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Zentrum der Milchstraße Schwarzes Loch verschlingt Gaswolke


Durch die immense Anziehungskraft des Schwarzen Lochs, "wird die Wolke regelrecht zu einer Spaghetti-Nudel" verzerrt. Laut Wissenschaftlern werden nur Teile dieser Wolke weiterbestehen.

Astronomen beobachten gerade, wie das Schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxie eine Gaswolke in die Länge zieht. "Man kann genau sehen, wie die Wolke regelrecht zu einer Spaghetti-Nudel wird", sagte der Leiter des Beobachtungsteams, Stefan Gillessen vom Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik in Garching bei München, am Mittwoch. "Genauso müsste es einem unglücklichen Astronauten in einem Science-Fiction-Film ergehen, der dem Schwarzen Loch zu nahe kommt."

Mit ihrem minimalen Abstand von 25 Milliarden Kilometern schaffe es die Wolke gerade so, nicht direkt in das Schwarze Loch hineinzufallen, erläuterte Gillessen. Sie werde aufgrund seiner starken Anziehungskräfte jedoch sehr gestreckt.

"Die Wolke ist mittlerweile so stark auseinandergezogen, dass ihr vorderer Teil den Punkt der größten Annäherung an das Schwarze Loch passiert hat und sich bereits wieder mit mehr als 10 Millionen Kilometer pro Stunde davon entfernt, während der hintere Teil der Wolke weiterhin auf das Schwarze Loch zu fällt", erläuterte die Europäische Südsternwarte (Eso) in Garching bei München am Mittwoch. Die Ergebnisse sollen in der Zeitschrift "The Astrophysical Journal" erscheinen.

amt/DPA DPA

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