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NASA: Mars-Mission endlich unterwegs

Nachdem sein Start wegen schlechten Wetters zweimal verschoben werden musste, ist nun auch der amerikanische Mars-Landeroboter 'Spirit' auf dem Weg zum roten Planeten. Sein europäischer Kollege 'Beagle 2' startete schon vor einer Woche.

Der amerikanische Mars-Landeroboter 'Spirit' ist mit zwei Tagen Verspätung unterwegs zum Roten Planeten. Eine Delta-II-Rakete trug den Rover am Dienstag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida nach einem Bilderbuchstart in den Weltraum. Die NASA-Flugmanager waren über das gute Wetter erleichtert, nachdem eine Regenfront den Start am Sonntag und Montag verhindert hatte.

Schon Ende Juni wird die US-Raumfahrtbehörde einen Zwillingsbruder des Rovers namens 'Opportunity' auf die Reise schicken. Die baugleichen, zusammen rund 800 Millionen Dollar (685 Millionen Euro) teuren Landeroboter sollen den Mars im Januar erreichen und dort nach Wasser und Spuren von Leben suchen.

Deutsche Instrumente an Bord

Die sechsrädrigen und 180 Kilogramm schweren Geländefahrzeuge sind auch mit deutschen Instrumenten ausgerüstet - ein von der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz entwickelter Mössbauer-Spektrometer (MIMOS II) und ein Röntgen-Spektrometer des Max-Planck- Instituts in Mainz.

Nach der Landung werden die Rover mindestens drei Monate die karge Marslandschaft erkunden. Sie können dabei mit ihren Kameras eigenständig Felsen, Gräben und andere Hindernisse erkennen und ihnen ausweichen. Interessierte können die Exkursionen der Rover im Fernsehen und im Internet verfolgen. Schon 1997 hatten Millionen Menschen die Abenteuer des mit neun Kilogramm kleineren Pathfinder- Rovers 'Sojourner' im Fernsehen gesehen.

Europas Sonde ist schon unterwegs

Vor gut einer Woche hatte die Europäische Weltraumagentur ESA das Rennen zum Mars eröffnet. Sie brachte die Sonde 'Mars-Express' auf die Reise, der Ende Dezember das Ziel erreichen und den Landeapparat 'Beagle 2' aussetzen soll. Er hat den Auftrag, auf dem Mars ebenfalls nach Lebensspuren zu suchen.

DPA