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"Lügner und Durchstecher" Donald Trump teilt wieder heftig aus - gegen die Opposition und die eigenen Leute

Donald Trump gibt umstrittenes Memo frei - was in dem brisanten Papier steht
US-Präsident Donald Trump hat ein umstrittenes Memo freigegeben - dahinter steckt womöglich Kalkül
© AFP
Die Republikaner haben ein Donald-Trump-freundliches Memo veröffentlicht, nun wollen die Demokraten ihre Version herausbringen. Doch diese Aussicht macht den US-Präsidenten etwas nervös. Heftig wie lange nicht, teilt er auf Twitter aus.

Der staatsmännische Donald Trump, der Abgeordneten die Hand zur Versöhnung reicht, war gestern. Auf Twitter zeigt sich der US-Präsident wieder von seiner alten, rüden Seite. Im sich zuspitzenden Streit um die Folgen der Russland-Affäre hat er schwere Angriffe gegen die oppositionellen Demokraten gerichtet. Der Kongressabgeordnete Adam Schiff, Mitglied im Geheimdienstausschuss des Abgeordnetenhauses, sei ein Lügner, schrieb Trump auf Twitter.  "Er trachtet verzweifelt danach, sich für Höheres zu empfehlen", heißt es in dem Post des US-Präsidenten. In dem Rundumschlag bezichtigt er auch den früheren FBI-Chef James Comey, den früheren Geheimdienstkoordinator James Clapper, den früheren CIA-Chef John Brennan - allesamt über Parteigrenzen hinweg hoch angesehen - "Lügner und Durchstecher" zu sein.

Die Demokraten wollen ihr Papier veröffentlichen

Hintergrund ist, dass die Demokraten ein Papier veröffentlichen wollen, dass sich mit den Russland-Ermittlungen beschäftigt, in dessen Mittelpunkt auch das Wahlkampf-Lager von Donald Trump steht. Am Freitag hatten Trumps-Republikaner ein Papier veröffentlicht, dass von Opposition und Fachleuten als irreführend bezeichnet wurde. Darin werden die FBI-Ermittlungen im Umfeld eines für Trump belastenden Dossiers diskreditiert. Trump versucht damit, die ihn für ihn ungünstige Arbeit von FBI-Sonderermittler Robert Mueller in der Russland-Affäre zu beeinflussen. Er greift so aber vor allem auch den Republikanern nahestehende Beamte, etwa Vize-Justizminister Rod Rosenstein und Mueller, an.

Adam Schiff, ein Demokrat aus Kalifornien, biss zurück - ebenfalls auf Twitter: "Mr. President, wie ich sehe, haben sie heute morgen viel zu tun. Statt Verleumdungen zu tweeten, würde es das amerikanische Volk schätzen, wenn sie den Fernseher ausschalten und dabei helfen würden, die Finanzierungsprobleme (des Gesundheitswesen, d.Red.) zu lösen, Dreamer zu schützen oder irgendwas anderes.

Gerät Donald Trump in delikate Situation?

Noch am Montag nun soll der Geheimdienstausschuss über das Demokraten-Papier abstimmen, dessen Veröffentlichung er bereits einmal abgelehnt hat. Sollten die Demokraten genug Republikaner auf ihre Seite ziehen können, wäre Trump in der delikaten Situation, dass er selbst die Veröffentlichung eines für ihn möglicherweise belastendes Papieres verhindern müsste. Dies brächte ihn in Erklärungsnöte.

"Lügner und Durchstecher": Donald Trump teilt wieder heftig aus - gegen die Opposition und die eigenen Leute
nik/DPA

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