen Flügels der Partei, Björn Höcke, eine stärkere Vertretung der Ostverbände im Bundesvorstand. Er werde sich "nach dem 27.10. mit dem Thema Bundesvorstand befassen", sagte der Thüringer Landesparteichef dem ZDF in einem am Montagabend im "Heute Journal" ausgestrahlten Beitrag. Am 27. Oktober steht in Thüringen die dritte ostdeutsche Landtagswahl in diesem Jahr an. 

+++ 22.51 Uhr: Ex-Präsidentschaftskandidatin in Guatemala verhaftet +++

Wenige Wochen nach ihrer Niederlage bei der Präsidentenwahl in Guatemala ist die frühere Präsidentengattin Sandra Torres verhaftet worden. Wegen mutmaßlicher illegaler Wahlkampffinanzierung und Bildung einer kriminellen Vereinigung war am Freitag ein Haftbefehl gegen sie erlassen worden, wie die Generalstaatsanwaltschaft des mittelamerikanischen Landes mitteilte. Torres wird vorgeworfen, den Wahlkampf ihrer sozialdemokratischen Partei UNE vor der Präsidentenwahl 2015 mit undeklarierten Mitteln in Höhe von umgerechnet rund 3,2 Millionen Euro finanziert zu haben.

+++ 21.45 Uhr: Bolsonaros Umfragewerte sinken nach Streit über Amazonasbrände +++

Die Popularität des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro hat einer Umfrage zufolge durch sein Verhalten im Streit um die heftigen Brände im Amazonasregenwald gelitten. 38 Prozent der Brasilianer lehnten seine Politik und sein Verhalten ab, ergab eine Umfrage des Datafolha-Instituts im Auftrag der Zeitung "Folha de São Paulo". Das waren 5 Prozentpunkte mehr, als noch im Juli, schrieb die Zeitung. Auch die Zahl der Brasilianer, die mit der Politik des extrem rechten Präsidenten einverstanden sind, sei in dem Zeitraum von 33 auf 29 Prozent gefallen.

+++ 21.42 Uhr: Bund wirft Pkw-Maut-Betreibern Tricksereien vor +++

Im Streit um die gescheiterte Pkw-Maut wirft der Bund den Betreiberfirmen vor, unzulässig Verträge im Volumen von mehr als 500 Millionen Euro vergeben zu haben. Dabei geht es um den bereits seit Juni bekannten Vorwurf, die eigentlich vorgesehenen Betreiber hätten noch Aufträge an andere Firmen vergeben, nachdem der Europäische Gerichtshof (EuGH) die Maut gekippt und der Bund die Verträge gekündigt hatte. "Süddeutsche Zeitung" und WDR berichteten unter Berufung auf ein Anwaltsschreiben von Ende Juni, dass es um sieben Verträge für Unterauftragnehmer mit einem Volumen von 576 Millionen Euro gehe.

+++ 21.11 Uhr: US-Vizepräsident Pence warnt vor Spaltung des Westens durch russische Öl- und Gaslieferungen +++

US-Vizepräsident Mike Pence hat bei einem Besuch in Polen vor einer Spaltung des Westens durch Russland gewarnt. Während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda warf er Moskau vor, sich in Wahlen einzumischen und seine Öl- und Gaslieferungen zu nutzen, um "unser Bündnis zu spalten". Hintergrund der Äußerungen ist die umstrittene Pipeline Nord Stream 2, die russisches Gas nach Deutschland transportieren soll. Die USA und Polen gehören zu den schärfsten Kritikern des von Deutschland verfochtenem Nord-Stream-2-Projekts. Die Regierungen der beiden Länder kritisieren, dass Deutschland sich mit der Gaspipeline zu sehr von russischem Gas abhängig mache. Der Westen müsse weiter "wachsam" gegenüber Russland sein, sagte Pence. US-Präsident Donald Trump hatte sich zuvor offener für eine Annäherung an Moskau gezeigt.

+++ 21.00 Uhr: Ein Toter und schwere Verwüstungen durch Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas +++

Auf den Bahamas hat der schlimmste Hurrikan seit Beginn moderner Aufzeichnungen mit zerstörerischen Winden und Sturmfluten große Schäden verursacht. Mindestens ein Mensch wurde getötet, wie das Tourismusministerium mitteilte. Rettungskräfte konnten aber noch nicht in alle Gebiete vordringen. Das Ausmaß der Schäden auf den nördlichen Bahamas war daher zunächst noch nicht abzusehen. Bis zu 13.000 Häuser könnten schwer beschädigt oder zerstört sein, warnte das Rote Kreuz am Montag in Genf. Auf den nordöstlichen Abaco-Inseln hätten weitläufige Überschwemmungen die Trinkwasserquellen verunreinigt, hieß es weiter. Der Premierminister der karibischen Inselgruppe, Hubert Minnis, schrieb auf Twitter: "Die Verwüstung ist beispiellos. (...) Wir konzentrieren uns derzeit auf Rettung, Genesung und Gebet."

+++ 20.38 Uhr: Sollte Parlament Brexit-Strategie ablehnen will Boris Johnson Neuwahlen vor Brexit-Termin +++

Die britische Regierung will im Fall einer Niederlage im Parlament beim Ringen um einen No-Deal-Brexit in dieser Woche eine Neuwahl herbeiführen - und zwar am 14. Oktober, wie die Nachrichtenagentur AFP von einem Regierungsvertreter erfuhr. Entsprechende Medienberichte wurden auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Abend aus Regierungskreisen bestätigt. Kurz zuvor hatte Premierminister Boris Johnson in einer Erklärung vor dem Regierungssitz Downing Street gesagt: "Ich will keine Wahl und Sie wollen keine Wahl." Unklar blieb, ob die Regierung bereits am Mittwoch einen entsprechende Beschlussvorlage vorlegen will oder abwartet, ob ein Gesetzentwurf der No-Deal-Gegner im Parlament Erfolg hat. Die Opposition und eine Gruppe von etwa 20 Rebellen aus der Regierungsfraktion wollen den Premierminister in dieser Woche per Gesetz zum Einlenken bei seinem harten Brexit-Kurs zwingen. Wie aus einem am Abend vorgelegten Gesetzentwurf hervorgeht, wollen sie eine Verlängerung der Brexit-Frist um drei Monate erzwingen, sollte bis zum 19. Oktober kein Abkommen mit der EU verabschiedet sein. Johnson will unter keinen Umständen den Brexit-Termin am 31. Oktober nochmals verschieben.

+++ 19.53 Uhr: Bombenentschärfung in Hannover: 15.000 Menschen evakuiert +++

In Hannover müssen 15.000 Menschen ihre Wohnungen wegen einer Bombenentschärfung verlassen. Die Evakuierung begann am Montagabend gegen 19 Uhr, wie die Stadt mitteilte. Im Zooviertel war zuvor eine fünf Zentner schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die Betroffenen können voraussichtlich erst in der Nacht zurück nach Hause. 

Auch in Köln sollte am Abend eine Weltkriegsbombe entschärft werden. Dort missachteten Fußgänger nach Angaben der Stadt an mehreren Stellen die Absperrung und verzögerten damit die Evakuierung. Außerdem sei ein Polizist tätlich angegriffen worden, teilte die Stadt mit. Ein Unbekannter habe zudem eine Drohne über der Baustelle, auf der der Blindgänger gefunden worden war, fliegen lassen. Die Drohne sei dann zwei Blocks weiter runtergegangen. Der Besitzer, nach dem gesucht wird, sei zunächst nicht entdeckt worden. Rund 4800 Menschen mussten bei der Evakuierung in Köln ihre Wohnungen verlassen.

+++ 19.31 Uhr: Johnson will unter keinen Umständen Brexit-Verlängerung +++

Der britische Premierminister Boris Johnson will unter "keinen Umständen" eine weitere Verlängerung der EU-Austrittsfrist beantragen. Das sagte Johnson am Montagabend in einer Erklärung vor dem Regierungssitz Downing Street in London. "Wir werden [die Europäische Union] am 31. Oktober verlassen, ohne Wenn und Aber." Er hoffe immer noch auf ein Abkommen mit Brüssel. Doch dafür müsse die Regierungsfraktion an einem Strang ziehen. Eine Neuwahl lehnte Johnson ab. "Ich will keine Wahl und Sie wollen keine Wahl", sagte er.

Die Opposition und eine Gruppe von etwa 20 Rebellen aus der Regierungsfraktion wollen den Premierminister in dieser Woche per Gesetz zum Einlenken bei seinem harten Brexit-Kurs zwingen. Wie aus einem am Montagabend vorgelegten Gesetzentwurf hervorgeht, wollen sie eine Verlängerung der Brexit-Frist um drei Monate erzwingen, sollte bis zum 19. Oktober kein Abkommen mit der EU verabschiedet sein. 

Johnson droht, sein Land am 31. Oktober ohne Abkommen aus der EU zu führen, sollte sich Brüssel bis dahin nicht auf seine Forderungen nach Änderungen am Austrittsabkommen einlassen. Bislang lehnt die EU das ab, solange London keine umsetzbaren Vorschläge dafür liefert.

+++ 17.49 Uhr: Französische Fähre rettet 18 Migranten aus Mittelmeer +++

Eine französische Fähre hat einem Bericht zufolge im Mittelmeer 18 Migranten gerettet. Die Menschen, darunter auch Minderjährige, hätten sich auf einem Motorboot befunden, dem offenbar der Sprit ausgegangen war, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Sprecherin der Fährgesellschaft Corsica Linea, Pasquine Albertini. Die Fähre war demnach von der algerischen Hauptstadt Algier nach Marseille mit mehr als 2000 Passagieren an Bord unterwegs. 

Wo genau die Migranten aufgenommen wurden, war zunächst nicht bekannt. Die Menschen hätten sich bereits seit mehreren Tagen auf See befunden, hieß es in dem Bericht. Die Migranten seien an Bord untersucht worden, erklärte Albertini. "Wir haben Menschen in Seenot gerettet und das Prinzip der Solidarität zwischen Seeleuten angewandt." Sie wurden in den nächsten sicheren Hafen von Alcúdia auf Mallorca gebracht, wie die Sprecherin dem Bericht zufolge mitteilte. Dass Migranten von Passagierschiffen gerettet werden, ist eher selten.

+++ 17.38 Uhr: Boot bis zur Wasserlinie abgebrannt und gesunken +++

Das Taucherboot "Conception" ist nach Angaben von CNN-Reportern vor der Santa Cruz Island gesunken, nachdem es bis zur Wasserlinie abgebrannt sei. Damit schwindet auch die Hoffnung, dass die 34 vermissten Menschen an Bord den Brand überlebt haben könnten. Offizielle Meldungen über Tote gibt es jedoch weiterhin nicht. Fünf Menschen seien gerettet worden, so die Rettungskräfte.

+++ 16.43 Uhr: Insassen kamen von Tauchausflug +++

Das in Brand geratene Boot war am Samstag zu einem dreitägigen Taucherausflug ausgelaufen. Es sollte am Montag an die Küste von Kalifornien zurückkehren. Zu dem Notfall war es in der Nacht zum Montag nahe der Insel Santa Cruz gekommen. Die Inselgruppe vor Santa Barbara ist ein beliebtes Ausflugsziel für Taucher und Segler.

+++ 16.26 Uhr: "Planen für schlimmstes Szenario" – 34 Tote bei Bootsbrand  in den USA befürchtet +++

Nach dem Ausbruch des Feuers an Bord des Taucherboots werden 34 Menschen vermisst, sagte ein Vertreter des Santa Barbara County Fire Departments dem CNN. "Wir hoffen weiterhin, das irgendjemand an Land schwimmen konnte. Als sie über Nacht ankerten, waren sie dicht an der Küste. Wir müssen weiter hoffen, aber wir planen für das schlimmste Szenario", zitiert ihn der Sender.

+++ 16.13 Uhr: Fünf Menschen gerettet +++

Die Einsatzkräfte konnten fünf Menschen von Bord der "Conception" retten, mindestens eine Person ist leicht verletzt, berichtet unter anderem der Sender ABC. Es sollen 39 Menschen an Bord des Taucherboots gewesen sein. Ob es weitere Überlebende gebe, sei unklar, sagte ein Sprecher der Küstenwache dem Sender CNN. "Das Feuer flammt immer wieder auf, möglicherweise entzündet sich Kraftstoff." Die Rettungskräfte hätten daher noch keine Gelegenheit gehabt, an Bord des Bootes zu gelangen. Nach Betreiberangaben fasst das Boot bis zu 6000 Liter Kraftstoff.

Hinweis: In einer ersten Version dieser Meldung berichteten wir fälschlicherweise, eine Person sei schwer verletzt worden. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten um Entschuldigung.

+++ 15.52 Uhr: "Zahlreiche Tote" bei Bootsbrand +++

Der Nachrichtensender CNN und andere US-Medien zitieren Bill Nash, den Pressesprecher des Ventura County: "Wir wissen, dass wir zahlreiche Tote haben." Genaue Zahlen könne er jedoch noch nicht nennen.

Santa Cruz Island auf der Karte:

+++ 15.40 Uhr: Taucherboot betroffen +++

Nach Angaben des Ventura County Fire Department handelt es sich bei dem betroffenen Boot um ein Taucherboot. Das Feuer sei gegen 3.30 Uhr morgens (Ortszeit/12.30 MESZ) nördlich der Santa Cruz Island gemeldet worden.

Laut dem Schiffsradar "Marinetraffic.com" liegt dort das 1981 gebaute Schiff "Conception" eines privaten Tauchtour-Anbieters aus Santa Barbara. Insgesamt finden an Bord 46 Menschen Platz. Auch die von der Feuerwehr veröffentlichten Bilder zeigen ein Boot dieses Typs.

Weiterhin gibt es jedoch keine offiziellen Angaben zu möglichen Todesopfern. "Alles, was wir sagen können, ist, dass das Boot in Flammen steht", zitiert der Sender CNN einen Sprecher der Küstenwache.

+++ 15.12 Uhr: Feuer auf Boot vor US-Küste: womöglich dutzende Tote +++

Auf einem Boot vor der US-Westküste ist nach Angaben der Küstenwache ein Feuer ausgebrochen. An Bord befanden sich demnach über 30 Menschen. Es gebe mindestens eine leicht verletzte Person. Örtliche Medien berichten, dass viele von ihnen das Unglück nicht überlebt hätten, die Sender Fox News und CBS melden zum Beispiel übereinstimmend 34 Tote. Offizielle Zahlen zu möglichen Todesopfern gibt es jedoch noch nicht, die Rettungsaktion laufe, hieß es.

Das rund 23 Meter lange Boot treibe in der Nähe der Santa Cruz Island vor Kalifornien auf dem Pazifik.

+++ 14.29 Uhr: Enten-Besitzerin wegen zu lautem Geschnatter ihrer Tiere angeklagt +++

Viel Lärm um tierische Krachmacher in Frankreich: Nach dem Streit um einen zu laut krähenden Hahn muss sich nun auch die Besitzerin von rund 50 Enten und Gänsen wegen mutmaßlicher Lärmbelästigung vor Gericht verantworten. Am Dienstag soll der Prozess gegen die Frau in der Gemeinde Dax im Südwesten des Landes beginnen. Ein Ehepaar aus der Nachbarschaft hatte sich über den "unaufhörlichen Lärm" beschwert.    

Der Streit habe vor rund einem Jahr begonnen, als die Nachbarn das Grundstück im Ort Soustons gekauft hätten, sagte die Besitzerin des Federviehs, Dominique Douthe, der Nachrichtenagentur AFP. Den Klägern geht es nach eigenen Angaben nicht nur um das laute Geschnatter: Die Zucht befinde sich in der Nähe eines Wasserlaufs, der in ein Naturschutzgebiet fließe, sagte die Ehefrau des Klägers. Dort sei die Haltung von Tieren nicht erlaubt. "Alle müssen sich an die Regeln halten", sagte sie. 

+++ 13.59 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt nach tödlichem Rennunfall +++

Nach dem tödlichen Unfall beim Formel-2-Rennen im belgischen Spa hat die zuständige Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. Das bestätigte Staatsanwalt Gilles de Villers Grand Champs am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Es gehe darum, die genauen Umstände des Crashs zu erfahren um sie objektiv zu analysieren. 

Bei dem Unfall auf der Rennstrecke Spa-Francorchamps im Rahmen der Nachwuchsserie Formel 2 war am Samstag der 22-jährige Franzose Anthoine Hubert gestorben. Ein zweiter Rennfahrer, Juan Manuel Correa, wurde schwer verletzt. Sein Zustand ist mittlerweile wieder stabil.

+++ 13.57 Uhr: Karstadt und Kaufhof schaffen Plastiktüten ab +++

Immer mehr Händler in Deutschland verbannen die Plastiktüte aus ihren Geschäften. Jetzt hat der Warenhausriese Karstadt Kaufhof den Komplettausstieg beschlossen. Innerhalb des ersten Halbjahres 2020 sollen die letzten Bestände an Einwegplastiktüten kontinuierlich reduziert werden, kündigte das Unternehmen an.

"Plastiktüten passen als Verpackung einfach nicht mehr in die Zeit", begründete Galeria-Karstadt-Kaufhof-Chef Stephan Fanderl den Schritt. Karstadt Kaufhof wolle durch die Reduzierung von Plastikmüll einen konsequenten Beitrag zum Umweltschutz leisten. Das Aus für die Plastiktüte gelte für alle Waren- und Sporthäuser sowie die Lebensmittel- und Gastronomietöchter.

+++ 13.34 Uhr: Brexit: EU wartet auf konkrete Vorschläge aus London +++

Im Brexit-Streit wartet die Europäische Union noch immer auf neue Ideen aus London. Es habe über das Wochenende keine neuen Entwicklung gegeben, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Montag. Der britische Unterhändler David Frost wird diese Woche in Brüssel erwartet, voraussichtlich am Mittwoch.

Der britische Premierminister Boris Johnson will nachverhandeln und vor allem die vorgesehene Garantieklausel für eine offene Grenze in Irland aus dem fertigen EU-Austrittsabkommen streichen und Alternativen vereinbaren. Die EU sagt, sie werde konstruktiv mit Großbritannien arbeiten, sofern konkrete neue Vorschläge vorlägen. 

+++ 13.30 Uhr: China verurteilt die Gewalt in Hongkong +++

China hat die Gewalt bei den Protesten am Wochenende in Hongkong scharf verurteilt. Bei den schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizeikräften am Wochenende wurden 63 Personen festgenommen, darunter ein 13-Jähriger mit zwei Brandsätzen. "Die gegenwärtigen Demonstrationen in Hongkong haben komplett den Rahmen der Freiheit, sich zu versammeln und zu protestieren, verlassen und sich zu extremer Gewalt entwickelt", sagte Außenamtssprecher Geng Shuang vor der Presse in Peking. 

Es sei eine ernste Herausforderung der rechtlichen und sozialen Ordnung und bedrohe das Leben und Eigentum Hongkonger Bürger. Die Vorgänge "berühren ernsthaft" den Grundsatz "ein Land, zwei Systeme", nach dem Hongkong autonom regiert wird. Die chinesische Zentralregierung stehe hinter der Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam und unterstütze die Hongkonger Polizei, die Gewalt zu stoppen und Ordnung wieder herzustellen, sagte der Außenamtssprecher.

+++ 12.55 Uhr: Rettungsschiff "Eleonore" auf Sizilien beschlagnahmt +++

Das deutsche Rettungsschiffs "Eleonore" mit mehr als 100 Migranten an Bord kann in Italien anlegen. Das Schiff werde nun beschlagnahmt, teilte das Innenministerium in Rom mit. Auf Videos war zu sehen, wie die "Eleonore" im Hafen von Pozzallo auf Sizilien anlegte. 

Der Sprecher der Hilfsorganisation Mission Lifeline, Axel Steier, sagte, die Finanzpolizei habe mitgeteilt, dass das Schiff einlaufen könne. Die Migranten dürften aussteigen.  

+++ 12.49 Uhr: Mindestens sechs Tote bei Explosion in Mogadischu +++

Bei einer Explosion in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind nach Polizeiangaben mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Weitere 15 Menschen seien verletzt worden, teilten die Behörden mit. Polizisten hatten demnach an einer belebten Kreuzung einen Wagen mit drei bewaffneten Männern entdeckt. Die Männer eröffneten aus ihren automatischen Waffen sofort das Feuer auf die Sicherheitsbeamten, bevor das mit Sprengstoff beladene Auto in die Luft flog. Die Behörden vermuten die Terrormiliz Al-Shabaab hinter der Attacke, die offenbar einem Ziel im Stadtzentrum galt. 

Die mit Al-Kaida verbundenen sunnitischen Fundamentalisten kämpfen in dem armen Land am Horn von Afrika seit Jahren um die Vorherrschaft. Sie kontrollieren weite Teile von Süd- und Zentralsomalia. Die USA sowie eine Truppe der Afrikanischen Union (AU) unterstützen die somalischen Streitkräfte im Kampf gegen die Miliz.

+++ 12.47 Uhr: Griechenland verlegt Flüchtlinge von Lesbos aufs Festland +++

Die griechische Regierung hat am Montag mehr als 600 Flüchtlinge aus dem berüchtigten Lager Moria aufs Festland verlegt. Die 635 Afghanen drängten sich am Vormittag vor dem seit Jahren überfüllten Flüchtlingslager auf der Ägäis-Insel Lesbos in die wartenden Busse der Polizei, wie eine AFP-Korrespondentin berichtete. Am Hafen von Mytilini bestiegen sie dann ein Schiff, das sie in die nordgriechische Küstenstadt Thessaloniki bringen sollte.

Am Nachmittag sollte ihnen eine zweite Gruppe von 700 Afghanen auf dem selben Weg aufs Festland folgen, wo sie in dem Flüchtlingslager Nea Kavala untergebracht werden sollen. Die griechische Regierung hatte am Samstag die Entscheidung zur Verlegung der Flüchtlinge getroffen, nachdem am vergangenen Donnerstag 13 Boote mit 540 neuen Flüchtlingen aus der Türkei eingetroffen waren, darunter 240 Kinder.

+++ 12.46 Uhr: Kollegen erschossen: Bewährungsstrafe für Polizisten +++

Ein Polizist, der einen Kollegen bei einem Schießtraining in Bonn versehentlich tödlich verletzte, ist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Bonn verhängte am Montag zwei Jahre Haft auf Bewährung. Der Richter sprach von einem "tragischen Fall", der im Prozess nicht restlos habe aufgeklärt werden können. Der Staatsanwalt hatte in der vergangenen Woche für den Todesschützen drei Jahre Haft wegen fahrlässiger Tötung beantragt. Der Verteidiger hatte auf eine Bewährungsstrafe plädiert.  

Der 23 Jahre alte Angeklagte hatte am 26. November 2018 den gleichaltrigen Kollegen auf dem Weg zum Schießtraining im Bonner Polizeipräsidium von hinten mit der schussbereiten Dienstwaffe in den Nacken geschossen. Zwei Wochen später starb der Kollege an den Folgen der schweren Verletzung. Der Angeklagte hat immer wieder beteuert, dass der Schuss ein Unfall gewesen sei.

+++ 12.38 Uhr: Amok-Schütze wollte wohl Kino in Odessa angreifen +++

 Bei dem Schusswaffenangriff im texanischen Odessa hat die Polizei möglicherweise ein noch größeres Blutbad verhindert. Hätten die Beamten den Schützen nicht getötet, hätte er vermutlich seinen Amoklauf im Kinokomplex der Stadt fortgesetzt, sagte Odessas Polizeichef Michael Gerke am Sonntag. Dass der Mann zu dem Kino gefahren sei, lasse auf diesen Plan schließen, sagte Gerke. Der Täter hatte am Samstag einer neuen Bilanz zufolge insgesamt sieben Menschen erschossen.

Der Angriff begann laut Polizei bei einer Verkehrskontrolle. Nach ersten Erkenntnissen griff der Mann zu einem Sturmgewehr und eröffnete das Feuer, als Polizisten ihn auf einer Autobahn im Westen von Texas zwischen den Städten Odessa und Midland stoppen wollten. Anschließend flüchtete er, schoss aber auf der Flucht auf weitere Menschen und kaperte einen Post-Transporter. Seine Flucht endete schließlich auf einem Parkplatz vor dem Kino, wo er bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet wurde. Insgesamt sieben Menschen im Alter zwischen 15 und 57 Jahren wurden bei dem Amoklauf getötet, 22 weitere verletzt.

+++ 12.37 Uhr: AfD-Fraktion in der Bremer Bürgerschaft zerbricht +++

Gut drei Monate nach der Bürgerschaftswahl ist die AfD-Landtagsfraktion in Bremen nach einem parteiinternem Streit zerbrochen. Der Landesvorsitzende Frank Magnitz sowie die Abgeordneten Uwe Felgenträger und Mark Runge erklärten am Sonntagabend ihren Austritt aus der bislang fünfköpfigen Fraktion. Auslöser sei ein Zerwürfnis mit Fraktionschef Thomas Jürgewitz, erklärte Magnitz am Montag. Dieser habe eine konstruktive Oppositionsarbeit in der Bürgerschaft blockiert und ihn beschuldigt, eine fünfstellige Geldsumme unterschlagen zu haben. Der Austritt sei der Schlusspunkt einer langen Entwicklung. Als Gruppe wollen die drei Abgeordneten aber in der Bürgerschaft bleiben.

+++ 12.25 Uhr: Nach Messerangriff bei Lyon: Verdächtiger psychisch gestört +++

Der mutmaßliche Angreifer, der bei einer Messerattacke bei Lyon einen Menschen getötet hat und weitere verletzte, hat nach Angaben des französischen Innenstaatssekretärs Laurent Nuñez eine psychische Störung. Dies haben erste Ermittlungen gezeigt, wie Nuñez dem Fernsehsender CNews sagte. Nach Polizeiangaben handelt es sich bei dem Täter um einen Asylbewerber aus Afghanistan. Den Vorfall nun politisch für Ausländerfeindlichkeit zu nutzen, sei unverantwortlich, sagte Nuñez. Bei dem Angriff am Samstag wurde ein 19-Jähriger getötet, acht Personen wurden verletzt.

+++ 12.20 Uhr: Produzent und Komponist Edo Zanki ist tot +++

Der Sänger, Musiker und Produzent Edo Zanki ist am Sonntag im Alter von 66 Jahren an den Folgen einer kurzen und schweren Krankheit gestorben. Das haben sein Bruder Vilko Zanki und sein Management im badischen Karlsdorf-Neuthard mitgeteilt. Bekannt war Zanki zuletzt vor allem als Produzent und Komponist. Er trat aber unter anderem auch mit den Söhnen Mannheims und Thomas D von den Fantastischen Vier auf, auch produzierte er ein Album mit Herbert Grönemeyer ("Total Egal"). 

Zanki, 1952 im kroatischen Zadar im damaligen Jugoslawien geboren, kam im Alter von fünf Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland. Laut der Facebook-Seite des Musikers hatte er für die kommenden Monate noch Veranstaltungen geplant. "Wir verlieren einen Pionier und Wegbereiter deutscher Pop- und Soulmusik, einen international gefragten Produzenten und Songschreiber, sowie einen liebevollen, charismatischen und neugierigen Menschen", heißt es im Facebook-Post seines Managements.

+++ 11.53 Uhr: Australische Farmerin beim Eiersammeln von Hahn tödlich verletzt +++

Auf einem Bauernhof in Australien ist einer 76 Jahre alten Farmerin beim Eiersammeln ein Hahn zum Verhängnis geworden. Der Hahn ging auf die Frau im Hühnerstall los und verletzte sie durch Schnabelhiebe ins linke Bein tödlich, wie der Fernsehsender ABC am Montag berichtete. Wie sich bei einer Studie für die Universität der südaustralischen Stadt Adelaide herausstellte, litt die Farmerin an Krampfadern. Die Verletzungen durch das Tier führten dazu, dass ihr Kreislauf zusammenbrach und sie verblutete.

Professor Roger Byard von der Adelaide University nahm den Fall zum Anlass, auf die Gefahren durch Krampfadern für ältere Menschen hinzuweisen. "Das zeigt uns, wie verletzlich ältere Menschen sind und wie leicht Krampfadern zu beschädigen sind", sagte Byard dem australischen Fernsehsender ABC. Seine Studie wurde von dem Fachmagazin "Journal of Forensic Science, Medicine and Pathology" veröffentlicht.

+++ 9.34 Uhr: Deutsches Rettungsschiff "Eleonore" fährt trotz Verbots nach Italien +++

Der Kapitän des deutschen Rettungsschiffs "Eleonore" hat den Notstand ausgerufen und ist trotz eines Verbotes in italienische Gewässer gefahren. Es sei illegal, eine Einfahrt zu verbieten, wenn Leben in Gefahr sei, sagte der Sprecher der Hilfsorganisation Mission Lifeline, Axel Steier. Es habe in der Nacht einen Sturm gegeben und es stehe ein weiterer bevor. Ziel sei nun Pozzallo auf Sizilien.

+++ 8.53 Uhr: Israelis sollen auf Kreta 19-jährige Deutsche vergewaltigt haben +++

Weil sie eine 19-jährige deutsche Touristin vergewaltigt haben sollen, sind auf Kreta Medienberichten zufolge zwei Israeli festgenommen worden. Die 29 und 35 Jahre alten Männer hätten die Deutsche in einem Club kennengelernt, berichteten israelische Medien. Anschließend sei sie mit ihnen ins Hotel gegangen und dort von den Männern zum Sex gezwungen worden. Die Verdächtigen bestreiten die Vorwürfe. Das israelische Außenministerium bestätigte am Montag die Festnahme der Männer. "Das ist reine Verleumdung", sagte die Anwältin der Israelis der Nachrichtenseite "ynet". Sie könne die Unschuld der Tatverdächtigen beweisen. 

+++ 8.33 Uhr: Lehrer bewusstlos: Australier muss in erster Flugstunde allein landen +++

Gleich in der allerersten Unterrichtsstunde hat der australische Flugschüler Max Sylvester eine kleine Cessna sicher nach unten gebracht - gezwungenermaßen. Der Mann Mitte 30 meldete sich nach Medienberichten beim Tower, weil sein Lehrer mitten im Flug plötzlich bewusstlos geworden war. Mit Hilfe eines Fluglotsen gelang es ihm am Samstag, auf einem kleineren Flughafen der westaustralischen Großstadt Perth sicher zu landen. Der Fluglehrer wurde sofort zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 6.47 Uhr: Berliner Pandadame Meng Meng bringt Zwillinge zur Welt +++

Es ist der erste Panda-Nachwuchs Deutschlands: Die Berliner Pandadame Meng Meng hat am Samstag Zwillinge zur Welt gebracht, wie der Berliner Zoo mitteilte. "Meng Meng und ihre beiden Jungtiere haben die Geburt gut überstanden und sind wohlauf", erklärte Zoo- und Tierpark-Direktor Andreas Knieriem. Nach einer Tragzeit von 147 Tagen habe Meng Meng innerhalb von knapp einer Stunde ihre beiden Pandababys zur Welt gebracht, teilte der Zoo mit. Nach der ersten Geburt habe sie das kleine Jungtier behutsam auf ihren Bauch gelegt, um es zu wärmen. Kurze Zeit später sei das zweite Pandababy geboren. Das Pandaweibchen war im April künstlich befruchtet worden, um die Chancen auf Nachwuchs zu erhöhen. Zuvor waren Meng Meng und der männliche Panda Jiao Qing zusammengeführt worden.

+++ 5.25 Uhr: Mindestens 15 Tote bei Einsturz von Gebäude in Mali +++

Beim Einsturz eines dreistöckigen Gebäudes in der malischen Hauptstadt Bamako sind am Sonntag mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Das im Bau befindliche und bereits teilweise bewohnte Gebäude sei "wie ein Kartenhaus" in sich zusammengefallen, hieß es von Seiten der Regierung und in Medienberichten. 26 weitere Menschen wurden nach Angaben des Zivilschutzministeriums gerettet, darunter ein vierjähriges Mädchen. Das Mädchen sei von Rettungskräften aus den Trümmern gezogen worden, erklärte das Ministerium. Medienberichten zufolge stürzte zunächst das oberste Stockwerk auf die darunter liegenden, die bereits bewohnt waren. Schließlich fiel das ganze Gebäude in sich zusammen.

+++ 4.47 Uhr: Brexit: Regierung sagt Gespräche mit No-Deal-Gegnern ab +++

Kurz vor der Rückkehr des britischen Parlaments aus den Sommerferien hat Premierminister Boris Johnson ein für Montag geplantes Treffen mit Gegnern seines Brexit-Kurses aus den eigenen Reihen abgesagt. Damit stehen die Zeichen in London klar auf Sturm: Wenn das Parlament am Dienstag erstmals wieder zusammentritt, wird mit einer beispielosen Auseinandersetzung gerechnet. Johnson will sein Land notfalls auch ohne Abkommen am 31. Oktober aus der EU führen, die Opposition und einige Rebellen aus der Regierungsfraktion wollen dies um jeden Preis verhindern.  

Empörung über Johnson-Pläne: "Verteidigt die Demokratie" – Hunderte gehen in London auf die Straße

+++ 3.43 Uhr: Fünf-Sterne-Mitglieder sollen über Koalition in Italien abstimmen +++

Vor der Bildung einer neuen Regierung in Italien lässt die populistische Fünf-Sterne-Bewegung ihre Parteimitglieder über eine Koalition mit den Sozialdemokraten (PD) abstimmen. Wie die Partei am späten Sonntagabend ankündigte, sollen die Mitglieder am Dienstag per Online-Votum darüber entscheiden, ob ein solches Bündnis unter Führung von Giuseppe Conte als Ministerpräsident zustande kommt. Der parteilose Regierungschef in spe hatte zuvor mitgeteilt, er wolle bis spätestens Mittwoch eine Regierungsmannschaft beisammenhaben.

+++ 3.08 Uhr: South Carolina ordnet Küsten-Evakuierung wegen Hurrikans an +++

Wegen des herannahenden Hurrikans "Dorian" hat der US-Bundesstaat South Carolina eine Evakuierung seiner gesamten Küste angeordnet. Bis zu 830.000 Anwohner müssen sich ab Montagmittag in Sicherheit bringen, erklärten die Behörden. Der Hurrikan der gefährlichsten Kategorie soll dort nicht vor Mittwoch eintreffen. Prognosen zufolge dürfte "Dorian" von den Bahamas kommend frühestens am Montagabend Florida erreichen.

Die weiträumige Evakuierung dürfte eine unpopuläre Maßnahme sein. "Wir können nicht alle Menschen zufriedenstellen, aber wir können alle Menschen am Leben halten", sagte Gouverneur Henry McMaster bei einer Pressekonferenz. Schulen und Behörden in den Gebieten würden bis auf Weiteres geschlossen bleiben.

Warnung vor Sturmfluten: Hurrikan "Dorian" fegt über die Bahamas hinweg

+++ 2.57 Uhr: Ein Jahr nach Angriff: Brasiliens Präsident braucht erneute Operation +++

Rund ein Jahr nach einer lebensgefährlichen Messerattacke auf ihn muss der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro erneut operiert werden. Die anschließende Genesung werde voraussichtlich zehn Tage dauern, teilte der Staatschef in sozialen Medien mit. Er werde einer Operation zur Korrektur eines Narbenbruchs unterzogen, der durch chirurgische Eingriffe entstanden sei, zitierte Bolsonaro einen Arzt, nachdem er in São Paulo untersucht worden war. Er veröffentlichte außerdem ein Foto von sich mit zwei Medizinern und schrieb dazu: "Wie es aussieht, werde ich in Kürze zehn Tage Urlaub mit ihnen "genießen"."

Anfang September 2018 hatte ein geistig verwirrter Mann bei einer Wahlkampfveranstaltung auf Bolsonaro eingestochen und ihm eine schwere Bauchverletzung zugefügt. Der rechte Ex-Militär führte den Wahlkampf danach vom Krankenbett aus fort und wurde im Oktober zum neuen Präsidenten des südamerikanischen Landes gewählt.

+++ 2.13 Uhr: Zwei Tote und fünf Vermisste bei Springflut in kenianischem Nationalpark +++

Eine Springflut Hell's-Gate-Nationalpark in Kenia hat mehreren Menschen das Leben gekostet. Mindestens zwei Menschen seien ums Leben gekommen, fünf weitere würden noch vermisst, teilte die kenianische Naturschutzbehörde mit. Die Suche nach den Vermissten wurde über Nacht ausgesetzt. Die Opfer gehörten einer Gruppe von zwölf Parkbesuchern an. Der zuständige Polizeichef äußerte die Vermutung, dass die Vermissten ebenfalls tot seien. Die Suche sollte durch einen Hubschrauber aus Nairobi unterstützt werden. Zuvor hatten zwei Überlebende aus der Gruppe hätten einen Notruf an Parkwächter abgesetzt. Bei den Opfern handelte es sich nach Angaben der Naturschutzbehörde um fünf kenianische Touristen, einen kenianischen Reiseführer sowie einen Ausländer. 

+++ 1.18 Uhr: Behörden sprechen Hurrikan-Warnung für Teile Floridas aus +++

Die US-Behörden haben für weite Teile der Ostküste im Bundesstaat Florida eine Hurrikan-Warnung ausgesprochen. Wegen des heranziehenden hochgefährlichen Wirbelsturms "Dorian" drohen bis Mitte der Woche lebensbedrohliche Sturmfluten, heftige Regenfälle und gefährliche Winde, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum erklärte.

Der Hurrikan der gefährlichsten Kategorie sollte in Florida nach bisherigen Prognosen nicht auf Land treffen, aber schon "eine leichte Abweichung" könnte das Zentrum des Sturms in unmittelbare Küstennähe oder an Land bringen, wie die Meteorologen warnten. Zudem können Winde in Hurrikan-Stärke bis zu 75 Kilometer vom Zentrum des Sturms entfernt auftreten.

vit / wue / DPA / AFP