VG-Wort Pixel

US-Raumfähre "Atlantis" Letzter Shuttle-Start geglückt


Es ist das Ende eines Zeitalters: Zum letzten Mal ist eine US-Raumfähre in den Weltraum aufgebrochen. Das Shuttle "Atlantis" startete mit vier Astronauten an Bord zur ISS.

Die US-Raumfähre "Atlantis" ist als letzter Space Shuttle ins Weltall gestartet. Der Orbiter hob am Freitag ungeachtet dunkler Wolken am Himmel mit leichter Verspätung um 17.29 Uhr deutscher Zeit vom Weltraumbahnhof in Cape Canaveral, Florida, ab. Drei Minuten vor dem geplanten Start war der Countdown aus technischen Gründen kurz unterbrochen worden.

Die zwölftägige Mission zur Internationalen Raumstation ISS beendet vorerst die Ära der bemannten Raumfahrt in den USA. Der Starttermin stand bis zuletzt wegen des Regenwetters infrage, pünktlich zum Abflug jedoch klarte der Himmel ausreichend auf.

Hunderttausende Schaulustige

Hunderttausende Schaulustige in der Region um das Kennedy Space Center wurden Zeugen des historischen Starts. Viele Zuschauer waren um den halben Globus gereist, um dem Abschied von den Ikonen der bemannten Raumfahrt beiwohnen zu können. Zahlreiche Fernsehsender in der Welt zeigten die Bilder vom Start live.

Ziel der 135. und abschließenden Shuttle-Mission ist es, einen Jahresvorrat von mehr als 3,8 Tonnen an Proviant, Ausrüstung und Ersatzteilen zur ISS zu bringen. Zudem plant die vierköpfige Crew um Kommandant Chris Ferguson einige Experimente.

Nach der "Atlantis"-Rückkehr, die für den 20. Juli vorgesehen ist, haben die USA für bislang nicht absehbare Zeit keine Fluggeräte mehr, um ihre Astronauten ins All zu bringen. Die Raumfahrtbehörde Nasa ist dann für Reisen zur ISS auf Mitfluggelegenheiten in russischen "Sojus"-Kapseln angewiesen.

joe/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker