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Atomstreit: "Der Druck wird sehr groß"

Innerhalb von acht Tagen soll die iranische Regierung auf das internationale Verhandlungsangebot zum Atomstreit antworten. Sollte diese Frist verstreichen, müsse der UN-Sicherheitsrat handeln, so die US-Regierung.

Deadline für die Antwort der iranischen Regierung ist der 12. Juli. Für den Fall, dass bis dahin keine Reaktion erfolgt, droht die US-Regierung mit Konsequenzen. "Der Druck der internationalen Gemeinschaft auf den Iran wird dann sehr groß werden", sagte US-Außenstaatssekretär Nicholas Burns dem TV-Sender C-Span.

Der 12. Juli sei auch deshalb entscheidend, weil an diesem Tag die Außenminister der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands über den Iran beraten wollten. "Der Iran könnte sich auf einer vernünftigen Basis mit den Ländern zusammensetzen und über alle Themen sprechen", meinte Burns.

"Nicht konstruktiv"

Der EU-Beauftragte für Außenpolitik, Javier Solana, und der iranische Atom-Unterhändler Ali Laridschani wollen sich am Mittwoch in Brüssel treffen. Sollte Solana dabei den Eindruck gewinnen, dass Teheran auf Zeit spielt, dann würden die sechs Außenminister "über weitere Schritte entscheiden", sagte ein europäischer Diplomat in Wien.

Laridschani sagte in Teheran, er werde am Mittwoch in Brüssel die iranische Antwort auf das westliche Angebot noch nicht bekannt geben. Das Beharren des Westens auf eine schnelle Antwort sei "nicht konstruktiv". Zuvor hatte der stellvertretende Chef der iranischen Atombehörde, Ali Hosseini-Tasch, in Teheran klar gemacht, dass der Iran am Recht auf Urananreicherung festhalte.

Wirtschaftshilfe in Aussicht gestellt

Die iranische Regierung hat angekündigt, im August zu anworten. Das westliche Verhandlungsangebot stellt wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit in Aussicht, wenn der Iran auf die Urananreicherung verzichtet. Die USA wollen sich in diesem Fall auch direkt an den Verhandlungen beteiligen.

DPA / DPA