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Kapitolsturm am 6. Januar 2021 Ex-Mitarbeiterin packt über Weißes Haus aus – Donald Trump sagt, sie habe "psychische Probleme"

Donald Trump auf Wahlkampfbühne
Eine Maga-Kappe für die Fans: Donald Trump auf der Wahlkampfbühne in Mendon, Illinois.
© Michael B. Thomas/Getty Images / AFP
Cassidy Hutchison, Assistentin von Donald Trumps Stabschef, hat schwere Vorwürfe gegen den damaligen Präsidenten während des Kapitolsturms am 6. Januar 2021 erhoben. Nun wehrt der sich dagegen – auf seine ihm eigene Art.

Donald Trump hat die ehemalige Mitarbeiterin des Weißen Hauses, Cassidy Hutchinson, die gegen ihn vor dem Untersuchungsausschuss zur Kapitol-Attacke ausgesagt hat, mit scharfen Worten angegriffen. Die Frau sei eine "Verrückte" und lebe in einer "Fantasiewelt", sagte der Ex-US-Präsident in einem Interview mit dem rechtspopulistischen TV-Sender Newsmax. "Sie hat ernsthafte Probleme, ich will es mal so ausdrücken, psychische Probleme." Die 26-jährige hatte mit einer eindrücklichen Aussage vor dem Gremium für Aufsehen gesorgt.

Wusste Donald Trump, dass es zu Gewalt kommen würde? 

Hutchinson zufolge soll sich Trump vorab über mögliche Gewaltausbrüche am 6. Januar 2021 im Klaren gewesen sein. Er habe gewusst, dass die Demonstranten bewaffnet waren. Sie beschrieb diverse Szenen, die sie nach eigenen Angaben selbst im Weißen Hausen erlebt hatte, und gab Gespräche wieder, die sie ihren Angaben nach selbst gehört hatte. Republikaner und Trump werfen ihr hingegen vor, ihre Informationen nur aus zweiter Hand zu haben. Der Ex-Staatschef sagte immer wieder, dass er Hutchinson kaum kenne. Diese arbeitete als Assistentin im Weißen Haus für Stabschef Mark Meadows, eine Art rechte Hand des US-Präsidenten.

Trump hat sich vor allem auf einen Teil der Aussage eingeschossen, den Hutchinson nur unter Berufung auf ein Gespräch mit einem Kollegen und dem zuständigen Secret-Service-Beamten schilderte. Demnach soll Trump am 6. Januar 2021 in seinem gepanzerten Geländewagen versucht haben, dem Fahrer ins Lenkrad zu greifen. Trump streitet das ab. Mehrere Medien berichteten auf nicht namentlich genannte Quellen, dass die beiden zuständigen Secret-Service-Beamten den Vorwurf ebenfalls zurückweisen würden. Öffentlich hat sich allerdings bisher keiner der beiden dazu geäußert.

Fünf Menschen kamen beim Kapitolsturm ums Leben

Anhänger Trumps hatten am 6. Januar 2021 gewaltsam den Parlamentssitz in der Hauptstadt Washington gestürmt. Dort war der Kongress zusammengekommen, um den Wahlsieg von Trumps demokratischem Herausforderer Joe Biden bei der vorausgehenden Präsidentschaftswahl zu zertifizieren. Durch die Krawalle kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. Trump hatte seine Anhänger kurz zuvor bei einer Kundgebung damit aufgewiegelt, dass ihm der Wahlsieg gestohlen worden sei. Der Ausschuss arbeitet die Attacke auf.

nik DPA

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