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Vulkan auf Island: Warnstufe Rot - Bárdarbunga bricht aus

Forscher auf Island haben in der Nacht auf Freitag nach mehreren Erdbeben den ersten Ausbruch des Vulkans Bárdarbunga registriert. Der Luftraum über dem größten Vulkan des Landes wurde gesperrt.

Der isländische Vulkan Bárdarbunga ist ausgebrochen. In der Nacht zu Freitag strömte Lava aus einem 100 Meter langen Riss, neun Kilometer nördlich des Gletschers Vatnajökull. Wenige Stunden nach den Eruptionen habe die Aktivität offenbar abgenommen, teilte das Meteorologische Institut auf Island am Freitag mit. Es rief die höchste Warnstufe Rot aus. Das bedeutet, dass ein Vulkanausbruch unmittelbar bevorsteht oder im Gange ist und ein enormer Ascheausstoß zu erwarten ist.

Zunächst wurden aber keine großen Aschemengen in der Luft registriert. Die Flughäfen auf Island blieben vorerst geöffnet. Der Vulkan Bárdarbunga darf allerdings nicht überflogen werden. Das gesperrte Gebiet umfasst einen Radius von 18,5 Kilometern und geht bis zu einer Höhe von 1,5 Kilometern.

Aschewolke legt 2010 Flugverkehr lahm

Beim Ausbruch des Gletschervulkans Eyjafjallajökull 2010 waren so große Aschemengen in den Luftraum geschleudert worden, dass der Flugverkehr in weiten Teilen Europas mehrere Tage zum Erliegen kam. Die deutschen Behörden haben sich nun auf mögliche Störungen des Luftverkehrs durch den Bárdarbunga vorbereitet.

Auf Island sind gut 30 Vulkane aktiv. Die Insel mit ihren rund 317.000 Bewohnern erlebt im Durchschnitt alle fünf Jahre einen Vulkanausbruch. Die Lage in Island wird aufmerksam verfolgt, weil jeden Tag viele Transatlantikflüge die Region überqueren.

stb/DPA / DPA