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Schusswechsel auf Philippinen: Polizisten töten Dreijährige bei Drogenrazzia – Senator zum Vorfall: "Shit happens"

Bei einer Drogenrazzia auf den Philippinen ist eine Dreijährige durch Schüsse getötet worden. Offenbar war sie zwischen die Fronten geraten. Die Polizei behauptet, das Kind sei von seinem Dealer-Vater als Schutzschild genutzt worden.

Philippinen - Drogenrazzia - Dreijährige getötet

Ein Polizist wacht nach einer Drogenrazzia vor einem Haus in Manila (Archivbild)

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Polizisten haben bei einer Drogenrazzia auf den Philippinen ein dreijähriges Mädchen getötet. Das Kind war nach Angaben der Polizei am Sonntag (Ortszeit) in eine Schießerei zwischen mutmaßlichen Drogendealern und Polizeibeamten geraten. Bei der Razzia in der Stadt Rodriguez östlich der Hauptstadt Manila starben außerdem zwei mutmaßliche Drogendealer und ein Zivilpolizist.

Vater soll Dreijährige als Schutzschild vor sich gehalten haben

Die Polizei teilte mit, der Vater der Dreijährigen habe das Feuer auf die Sicherheitskräfte eröffnet und dabei seine Tochter als Schutzschild vor sich gehalten. Die Mutter des Kindes dementierte dies. Der Senator Ronald Dela Rosa bezeichnete den Tod des Kindes als "Kollateralschaden". "Shit happens", sagte er am Donnerstag zu Journalisten – also etwa "sowas passiert" oder "dumm gelaufen". Im Zuge der Untersuchung der Vorfälle wurden 20 Polizeibeamte von ihrem Dienst suspendiert.

Im sogenannten Krieg gegen Drogen, den Präsident Rodrigo Duterte nach seiner Wahl 2016 ausgerufen hatte, wurden nach offiziellen Zahlen bereits mehr als 6600 Menschen getötet.

mod / DPA