Epidemie Marburg-Virus wütet in Angola


In Angola greift das Marburg-Fieber immer weiter um sich. Inzwischen sind 239 Menschen an der Ebola-ähnlichen Krankheit gestorben.

In Angola greift das Marburg-Fieber immer weiter um sich. Durch den jüngsten Ausbruch seien inzwischen 266 Menschen erkrankt und davon 239 gestorben, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag in Genf mit. Allein aus der nordangolanischen Provinz Uige seien 250 Infizierte gemeldet worden, 228 davon seien gestorben. In den vergangenen Tagen habe die angolanische Regierung die medizinische Versorgung verstärkt und ein Team von weiteren 28 Ärzten und Helfern nach Uige entsandt.

Die hohe Zahl der Toten durch die Ebola-ähnliche Marburg-Krankheit ist beispiellos. Waren bisher hauptsächlich Kinder unter fünf Jahren unter den Toten, greife die Krankheit jetzt auch verstärkt auf Erwachsene über, erklärte die WHO.

Im Mittelpunkt stehe dabei die Aufklärung der Bevölkerung, teilte die WHO weiter mit. Eine wichtige Rolle spielten dabei Dorfvorsteher und freiwillige Helfer. In Krankenhäusern, wo die Ansteckungsgefahr besonders groß sei, würden Schutzhandschuhe und desinfizierende Seife an Hebammen sowie an Naturmediziner verteilt. Gegen das Fieber, das nach einem von infizierten Affen ausgelösten Ausbruch von 1967 in Marburg benannt ist, gibt es weder eine Impfung noch Medikamente. Die Viren werden über Körperflüssigkeiten übertragen.

DPA


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