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Kollisionsgefahr mit der Erde: Russen wollen Asteroiden rammen

Der Asteroid Apophis nimmt Kurs auf die Erde. Um einen möglichen Zusammenstoß in 20 Jahren zu verhindern, schlägt die russische Weltraumbehörde eine internationale Mission vor - fast nach "Armageddon"-Art.

20 Jahre vor einer möglichen Kollision mit der Erde plant die russische Weltraumbehörde Roskosmos offenbar eine internationale Mission, um den Asteroiden Apophis durch ein Ramm-Manöver vom Kurs abzubringen. Die internationale Gemeinschaft müsse schnell Wege finden, das Objekt mit einem Durchmesser von rund 300 Metern von einem möglicherweise gefährlichen Kurs abzulenken, sagte Roskosmos-Chef Anatoli Perminow am Mittwoch in Moskau nach Angaben der Agentur Interfax.

Dreimal mächtiger als Komet in Sibirien

Der Roskosmos-Chef betonte, es gebe "keinen Grund zur Panik". Allerdings müsse die Flugbahn des 2004 entdeckten Asteroiden genau studiert werden. Apophis sei dreimal mächtiger als der Komet, der 1908 mit der Wucht von mehr als 1000 Hiroshima-Atombomben in Sibirien eingeschlagen sei, sagte Perminow.

"Berechnungen zeigen aber, dass man mit einem speziellen Raumschiff das Objekt von einem gefährlichen Kurs abbringen könnte", teilte Perminow mit. Es gehe nicht um die Zerstörung von Apophis mit einem Atomsprengkopf, sondern eher darum, den Asteroiden zu rammen. Zur Verhinderung einer Katastrophe werde bald ein Treffen von Wissenschaftlern aus Russland, Europa, China und den USA stattfinden.

Berechnetes Datum: Freitag, der 13.

Bisher gehen Experten davon aus, dass Apophis am Freitag, dem 13. April 2029, vergleichsweise nahe an der Erde vorbeifliegt. Der relativ große Asteroid wurde 2004 entdeckt. Damals schätzten Astronomen die Wahrscheinlichkeit eines Aufpralls auf der Erde auf 1 zu 37. Inzwischen wird eine Kollision nach weiteren wissenschaftlichen Studien eher ausgeschlossen.

DPA/APD / DPA