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Unterstützung für das Baltikum: Deutsche Welle im Kampf gegen russische TV-Propaganda

Sie schauen russisches Fernsehen wegen der Gameshows - und kriegen nebenbei Propaganda aus dem Kreml serviert. Russische Minderheiten im Baltikum sollen nun mit deutscher Hilfe unterhalten werden.

Russische Minderheiten im Baltikum informieren sich ausschließlich über die vom Kreml gleichgeschaltete TV-Sender - das soll sich jetzt ändern

Russische Minderheiten im Baltikum informieren sich ausschließlich über die vom Kreml gleichgeschaltete TV-Sender - das soll sich jetzt ändern

Trotz Mitgliedschaft in der EU und Nato sorgen sich die baltischen Staaten, dass Moskau nach der Intervention in der Ukraine nun auch ihre eigenen Landesgrenzen ins Visier nehmen könnte. Vor allem in Estland und Lettland, wo ein Drittel der Bevölkerung russischer Herkunft ist, steigt die Angst, dass sich der Kreml über dieses Drittel "Zutritt" zum Land verschaffen könnte.

Die russischen Minderheiten, zu denen auch Weißrussen und Ukrainer zählen, beziehen ihre Informationen fast ausschließlich über die vom Kreml gleichgeschalteten russischen TV-Sender. Beliebt sind diese vor allem aufgrund ihrer professionell produzierten Spielshows, russische Propaganda wird unauffällig nebenbei serviert.

Die baltischen Staaten wollen sich dagegen zur Wehr setzen, medial aufrüsten und eigene russische Sendungen anbieten. Unterstützung erhalten sie dabei laut "Spiegel" von der Deutschen Welle. Intendant Peter Limbourg soll in der estischen Hauptstadt Tallinn einen Kooperationsvertrag unterzeichnet haben. Zukünftig sollen auf dem öffentlich-rechtlichen Sender ERR Magazine wie das Lifestyle-Format "Euromaxx" oder die Nachrichtensendung "Geofaktor aktuell" ausgestrahlt werden. Angeblich wurde das Abkommen bereits im April von Außenminister Frank-Walter Steinmeier eingefädelt.

kgi