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Trumps Ukraine-Affäre: Dieser trockene Konter sorgte für den einzigen Lacher bei der Impeachment-Anhörung

Es war eine ernste Angelegenheit: Stundenlang wurden hochrangige Diplomaten vom Kongress zur Ukraine-Affäre um Donald Trump befragt. Doch gelacht wurde auch. Zumindest ein Mal.

Jim Jordan (l.) und Peter Welch bei der Anhörung im US-Kongress

US-Medien sprachen von einem "historischen" Ereignis: Im Kongress in Washington hat die erste öffentliche Zeugenanhörung im Rahmen der Impeachment-Ermittlungen gegen Donald Trump stattgefunden. Vor laufenden Fernsehkameras soll in den kommenden Wochen geklärt werden, ob der US-Präsident eine geplante Militärhilfe für die Ukraine als Druckmittel einsetzte, um juristische Schritte in Kiew gegen den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden und dessen Sohn Hunter zu erzwingen.

Mehr als fünf Stunden langt befragten Abgeordnete der regierenden Republikaner und der oppositionellen Demokraten den geschäftsführenden US-Botschafter in der Ukraine, William Taylor und den Diplomaten George Kent und griffen sich dabei auch gegenseitig scharf an. Die Stimmung zwischen den politischen Lagern war angespannt, denn schließlich geht es bei den Untersuchungen darum, ob gegen den republikanischen Präsidenten, den mächtigsten Mann der Welt ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet wird. Doch gegen Ende der Sitzung brach herzhaftes Gelächter im Saal aus. Auslöser war die schlagfertige Antwort des Demokraten Peter Welch nach einer Attacke des Republikaners Jim Jordan.

Jim Jordan versucht, Donald Trump zu verteidigen

Jordan warf den Demokraten vor, dass der Informant, der die Ukraine-Affäre ins Rollen gebracht hat, anonym bleibe und nicht von den Republikanern befragt werden könne. Es gebe einen Zeugen, den der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses Adam Schiff, der die Ermittlungen der Demokraten leitet, nicht vor den Abgeordneten und dem amerikanischen Volk aussagen lassen würde, monierte Jordan. "Das ist der Typ, der das alles angefangen hat, der Whistleblower."

Viele der Teenager bei dieser Veranstaltung in Ohio sind sich schon sicher, wen sie 2020 wählen werden: Donald Trump.

Auf Jordans Ausführungen antworte der 72 Jahre alte Welch und er nutzte die Beschwerde seines Vorredners als Steilvorlage:

"Ich möchte meinem Kollegen sagen: 'Ich wäre froh, wenn die Person, die das alles angefangen hat, hereinkommen und aussagen würde'", erklärte Welch trocken. "Präsident Trump ist herzlich eingeladen, gleich hier Platz zu nehmen."

Im Plenum brach daraufhin Gelächter aus und auch auf Twitter ließ der Spott nicht lange auf sich warten:

mad