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Atom-Gipfel in Washington: Meine 15 Sekunden mit Obama

Der rote Rockzipfel der Kanzlerin - mehr war beim Spitzengespräch in Washington nicht zu erspähen. Und wer ist Schuld? Hillary Clinton. Und die Armenier.

Ein Unfallbericht von Andreas Hoidn-Borchers, Washington

Es war ganz sicher ein spannendes Gespräch, das Barack Obama und Angela Merkel am Dienstagnachmittag in Washington geführt haben. Ganz sicher. Sie im Sessel links, die Beine übereinandergeschlagen, er im Sessel rechts, die Beine ebenfalls übereinandergeschlagen, an der Stirnseite des vergleichsweise kleinen Saals im vergleichsweise gigantischen Walter E. Washington Convention Center. Einander sehr zugewandt und geschmeidig parlierend. Hinter sich die deutsche Fahne und das Star Spangled Banner. Davor, aufgereiht wie auf zwei Hühnerleitern, die jeweils wichtigsten Mitarbeiter. Merkel hatte Beate Baumann mitgenommen, ihre Büroleiterin, dazu ihren Finanzkrisenexperten Jens Weidmann, ihren außenpolitischen Chefberater Heusgen und einen vortragenden Legationsrat mit dem schönen Namen Dr. Geza Andreas Freiherr von Geyr. Obama wurde begleitet unter anderem von seinem Finanzminister Timothy Geithner und Außenministerin Hillary Clinton.

Hillary Clinton - arrgghhh!!!

Hillary Clinton ist sicher eine nette Frau, duldsame Gattin, tolle Außenministerin. Allerdings ist sie auch schuld daran, dass wir nur vermuten und vom Hörensagen rekonstruieren können, wie spannend das Gespräch zwischen Kanzlerin und US-Präsident wirklich war, wenigstens am Anfang. Und das kam so: Zu Beginn solcher so genannter bilateraler Gespräche, die während oder am Rande von internationalen Konferenzen wie dem Nuklear-Gipfel geführt werden, dürfen Journalisten mit in den Raum. Natürlich nicht alle, die wollen, sondern nur die wichtigsten und manchmal ein paar andere. Wichtig sind erstens diejenigen, die für die schönen Bilder zuständig sind, also die Fernsehleute und die Fotografen. Ein bisschen weniger, aber immer noch wichtig genug sind die Agenturschreiber, weil die eher nachrichtlich orientiert sind und selten fies berichten. Dann kommt erst mal lange nichts, dann kommt der Rest. Manchmal ist es ein großer Rest für ein paar Plätze.

Am Dienstag war das so. Denn zu Obama wollen selbstverständlich alle - natürlich nur wegen Merkel.

Das Problem mit den Losen

Deswegen muss gelost werden unter dem Rest. Das ist bei Merkel nicht anders, als es bei Schröder war. Mit einem kleinen Unterschied. Bei Schröder loste der Regierungssprecher im stillen Kämmerlein und es ging sicher alles mit gerechten Dingen zu, dass die Kollegen von "Bild" irgendwie immer gewannen. Bei Merkel geht es weniger sozialdemokratisch zu, da sind im Lostopf alle gleich - und das Verfahren ist öffentlich. Und was sollen wir sagen: Am Dienstag waren wir dabei. Der Kollege F. von der "Süddeutschen" dagegen hatte Pech, dafür aber eine kleine Videokamera dabei. Ob wir nicht...? Aber gerne doch!

Und so ging's dann zu Obama. Das heißt, erst einmal zum Warten auf Obama. Denn einfach reingehen in den Saal und mal eine Runde in der Ecke rumlungern, bis die Damen und Herren kommen und lospalavern, das geht natürlich nicht. Erst einmal bekommen alle Journalisten zu ihren zwei Ausweisen, die schon um den Hals baumeln, einen dritten, der berechtigt zum Zugang, den es aber noch nicht gibt. Stattdessen scharrt man eine halbe Stunde auf einem Teppich, den Vasarely und Mondrian gemeinsam entworfen haben könnten, mit den Hufen. Dann setzt sich die Herde auf Kommando in Bewegung, passiert ein paar Kontrollettis, die nach einem intensiven Blick auf die drei Ausweise zackig "Yes" sagen, dringt vorfreudig erregt durch einen Vorhang, steht im Saal vor einer Wand Fernsehkameras - und stellt verblüfft fest, dass das Gespräch längst voll im Gang zu sein scheint. Man sieht durch eine Lücke zwischen den Kameras irgendwo da vorne ein rotes Jackett, aha, die Kanzlerin, zückt das Videoteil - und hört ein sehr energisches, kein Widerspruch duldendes "Thank you!", ein Händeklatschen und schon ist die gerade reingetriebene Herde auch schon wieder draußen aus dem Saal.

Immerhin 15 Sekunden

Ja, so ist das, wenn Merkel mit Obama redet und wir sagen können, wir seien dabei gewesen, wenigstens für 15 Sekunden. Es soll übrigens ein gutes Gespräch gewesen sein, erfährt man später von Menschen, die länger zuhören konnten. Es ging um Afghanistan, Sanktionen gegen den Iran, um Griechenland, und im Großen und Ganzen waren sich Kanzlerin und Präsident in allem einig und verstehen sich im Übrigen prächtig bis vollundganz. Ist doch auch mal schön.

Eine Intensivauswertung des Videos ergab übrigens: Das rote Jackett da vorne war wirklich Merkel. Und neben ihr scheint tatsächlich Barack Obama gesessen zu haben. Zu hören war nichts, außer dem "Thank you!" und dem Händeklatschen und dem Herdengetrappel, Tja, und so ist uns auch glatt entgangen, wie ernst und wichtig der US-Präsident das 45-Minuten-Treffen mit der Kanzlerin genommen hat. Die deutsche Presse durfte erst in den Saal und filmen und knipsen, wenn auch Hillary Clinton dabei ist. Die sollte nämlich - Achtung, Aufwertung! - mit auf die Bilder und Aufnahmen. Dumm nur, dass sie erst verspätet von einem Treffen mit ihrem armenischen Kollegen zu den Deutschen stieß. Arrgghh. Deshalb die 15 Sekunden. Wegen Armenien. Und blöden Bildern! Und Clinton. Arrgghhh.

Leerstelle Hillary Clinton

Dazu nur eins: Auf unserem Video ist sie schon mal nicht zu sehen. Geschieht ihr auch verdammt recht!

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.