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News von heute "Dringend geboten": Haseloff dringt auf Bund-Länder-Treffen wegen Corona

Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, möchte dringende Fragen zur Corona-Pandemie in einem Bund-Länder-Treffen klären
Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, möchte dringende Fragen zur Corona-Pandemie in einem Bund-Länder-Treffen klären
© John MacDougall / AFP
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

20.50 Uhr: Laut CNN zahlreiche Klagen nach tödlichem Festival-Unglück in Houston

Nach dem Festival-Unglück im texanischen Houston mit acht Toten und vielen Verletzten kommt auf US-Rapper Travis Scott und die Veranstalter eine Klagewelle zu. Verletzte Konzertgänger und Hinterbliebene der Opfer hätten mehr als ein Dutzend Klagen eingereicht, berichtete der Sender CNN. Rund 50.000 Menschen hatten Freitagnacht (Ortszeit) das Astroworld-Festival besucht, als bei einem Auftritt des Rappers Scott im dicht gedrängten Publikum Panik ausbrach und Menschen zu Tode gedrückt wurden. Unter den Toten waren auch zwei Teenager.

20.01 Uhr: Großbritannien ruft Staatsbürger zu Ausreise aus Äthiopien auf

Wegen des gewaltsamen Konflikts in Äthiopien hat Großbritannien seine Staatsbürger zur Ausreise aufgefordert. Briten sollten das ostafrikanische Land verlassen, "solange kommerzielle Flüge noch verfügbar sind", teilte das Außenministerium in London mit. Wahrscheinlich werde es in den kommenden Tagen sehr viel schwieriger, herauszukommmen. Für Briten gilt nun mit Ausnahme des Hauptstadt-Flughafens eine Reisewarnung für das gesamte Land. Deutschland rät Bundesbürgern bislang lediglich, zu prüfen, ob ihre Anwesenheit "zwingend erforderlich" ist.

19.49 Uhr: Buch von deutscher Autorin über New Yorker U-Bahn-Leser erschienen

Seit fast zehn Jahren porträtiert Uli Beutter Cohen Leser in der New Yorker U-Bahn auf Instagram - jetzt hat die Baden-Württembergerin ein Buch dazu veröffentlicht. Das im englischen Original erschienene "Between the Lines" dokumentiert die Geschichten von Dutzenden U-Bahn-Lesern - über die Bücher, die sie lesen, sich selbst und die Welt um sie herum. Gesammelt hat die im baden-württembergischen Reicheneck bei Reutlingen geborene Beutter Cohen die Geschichten in den vergangenen rund zehn Jahren bei unzähligen Fahrten mit der New Yorker U-Bahn auf ihrem Instagram-Profil "@subwaybookreview".

19.43 Uhr: Diamant-Armbänder von Marie-Antoinette für über sieben Millionen Euro versteigert

Zwei aus insgesamt 112 Diamanten zusammengesetzte Armbänder der französischen Königin Marie-Antoinette sind in Genf für umgerechnet über sieben Millionen Euro versteigert worden. Nach Angaben des Auktionshauses Christie's wechselten die beiden Armbänder innerhalb von fünf Minuten den Besitzer. Christie's hatte den Wert lediglich auf 1,8 bis 3,7 Millionen Euro geschätzt. Marie-Antoinette war die letzte Königin Frankreichs vor der Revolution, sie wurde im Oktober 1793 im Alter von 37 Jahren mit der Guillotine hingerichtet. Nach Angaben von Christie's hatte sie die Diamant-Armbänder im Jahr 1776 bei einem Pariser Juwelier in Auftrag gegeben. 

19.28 Uhr: Wegen 2G-Regel: Dynamo Dresden verschiebt Mitgliederversammlung

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat die für Samstag geplanten Mitgliederversammlungen für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 aufgrund der aktuellen sächsischen Coronavirus-Schutz-Verordnung erneut verschoben. Die Veranstaltung war ursprünglich als 3G-Veranstaltung geplant. Seit Montag gelten aber im Freistaat die 2G-Regeln. Demnach haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Restaurants oder Veranstaltungen. Durch die neue Verordnung könne nicht sichergestellt werden, "dass alle Mitglieder an der wichtigsten Vereinsversammlung des Jahres wie geplant teilnehmen können", teilte der Club mit.

19.20 Uhr: VW plant neues Werk für E-Auto Trinity - Angriff auf Tesla

Im Konkurrenzkampf mit Tesla wird Volkswagen aller Voraussicht nach einem eigenen Werk für sein grundlegend neues Elektromodell Trinity bauen. Die Autofabrik soll in der Nähe des Stammsitzes in Wolfsburg entstehen, wie Europas größter Autokonzern ankündigte. Der Aufsichtsrat muss der Entscheidung aber noch abschließend zustimmen. Das Vorhaben gilt als einer der entscheidenden Punkte in der Investitionsstrategie für die kommenden fünf Jahre. Den Angaben zufolge soll das Trinity-Projekt in einer separaten Produktionsstätte untergebracht werden - vorgesehen ist eine Art "zweites Werk Wolfsburg". Dessen Aufbau könnte nach Schätzungen aus Konzernkreisen mindestens einige hundert Millionen Euro kosten.

SPD-Politiker Olaf Scholz

19.15 Uhr: Lettland lässt Lockdown Mitte November auslaufen

Lettland lässt den Corona-Lockdown nächste Woche auslaufen. Dies beschloss die Regierung des baltischen EU-Landes in Riga. Über den 15. November hinaus bleiben aber eine Reihe von Beschränkungen in Kraft, durch die das öffentliche Leben eingeschränkt wird - besonders für Nicht-Geimpfte. Lettland hatte im vergangenen Monat eine der höchsten Infektionsraten in Europa. Die Regierung verhängte deshalb am 20. Oktober einen landesweiten Lockdown, einschließlich einer nächtlichen Ausgangssperre.

19.15 Uhr: BSG verhandelt über Kinderwunschbehandlung von gleichgeschlechtlich verheirateter Frau

Das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel verhandelt am Mittwoch, 14.30 Uhr, über einen Zuschuss der Krankenkasse für die künstliche Befruchtung einer gleichgeschlechtlich verheirateten Frau. Sie hat Fruchtbarkeitsstörungen und verlangt die Gleichbehandlung mit heterosexuell verheirateten unfruchtbaren Frauen. Diese können laut Gesetz einen hälftigen Zuschuss zur Kinderwunschbehandlung bekommen. In der Vorinstanz hatte das bayerische Landessozialgericht die Klage abgewiesen.

19.15 Uhr: Dänisches Königspaar kommt zu viertägigem Staatsbesuch nach Deutschland

Das dänische Königspaar kommt am Mittwoch um 9.30 Uhr zu einem viertägigen Staatsbesuch nach Deutschland. Königin Margrethe II. und Kronprinz Frederik besuchen zunächst Berlin und werden dort zum Auftakt von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender im Schloss Bellevue empfangen. Anschließend ist ein Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Bundeskanzleramt geplant.  Am Donnerstag sind unter anderem Besuche des Dokumentationszentrums Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung sowie des Deutschen Historischen Museum geplant.

19.06 Uhr: EU-Gericht entscheidet über Milliardenbuße für Google

Das Gericht der EU (EuG) veröffentlicht am Mittwoch um 11 Uhr in Luxemburg ein Urteil in einem Rechtsstreit zwischen Google und der EU-Kommission. Die Kommission hatte 2017 gegen den Suchmaschinenbetreiber eine Geldbuße in Höhe von 2,4 Milliarden Euro verhängt. Der Vorwurf lautete, dass Google seine marktbeherrschende Stellung missbrauche. Das Unternehmen habe gegen das EU-Kartellrecht verstoßen, weil es seinen eigenen Preisvergleichsdienst in den Suchergebnissen ganz oben platziert und gleichzeitig Vergleichsdienste der Konkurrenz herabgestuft habe. Google habe seinem eigenen Produkt damit einen unrechtmäßigen Vorteil verschafft, hieß es. Gegen diesen Beschluss zogen Google und der Mutterkonzern Alphabet vor das EuG.

19.03 Uhr: US-Präsident Biden empfängt von der Leyen in Washington

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird am Mittwoch in Washington von US-Präsident Joe Biden empfangen. Bei dem Gespräch dürfte es um Themen wie den Klimaschutz, die Handelsbeziehungen und den Kampf gegen die Corona-Pandemie gehen. Biden will nach Angaben des Weißen Hauses zudem die Bedeutung der Partnerschaft zwischen den USA und der EU hervorheben. Nachdem sein Vorgänger Donald Trump die europäischen Verbündeten immer wieder vor den Kopf gestoßen hatte, hat Biden eine Verbesserung der transatlantischen Beziehungen zu einem Kernanliegen seiner Außenpolitik gemacht.

18.31 Uhr: 200 Sicherheitskräfte suchen vermisste Jugendliche in Frankreich

In Nordwestfrankreich suchen 200 Sicherheitskräfte nach einer vermissten jugendlichen Joggerin. Untersuchungen zu einer möglichen Entführung seien eingeleitet worden, sagte Céline Maigné, Staatsanwältin von Laval. Die Ermittlungen liefen aber noch in alle Richtungen. Neben einem Verbrechen könne sich auch ein Unfall ereignet haben oder das Mädchen davongelaufen sein. Die 17-Jährige wird seit Montagabend vermisst. Ihr Vater hatte die Gendarmerie alarmiert, als sie nicht vom Joggen nach Hause gekommen war. Bei der Suche nach ihr wurden persönliche Gegenstände gefunden.

18.21 Uhr: Dax erstmals über 16.100 Punkten

Verluste am US-Aktienmarkt haben dem Dax seinen Rekordlauf vermiest. Nachdem der deutsche Leitindex am Nachmittag im Handelsverlauf erstmals die Marke von 16.100 Punkten knacken konnte, setzten mit dem US-Börsenstart Gewinnmitnahmen ein. Aus dem Handel ging er - wie bereits zum Wochenauftakt - fast unverändert mit minus 0,04 Prozent auf 16.040,47 Zähler. Der Nebenwerteindex SDax erreichte im Handelsverlauf ebenfalls eine Bestmarke und schloss schließlich mit moderaten Verlusten.

18.18 Uhr: Weihnachtsmarkt auf der Wartburg ist abgesagt

Der historische Weihnachtsmarkt auf der Wartburg fällt angesichts steigender Corona-Zahlen aus. Man möchte die aktuelle Situation um Covid-19 nicht durch große Menschenansammlungen befeuern, hieß es von der Wartburg-Stiftung in Eisenach. Angesichts der Regelungen und Einschränkungen lasse sich der Weihnachtsmarkt mit tausenden Gästen aus Thüringen und ganz Deutschland auch nicht in gewohnt stimmungsvoller Weise umsetzen. Die Wartburg ist vor allem bekannt, weil der Reformator Martin Luther dort vor 500 Jahren das Neue Testament der Bibel ins Deutsche übersetzt hat. Die Stadt Eisenach selbst gab am Dienstag bekannt, dass der Weihnachtsmarkt in der Innenstadt stattfinden soll.

17.41 Uhr: Polizist in England von Vergewaltigungsvorwurf freigesprochen

Ein britischer Polizist ist von einem Gericht vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden. Eine Jury in der Stadt Chelmsford folgte der Darstellung des Mannes, nach der es sich um einvernehmlichen Sex gehandelt habe. Eine Frau hatte dem 27-Jährigen vorgeworfen, sie im Dezember 2018 in ihrer Wohnung vergewaltigt zu haben.

Der Polizist, der zu dem Zeitpunkt nicht im Dienst war, sagte dagegen aus, er habe mit der Frau einen schönen Abend verbracht. In ihrer Wohnung habe sie darauf bestanden, dass er in ihrem Bett übernachte. Am nächsten Morgen habe sie ihm dann gesagt: "Hast du nicht gehört, dass ich Nein gesagt habe?" Das habe ihn schockiert. Er sei davon ausgegangen, mit der Frau eine Beziehung beginnen zu können.

17.39 Uhr: Konservativer Fiala offiziell mit Regierungsbildung in Tschechien beauftragt

Einen Monat nach der Parlamentswahl in Tschechien hat Präsident Milos Zeman den Konservativen Petr Fiala offiziell mit der Regierungsbildung beauftragt. Angesichts des Wahlergebnisses beauftrage er den Chef des Mitte-Rechts-Bündnisses Spolu (Gemeinsam) damit, Verhandlungen mit den im Parlament vertretenen Parteien über eine Regierungsbildung zu führen, sagte Zeman am Dienstag nach Angaben eines Sprechers. 

Bei der Wahl am 9. Oktober war Fialas Mitte-Rechts-Bündnis Spolu stärkste Kraft vor der populistischen ANO-Partei des bisherigen Regierungschefs Andrej Babis geworden. Zusammen mit einem linksliberalen Bündnis unter Führung der Piratenpartei kommt er auf eine Mehrheit von 108 der 200 Mandate im Parlament. Bereits am Montag unterzeichneten die insgesamt fünf Parteien einen Koalitionsvertrag. 

17.15 Uhr: Deutschland tritt Erklärung zum Ende von Öl-und Gasfinanzierung bei

Nach anfänglichem Zögern ist Deutschland nun doch einer Erklärung zum Ende der Unterstützung für fossile Projekte im Ausland beigetreten. Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth und ein Vertreter der britischen COP-Präsidentschaft unterzeichneten das Dokument am Nachmittag auf der Weltklimakonferenz in Glasgow.

Die Allianz, der am vergangenen Donnerstag 28 Staaten beigetreten waren, sieht vor, dass die Unterzeichnerstaaten bis Ende 2022 keine staatlichen Mittel mehr in fossile Projekte in anderen Ländern investieren. Ausnahmen gebe es unter "klar definierten Umständen, die mit dem 1,5-Grad-Ziel und dem Pariser Abkommen vereinbar" seien, heißt es in der Erklärung.

17.10 Uhr: Auch NRW-Ministerpräsident Wüst für schnelles Bund-Länder-Treffen

Angesichts der zugespitzten Corona-Lage dringt Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) auf ein Bund-Länder-Treffen noch diese, spätestens aber in der kommenden Woche. "Wir haben schon viel Zeit verloren, die Corona-Lage spitzt sich in Teilen Deutschlands Tag für Tag zu", erklärte Wüst, der derzeit den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz innehat. Am besten sei eine Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) noch in dieser Woche, sagte er nach einer Kabinettspressekonferenz.

Die Akzeptanz der Corona-Maßnahmen habe in der Vergangenheit immer dann gelitten, "wenn es zu sehr durcheinander ging und es zu viele unterschiedliche Regelungen gab", sagte Wüst. "Deshalb ist mein Ziel, dass Bund und Länder gemeinsam einen Corona-Fahrplan für die Wintermonate abstimmen."

SPD-Politiker Olaf Scholz

16.35 Uhr: Gebäude in Türkei eingestürzt: Mehrere Menschen noch unter Trümmern

Im osttürkischen Malatya ist ein Gebäude eingestürzt und hat mehrere Menschen unter sich begraben. Die Rettungskräfte vermuteten unter den Trümmern noch etwa 20 Menschen, sagte der Provinzgouverneur, Aydin Barus, der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag. Elf Menschen seien demnach verletzt geborgen und in Krankenhäuser gebracht worden. Auf Bildern waren Einsatzkräfte zu sehen, die nach Verschütteten suchten. Der Grund für den Einsturz war zunächst unklar.

15.48 Uhr: Britische Regierung kündigt Impfpflicht im Gesundheitswesen an

Mitarbeiter des englischen Gesundheitsdiensts NHS mit Patientenkontakt müssen vom kommenden April an vollständig gegen Corona geimpft sein. Das kündigte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid in London an. Nach NHS-Angaben sind bisher bis zu 100.000 Beschäftigte ungeimpft. An diesem Donnerstag läuft bereits eine Frist aus, bis zu der sich Mitarbeiter von Pflegeheimen impfen lassen mussten. Der Chef des Dachverbands NHS Providers, Chris Hopson, warnte davor, die Beschäftigten zu Sündenböcken zu machen. Die Regierung müsse umsichtig agieren, sonst bestehe die Gefahr, dass Angestellte kündigen. Einen solchen Verlust verkrafte der NHS nicht, sagte Hopson dem Sender BBC Radio 4.

Minister Javid sagte, er habe die Bedenken "sorgfältig abgewogen", sei aber zu einem klaren Schluss gekommen. "Die Daten zeigen deutlich, dass unsere Impfungen Menschen geschützt haben, und dass sie Leben gerettet haben", so der Minister. Rückenwind erhielten die Unterstützer einer Impfpflicht von einem Bericht der Zeitung "Daily Telegraph" (Bezahlinhalt). Demnach haben sich in England Zehntausende Menschen in Kliniken mit Corona infiziert, die wegen anderer Krankheiten dort behandelt wurden. Mindestens 11.600 Patienten seien gestorben.

15.29 Uhr: Haseloff will Bund-Länder-Treffen spätestens am Mittwoch kommender Woche

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat sich für eine neue Ministerpräsidentenkonferenz zur Coronalage spätestens am Mittwoch kommender Woche ausgesprochen. Er halte ein Bund-Länder-Treffen "für dringend geboten", sagte Haseloff am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Magdeburg. In der Übergangsphase zwischen alter und neuer Regierung gebe es einige Dinge, die "einer klaren Absprache" bedürften - zum Beispiel die Finanzierung der Impfzentren.

Eine Ministerpräsidentenkonferenz sei außerdem notwendig, weil am Donnerstag der Gesetzesentwurf der Ampel-Parteien zur Ablösung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite erstmals im Bundestag beraten werden soll. Am Donnerstag kommender Woche soll das Gesetz im Bundestag verabschiedet werden, am Freitag könnte der Bundesrat entscheiden. "Wenn wir da überhaupt noch was einbringen wollen, dann ist diese Ministerpräsidentenkonferenz am nächsten Mittwoch als allerspätester Termin dringend notwendig", sagte Haseloff.

Trotz 425.000 Neuinfektionen pro Tag: Frankreich öffnet schon bald die Nachtclubs wieder

15.11 Uhr: Migration über Belarus: Putin und Lukaschenko besprechen Lage

Der russische Präsident Wladimir Putin und der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko haben die angespannte Situation mit Tausenden Flüchtlingen an der polnischen Grenze besprochen. Lukaschenkos Pressedienst teilte am Dienstag mit, dass die beiden bei einem Telefonat über das "harte Vorgehen der polnischen Seite" gegen friedliche Menschen gesprochen hätten. "Besondere Besorgnis lösen die Tatsachen einer Verlegung von Streitkräften Polens an die Grenze aus", ließ Lukaschenko mitteilen.

Lukaschenko steht in der Kritik, die Migranten gezielt nach Belarus einfliegen zu lassen und in die EU durchzuschleusen, um sich für Sanktionen des Westens zu revanchieren. Der Kreml bestätigte, dass es bei dem Gespräch Putins mit Lukaschenko um die Lage an der Grenze gegangen sei. Beide Seiten wollten im Kontakt bleiben, hieß es.

15.10 Uhr: Thüringen will Auffrischungsimpfungen bereits nach fünf Monaten anbieten

In Thüringen sollen Auffrischungsimpfungen künftig bereits fünf Monate nach der Zweitimpfung angeboten werden. Der Freistaat wolle sich dabei an Israel orientieren, sagte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Dienstag nach einer Sitzung des Landeskabinetts in Erfurt. Bereits vor der Gesundheitsministerkonferenz sei in Thüringen die Entscheidung für die sogenannten Boosterimpfungen getroffen worden, betonte sie.

Werner will zudem in der kommenden Woche einen Vorschlag für eine 2G-Regelung im Freistaat vorlegen. "Da gibt es verschiedene Varianten, ich bin eher für eine strenge", sagte die Ministerin. In welcher Form die Regelung umgesetzt werden solle, werde in der kommenden Woche im Kabinett vereinbart.

15.08 Uhr: In Russland verurteilter Ex-US-Soldat tritt in Hungerstreik

Der in Russland zu neun Jahren Haft verurteilte ehemalige US-Soldat Trevor Reed ist in einen Hungerstreik getreten. Reed habe den Streik am vergangenen Donnerstag begonnen, um gegen "wiederholte" Verletzungen seiner Grundrechte zu protestieren, sagte sein Anwalt Sergej Nikitenkow am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Demnach war der 29-Jährige mehrmals in Isolationshaft verlegt worden.

Außerdem habe die Gefängnisverwaltung seine Briefe zurückgehalten und ihm verboten, "in seiner eigenen Sprache zu schreiben", sagte der Anwalt weiter. Reeds Familie erklärte im Kurzbotschaftendienst f Twitter, dieser wehre sich gegen "grobe Verletzungen seiner grundlegenden Menschenrechte". Reed wird demnach "in einem kleinen Raum mit einem Loch im Boden als Toilette" festgehalten.

Der US-Bürger soll 2019 betrunken zwei Polizisten attackiert haben, die zu einer Party in Moskau gerufen worden waren. Vergangenen Sommer wurde er dann zu den neun Jahren Haft verurteilt. Der 29-Jährige hatte auf nicht schuldig plädiert und erklärt, er könne sich an nichts erinnern. 

14.46 Uhr: Biontech beschert Mainz Geldregen – Milliardenüberschuss statt Minus

Der Erfolg des Corona-Impfstoffherstellers Biontech beschert Mainz ein unverhofftes Milliardenplus. Anstelle des geplanten Minus von 36 Millionen Euro werde die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt voraussichtlich zum Jahresende ein Plus von 1,09 Milliarden Euro verzeichnen, verkündete Finanzdezernent Günter Beck. "Diese Entwicklung ist sensationell." Für 2022 sei ein Überschuss von 490,8 Millionen Euro zu erwarten. Damit könne die Landeshauptstadt ihre Kassenkredite in Höhe von rund 634 Millionen Euro bezahlen und gelte bis Ende nächsten Jahres als schuldenfrei.

Biontech gab unterdessen bekannt, in den ersten neun Monaten dieses Jahres gut 7,1 Milliarden Euro Gewinn erzielt zu haben. Wie viel Gewerbesteuer die Firma an ihrem Hauptsitz in Mainz bezahlt, ist nicht klar. Die Stadt werde "eine neue Stufe zur Entwicklung des Biotech-Standorts zünden", einen sogenannten BioTechHub schaffen und den Weg zu einem weltweit führenden Standort für Krebs- und Altersforschung fortsetzen, kündigte Oberbürgermeister Michael Ebling an.

14.31 Uhr: 2500 Euro Geldstrafe – Verfahren gegen Boxer Schwarz eingestellt

Das Verfahren gegen den Profiboxer Tom Schwarz wegen gefährlicher Körperverletzung an seiner Ex-Freundin ist gegen Zahlung einer Geldstrafe eingestellt worden. Der 27-Jährige müsse bis zum Jahresende 2500 Euro an die Staatskasse entrichten, verkündete Richter Winfried Leopold nach der Verhandlung am Amtsgericht Burg in Sachsen-Anhalt. "Es lag ein Fehlverhalten auf beiden Seiten vor. Er ist eben der Meister der fliegenden Fäuste und nicht der Meister des gesprochenen Wortes."

Schwarz war wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt worden, weil er seine Ex-Freundin im Mai 2020 vor einer Pizzeria zunächst zu Boden gestoßen haben und ihr im weiteren Verlauf den Kiefer mit einem Schlag mehrfach gebrochen haben soll. Beide Punkte wurden durch Gutachten und Zeugen bestätigt. Allerdings sah das Gericht die gefährliche Körperverletzung als nicht erwiesen an, da kein Beweis für eine Lebensbedrohlichkeit erbracht werden konnte. Schwarz war einst Juniorenweltmeister im Schwergewicht. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde der Hallenser 2019 bekannt, als er gegen Superstar Tyson Fury in Las Vegas antrat und in der zweiten Runde verlor.

14.27 Uhr: Höchstes Gericht in Singapur verschiebt Hinrichtung von geistig Behindertem

Das oberste Gericht von Singapur hat im praktisch letzten Moment die Hinrichtung eines geistig behinderten Mannes verschoben. Der Malaysier Nagaenthran K. Dharmalingam habe sich mit Corona infiziert, seine für heute geplante letzte Berufungsanhörung vor der bislang für morgen angesetzten Exekution könne daher nicht stattfinden, sagte der zuständige Richter. Die Angehörigen des Mannes sprachen von einem "Wunder". Prozessbeobachter hatten eine Ablehnung der Berufung und die Durchführung der Hinrichtung erwartet

Nagaenthran war 2010 wegen des Schmuggels von 43 Gramm Heroin nach Singapur zum Tode verurteilt worden. Der heute 33-Jährige hat einen unterdurchschnittlichen IQ und kämpfte zur Zeit seiner Festnahme mit einem Alkoholproblem. Seine Verteidiger führten an, er sei zu der Tat gezwungen worden. Das Urteil hatte international für scharfe Kritik gesorgt. Es sei "verachtenswert", einen Mann hinzurichten, der vermutlich noch nicht einmal genau verstehe, was mit ihm geschehe, erklärte Amnesty International. Human Rights Watch bezeichnete es als Verstoß gegen das Völkerrecht, jemanden mit einer geistigen Behinderung hinzurichten.

14.16 Uhr: Polizei in Norwegen erschießt mit Messer bewaffneten Mann

In Oslo hat die norwegische Polizei einen mit einem Messer bewaffneten Mann erschossen. Der Verdächtige habe am Morgen mehrere Menschen im Stadtteil Bislett bedroht, teilte die Polizei mit. Ein Polizist sei verletzt worden, als die Beamten versuchten, den Angreifer festzunehmen. "Wir schließen keine Motive aus, aber zum jetzigen Zeitpunkt deutet nichts darauf hin, dass es sich um einen Terroranschlag handelt", erklärte ein Polizeikommissar. Die Boulevardzeitung "VG" berichtete, der Angreifer sei ein etwa 30-jähriger Russe gewesen, der 2019 einen Mann erstochen habe. Er habe sich daraufhin in psychiatrische Behandlung begeben müssen.

Auf Aufnahmen in den Online-Netzwerken war zu sehen, wie der Mann mit nacktem Oberkörper und einem großen Messer vor einem Geschäft stand. Ein Polizeiauto fuhr an ihn heran und drängte ihn gegen die Hauswand, um ihn aufzuhalten. Der Angreifer öffnete daraufhin die Beifahrertür und lehnte sich ins Innere des Wagens. Der Mann habe auch die Polizisten mit seinem Messer angegriffen, sagte der Einsatzleiter. Diese hätten daraufhin auf ihn geschossen. Er sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen.

14.14 Uhr: Charité sagt alle planbaren Operationen ab

Die Berliner Charité-Universitätsmedizin sagt seit heute alle planbaren Eingriffe ab. Die steigende Zahl von Covid-19-Patientinnen und Patienten mache diesen Schritt nötig, teilte ein Sprecher mit. Ziel sei es, Mitarbeiter wieder vermehrt auf Covid-19-Stationen einzusetzen. Notfälle werden demnach aber weiter behandelt und auch dringliche Eingriffe würden vorgenommen.

Dem Sprecher zufolge werden derzeit mehr als 120 an Corona erkrankte Patienten in der Charité behandelt. Wie viele von ihnen auf Intensivstationen liegen, gab die Einrichtung nicht bekannt. Die Charité behandelt häufig die besonders schweren Fälle. Sie hat im Laufe der Pandemie bereits mehrfach ein Notprogramm gefahren, um die Zahl der Covid-19-Patienten zu bewältigen.

14.05 Uhr: 46-Jähriger läuft in Frankfurter Bahnhof über Gleise und wird getötet

In einem Bahnhof in Frankfurt am Main ist ein Mann beim Überqueren von Gleisen von einem Zug erfasst und getötet worden. Wie die Bundespolizei heute mitteilte, sprang der 46-Jährige laut Zeugen gestern Abend am Bahnhof Süd von einem Bahnsteig und lief über die Gleise, als ein ICE einfuhr. Nach Polizeiangaben gab der Lokführer noch einen Achtungspfiff ab und leitete eine Notbremsung ein, was den Unfall aber nicht verhinderte. Der Mann aus Offenbach wurde von dem Zug erfasst und getötet. Seine Motivation ist unklar.

Die etwa 75 Fahrgäste im ICE konnten diesen unverletzt verlassen, der Lokführer erlitt einen Schock. Der Bahnhof wurde nach dem Unglück vorübergehend komplett gesperrt. Dutzende Züge waren anschließend verspätet oder mussten umgeleitet werden.

14.01 Uhr: Bayern fährt alle Impfzentren wieder hoch

In Bayern nehmen alle Corona-Impfzentren wieder die Arbeit auf. "Wir glauben fest daran, dass Boostern der beste Schutz ist", sagte Ministerpräsident Markus Söder nach einer Kabinettssitzung in München. Die Impfzentren sollten alle Menschen über 60 Jahren direkt anschreiben, es gebe aber keine Reihenfolge. "Wer kommt, wird geimpft - niemand wird zurückgewiesen."

Der CSU-Chef kündigte auch schärfere Kontrollen der in Bayern seit heute geltenden 2G- und 3G-Regelungen an. Die Polizei solle direkte Geldstrafen verhängen und bei wiederholten Verstößen auch vorübergehende Schließungen anordnen können. In Bayern gilt die 3G-Regel am Arbeitsplatz. Zu vielen Veranstaltungen haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. In Gastronomie und für körpernahe Dienstleistungen gilt "3G plus" - wer nicht geimpft oder genesen ist, muss einen PCR-Test vorlegen. In Schulen müssen außerdem wieder Masken getragen werden.

13.41 Uhr: Ein Viertel der Franzosen trinkt zu viel Alkohol

Knapp ein Viertel der Erwachsenen in Frankreich trinkt zu viel Alkohol. Bei den Männern liegt der Anteil mit einem riskanten Alkoholkonsum sogar bei gut einem Drittel, wie aus einer in Paris veröffentlichten Studie der Gesundheitsbehörden hervorgeht, für die vergangenes Jahr Menschen im Alter von 18 bis 75 Jahren befragt worden waren. Seit 2017 hat sich der Anteil der Bevölkerung mit einem problematischen Alkoholkonsum demnach kaum verändert. Knapp die Hälfte der Betroffenen hatte als Bildungsabschluss maximal das Abitur. Risikogruppen sind außerdem arbeitslose Männer, Frauen mit hohen Bildungsabschlüssen und Menschen mit hohem Einkommen.

13.28 Uhr: Lebenslang für japanische Krankenschwester wegen Ermordung von drei Patienten

In Japan ist eine Krankenschwester wegen der Ermordung von drei Patienten zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Medienberichten zufolge hatte die 34-jährige Ayumi Kuboki vor Gericht eingeräumt, die über 70 und 80 Jahre alten Patienten vor fünf Jahren getötet zu haben, indem sie Desinfektionsmittel in Infusionslösung mischte. Bei der Polizei hatte Kuboki ausgesagt, auf diese Weise möglicherweise 20 Menschen getötet zu haben. Vor Gericht wollte sie dieses Geständnis nicht wiederholen.

Die Staatsanwaltschaft hatte für Kuboki die Todesstrafe gefordert. Der Richter verzichtete laut dem Rundfunksender NHK darauf, weil die Angeklagte ihre Taten bereue. Japan gehört zu den wenigen Industrienationen, die noch die Todesstrafe vollstrecken. Trotz internationaler Kritik ist die Zustimmung der japanischen Bevölkerung weiterhin hoch.

13.24 Uhr: Steuerzahlerbund prangert staatliche Geldverschwendung an

Der Bund der Steuerzahler hat Geldverschwendung deutscher Behörden angeprangert. Vor allem eine konsequente digitale Modernisierung des Staates könnte jährlich viel Zeit und Geld sparen, sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel in Berlin. Denn auch die schleppende Digitalisierung ist nach Ansicht des Verbandes eine Form der Steuerverschwendung, denn digitale Methoden wie etwa E-Mail statt Brief seien oft günstiger.

In seinem "Schwarzbuch" listet der Steuerzahlerbund beispielhaft 100 Fälle der Verschwendung auf. Bund, Länder und Kommunen seien in vielen Fällen sorglos mit dem Geld der Bürger umgegangen, kritisiert der Verband. Als Beispiele wurden etwa ein Spatenstich in Schleswig-Holstein genannt, der gleich zweimal gefeiert wurde, eine Fußgängerbrücke im Sauerland, die direkt neben einer bereits bestehenden Brücke gebaut wurde und als Wegweiser auf den Boden gemalte Bilder der Bremer Stadtmusikanten – doch die Farbe habe nicht lange gehalten.

13.21 Uhr: Berlin erinnert an den Mauerfall 1989

Mit dem Entzünden zahlreicher Kerzen ist auf dem früheren Todesstreifen an der Bernauer Straße in Berlin-Mitte an den Mauerfall vor 32 Jahren erinnert worden. Nachdem die zentrale Gedenkveranstaltung letztes Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, kamen diesmal 1mehr als 60 Vertreter aus Politik und Gesellschaft zur Gedenkstätte Berliner Mauer. Darunter waren auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke). Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Axel Klausmeier, erinnerte an die friedliche Revolution und den Mauerfall vor 32 Jahren, aber auch daran, dass damit für viele Menschen auch eine herausfordernde Transformationszeit begonnen habe.

Die Bernauer Straße gilt als Symbol der deutschen Teilung. Beim Mauerbau 1961 lag die Häuserfront der Straße im Osten, der Bürgersteig im Westen. Der Mauerfall am 9. November 1989 leitete das Ende der DDR ein, am 3. Oktober 1990 war Deutschland wieder vereinigt.

13.15 Uhr: Rolls-Royce kündigt Entwicklung von Mini-Atomkraftwerken an

Der britische Technologiekonzern Rolls-Royce will Mini-Atomkraftwerke entwickeln und damit zum Klimaschutz beitragen. Das kündigte das Unternehmen, dessen gleichnamige Automobilsparte inzwischen zu BMW gehört, an. Für das als SMR (Small Modular Reactor) bezeichnete Programm seien Investitionen von umgerechnet rund 228 Millionen Euro geplant, hieß es in einer Mitteilung. Hinzu kommen Mittel aus einem staatlichen Topf für grüne Energien von etwa 246 Millionen Euro.

Eines der etwa zwei Fußballfelder großen Mini-Kraftwerke werde Energie für etwa eine Million Haushalte produzieren, hieß es in der Mitteilung. Bis es soweit ist, wird nach Schätzung von Rolls-Royce aber ungefähr noch ein Jahrzehnt vergehen. Während der britische Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng die Pläne lobte, wurden sie von Umweltschützern kritisiert.

13.12 Uhr: WHO warnt vor Engpass bei Impfspritzen

Angesichts der Milliarden von Corona-Impfungen weltweit droht nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ein Engpass bei Impfspritzen. Im kommenden Jahr könnten ein bis zwei Milliarden Spritzen fehlen, sagte WHO-Spezialistin Lisa Hedman in Genf. Betroffen wären dann vor allem ärmere und kleine Länder, die nur kleine Bestellungen aufgeben und deshalb bei den Herstellern keine Priorität hätten.

Die WHO ruft Mitgliedsländer deshalb auf, langfristig zu planen und zu ordern, damit Hersteller entsprechend ihre Kapazität erhöhen können. Das brauche sechs Monate Vorlauf. Wenn reiche Länder Corona-Impfstoffe an ärmere Länder abgeben, sei es sinnvoll, die Spritzen gleich mitzuliefern, sagte Hedman.

12.56 Uhr: Nationalmannschaft trainiert nun doch am Nachmittag in Wolfsburg

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird nach einem positiven Corona-Test doch noch am Nachmittag (gegen 16.15 Uhr) ein erstes Mannschaftstraining absolvieren. Die Vormittagseinheit war abgesagt worden, nachdem ein Spieler positiv getestet worden war. Der Profi, dessen Namen der DFB vorerst nicht bestätigte, befindet sich wie vier weitere Spieler in Quarantäne. Diese Maßnahme hatte laut DFB das Wolfsburger Gesundheitsamt angeordnet.

12.49 Uhr: Biontech mit über drei Milliarden Euro Nettogewinn im dritten Quartal

Der Corona-Impfstoffhersteller Biontech hat im dritten Quartal einen Nettogewinn von rund 3,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Damit stieg der Gewinn in den ersten neun Monaten auf gut 7,1 Milliarden Euro, wie das Mainzer Unternehmen mitteilte. Vor einem Jahr waren noch Verluste von rund 210 Millionen beziehungsweise 352 Millionen Euro angefallen.

Der Umsatz, der vor allem vom Erfolg des gemeinsam mit dem US-Partner Pfizer produzierten Corona-Impfstoffs getragen wird, stieg zwischen Juli und September auf knapp 6,1 Milliarden Euro nach 67,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Zwischen Januar und Ende September lag der Umsatz bei 13,44 Milliarden Euro nach knapp 140 Millionen Euro vor einem Jahr.

12.29 Uhr: Sterbefallzahlen im Oktober um neun Prozent über Vergleichswert der Vorjahre

Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland hat im Oktober merklich über den üblichen Werten der vergangenen Jahre gelegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden unter Berufung auf Hochrechnungen mitteilte, starben bundesweit 82.733 Menschen. Das waren neun Prozent oder rund 6600 Menschen mehr, als nach dem mittleren Oktoberwert der Jahre 2017 bis 2020 zu erwarten war.

Wegen der Corona-Pandemie ermittelt das Statistische Bundesamt derzeit monatlich die Sterbefallzahlen in einem beschleunigten Verfahren, in dem Lücken durch noch fehlende offizielle Meldungen mit Hochrechnungen geschlossen werden. Die wöchentliche Zahl der Corona-Todesfälle blieb nach Angaben der Behörde zwischen Mitte September und Mitte Oktober aber in etwa gleich. Die höhere Zahl der Sterbefälle lasse sich dadurch nicht erklären, hieß es.

12.21 Uhr: Dax erreicht Rekordhoch

Der Dax hat nach einem verhaltenen Start ein Rekordhoch erreicht. Der deutsche Leitindex kletterte auf die Bestmarke von gut 16.089 Punkten und verlor dann etwas an Schwung. Bis zum späten Vormittag legte das Börsenbarometer noch um 0,2 Prozent auf 16.079,14 Punkte zu.

Der Nebenwerteindex SDax erklomm im Handelsverlauf ebenfalls eine Bestmarke und gab zuletzt um 0,2 Prozent nach. Für den MDax der mittelgroßen Börsentitel ging es um 0,17 Prozent auf 36.185,45 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat nahezu auf der Stelle.

12.08 Uhr: EU verschärft Sanktionen gegen Belarus

Im Flüchtlingsstreit mit Belarus verschärft die Europäische Union die Sanktionen: Die Mitgliedstaaten beschlossen, die Visa-Vergabe an Verantwortliche deutlich zu erschweren, wie der slowenische Innenminister Ales Hojis in Brüssel mitteilte. Die Entscheidung sei "eine Antwort auf den anhaltenden hybriden Angriff durch das belarussische Regime", betonte Hojis, dessen Land noch bis Jahresende den rotierenden Vorsitz der Mitgliedstaaten hat.

Unter einem "hybriden Angriff" wird unter anderem ein Angriff mit Verschleierungstaktik verstanden, die Angreifer agieren anonym oder negieren ihre Verantwortung. Die EU wirft dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko vor, gezielt  tausende Migranten aus dem Nahen Osten an die Grenzen zu Polen, Litauen und Lettland zu schleusen, um Vergeltung für bisherige Sanktionen zu üben.

11.44 Uhr: Ungeimpfte Beschäftigte sollen sich täglich testen lassen müssen

Beschäftigte in Präsenz am Arbeitsplatz, die weder eine Corona-Impfung noch einen Genesenen-Status haben, sollen sich nach dem Willen von SPD, Grünen und FDP künftig täglich auf Corona testen lassen müssen. Wesentliche Fragen zu dieser geplante 3G-Regel am Arbeitsplatz sind aber noch offen, wie die gesundheitspolitischen Sprecherinnen der Fraktionen von SPD, Grünen und FDP in Berlin deutlich machten. Das betreffe auch die Frage, ob Beschäftigte, die einen Test verweigern, freigestellt werden sollen oder andere Folgen befürchten müssen.

11.34 Uhr: Vier weitere Heimbewohner nach Corona-Ausbruch in Schorfheide tot

Das brandenburgische Seniorenheim in Schorfheide am Werbellinsee hat noch immer mit den Folgen eines Corona-Ausbruchs zu kämpfen. Vier weitere Bewohnerinnen und Bewohner sind inzwischen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben, wie der Landkreis Barnim auf Nachfrage bestätigte. Damit steigt die Zahl auf insgesamt 16 Tote. Die Gestorbenen seien zwei Frauen im Alter von 63 und 90 Jahren sowie zwei 81 und 98 Jahre alte Männer. Zwölf Mitarbeitende befinden sich nach wie vor in häuslicher Quarantäne.

In dem Heim im Nordwesten Brandenburgs wird nach Angaben des Trägers das Personal seit dem Ausbruch täglich getestet. Nach Angaben des Landkreises liegt die Impfquote der Mitarbeitenden laut Amtsärztin Heike Zander bei 50 Prozent.

11.20 Uhr: Hamas verurteilt Palästinenser wegen "Kollaboration" mit Israel zum Tod

Ein Militärgericht im Gazastreifen hat zwei weitere Palästinenser wegen "Kollaboration" mit Israel zum Tode verurteilt. Das Innenministerium der radikalislamischen Hamas begründete die Entscheidung mit dem Kampf gegen "die Geißel der Kommunikation mit der israelischen Besatzung". Gegen einen weiteren Mann wurde wegen Drogenhandels ebenfalls die Todesstrafe verhängt. Gegen elf weitere "Kollaborateure" seien ebenfalls Strafen verhängt worden, darunter Haftstrafen zwischen vier und 15 Jahren sowie eine lebenslange Freiheitsstrafe, erklärte das Ministerium weiter. Das Gericht habe dabei "die gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren eingehalten".

Die im Gazastreifen regierende Hamas geht scharf gegen Menschen vor, die sie der Zusammenarbeit mit Israel verdächtigt. Vor zwei Wochen hatte das Militärgericht deshalb bereits sechs Menschen zum Tode verurteilt.

10.52 Uhr: Hacker-Attacke auf Medizin-Dienstleister Medatixx

Der IT-Dienstleister Medatixx, der jede vierte Arztpraxis in Deutschland mit Software versorgt, ist Opfer einer Ransomware-Attacke geworden. Dabei seien "wichtige Teile des internen IT-Systems" verschlüsselt worden, teilte das Unternehmen in Eltville mit. Seit Mitte vergangener Woche werde an der Wiederherstellung der eigenen Infrastruktur gearbeitet. Bislang gibt es keine Hinweise, dass durch den Angriff auch die digitale Infrastruktur des Gesundheitswesens in Deutschland betroffen ist. "Nach jetzigem Stand richtete sich der Angriff gegen Medatixx als Unternehmen, nicht gegen unsere Kunden", teilte Medatixx weiter mit. Die Funktion der Praxis-Verwaltungssysteme (PVS) sei "nach heutigem Erkenntnisstand nicht betroffen".

Medatixx bietet verschiedene Softwareprodukte für Ärzte an und hält nach eigenen Angaben dabei einen Marktanteil von mehr als 28 Prozent. Als Vorsichtsmaßnahme empfiehlt das Unternehmen seinen Kunden und Vertriebspartnern, ihre Passwörter von verschiedenen Systemen zu ändern.

10.28 Uhr: Gift in Getränkeflaschen – Beschuldigte will zu Vorwurf nichts sagen

Im Prozess um vergiftete Getränkeflaschen in Münchner Supermärkten will die Beschuldigte sich vor Gericht nicht zu den Vorwürfen gegen sie äußern. Sie werde "keine Angaben zur Sache" machen, sagte ihre Anwältin Birgit Schwerdt vor dem Landgericht München I. Die 57 Jahre alte Deutsche äußerte sich aber zu ihren persönlichen Verhältnissen. Sie berichtete von ihrer Schulzeit, ihrem Psychologiestudium und verschiedenen Auslandsaufenthalten – und davon, dass ihre Eltern kaum mit ihr gesprochen hätten, dass sie wegen psychischer Probleme in Behandlung gewesen sei und nach dem Tod ihres Bruders begonnen habe, zu viel Alkohol zu trinken.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau versuchten Mord in fünf Fällen vor. Sie soll Getränke in Münchner Supermärkten und bei einer Kulturveranstaltung mit Gamma-Butyrolacton (GBL), sogenanntem "Liquid Ecstasy", versetzt haben – in einer so hohen Dosis, dass diejenigen, die davon tranken, hätten sterben können.

10.07 Uhr: Corona-Fall in der DFB-Elf

In der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Mannschaftstraining der DFB-Auswahl am Vormittag wurde abgesagt. Stattdessen solle es individuelle Einheiten für die DFB-Stars im Ritz Carlton Hotel in der Autostadt geben, hieß es. Für 13 Uhr ist eine Pressekonferenz angesetzt. Ob diese stattfindet und wer daran teilnimmt, ist offen.

9.53 Uhr: Hohe Belohnung für Hinweise zu Corona-Ausbruch in chinesischer Stadt

Eine nordchinesische Stadt hat eine hohe Belohnung für Hinweise zum Ursprung eines neuen Corona-Ausbruchs ausgesetzt. Die Behörden in Heihe an der Grenze zu Russland bieten 100.000 Yuan (rund 13.500 Euro) für Informationen an, "um die Quelle dieses Virus-Ausbruchs so schnell wie möglich aufzuspüren und die Übertragungskette zu erkennen". Die Stadtverwaltung rief zu einem "Volkskrieg" zur Prävention und Kontrolle des Coronavirus auf. Im Zuge dieses "Volkskriegs" fordert die Stadt unter anderem dazu auf, Fälle von Schmuggel, illegaler Jagd und Fischerei an der Grenze unverzüglich zu melden. Wer importierte Waren im Internet gekauft hat, soll diese "sofort sterilisieren" und für Tests einschicken.

9.16 Uhr: Junge in Wales von Hund getötet

In Wales ist ein zehnjähriger Junge von einem Hund getötet worden. Die Hintergründe der Attacke in einem Haus in der Stadt Caerphilly sind noch unklar, ebenso ist nicht bekannt, um was für einen Hund es sich handelte. Das Tier sei erschossen worden, teilte die Polizei mit. Anwohner erzählten dem Portal "Wales Online" von bis zu sieben Schüssen.

Die Zeitung "The Sun" berichtete unter Berufung auf Nachbarn, das Opfer sei zu Besuch bei einem Schulfreund gewesen. Ein Ladenmitarbeiter erzählte dem Blatt, bei dem Tier habe es sich um einen American Pit Bull gehandelt. Der Hund sei erst vor Kurzem in die Gegend gekommen und sehr aggressiv gewesen.

9.09 Uhr: 541 Kilo Kokain von Südafrikas Polizei geklaut

Unbekannte Täter haben in Südafrika 541 Kilogramm Kokain im Wert von umgerechnet 11,5 Millionen Euro von der Polizei gestohlen. Die Täter seien am Wochenende durch ein Fenster in das Büro der Spezialeinheit Hawks in der Ortschaft Port Shepstone in der östlichen Provinz KwaZulu-Natal eingebrochen, teilte die Polizei mit. Die Drogen hätten sich demnach in Panzerschränken befunden, die geknackt wurden.

Das Land an der Südspitze Afrikas mit seinen 60 Millionen Einwohnern ist ein wichtiger Drogenumschlagspunkt. Es spielt eine bedeutende Rolle als Transitland für lateinamerikanisches Kokain, vor allem für den Weitertransport in Richtung Australien, Europa und Hongkong.

9.06 Uhr: Lasterfahrer blockieren Autobahn und halten Geisterfahrer auf

Zwei Lastwagenfahrer haben in Bayern die Autobahn 3 blockiert und so einen Geisterfahrer aufgehalten. Ein 35-Jähriger sei gestern in die falsche Richtung auf die Autobahn aufgefahren, teilte die Polizei heute mit. Zwei Lastwagenfahrer blockierten daraufhin bei Kirchroth im Landkreis Straubing-Bogen mit ihren Fahrzeugen die Fahrspuren und verhinderten so einen Unfall, wie es weiter hieß. Weitere Fahrer hätten den alkoholisierten 35-Jährigen und sein Fahrzeug auf den Standstreifen gebracht. Sein Führerschein wurde sichergestellt, zudem muss er sich wegen Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten.

9 Uhr: Taiwan warnt vor möglicher Luft- und See-Blockade durch China

Taiwan befürchtet eine mögliche Blockade seiner See- und Luftverbindungen durch das chinesische Militär. Peking wäre in der Lage, "unsere wichtigsten Häfen, Flughäfen und Flugrouten (zu blockieren), um unsere Luft- und Seekommunikationslinien abzuschneiden", erklärte das Verteidigungsministerium in Taipeh. Zudem könnte China die gesamte Insel mit seinem Raketenarsenal einschließlich ballistischer Raketen und Marschflugkörper erreichen.

Trotz der chinesischen Aufrüstung und der militärischen Bedrohung ziele Peking wohl nicht auf einen Angriff auf Taiwan ab, erklärte das Ministerium weiter. Aktionen wie das Eindringen in den Luftverteidigungsraum sowie andere hybride Methoden der Kriegsführung, einschließlich Cyberangriffen, zielten darauf ab, "Taiwan kampflos zu übernehmen".

8.46 Uhr: Polen schließt Grenzübergang zu Belarus in Kuznica

Wegen der angespannten Situation an der Grenze zu Belarus hat Polen einen Grenzübergang zu dem östlichen Nachbarland geschlossen. Der Grenzverkehr für Waren und Personen am Übergang Kuznica sei wie angekündigt seit 7 Uhr eingestellt, bestätigte eine Sprecherin des polnischen Grenzschutzes der Deutschen Presse-Agentur. Reisende wurden gebeten, auf die Grenzübergänge in Terespol und Bobrowniki auszuweichen.

8.40 Uhr: Verletzter nach mehr als 50 Stunden aus Höhle in Wales gerettet

Mit einer dramatischen Rettungsaktion ist ein Mann nach rund 54 Stunden aus einer Höhle in Wales befreit worden. Nach seinem Sturz am Samstag, bei dem er sich verletzt habe, sei der Mann gestern Abend aus dem 62 Kilometer langen Höhlensystem Ogof Ffynnon Ddu nahe der Ortschaft Penwyllt gebracht worden, teilte die örtliche Höhlenrettungsorganisation SMWCRT heute mit. Mehr als 300 Freiwilligen aus ganz Großbritannien sei es gemeinsam mit den Rettungsdiensten gelungen, den Verletzten durch technisch anspruchsvolles Gelände an die Oberfläche zu transportieren. Dort wurde er Medienberichten zufolge mit Applaus und Jubel empfangen, bevor er zu einem Krankenwagen gebracht wurde. Bei dem Vorfall soll der Mann sich mehrere nicht lebensgefährliche Verletzungen zugezogen haben, darunter an Kiefer, Bein und Wirbelsäule.

Das Höhlensystem Ogof Ffynnon Ddu, in dem der Mann verunglückte, ist eines der längsten in ganz Großbritannien. Nach Angaben des Senders BBC war es die bislang längste Höhlenrettungsaktion in Wales.

8.14 Uhr: Lieferengpässe im Einzelhandel laut Ifo bis in den Sommer

Die deutschen Einzelhändler erwarten Lieferprobleme bis weit in den Sommer hinein. Im Schnitt rechnet die Branche für die kommenden zehn Monate mit Engpässen, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. "Die Produktauswahl wird zu Weihnachten und lange danach eingeschränkt sein", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. Die Lieferprobleme werden sich laut Ifo auch in den Preisen im Weihnachtsgeschäft niederschlagen. Ein Großteil der Unternehmen hat demnach Preiserhöhungen angekündigt.

Am pessimistischsten sind die Fahrradhändler, die noch bis in das übernächste Jahr mit Nachschubproblemen rechnen. Die Möbelhändler erwarten noch gut ein Jahr Lieferschwierigkeiten, die Spielzeugeinzelhändler gehen von rund elf und die Baumärkte von über zehn Monaten aus. Auch im Lebensmittel-Einzelhandel gibt es Lieferschwierigkeiten, allerdings rechnen die Unternehmen damit, dass sich die Lage im Laufe des Frühjahrs wieder entspannen könnte.

7.53 Uhr: Drake äußert sich nach Festival-Unglück – "Mein Herz ist gebrochen"

Nach dem Tod von acht Menschen beim Astroworld-Festival in Houston hat der kanadische Rap-Star Drake den Hinterbliebenen sein Beileid ausgesprochen. "Mein Herz ist gebrochen für die Familien und Freunde derer, die ihr Leben verloren haben, und für alle, die leiden", hieß es in einem Post auf dem Instagram-Profil des 35-Jährigen. "Ich werde weiter für sie alle beten, und ihnen auf jede erdenkliche Weise behilflich sein", schrieb Drake.

Der Musiker hatte ebenfalls einen Auftritt bei dem Unglückskonzert in den USA. Laut Medienberichten wurde der Künstler neben Rapper Travis Scott, bei dessen Performance es zu dem tödlichen Vorfall gekommen war, von einigen Konzertbesuchern verklagt.

7.32 Uhr: Auto prallt auf A2 gegen Lkw und geht in Flammen auf – Mann stirbt

Bei einem Verkehrsunfall auf der A2 bei Hannover ist ein 32-Jähriger ums Leben gekommen. Der Mann war in der Nacht bei hoher Geschwindigkeit mit seinem Auto auf einen vorausfahrenden Lastwagen geprallt, wie die Polizei mitteilte. Wie genau es zu dem Unfall kam, sei noch ungeklärt. Durch den Aufprall verkeilte sich das Auto unter dem Auflieger des Lkw und ging in Flammen auf. Der 32-Jährige konnte sich nicht mehr rechtzeitig aus seinem Wagen befreien und starb. Obwohl das Feuer auch auf den Auflieger übergriff, blieb der Lkw-Fahrer unverletzt.

Die Autobahn blieb bei der Anschlussstelle Hannover-Herrenhausen in Richtung Dortmund bis in die frühen Morgenstunden voll gesperrt. Zeitweilig sorgte aufsteigender Rauch für Sichtbehinderungen. Es entstand ein Sachschaden von mehr als 200.000 Euro.

6.52 Uhr: Bitcoin klettert weiter und kostet erstmals mehr als 68.000 Dollar

Die Digitalwährung Bitcoin hat ihren Höhenflug fortgesetzt. In der Nacht stieg der Kurs auf der Handelsplattform Bitstamp erstmals über die Marke von 68.000 Dollar auf 68.564 Dollar, bevor er wieder etwas nachgab. Mit rund 68.000 Dollar lag der Kurs aber immer noch leicht im Plus. Mit dem erneuten Rekord setzt der Bitcoin seine Rally der vergangenen Wochen fort. Die Digitalwährung zog seit dem Jahrestief im Juli um rund 130 Prozent an. Seit Ende 2020 summiert sich das Plus damit auf circa 850 Prozent.

6.15 Uhr: Betrunkene Physiotherapeutin schläft im Bett ihrer Patientin ein

Eine Physiotherapeutin ist betrunken im Bett ihrer bettlägerigen Patientin eingeschlafen und hat damit einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein 86-jähriger Mann habe die Polizei in Saarbrücken alarmiert, da dieser die Physiotherapeutin im Bett neben seiner 85 Jahre alten Ehefrau nicht wach bekommen habe, teilten die Beamten am Morgen mit. Als die Betrunkene von den Polizisten geweckt worden sei, habe sie sich an nichts mehr erinnern können. Der Polizei zufolge war die 47-Jährige gestern Abend so stark alkoholisiert, dass die Beamten keinen Promille-Test machen konnten. Die Streife brachte sie gemeinsam mit ihrem Hund, der sich ebenfalls in der Wohnung des Ehepaars aufhielt, nach Hause.

6.01 Uhr: Greenpeace klagt gegen Volkswagen auf Verbrenner-Ausstieg bis 2030

Die beiden Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland haben gemeinsam mit einer Klima-Aktivistin Klage gegen die Volkswagen AG wegen mangelnden Klimaschutzes beim Landgericht Braunschweig eingereicht. Außerdem unterstützte Greenpeace die identische Klage eines Biobauern vor einem weiteren deutschen Landgericht, hieß es in einer Mitteilung der Umweltorganisation. Die Kläger führen an, dass die gigantischen CO2-Emissionen des Wolfsburger Autokonzerns erheblich zur Klimakrise und deren Folgen beitrügen. Das Geschäftsmodell von VW sei nicht mit dem Ziel zu vereinbaren, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen.

5.54 Uhr: Sieben Wasserbüffel aus Gehege am Berliner Stadtrand ausgebüchst

Sieben Wasserbüffel sind in der Nacht aus ihrem Gehege im Tegeler Forst am Berliner Stadtrand ausgebüchst. Anschließend spazierten sie durch den Ortsteil Hermsdorf, wie die Polizei am Morgen mitteilte. Nach vierstündigem Ausflug wurden die Tiere gegen 4 Uhr wieder in ihr Gehege im Tegeler Forst gebracht. Verletzt wurde von den großen Tieren niemand, lediglich ein Vorgarten zerfraßen die Büffel.

5.30 Uhr: Fast 400 Sportvereine durch Flutkatastrophe geschädigt

Insgesamt 95 Sportvereine in Rheinland-Pfalz und rund 300 Vereine in Nordrhein-Westfalen sind von den Folgen der Flutkatastrophe im Juli 2021 betroffen. Die Schadenssumme beläuft sich für beide Bundesländer zusammen auf rund 118 Millionen Euro, wie Anfragen beim nordrhein-westfälischen Landessportbund und dem Sportbund Rheinland ergaben. Einige dieser Vereine mit kleineren Schäden an der Sportanlage oder der Sportausrüstung konnten den Trainingsbetrieb bereits wieder aufnehmen, wie der LSB Nordrhein-Westfalen erklärte. Generell laufe der Wiederaufbau der Sportinfrastruktur allerdings "noch nicht gut", so der LSB Rheinland-Pfalz. Es seien weiterhin Plätze nicht bespielbar, weil sie etwa durch Aufräumarbeiten in den Dörfern blockiert seien. Finanzielle Hilfe bekommen die Vereine etwa durch den Nationalen Wiederaufbaufonds.

5.07 Uhr: USA erleichtern afghanischen Flüchtlingen die Einwanderung

Die USA erleichtern afghanischen Flüchtlingen die Einwanderung. Wie das Heimatschutzministerium in Washington mitteilte, sollen die rund 70.000 Afghanen, die sei dem 30. Juli in den USA eingetroffen sind, erleichterten Zugang zur Aufenthaltserlaubnis, der Greencard, erhalten sowie zu verschiedenen Dokumenten für die Arbeitserlaubnis. Das Programm mit dem Titel "Verbündete willkommen" sieht unter anderem vor, dass Einschreibegebühren, die mehrere tausend Dollar kosten können, für die afghanischen Flüchtlinge wegfallen.

4.48 Uhr: Vier ISS-Astronauten zur Erde zurückgekehrt

Nach sechs Monaten an Bord der Internationalen Raumstation sind vier Astronauten zur Erde zurückgekehrt. Die Dragon-Raumkapsel des privaten Weltraumunternehmens SpaceX landete im Golf von Mexiko vor der Küste des US-Bundesstaates Florida. Ein in der Nähe postiertes Schiff soll die Raumkapsel bergen, anschließend werden die Astronauten per Hubschrauber an Land gebracht

Der Franzose Thomas Pesquet, die US-Astronauten Shane Kimbrough und Megan McArthur sowie der Japaner Akihiko Hoshide hatten ein halbes Jahr auf der ISS verbracht. Sie verließen die Raumstation nun vor der geplanten Ankunft des deutschen Astronauten Matthias Maurer und drei weiterer Astronauten. Deren Flug ins All vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida musste mehrfach verschoben werden und ist jetzt für morgen Abend geplant. 

4.18 Uhr: Inzidenz laut RKI bei 213,7 – Höchster Wert seit Pandemie-Beginn

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen und hat den zweiten Tag in Folge einen Höchstwert erreicht. Das Robert-Koch-Institut gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 213,7 an. Bereits gestern hatte es mit 201,1 einen Rekord bei den tagesaktuell vom RKI berichteten Inzidenzen gegeben.

4.01 Uhr: Jeder dritte Beschäftigte leidet laut Umfrage psychisch unter Homeoffice

Jeder dritte Beschäftigte hat laut einer Umfrage im vergangenen halben Jahr psychisch unter dem Arbeiten im Homeoffice gelitten. Das geht aus dem Deutschland-Barometer Depression 2021 hervor, das die Stiftung Deutsche Depressionshilfe heute in Berlin vorstellt. Von 1123 Umfrageteilnehmern, die während der Pandemie überwiegend zu Hause waren, gaben demnach 33 Prozent an, dass der Verzicht auf den Arbeitsplatz und den Umgang mit Kollegen sich negativ auf das psychische Befinden ausgewirkt habe. Jeder Zehnte berichtete, dies treffe "sehr zu".

3.45 Uhr: Höhere Bußgelder für Raser und Falschparker in Kraft

Verkehrssünder müssen ab sofort höhere Bußgelder zahlen, wenn sie erwischt werden. Denn nach langem politischen Streit ist heute der neue Bußgeldkatalog in Kraft getreten. Er sieht härtere Strafen bei Regelverstößen im Straßenverkehr vor. Wer beispielsweise künftig innerorts 16 bis 20 km/h zu schnell fährt und geblitzt wird, zahlt 70 Euro statt wie bisher 35. Höhere Geldstrafen gibt es auch für jene, die verbotswidrig auf Geh- und Radwegen parken, unerlaubt auf Schutzstreifen halten oder in zweiter Reihe parken und halten.

Neu ist außerdem eine Geldbuße von 55 Euro für unberechtigtes Parken auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge und Carsharing-Fahrzeuge. Dagegen bleiben Fahrverbotsregeln und die Regelungen zu Punkten in Flensburg bei zu schnellem Fahren unverändert.

3.30 Uhr: Mehrheit will laut Umfrage weitere Beschränkungen für Ungeimpfte

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet weitere Beschränkungen für Ungeimpfte zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprechen sich 31 Prozent dafür aus, die sogenannte 2G-Regel stärker als bisher anzuwenden. Weitere 25 Prozent der Befragten sind für eine flächendeckende 2G-Regel in ganz Deutschland.

19 Prozent meinen dagegen, dass Ungeimpfte mit einem negativen Testergebnis Geimpften bei den Zutrittsregeln gleichgestellt werden sollten (3G). 18 Prozent wünschen sich, dass alle Zugangsbeschränkungen abgeschafft werden.   

2.44 Uhr: Apple 1 kommt in Kalifornien unter den Hammer

In Kalifornien kommt heute ein Apple 1 unter den Hammer – ein gut erhaltenes und holzverkleidetes Exemplar aus der Serie der ersten PCs der Welt. Der Wert des funktionstüchtigen Computers wird vom Auktionshaus John Moran in Monrovia bei Los Angeles auf zwischen 400.000 und 600.000 Dollar geschätzt, doch könnte am Ende deutlich mehr als eine Million für das Liebhaberstück geboten werden.

2014 war in den USA ein Apple 1 für 900.000 Dollar (777.000 Euro) versteigert worden. Der Apple 1 war der erste Computer, der von dem Unternehmen ab 1976 vermarktet wurde und für 666,66 Dollar damals für Privathaushalte erschwinglich war. Die von Steve Wozniak und Steve Jobs gegründete Firma produzierte insgesamt 200 Exemplare. Der Computer-Experte Corey Cohen sagte der "Los Angeles Times", heute gebe es noch 60 Exemplare, von denen 20 funktionstüchtig seien.

0.36 Uhr: Ausschuss zur Kapitol-Attacke lädt Trumps damaligen Wahlkampfmanager vor

Der Ausschuss zur Untersuchung der Erstürmung des US-Kapitols im Januar hat William Stepien, den Wahlkampfmanager des damaligen Präsidenten Donald Trump, vorgeladen. Zudem sollen auch der frühere ranghohe Trump-Berater Jason Miller und der einstige Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn den Abgeordneten Rede und Antwort stehen. Die Vorgeladenen sowie drei weitere Personen aus Trumps damaligem Umfeld sollen zudem eine Reihe Dokumente vorlegen.

Anhänger des Republikaners Trump hatten am 6. Januar den US-Kongress erstürmt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist.

0.03 Uhr: Seehofer fordert Hilfe von EU im Flüchtlingsstreit mit Belarus

Angesichts des Andrangs tausender Flüchtlinge an der EU-Außengrenze zu Belarus hat Bundesinnenminister Horst Seehofer die EU um Unterstützung für Polen und Deutschland gebeten. "Das können Polen oder Deutschland nicht allein bewältigen", sagte der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung. Alle EU-Staaten müssten nun zusammenstehen, da der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko versuche, die Schicksale der Flüchtlinge zu benutzen, "um den Westen zu destabilisieren".

0.01 Uhr: Hackerangriff auf Robinhood – Millionen Kunden betroffen

Der Aktien- und Kryptoanlagen-Broker Robinhood ist Opfer eines Cyber-Angriffs geworden. Das Unternehmen teilte nach US-Börsenschluss mit, dass Eindringlinge vergangene Woche Zugriff auf persönliche Daten von zahlreichen Nutzern erlangt und Lösegeld verlangt hätten. Bei der Attacke seien nach bisherigen Erkenntnissen E-Mail-Adressen von rund fünf Millionen Kunden und volle Namen von weiteren etwa zwei Millionen erbeutet worden. Bei mehr als 300 Nutzern seien auch zusätzliche Daten wie Geburtstage und Postleitzahlen abgegriffen worden.

Das Unternehmen verständigte nach dem Angriff vom 3. November nach eigenen Angaben rasch die Justizbehörden und schaltete eine externe IT-Firma ein. Laut Robinhhood ist die Sicherheitslücke inzwischen geschlossen. Ob es zur Zahlung des Lösegelds gekommen sei, erklärte das Unternehmen nicht.

mad AFP DPA

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