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Oberster Richter: Trump entschuldigt sich bei Kavanaugh für "furchtbares Leid"

Er habe "furchtbares Leid" durchgestanden, sagte US-Präsident Donald Trump über den neuen Obersten Richter Brett Kavanaugh nach dem Bestätigungsprozess. Kavanaugh kündigte indes an, sein Amt unparteiisch ausfüllen zu wollen.

US-Präsident Donald Trump und der neue Oberste Richter Brett Kavanaugh

US-Präsident Donald Trump (r.) und der neue Oberste Richter Brett Kavanaugh bei der Vereidigung

DPA

US-Präsident Donald Trump hat sich nach dem turbulenten Bestätigungsprozess beim neuen Obersten Richter Brett Kavanaugh entschuldigt. "Im Namen unserer Nation möchte ich mich bei Brett und der gesamten Kavanaugh-Familie für den furchtbaren Schmerz und das furchtbare Leid entschuldigen, das sie durchstehen mussten", sagte Trump bei der Vereidigungszeremonie im Weißen Haus.    

Der erzkonservative Richter sagte, der Bestätigungsprozess im US-Senat sei "kontrovers und emotional" gewesen. "Dieser Prozess ist beendet." Er nehme das Amt mit "Dankbarkeit und ohne Verbitterung" an. Kavanaugh versprach, als Richter am Supreme Court ein "Mannschaftsspieler" zu sein. Er wolle auf seinem Posten am höchsten US-Gericht unparteiisch agieren. "Jeder Amerikaner kann sich sicher sein, dass ich ein unabhängiger und unparteiischer Richter sein werde", sagte Kavanaugh bei seiner feierlichen Vereidigung in Washington. Er sei nicht ernannt worden, um einer Seite oder einem Interesse zu dienen, sondern um dem Land zu dienen.

Brett Kavanaugh ist nun Richter auf Lebenszeit

Der US-Senat hatte Kavanaugh am Samstag nach einer beispiellosen parteipolitischen Auseinandersetzung mit knapper Mehrheit als Richter für den obersten Gerichtshof der USA bestätigt. Noch am gleichen Tag war er in einer nicht-öffentlichen Zeremonie bereits im kleinen Kreis vereidigt worden. Nun folgte die feierliche und öffentliche Vereidigung im Weißen Haus. Am Dienstag soll er offiziell seinen Posten am Supreme Court antreten.

Mehrere Frauen werfen Kavanaugh sexuelle Übergriffe während seiner Schul- und Studienzeit vor. Der Richter weist die Anschuldigungen vehement zurück.

Der 53-jährige Yale-Absolvent ist fortan Richter auf Lebenszeit am Supreme Court. Das Oberste Gericht, in dem die Konservativen nun in der Überzahl sind, entscheidet über wichtige Fragen wie das Recht auf Abtreibung oder auf Waffenbesitz.

wue / DPA / AFP