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FBI-Ermittlungen: Belastet der Russland-Bericht Donald Trump doch stärker als bislang bekannt?

Was steht tatsächlich im Russland-Bericht von US-Sonderermittler Robert Mueller? Angeblich soll die Zusammenfassung Ergebnisse verzerren, zudem seien die Anschuldigungen gegen Donald Trump schwerer als bekannt, berichtet die "New York Times".

Donald Trump: Der Bericht von Robert Mueller ist über 300 Seiten lang - das wirft Fragen auf

US-Präsident Donald Trump sieht sich entlastet durch den Bericht des Sonderermittlers Robert Mueller

AFP

Belastet der Russland-Bericht des US-Sonderermittlers Donald Trump stärker als bislang bekannt? Wie die "New York Times" (NYT) berichtet, seien einige Ermittler unzufrieden mit der Zusammenfassung, die das Justizministerium veröffentlicht hat. Von dem vertraulichen Bericht, der fast 400 Seiten umfassen soll, ist bislang nur eine vierseitige Kurzversion bekannt. Die aber würde die Untersuchungsergebnisse nicht adäquat wiedergeben, zitiert das Blatt anonyme Mitarbeiter von Sonderermittler Robert Mueller. Auch seien die Vorwürfe gegen den US-Präsidenten schwerer als sie der Justizminister William Barr dargestellt habe.

Falscher Eindruck entstanden

Robert Mueller war fast zwei Jahre lang der Frage nachgegangen, ob es bei den mutmaßlich russischen Versuchen der Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahl 2016 geheime Absprachen zwischen Moskau und Trumps Wahlkampflager gab. Ende März hat er seine Arbeit beendet und einen vertraulichen Bericht an Justizminister William Barr übergeben. Der wiederum hat davon ein vierseitiges Resümee veröffentlicht. Daraus geht hervor, das Trump keine wissentliche Zusammenarbeit mit Moskau nachgewiesen werden kann. Entlastet aber wird der US-Präsident explizit nicht, auch wenn Trump selbst das Gegenteil behauptet. Laut der "NYT" fürchten die befragten Beamten, dass sich in der Öffentlichkeit ein falscher Eindruck über ihre Untersuchungsergebnisse festsetzen könnte.

Donald Trump: Der Bericht von Robert Mueller ist über 300 Seiten lang - das wirft Fragen auf

US-Präsident Donald Trump sieht sich entlastet durch den Bericht des Sonderermittlers Robert Mueller

AFP

Vermutlich wird der vollständige Bericht aber in nächster Zeit vorliegen. Die demokratische Partei, die im US-Repräsentantenhaus die Mehrheit haben, hat die Herausgabe angefordert - ohne maßgebliche Schwärzungen, an denen das FBI und das Justizministerium aus gesetzlichen Gründen derzeit sitzen. Der Beschluss der Abgeordneten soll ebenfalls die Vorlage von Material mehrerer Personen aus dem Trump-Umfeld erzwingen, unter anderem seiner früheren Kommunikationschefin Hope Hicks.

Donald Trump sieht sich entlastet

Trump hatte erklärt, er betrachte Muellers Bericht als "komplette Entlastung" von allen Vorwürfen gegen ihn im Zusammenhang mit Russland. Er beschuldigt die Demokraten, sie seien besessen davon, ihm etwas anzuhängen, und ließen sich durch nichts zufriedenstellen. Im Justizministerium sei man der "NYT" zufolge aber unzufrieden mit Sonderermittler Mueller, weil der den Präsidenten weder be- noch entlastet hatte. Bei der Frage, ob sich Trump mit der Entlassung von FBI-Chef James Comey der Justiz-Beeinflussung schuldig gemacht hat, entschied erst Justizminister Barr auf unschuldig - im Zweifel für den Angeklagten.
Quellen: "New York Times", DPA

 

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nik