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News von heute: China bestätigt vierten Pest-Fall

Black Friday lässt Paketberge wachsen +++ Explosionen in Chemie-Fabrik in Texas +++ Familien ziehen aus Städten mit hohen Mieten weg +++  Umfrage: Klarer Sieg für Boris Johnson +++ Die Nachrichten von heute im stern-Ticker.

In Nordchina haben lokale Behörden jdamit begonnen, Ratten und Flöhe weitläufig mit Gift zu bekämpfen

In Nordchina haben lokale Behörden jdamit begonnen, Ratten und Flöhe weitläufig mit Gift zu bekämpfen

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Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Trump zu unangekündigtem Truppenbesuch in Afghanistan (20.05 Uhr)
  • Halbe Million Euro nach Dresdner Juwelendiebstahl ausgelobt (15.37 Uhr)
  • Bosch kündigt Abbau von weiteren 600 Stellen an (14.21 Uhr)
  • China bestätigt vierten Pest-Fall (12.41 Uhr) 
  • Europaparlament ruft "Klimanotstand" für Europa aus (12.08 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:  

+++ 20.30 Uhr: Audible will 2020 mehr als 500 Titel produzieren +++

Das Medienunternehmen Audible will im kommenden Jahr in Deutschland mehr als 500 Audio-Titel produzieren. Davon sollen 100 Audible Originals sein, also Eigenproduktionen. "Wir haben wirklich einen Audioboom in Deutschland", sagte Audible-Deutschlandchef Oliver Daniel in Berlin. Dort öffnete das Unternehmen, das zu Amazon gehört, vier neue Studios, laut Daniel eine der modernsten Anlagen Europas. Audible bietet Hörspiele, Hörbücher und Podcasts.

Nach Angaben des Unternehmens wächst die Nachfrage: 2018 seien 180 Millionen Hörstunden heruntergeladen worden, eine Verdopplung innerhalb von drei Jahren. Die neuen Räume sollen auch für Workshops, Vorträge und Lehrveranstaltungen genutzt werden. Zur Eröffnung in Berlin-Mitte gab es Grußworte von der SPD-Politikerin Katrin Budde, der Vorsitzenden des Kulturausschusses im Bundestag, und dem Chef der Berliner Senatskanzlei, Christian Gäbler (SPD).

+++ 20.05 Uhr: Trump zu unangekündigtem Truppenbesuch in Afghanistan +++

US-Präsident Donald Trump ist zu einem unangekündigten Truppenbesuch in Afghanistan eingetroffen. Anlässlich von Thanksgiving stattete Trump den im afghanischen Bagram nahe der Hauptstadt Kabul stationierten US-Soldaten einen Besuch ab, wie ein AFP-Fotograf berichtete. In der Militärbasis traf Trump auch den afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani. 

+++ 19.42 Uhr: Russische Aktivisten gehen gegen Urantransporte aus Deutschland vor +++

In zahlreichen russischen Städten haben Umweltaktivisten gegen den Transport von Produktionsabfällen aus der deutschen Urananreicherungsanlage Gronau nach Russland demonstriert. "Unter dem Deckmantel der "wertvollen Rohstoffe" importiert Russland in Wirklichkeit Abfälle der Urananreicherung", kritisierte Raschid Alimow von der Organisation Greenpeace in St. Petersburg. Dort war russischen Medienberichten zufolge zuvor das Frachtschiff "Michail Dudin" mit rund 600 Tonnen Uranhexafluorid aus Gronau in Nordrhein-Westfalen angekommen, hatte zwei Tage vor St. Petersburg gelegen und war am Donnerstag entladen worden.

+++ 18.48 Uhr: Zehntausende bejubeln Thanksgiving-Parade mit Ballons in New York +++

Und sie schweben doch: Trotz anfänglicher Sorge wegen starker Windböen haben in New York Zehntausende die traditionelle Thanksgiving-Parade mit ihren riesigen Heliumballons bejubelt. In den Straßen rund um das American Museum of Natural History am Central Park in Manhattan starteten am Morgen (Ortszeit) ein als Astronaut verkleideter Snoopy, der Schneemann Olaf, der Schwammkopf SpongeBob und zahlreiche andere Figuren zu der mehr als drei Kilometer langen Parade durch die Häuserschluchten der US-Ostküstenmetropole.

Zuvor hatte der Wetterbericht Veranstaltern und Besuchern aber Sorge bereitet. Bei zu starken Winden hätten die Ballons am Boden bleiben müssen. Die Polizei hätte auch veranlassen können, das Gas aus ihnen herauszulassen. Dazu kam es zunächst nicht, auch wenn die teilweise mehr als 15 Meter hohen Ballons deutlich tiefer über das New Yorker Pflaster schwebten als in den Vorjahren. 

+++ 18.20 Uhr: Italiens Polizei entdeckt Pläne für landesweite Neonazi-Bewegung +++

Die Polizei in Italien hat konkrete Pläne für eine neue landesweite Neonazi-Bewegung entdeckt. Beamte hätten die Wohnungen von 19 Verdächtigen im mehreren italienischen Städten durchsucht und dabei Nazi- und faschistische Memorabilien sowie Feuerwaffen, Schlagringe und Messer sichergestellt, teilte die Polizei mit. Die Verdächtigen teilten denselben ideologischen Fanatismus und arbeiteten an der Schaffung einer ausländerfeindlichen und antisemitischen Bewegung unter dem Namen "Nationalsozialistsche Arbeiterpartei Italiens", hieß es in der Mitteilung weiter. Die Verdächtigen haben den Angaben zufolge bereits ein Symbol und ein Programm für ihre Partei und nutzen soziale Medien zur Rekrutierung. Aus Kommunikationen innerhalb der Gruppe gehe auch hervor, dass die mutmaßlichen Neonazis Waffen und Bomben zur Verfügung hätten. 

+++ 18.09 Uhr: Polizei: Mehrere Tote bei Absturz von Kleinflugzeug in Kanada +++

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs im Osten Kanadas sind mehrere Menschen gestorben. Bislang gebe es noch keine Hinweise auf die Unfallursache, sagte ein Sprecher der Polizei in Kingston in der Provinz Ontario der Deutschen Presse-Agentur. Die Ermittlungen seien im vollen Gange. Die Unglücksmaschine war dem Sprecher zufolge klein und hatte sechs Sitzplätze. Der öffentliche TV-Sender CBC berichtete, dass das Flugzeug am Mittwoch von einem regionalen Flughafen nördlich von Toronto losgeflogen und schließlich wenige Kilometer von seinem Zielflughafen in Kingston abgestürzt sei. Zu dieser Zeit sei es in der Region windig gewesen.

+++ 17.28 Uhr: Bundeskartellamt genehmigt Verkauf von Thomas-Cook-Teilen +++

Das Bundeskartellamt sieht beim Verkauf von Teilen der insolventen Thomas-Cook-Gruppe an den Kaufhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof und den türkischen Reiseveranstalter Anex Tour keine wettbewerbsrechtlichen Probleme. Wie die Behörde mitteilte, gibt es keinen Grund zu der Annahme, dass dadurch der Markt beeinträchtigt oder der Wettbewerb zum Nachteil von Verbrauchern eingeschränkt werden könnte.     

Die Urlauber fühlen sich seit Bekanntgabe der Insolvenz völlig alleingelassen

Galeria Karstadt Kaufhof übernimmt 106 der 126 konzerneigenen deutschen Reisebüros sowie das deutsche Online-Reisevermittlungsgeschäft von Thomas Cook. Hierbei gelangte das Kartellamt zu dem Schluss, dass es "auch künftig, sowohl für Reiseveranstalter als auch für die Endkunden hinreichende Alternativen geben wird", wie  Kartellamtspräsident Andreas Mundt erklärte. 

+++ 16.40 Uhr: Wurstfirma Wilke bleibt dicht +++

Der Betrieb des Wurstherstellers Wilke bleibt weiter geschlossen. Mit einem unanfechtbaren Beschluss hat nun auch der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) den hiergegen gerichteten Eilantrag der nordhessischen Firma abgewiesen. (Az: 8 B 2440/19) Im März 2019 waren schädliche Bakterien, sogenannte Listerien, in Wurstwaren von Wilke festgestellt worden. Das Robert-Koch-Institut bringt damit mehrere Todesfälle in Verbindung. Am 1. Oktober 2019 hatte der Landkreis Waldeck-Frankenberg den Betrieb in Twistetal-Berndorf stillgelegt. Der hiergegen gerichtete Eilantrag hatte schon vor dem Verwaltungsgericht Kassel keinen Erfolg. Bei einem Betrieb, der "vergammelter Ware" lagere, sei die Schließung "alternativlos" gewesen.

+++ 16.38 Uhr: EU-Parlament beklagt fehlendes Bekenntnis von EU-Ländern zum Schutz von Frauen +++

Das EU-Parlament hat die "unverzügliche" Ratifizierung der sogenannten Istanbul-Konvention zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen durch alle EU-Staaten gefordert. Mit 500 zu 91 Stimmen verabschiedeten die Abgeordneten in Straßburg eine entsprechende Entschließung. Bulgarien, Tschechien, Ungarn, Litauen, Lettland, die Slowakei und Großbritannien haben die Europarats-Konvention bislang nicht unterzeichnet.    

Die Unterzeichnerstaaten des Textes verpflichten sich, jegliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie alle Formen häuslicher Gewalt als Verbrechen einzustufen und entsprechend zu bestrafen. Gegner führen an, die Konvention bereite einer die traditionelle Familie unterlaufenden "Gender-Theorie" den Weg.

+++ 15.37 Uhr: Halbe Million Euro nach Dresdner Juwelendiebstahl ausgelobt +++

Nach dem Juwelendiebstahl im Historischen Grünen Gewölbe von Dresden ist eine Belohnung von einer halben Million Euro für Hinweise auf die Täter ausgesetzt worden. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Zudem wurde die Sonderkommission "Epaulette" auf insgesamt 40 Mitarbeiter aufgestockt.

+++ 14.21 Uhr: Bosch kündigt Abbau von weiteren 600 Stellen an +++

Die Stellenstreichungen beim Autozulieferer Bosch gehen weiter. Deutschlandweit sollen im Geschäftsbereich Automotive Electronics bis Ende 2022 rund 600 Stellen abgebaut werden, wie eine Sprecherin sagte. Betroffen ist vor allem der Standort Reutlingen mit 500 Stellen. Die übrigen verteilen sich vor allem auf das fränkische Ansbach und Salzgitter in Niedersachsen. Das Unternehmen reagiere damit auf den rückläufigen Automarkt, hieß es. Ziel sei nun ein sozialverträglicher Abbau der Stellen über Altersteilzeit, Vorruhestandsregelungen und Abfindungen auf freiwilliger Basis. Darüber solle nun mit den Arbeitnehmervertretern verhandelt werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind in Reutlingen bis 2025 ausgeschlossen.

+++ 13.11 Uhr: Bystron und Junge kündigen Kandidatur für AfD-Bundesvorstand an +++ 

Der bayerische Bundestagsabgeordnete Petr Bystron und der Fraktionschef im rheinland-pfälzischen Landtag, Uwe Junge, haben ihre Kandidatur für den AfD-Bundesvorstand angekündigt. Bystron teilte mit, er wolle für einen Beisitzer-Posten kandidieren. "Es sei ein Unding, dass die Alternative für Deutschland mehrere Millionen Euro nicht abruft, während viele AfD-Unterstützer ums Überleben kämpfen", führte er aus. Wie viel Geld eine Partei aus der staatlichen Parteienfinanzierung erhält, richtet sich auch danach, wie hoch ihre Einnahmen sind - etwa aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden.

Junge, der Parteivize werden will, warb auf der Website der Partei mit militärischen Metaphern für sich. Er wolle die AfD aus der Defensive und in einen "schlagkräftigen und argumentativen Angriff führen", schrieb der frühere Berufsoffizier. Zu seinen Stärken zähle das "Führen unter erschwerten Bedingungen". 

+++ 12.41 Uhr: China bestätigt vierten Pest-Fall +++

Nach dem vierten bestätigten Fall von Beulen- und Lungenpest binnen eines Monats in Nordchina haben lokale Behörden jetzt damit begonnen, Ratten und Flöhe weitläufig mit Gift zu bekämpfen - infizierte Ratten können den Pest-Erreger Yersinia pestis über Flöhe auf Menschen übertragen. Die vier Patienten haben sich in der Autonomen Region Innere Mongolei mit verschiedenen Pest-Erregern infiziert. Die Behörden der Millionenstadt Ulanqab bestätigten am Mittwoch, dass ein Hirte an der Beulenpest erkrankt sei. Vor rund zwei Wochen wurde bei einem weiteren Kranken die Beulenpest diagnostiziert - etwa 400 Kilometer von dem aktuellen Fall entfernt. 

+++  12.08 Uhr: Europaparlament ruft "Klimanotstand" für Europa aus +++

Video: EU-Parlament ruft "Klimanotstand" aus

Das Europaparlament in Straßburg hat den "Klimanotstand" für Europa ausgerufen. Die Abgeordneten stimmten mit großer Mehrheit für eine entsprechende Resolution. Dies ist ein symbolischer Akt, der aber Druck machen soll, damit es bald konkrete Gesetzgebung gibt.

+++ 11.21 Uhr: Damhirsch auf der Autobahn versperrt Merkels Dienstwagen den Weg +++

Auf dem Weg zu einem Termin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel von einem Damhirsch aufgehalten worden. Ihr Dienstwagen musste auf der Autobahn 20 bei Stralsund einen Umweg nehmen. Der Abschnitt sei gesperrt gewesen, als das Tier gerade von der vierspurigen Straße gescheucht wurde, sagte ein Polizeisprecher. Das Auto der Kanzlerin musste über eine Bundesstraße ausweichen. Ihr Hubschrauber hatte wegen des diesigen Wetters nicht fliegen können. Der Vorfall habe sich schon am Montag ereignet, als Merkel unterwegs nach Zingst (Vorpommern-Rügen) zu ihrem Wahlkreis war.

+++ 11.00 Uhr: Zahl der Erdbeben-Opfer in Albanien steigt +++

Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben in Albanien hat sich die Zahl der Toten auf 39 erhöht. Dies teilte Ministerpräsident Edi Rama mit. 16 Menschen kamen demnach in der westlichen Hafenstadt Durres ums Leben, weitere 23 im Ort Thumana. Bei dem bisher schwersten Erdbeben in dem kleinen Balkanstaat seit Jahrzehnten waren mehr als 650 Menschen verletzt worden. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 6,4 lag nach Angaben des Instituts für Geowissenschaften in Tirana zehn Kilometer nördlich von Durres.

+++ 10.48 Uhr: Berlins Panda-Zwillinge lernen laufen +++

Laufen lernen kann ganz schön anstrengend sein - auch für die Panda-Zwillinge im Berliner Zoo. Mit knapp drei Monaten versuchen die Jungtiere ganz vorsichtig, sich auf ihren Hinterbeinen nach oben zu stemmen. Das klappt aber noch nicht so ganz, und die Müdigkeit siegt schnell. Die schwarz-weißen Bärchen wiegen nun jeweils fünf Kilo, wie der Zoo berichtete. Bei ihrer Geburt Ende August waren es gerade mal 186 und 136 Gramm. Der Panda-Nachwuchs, der noch hinter den Kulissen aufwächst, soll voraussichtlich Anfang 2020 für das Zoo-Publikum zu sehen sein.

Panda-Zwillinge im Berliner Zoo

Nach ersten Gehversuchen schnell erschöpft: Die Panda-Zwillinge im Berliner Zoo sollen Anfang kommenden Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

DPA

+++ 10.42 Uhr: Iran wirft Protestierenden "Kontakte zur CIA" vor +++

Die iranischen Behörden sehen nach eigenen Angaben Hinweise darauf, dass Teilnehmer der jüngsten regierungskritischen Proteste "Verbindungen" zum US-Geheimdienst CIA unterhalten. Insgesamt acht Verdächtige seien wegen solcher "Kontakte zur CIA" festgenommen worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf das Geheimdienstministerium in Teheran. Sechs der Festgenommenen hätten sich an den Protesten der vergangenen Wochen beteiligt, zwei weitere hätten Informationen über die Proteste gesammelt, um sie ins Ausland weiterzuleiten. Die Festgenommenen seien für ihre Tätigkeit "in unterschiedlichen Ländern ausgebildet worden", hieß es in dem Irna-Bericht weiter. Sie wurden in dem Bericht als "Bürger-Journalisten" bezeichnet. Die USA hatten iranische Bürger aufgefordert, über das Internet Informationen zu den Protesten ins Ausland zu leiten. US-Außenminister Mike Pompeo erklärte am Dienstag, es seien bereits 20.000 Nachrichten mit Videos, Fotos, und Notizen eingegangen.

+++ 8.30 Uhr: Anwalt des Verdächtigen im Mordfall Lübcke kündigt neues Geständnis an +++

Der Verdächtige im Mordfall des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke will ein neues Geständnis ablegen. Das teilte dessen Verteidiger Frank Hannig dem ARD-Politikmagazin "Panorama" mit, das heute ausgestrahlt wird. Zum genauen Inhalt äußerte er sich nicht. Bereits vor einer Woche hatte Hanning dem "Spiegel" gesagt, er prüfe Hinweise auf einen möglichen zweiten Mann am Tatort.  "Man wird kaum davon ausgehen können, dass Herr E. gar nichts mit der Tat zu tun hat", sagte Hannig nun "Panorama". "Das heißt, die Erwartung, er würde jetzt plötzlich sagen, er war überhaupt nirgendwo dabei, dürfte unrealistisch sein."

Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni tot auf der Terrasse seines Wohnhauses im nordhessischen Wolfhagen-Istha gefunden worden. Laut Obduktion wurde der 65-Jährige mit einer Kurzwaffe aus nächster Nähe erschossen. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Hintergrund der Tat aus. Ein erstes Geständnis hatte der Hauptverdächtige Stephan E. widerrufen.

+++ 8.27 Uhr: Twitter setzt nach Kritik Löschung nicht aktiver Accounts aus +++

Twitter will seine Pläne zur Löschung und Freigabe nicht aktiver Accounts nun erst umsetzen, wenn es einen Weg gibt, Profile verstorbener Nutzer in einen Gedenkzustand zu versetzen. Die Firma machte nach nur einem Tag einen Rückzieher nach Nutzer-Protesten und entschuldigte sich. Zugleich stellte der Kurznachrichtendienst klar, dass die Bereinigung zunächst nur Nutzer in der EU betreffen sollte und verwies zur Begründung auf die Datenschutz-Grundverordnung, gemäß derer Daten nur mit Einwilligung der Nutzer verarbeitet werden dürfen und diese bei Änderungen erneut zustimmen müssen. Das nahm Twitter nun zum Anlass, die Zustimmung zu aktualisierten Nutzungsbedingungen einzufordern.

Zuvor hatten erste Nutzer, die ihre Accounts mehr als sechs Monate nicht genutzt hatten, E-Mails von Twitter bekommen mit der Aufforderung, sich bis zum 11. Dezember einzuloggen. Sonst würden ihre Account-Namen wieder für andere verfügbar. Die Ankündigung löste schnell Kritik aus, weil davon auch Profile verstorbener Nutzer betroffen wären. Deren Tweets würden dann verschwinden.

+++ 8.24 Uhr: Sechs Schüler und eine Frau bei Busunglück in Peru ums Leben gekommen +++

In Peru sind bei einem Busunglück sechs Schüler und eine Frau getötet worden. Bei dem Unglück, das sich in der südlichen Provinz Quispicanchi ereignete, wurden zudem 37 Menschen verletzt, darunter mindestens 20 Schüler, wie die Behörden mitteilten. Insgesamt waren mit dem Unglücksbus 44 Reisende unterwegs. Der Bus kam bei dem Unglück von der Fahrbahn ab und stürzte in einen Abgrund. Zum Zeitpunkt des Unfalls war der Bus nach den ersten Ermittlungen mit 80 Stundenkilometern unterwegs, obwohl die Höchstgeschwindigkeit bei 30 Stundenkilometern lag. Die Schülergruppe aus Puno wollte mit dem Bus nach Cusco und von dort mit dem Flugzeug nach Lima reisen, um die peruanische Hauptstadt kennenzulernen.

+++ 8.19 Uhr: Rückruf von mehreren Sorten Griebenschmalz bei Aldi Nord +++

Wegen einer möglichen Gesundheitsgefahr hat die Firma Thalheimer Bauernwurst Deuerlein Vertriebs GmbH mehrere Sorten Griebenschmalz im Bügelglas zurückgerufen. Die Warnung wurde über das Portal Lebensmittelwarnung.de verbreitet. Betroffen ist der Kräuter-, Klassik-, Bacon-, Apfel- und Zwiebelgriebenschmalz des Aldi Nord-Sortiments - jeweils in 100-Gramm-Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 20. März 2020. Als Grund für den Rückruf nannte das Unternehmen mit Sitz im bayerischen Gebertshofen, dass sich in einzelnen Packungen Metalldraht befinden könne. Der Artikel wurde nach Aldi-Angaben in einer Aktion am 18. November 2019 angeboten.

+++ 8.16 Uhr: Mindestens acht Tote bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften im Irak +++

Bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften sind im Süden des Iraks mindestens acht Demonstranten getötet worden. Sie seien erschossen worden, als Sicherheitskräfte in der Stadt Nasirija am frühen Morgen zwei besetzte Brücken geräumt hätten, hieß es in Sicherheitskreisen und von Ärzten. Rund 50 weitere Demonstranten, die die Brücken blockierten, seien verletzt worden.

Seit Beginn der Proteste gegen die als korrupt und unfähig empfundenen politischen Eliten wurden innerhalb von zwei Monaten in Bagdad und anderen Städten im Südirak bereits mehr als 360 Menschen getötet und 15.000 verletzt. Der Protest richtet sich auch gegen den Iran, dem die Demonstranten vorwerfen, die Regierung in Bagdad zu stützen. In der Nacht drangen hunderte Demonstranten in das iranische Konsulat in der heiligen irakischen Stadt Nadschaf ein und setzten das Gebäude in Brand.

+++ 6.54 Uhr: China bestellt wegen Hongkong-Gesetzen US-Botschafter ein +++

Aus Protest gegen die Gesetze zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong hat das Pekinger Außenministerium den US-Botschafter einbestellt. Vizeaußenminister Le Yucheng sagte Botschafter Terry Branstad, dass Hongkong eine innere Angelegenheit Chinas sei, in die sich keine ausländische Regierung einmischen dürfe, wie das Ministerium mitteilte. Nachdrücklich forderte er die USA auf, "ihre Fehler zu korrigieren und den Kurs zu ändern". Die Gesetze dürften "nicht in die Praxis gesetzt werden". Auch müssten die USA sofort aufhören, sich in Hongkongs und Chinas Angelegenheiten einzumischen, um den Beziehungen und der Kooperation in wichtigen Bereichen "nicht größeren Schaden zuzufügen". China werde energisch Gegenmaßnahmen ergreifen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die vom Kongress beschlossenen Gesetze zur Unterstützung der Demokratiebewegung in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong unterzeichnet.

+++ 5.49 Uhr: Black Friday lässt Paketberge in die Höhe schnellen +++

Die Preisrabatte rund um den Aktionstag Black Friday am 29.11. bescheren der Paketbranche volle Auftragsbücher. So rechnet der Logistiker Hermes in den Tagen um diesen Termin mit 10 Prozent mehr Sendungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie die Firma mitteilte. Auch bei den Wettbewerbern ziehen die Paketmengen an. Mit dem Black Friday und dem nachfolgenden Cyber Monday nimmt das Weihnachtsgeschäft für die Paketbranche Fahrt auf. Lukrativ ist diese Zeit für die Dienstleister aber nicht: Sie bekommen zwar mehr Geld in die Kassen, müssen aber Tausende zusätzliche Arbeitskräfte sowie Extrafahrzeuge bezahlen.

+++ 5.19 Uhr: Explosionen erschüttern Chemie-Fabrik in Texas +++

In einer Chemiefabrik im US-Staat Texas hat es zwei schwere Explosionen gegeben. Dabei wurden drei Menschen verletzt. Es habe keine Todesopfer gegeben, sagte Bezirksrichter Jeff Branick. Das grenze an ein Wunder. Ein Arbeiter des Chemieunternehmens TPC habe Verbrennungen erlitten, zwei weitere Brüche, sagte er. Die anderen Mitarbeiter seien in Sicherheit gebracht worden. Darüber hinaus seien einige Häuser und eine Schule beschädigt worden. Auf in den sozialen Netzwerken veröffentlichten Aufnahmen sind riesige Feuerbälle zu sehen. Teile der Anlage wurden in die Luft geschleudert.

Der Sender KFDM berichtete unter Berufung auf Behördenangaben, die erste Explosion habe sich in der Nacht ereignet, die zweite dann am frühen Nachmittag (Ortszeit). Die beiden Orte Port Neches und Groves seien daraufhin evakuiert worden.

Video: Explosionen in texanischer Chemiefabrik

+++ 5.04 Uhr: Familien ziehen laut Studie aus Städten mit hohen Mieten weg +++

Der Anteil von Familien geht nach einer Studie in vielen Großstädten mit extrem hohen Mieten zurück. In München, Freiburg, Frankfurt und Stuttgart beispielsweise wanderten mehr Familien ab als zu, heißt es in einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos im Auftrag des ZDF. Ein Grund dafür könnten nach Ansicht der Forscher die hohen Mieten sein. In München müssten Familien durchschnittlich etwa 43 Prozent ihres Einkommens für Wohnen ausgeben. In Freiburg seien es 42 und in Frankfurt 39 Prozent. Am niedrigsten sei der Wert im bayerischen Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge mit nur 16 Prozent. Dort sei der Anteil von Familien an der Bevölkerung zuletzt gestiegen.

Die Daten aus den Regionen offenbaren zum Teil erhebliche regionale Unterschiede - auch für Senioren. Diese müssten in München durchschnittlich 65 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für die Miete aufbringen, wenn sie eine neue Wohnung suchen. Im Vogtlandkreis in Sachsen dagegen nur 20 Prozent. Die "Deutschland-Studie" zeige, dass Menschen im Rentenalter tendenziell Großstädte verließen und ins Umland zögen.

+++ 4.36 Uhr: Zehntausende Kolumbianer protestieren gegen die Regierung +++

In Kolumbien haben erneut Zehntausende gegen die Regierung von Präsident Iván Duque protestiert. In der Hauptstadt Bogotá kam der öffentliche Nahverkehr de facto zum Erliegen, Geschäfte und Büros blieben geschlossen. Es war bereits der zweite Generalstreik innerhalb einer Woche, aufgerufen dazu hatten die wichtigsten Gewerkschaften des Landes. In Kolumbien gibt es seit einer Woche Demonstrationen gegen den rechtskonservativen Duque. Dabei kamen bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei bereits vier Menschen ums Leben, etwa 500 weitere wurden verletzt. Der Präsident hat inzwischen einen "nationalen Dialog" ausgerufen, dieser brachte bisher aber keine Ergebnisse.

+++ 4.10 Uhr: Trump-Anwalt Giuliani gerät in Ukraine-Affäre stärker unter Druck +++

Der persönliche Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Rudy Giuliani, gerät in der Ukraine-Affäre noch stärker unter Druck. Die "New York Times" berichtet unter Berufung auf ihr vorliegende Dokumente, Giuliani habe Privatgeschäfte mit einem Volumen von mehreren Hunderttausend Dollar mit der ukrainischen Regierung vorangetrieben. Giuliani wies die Vorwürfe in einem Interview der Zeitung zufolge aber zurück: Ein ukrainischer Beamter sei in diesem Jahr an ihn herangetreten, um ihn persönlich einzustellen, er habe diesen Vorschlag aber abgelehnt. Dann habe er ungefähr einen Monat damit verbracht, einen gesonderten Deal mit der ukrainischen Regierung zu prüfen. Er habe diesen Plan dann auch abgelehnt. "Ich habe nie einen Cent erhalten." 

+++ 3.56 Uhr: Ermittlungen gegen 116 mutmaßliche IS-Rückkehrer in Deutschland +++

Die Behörden ermitteln gegen 116 Menschen, die aus Gebieten des sogenannten Islamischen Staats nach Deutschland zurückgekehrt sind. Das geht aus einer Auskunft des Bundesinnenministeriums an den FDP-Bundestagsabgeordneten Stefan Ruppert hervor. Die Behörden hierzulande wüssten von insgesamt 122 Menschen, die sich "zumindest zeitweise" auf dem Gebiet der Terrormiliz betätigt hätten, schreibt das Innenministerium. Bei sechs Personen aus dieser Gruppe hingegen gebe es keine zureichenden Anhaltspunkte auf eine schwere Straftat wie zum Beispiel die Vorbereitung eines Anschlags oder die Bildung einer terroristischen Vereinigung. Die Angaben beziehen sich auf den Stand vom 12. November.

+++ 2.36 Uhr: Umfrage prognostiziert klaren Sieg für Boris Johnson +++

Der britische Premier Boris Johnson steht einer Umfrage zufolge mit seiner konservativen Tory-Partei vor einem deutlichen Sieg bei der Parlamentswahl am 12. Dezember. Das geht aus einer YouGov-Erhebung für die "Times" hervor. Wenn an heute gewählt würde, würden die Torys 359 von 650 Sitze bekommen - 42 mehr als bei der letzten Wahl 2017. Die oppositionelle Labour-Partei von Jeremy Corbyn dagegen würde nur noch 211 Sitze und damit 51 weniger als zuletzt bekommen. Die Schottische Nationalpartei (SNP) von Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon käme auf 43 Sitze, die Liberaldemokraten auf 13. 

Damit hätten die Torys eine Mehrheit von 68 Sitzen. Für Labour bahnt sich demnach die zweitschlimmste Niederlage nach dem Krieg an. Auch in anderen Umfragen lagen die Tories zuletzt deutlich vor den anderen Parteien. Großbritannien hat ein Mehrheitswahlrecht; nur wer in einem der 650 Wahlkreise die Mehrheit holt, bekommt auch den entsprechenden Sitz im Parlament.

+++ 2.22 Uhr: Vorwürfe des sexuellen Fehlverhaltens gegen Schlüsselzeugen in Ukraine-Affäre +++

Ein Schlüsselzeuge gegen US-Präsident Donald Trump in der Ukraine-Affäre, der US-Spitzendiplomaten Gordon Sondland, wird von drei Frauen des sexuellen Fehlverhaltens beschuldigt. Demnach soll der frühere Hotelmagnat mit beruflichen Repressalien reagiert haben, weil die Frauen ihn zurückgewiesen hätten. Sondland, der vor einer Woche vor laufenden Kameras in der Ukraine-Affäre hochbrisante Aussagen gemacht hatte, wies die Vorwürfe als "politisch motiviert" zurück.

Sondland ist US-Botschafter bei der EU, er war von Trump ernannt worden. Der wohlhabende Hotelier erhielt den Botschafterposten in Brüssel als Dankeschön für eine Millionenspende für die Feierlichkeiten zur Amtseinführung des Präsidenten. Die jetzt von den drei Frauen erhobenen Vorwürfe beziehen sich auf die Zeit davor, also zu Zeiten Sondlands als reicher Hotelunternehmer.

+++ 1.09 Uhr: AKK wirbt für Dienstpflicht +++

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer sieht die von ihr angeregte allgemeine Dienstpflicht als einen Beitrag für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt. "Es droht etwas verloren zu gehen ohne das eine Gesellschaft auf Dauer nicht bestehen kann: der Zusammenhalt seiner Bürgerinnen und Bürger", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Für mich steht die Gemeinschaft innerhalb der Bevölkerung ganz vorne."

Auf Anregung der Vorsitzenden diskutiert die CDU heute in einem Werkstattgespräch über die Idee der allgemeinen Dienstpflicht. Kramp-Karrenbauers Vorstellung zielt darauf ab, dass Männer und Frauen einen solchen Dienst bei der Bundeswehr, aber auch in der Pflege, bei der Feuerwehr oder beim Technischen Hilfswerk absolvieren sollen.

+++ 0.23 Uhr: Trump unterzeichnet Gesetz zur Stärkung der Demokratie in Hongkong +++ 

US-Präsident Donald Trump hat die vom Kongress beschlossenen Gesetze zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong unterzeichnet. Das teilte das Weiße Haus mit. Die Regierung werde Teile der Gesetze allerdings differenziert behandeln, um die verfassungsgemäße Autorität des Präsidenten in Fragen der Außenpolitik nicht zu untergraben, schrieb Trump. Das Weiße Haus erklärte zunächst nicht, auf welche Passagen sich die Einschränkung bezog. 

Die Gesetze hätten zum Ziel, dass die Vertreter Chinas und Hongkongs "ihre Meinungsverschiedenheiten freundschaftlich regeln, um lange anhaltenden Frieden und Wohlstand für alle" zu erzielen, erklärte Trump. Der US-Kongress hatte sich vergangenen Mittwoch demonstrativ hinter die Demokratiebewegung in der chinesischen Sonderverwaltungszone gestellt und zwei Gesetzesentwürfe gebilligt. Sie treten nun mit Trumps Unterzeichnung in Kraft. China hatte Trump aufgefordert, sein Veto gegen die Gesetze einzulegen, und den USA ansonsten "harte Gegenmaßnahmen" angedroht.

mad / fs / DPA / AFP