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Interview auf Fox: Donald Trump räumt ein, den Mauerbau nicht gut kommuniziert zu haben

Donald Trump fühlt sich missverstanden und sagt, vielleicht sei das sein Fehler. In einem Interview mit dem Sender Fox News präzisierte er die Mauerpläne  an der Grenze zu Mexiko: "Wir wollen die Bösen draußen haben", so der US-Präsident.

Donald Trump

Donald Trump sagt über die Mauer zu Mexiko: "Wir wollen die Bösen nicht über die Grenze lassen"

Donald Trump hat in einem Interview eingeräumt, die geplante Mauer an der mexikanischen Grenze schlecht verkauft zu haben. "Ich glaube nicht, dass es gut kommuniziert war", sagte der US-Präsident dem konservativen Sender Fox News, "vielleicht ist es mein Fehler". Es gehe darum, Drogen- und Menschenhändlern, in einigen Fällen auch Mördern, den Zutritt zu den Vereinigten Staaten zu verwehren. "Wir wollen die Bösen draußen haben", so Trump. Das sei in der Wahrnehmung zu kurz gekommen.


Donald Trump und sein Lieblingsgegner, die Presse

In dem Gespräch, das am Dienstagmorgen (US-Zeit) ausgestrahlt wurde, wettert Trump erneut gegen seinen Lieblingsgegner: die Presse. Gefragt, ob er tatsächlich glaube, dass viele Journalisten einfach Geschichten und Quellen erfinden würden, sagte er: "Ich glaube, dass die Medien manchmal keine Quellen haben. Ich glaube, sie sind pure Fiktion. Aus dem Nichts hervorgezaubert." Damit bleibt Trump seiner Linie treu, die Presse für die Pannen seiner bisherigen Präsidentschaft verantwortlich zu machen. In den vergangenen Wochen hatte er zwar immer wieder eingeräumt, dass es im Weißen Haus Informanten gebe, die Interna an die Medien weiterleiten würden. Die Berichterstattung über die so gewonnenen Informationen aber nennt er "Fake News", also gefälschte Meldungen.


Fox News hakte bei diesem Thema nach. Konkret wurde er auf das Vorgehen seines Pressesprechers Sean Spicer angesprochen, der offenbar die Handys seiner Mitarbeiter kontrollieren lässt, um die undichten Stellen aufzuspüren. Dazu sagte Trump: "Sean Spicer ist ein anständiger Mensch, aber ich hätte es anders gemacht. Sean regelt die Dinge auf seine Weise und ich respektiere das." Bei der Suche nach denjenigen, die aus den Zirkeln der Macht plauderten, sei seine Regierung bereits auf einem guten Weg, so der US-Präsident. Bereits vorab war aus dem Interview bekannt geworden, dass er auch glaube, Ex-Präsident Barack Obama stecke zudem hinter den Protesten, die seit Wochen gegen Trump organisiert würden.

54 Milliarden Dollar fürs Militärbudget


Gewohnt optimistisch äußerte sich Donald Trump über die Zukunft der US-Armee. "Wenn ich fertig bin, werden wir das beste Militär aller Zeiten haben." Um 54 Milliarden Dollar soll das Budget erhöht werden, gegenfinanziert durch Kürzungen bei der Entwicklungshilfe und bei der Umweltbehörde. "Wir werden von anderen Staaten sehr, sehr unfair behandelt. Wir kümmern uns um deren Armeen, aber bleiben auf den Kosten sitzen", so Trump. Und fügte, ohne Namen zu nennen, hinzu: "Es sind wohlhabende Länder." Der US-Präsident spielt damit auf den Streit um die Höhe der Verteidigungsausgaben innerhalb der Nato an. Laut Vertrag soll jedes Mitglied zwei Prozent seines Haushalts für Rüstung ausgeben, doch die meisten Länder halten sich nicht daran. In Deutschland etwa liegt der Anteil nur bei 1,2 Prozent.

Grenze zu Mexiko: Hey President Trump, darum sind Mauern ein richtig alter Hut!
nik