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Deutsch-russischer Dialog: Zeiten der Sprachlosigkeit soll vorbei sein

In Niedersachsen startet heute das deutsch-russische Gesprächsforum "Petersburger Dialog". Zu der dreitägigen Veranstaltung treffen sich deutsche und russische Vertreter aus Kirchen, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik.

Zeiten der Sprachlosigkeit soll es zwischen Deutschland und Russland nie wieder geben. Als der "Petersburger Dialog" 2001 vom ehemaligen russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ins Leben gerufen wurde, gab es für die Institution ein Vorbild: die deutsch-britischen Königswinter Konferenzen. Sie entstanden 1950 und verbesserten die Beziehungen der ehemaligen Kriegsgegner nachhaltig.

Der "Petersburger Dialog" hat insgesamt acht Arbeitsgruppen mit Themen wie Bildung, Kultur oder Medien und versteht sich als offenes Diskussionsforum. Einmal im Jahr kommen mehr als 100 Teilnehmer abwechselnd in beiden Ländern zusammen. Premiere hatte der Dialog in St. Petersburg, zuletzt wurde 2010 in Jekaterinburg am Ural getagt. Jetzt wird das Treffen, die elfte Hauptkonferenz, erstmals in Niedersachsen - in Wolfsburg und Hannover - veranstaltet.

Die Teilnehmer der Konferenz werden von den deutsch-russischen Lenkungsausschüssen eingeladen. Auf deutscher Seite leitet der letzte DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière (CDU) den Ausschuss, auf russischer Seite Vize-Regierungschef Viktor Subkow.

ste/DPA / DPA