HOME
Reportage

Wahlkampf in den USA: Die Schöne und das Biest

Donald Trump erniedrigt Freund wie Feind, er hält die eigene Partei als Geisel - und ist dennoch zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner gekürt worden. Bei seiner Kampagne verlässt er sich nur auf sich selbst. Und auf seine Familie.

Donald Trump nd Melania Trump

Bei der Eröffnung des Parteitag der US-Republikaner betritt Donald Trump mit seiner Frau Melania die Bühne: Mittlerweile wurde er von seiner Partei offiziell als Präsidentschaftskandidat nominiert.

Neulich war Familie Trump zu einer Diskussionsrunde auf der Plaza vor der New York Town Hall eingeladen. Die Sonne schien, die Bühne war mit rotem Samt bespannt. Auf der rechten Seite saßen Donald und seine 24 Jahre jüngere Frau Melania. Links die Kinder: Tiffany, 22, Eric, 32, Ivanka, 34, und Donald junior, 38.

Nun wirken solche Veranstaltungen immer etwas hölzern, auch in Amerika. Doch irgendwann kommt der Moment, da menschelt es, da werden persönliche Details preisgegeben, schrullige Gewohnheiten, Familienrituale. Man hat als Zuschauer kurz das Gefühl, bei den Obamas oder Clintons oder Bushs mit am Frühstückstisch zu sitzen. Nicht aber bei den Trumps. Die Talkrunde glich einer sterilen TV-Seifenoper. Die Söhne saßen steif auf ihren Hockern, beide mit gegeltem Haar, die Frauen trugen nahezu identische Kostüme. Einer nach dem anderen lobpreiste Donald als "großen Anführer", "unglaublich", "inspirierend", "voller Energie", "ein Motivator". Derweil schaute Trump zum Himmel mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck, als würde ihm gerade eine warme Dusche über den Rücken laufen.

Trump glaubt, dass Blutsverwandtschaft die stärkste Verbindung zwischen Menschen ist. Die Mitglieder seiner Familie sind so ziemlich die Einzigen, denen er vertraut. Einmal sagte er: "Man kann die meisten Leute nicht respektieren, weil sie keinen Respekt verdienen. Ich erwarte von den Menschen immer das Schlimmste." Trumps Misstrauen gipfelt in einer Phobie, anderen die Hände zu schütteln. Nur bei öffentlichen Auftritten und wichtigen Verhandlungen überwindet er sich. Er begründet seine Abneigung mit der Angst vor Keimen. Doch sie sagt viel mehr über ihn aus. Trump scheint unfähig zur Empathie, unfähig, emotionale Nähe aufzubauen. Für ihn sind Menschen nur Statisten. Jeder spielt eine Rolle. Zu seiner gehört der Gigantismus, in dem er lebt, die gläsernen Wohntürme, seine Penthäuser, die 126-Zimmer-Residenz in Florida, die so kitschig eingerichtet ist, als wäre er der Sonnenkönig. In seinen Augen demonstriert das Stärke. Trump sagt: "Leben ist Wettkampf. Es geht ums Überleben. Immer nur ums Überleben." Das Grundgesetz seines Universums.

Donald Trump mit seiner Familie

Im US-Präsidentschaftswahlkampf kann Donald Trump auf die bedingungslose Unterstützung seiner Familie bauen


Nachdem Trump beim Republikaner-Parteitag in Cleveland nun auch offiziell zum "Frontrunner" im Kampf um das mächtigste Amt der Welt gekürt wurde, ist er umstritten wie seit Monaten nicht. Zwar kommt er in den landesweiten Umfragen noch immer auf 39 Prozent, vier Punkte hinter Clinton, doch in seiner Partei schrumpft der Rückhalt.

Viele Delegierte haben angekündigt, seine Wahl zu boykottieren, indem sie einfach zu Hause bleiben. Dabei gibt es bei den Conventions normalerweise ein Hauen und Stechen darum, wer eine Rede halten darf. Obama ebnete seine Ansprache 2004 den Weg zur späteren Präsidentschaft. Doch anlässlich der Trump-Nominierung war es fast unmöglich, genug Redner für die viertägige Veranstaltung zu finden. Das Internetportal Politico fragte bei mehr als 50 Delegierten nach. Einer der wenigen, die überhaupt bereit waren aufzutreten, sagte, wenn, dann aber gegen Trump.

Der republikanische Parteistratege Stuart Stevens war dennoch von Trumps Nominierung überzeugt. Er sagte aber auch: "Trump hat der Partei schweren Schaden zugefügt." Dass die Trump-Wähler trotz aller Kritik zu ihm stehen, liege nicht an ihren Überzeugungen, sondern daran, dass Trump mit ihren Ängsten spiele. Die Spitzenfunktionäre haben die Hoffnung inzwischen aufgegeben, dass sich ihr Frontrunner noch als würdig erweisen könnte. Die vergangenen Wochen haben klargemacht, dass es nur einen Donald Trump gibt. Den, der übertreibt und poltert, beleidigt und hetzt. Hillary Clinton: "Eine Betrügerin." Ihr Mann: "Ein Frauenschänder." Die Mexikaner: "Kriminelle." Die Muslime: Alle "mitschuldig" am Massaker von Orlando.

Auf die Kritik an ihm reagiert Trump gelassen. Selbst wenn die Republikaner seine Nominierung boykottiert hätten, hätte er ja auch als Unabhängiger antreten können. Er sagt: "Viele denken sowieso, ich sollte es allein machen." Wohlwissend, dass so ein Manöver das konservative Lager spalten würde. Die Partei kann sich winden und wenden - sie ist die Geisel Donald Trumps.

Manchmal wirkt es, als sei Trump wie eine politische Bombe vom Himmel gefallen, als habe er sich nur zur Eigen-PR um das Präsidentenamt beworben und sei vom Erfolg überrascht worden. Aber wer sich mit Trumps Biografie beschäftigt, begreift, dass er sich sein ganzes Leben auf diesen Kampf vorbereitet hat. Einen Kampf, der womöglich sein letzter und mit Sicherheit sein größter ist. Als wäre das der eigentliche Sinn seines Daseins.

Michael D’Antonio sitzt in einem Sushi-Restaurant auf Long Island und tunkt einen Lachsstreifen in Sojasauce. Er hat eine Biografie über Trump geschrieben und ist vermutlich der letzte unabhängige Geist, der dem Immobilien-Tycoon nahe kam. D’Antonio begleitete Trump über Wochen. Einmal, auf dem Weg von seinem Penthouse im 66. Stock des Trump Tower zu seinem Büro in der 26. Etage - Trump muss dafür zwei Fahrstühle benutzen -, blieb er vor einem Bild stehen: "Das müssen Sie sehen!" Es war ein gerahmter Brief Richard Nixons, geschrieben 1987, gerichtet an den "lieben Donald". Der Ex-Präsident erzählt darin, wie begeistert seine Frau von einem Talkshow-Auftritt Trumps war. Er schrieb: "Mrs Nixon sagt voraus, dass Sie siegen werden, wann immer Sie für das Präsidentenamt kandidieren." Andächtig blickte Donald Trump auf den Text. "Sehen Sie, eine so große Persönlichkeit hat schon an mich geglaubt."

D’Antonio erinnert sich: "Trump sprach von Nixon voll unkritischer Bewunderung. Es spielte für ihn keine Rolle, dass Nixon zurücktreten musste, dass er ein Krimineller war. Trump ist ein Mensch ohne Ideale. Er hat keine Vision, wohin er Amerika bewegen will. Seine Kandidatur wird einzig von der Sucht nach Erfolg getrieben." Man muss in seine Kindheit zurückblicken, um zu verstehen, warum das so ist. Die Trumps besaßen bereits in den 50er Jahren riesige Blocks mit Hunderten Wohnungen im New Yorker Stadtteil Queens. Vater Fred hatte das Imperium aufgebaut. Der junge Donald liebte es, mit ihm im dunkelblauen Cadillac umherzufahren, um die Baustellen zu inspizieren. Trump senior sammelte Nägel vom Boden, um sie den Zimmerleuten zurückzugeben. Er habe nichts zu verschenken.

Donald Trump und Melania

Melania ist Donald Trumps dritte Ehefrau: Sie heirateten 2005 in der Familienresidenz in Florida.


Vater und Sohn trieben gemeinsam die Schulden von säumigen Mietern ein. "Du bist ein König. Sei ein Killer", schärfte der Vater dem Jungen ein. Mit 13 schickte er ihn auf die Militärakademie. "Da haben sie uns die Knochen aus dem Leib geprügelt", erinnert sich Trump. Er behauptet, sein Vater hätte das als letztes Mittel gesehen: "Weil ich so wild und rebellisch war." Aber Mitschüler beschreiben Donald im Gegenteil als "diszipliniert". Immer saubere Schuhe, er war gut im Baseball, rauchte nie, trank nicht. Es scheint, dass Fred Trump nur sichergehen wollte, dass in Donald ein perfekter Nachfolger, ein Killer, für sein Unternehmen heranreift.

"Killer sein" - das zählt für Donald Trump

Welches Schicksal in seiner Welt Verlierern droht, lernte Donald Trump am Beispiel des eigenen Bruders. Der acht Jahre ältere Fred junior, "Freddy", war ein sanftmütiger Mann, freiheitsliebend. Doch alles, was er anfing, missfiel dem Vater. Die italienischen Freunde waren nicht gut genug, ein Trump hatte keinen Umgang mit Südländern. Freddy wollte Pilot werden. Für den Vater war das kein Beruf. Donald lästerte: "Das ist wie Busfahrer." Freddy machte dennoch seinen Pilotenschein, flog für TWA, doch dem Druck in der Familie hielt er nicht stand. Er begann zu trinken, verlor seinen Job. Am Ende arbeitete er für das Trump-Imperium in einem Wartungstrupp. 1981 starb er mit 43 an einem Herzinfarkt. Wenn Donald Trump sich heute an seinen Bruder erinnert, dann voller Mitleid: "Freddy war ein wunderbarer Mensch. Aber er war einfach kein Killer."

Ein "Killer" zu sein - für Trump das größte Kompliment. Sein Wahlkampfteam ist ein Fight-Club skrupelloser Männer. Alle lang jährige Gefährten. Kürzlich musste er seinen Kampagnen-Chef Corey Lewandowski entlassen. Lewandowski, der mit seinem Bürstenhaarschnitt aussieht wie ein US-Marine, war seit Monaten untragbar, seit er eine Journalistin gewaltsam aus einer Veranstaltung warf. Dann ist da Roger Stone, 63, Experte für schmutzige Gerüchte, er trägt das Antlitz Richard Nixons als Tattoo auf dem Rücken. Stone lanciert Internetblogs und Artikel über das Sexleben der Clintons.

Schließlich Paul Manafort, 67, strategischer Ratgeber. Trumps graue Eminenz. Manafort arbeitete für den philippinischen Diktator Ferdinand Marcos. Nach der Orangenen Revolution in der Ukraine ließ er sich von Wiktor Janukowitsch anheuern, dem damals unterlegenen Mann des korrupten Regimes. Mit Manaforts Hilfe gewann Janukowitsch die Präsidentenwahl 2010. Doch am Ende musste er vor seinem eigenen Volk flüchten. Unvergessen sind die Bilder vom Sturm auf seinen Palast. Es sah bei Janukowitsch nicht anders aus als bei den Trumps.

An der Schnittstelle zwischen Familie und Wahlkampfteam steht Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, verheiratet mit Ivanka. Kushner, 35, ist wie Trump Erbe einer Immobiliendynastie. Er hat keine offizielle Rolle in der Kampagne, doch wer immer zu Trump vordringen will, ob Parteihierarch, Berater, Spender: Der Weg führt fast immer über Kushner.

Dieser Tage wird viel spekuliert, wie reich Trump tatsächlich ist. Weil sein Unternehmen nicht an der Börse notiert ist, sind die Zahlen nicht öffentlich. In den USA ist es üblich, dass Politiker ihre Steuererklärung und damit ihr Vermögen offenlegen. Doch Trump weigert sich. Angeblich haben seine Anwälte wegen einer Steuerprüfung abgeraten. In Wahrheit dürfte Trump befürchten, dass so ans Tageslicht käme, wie viel Geld er wirklich hat. Nämlich längst nicht die "zehn Milliarden", von denen er ständig spricht. Trump definiert sich über seinen Reichtum: die Villen, Penthäuser, seine Boeing 757. Und natürlich die schönen Frauen an seiner Seite.

Als er 2005 seine dritte Gattin Melania, ein slowenisches Model, in der Familienresidenz in Florida heiratete, trug sie ein Kleid für 200.000 Dollar, die Grand-Manier-Schokoladen-Trüffel-Torte wog 90 Kilo und war verziert mit 3000 geeisten Rosen. Ein Jahr später gebar Melania Trumps dritten Sohn. Doch wer das Paar erlebt, hat das Gefühl, die bildhübsche Brünette ist nur seine Trophäe. Vor Journalisten befiehlt Trump ihr schon mal: "Sag, dass ich ein guter Ehemann bin." Was er von Partnerschaft erwartet, erklärte Trump einmal so: "Ich arbeite den ganzen Tag, da will ich abends nicht auch noch in meiner Ehe arbeiten." 

Sein letzter ernsthafter Gegenkandidat um die Nominierung, der Texaner Ted Cruz, ließ ein Foto von der halb nackten Melania veröffentlichen: "Sehen Sie unsere nächste First Lady!" Trump twitterte daraufhin ein Foto von Cruz’ Gattin Heidi, auf dem sie wie eine Furie aussah, und schrieb dazu trocken: "Meine Frau ist schärfer." 

Donald Trump

Viermal ist Donald Trump mit seinen Unternehmungen bankrott gegangen. Journalisten, die öffentlich an seinem Reichtum zweifelten, hat er auf Schadensersatz verklagt.


Die Zeitschrift "Fortune" schätzt Trumps Vermögen auf 3,7 Milliarden Dollar. Den größten Anteil machen Immobilien in Manhattan aus, der Trump Tower ist 400 Millionen Dollar wert, dann seine zehn Golfplätze (500 Millionen), die Mar-a-Lago-Residenz (300 Millionen). Nicht eingerechnet sind Trumps Schulden. Viermal ist er mit seinen Unternehmungen bankrott gegangen. Journalisten, die öffentlich an seinem Reichtum zweifelten, hat er auf Schadensersatz verklagt. Die ganze Wahrheit kennt nur ein kleiner Kreis seiner Manager, die im Trump-Hauptquartier an der Fifth Avenue arbeiten. Dass Fremde dort Einblick bekommen, ist selten. Randal Pinkett ist einer der wenigen.

An einem windigen Nachmittag in New Jersey empfängt Pinkett, ein athletischer Schwarzer, in seiner Unternehmensberatung hinter einem aufgeräumten Schreibtisch. Er war Sieger der vierten Staffel von "The Apprentice" (der Lehrling), jener Reality-Show, die bis 2015 auf NBC lief und bei der Trump jeweils einen Manager für sein Unternehmen auswählte. Berühmt war die Sendung für den Moment, in dem Trump jemanden vor die Tür setzte. Das klang so: "Du bist zu schwach für diese Stadt. Du bist gefeuert!" 

Pinkett wurde die Renovierung seiner drei Casinos übertragen, ein 110-Millionen-Dollar-Projekt. Ein Jahr arbeitete er mit Trump zusammen. Als er ihm das erste Mal ohne Kameras begegnete, saß der Tycoon konzentriert am Schreibtisch. Pinkett zog einen Stuhl heran, Trump sah kaum zu ihm auf. Er blätterte in einem Stapel Zeitungen, in dem mit gelben Zetteln Artikel markiert waren. Als Pinkett seine Projektstrategie vortrug, blätterte Trump weiter, ohne ihn zu beachten. Neugierig, was so viel interessanter war, reckte Pinkett den Hals. "Ich vermutete Aktienanalysen", erinnert er sich, "aber es waren alles Artikel über Donald." 

Die Atmosphäre im Trump-Headquarter beschreibt Pinkett als streng hierarchisch. "Es gab nie Diskussionen. Donald ist umgeben von einem kleinen Kreis weißer Männer, die sich benehmen, kleiden, reden und denken wie er. Sie sind ihm treu ergeben. Ich war der einzige Afroamerikaner. Ich glaube nicht, dass Donald was gegen Farbige hat. Sie interessieren ihn nur einfach nicht. So wie ihn niemand interessiert, der anders ist als er." Wenn Trump in Europa weilte, nahm er keine Rücksicht auf den Zeitunterschied und rief auch morgens um drei an. Beschwert hat sich nie jemand. Dafür wird gut bezahlt. 250.000 Dollar verdiente Pinkett im Jahr. Er sagt: "Der Preis dafür ist uneingeschränkte Loyalität." 

Donald Trump

Trumps Phobie leidet an einer Phobie, anderen Menschen die Hände zu schütteln.  Nur bei öffentlichen Auftritten und wichtigen Verhandlungen überwindet er sich.

Trump hat eine noch nie da gewesene Brutalität in den US-Wahlkampf gebracht. Es ist wie die Fortsetzung seiner Reality-Show. Die Zuschauer wollen Trump, den Killer, sehen. Der Jeb Bush mit den Worten von der Bühne fegte: "Er ist ein Niedrig-Energie-Mensch." Der mit einer Wasserflasche herumspritzt: "So schwitzt Senator Rubio." Der über Carly Fiorina lästerte: "Seht euch das Gesicht an! Wer würde so was wählen?“ Sie alle waren seine Gegenkandidaten. Trump fühlt sich in seiner Dreistigkeit so sicher, dass er sagt: "Ich könnte auf der 5th Avenue auf jemanden schießen und würde keine Wähler verlieren."

Noch steht nicht fest, ob Hillary Clinton ein Mittel gefunden hat, Trump in den Debatten beizukommen. Drei wird es geben. Auf kluge Argumente reagiert Trump nicht. Er wechselt das Thema und geht zum Angriff über. Er nennt Clinton "die korrupteste Kandidatin aller Zeiten". Sie bezeichnet ihn als "Zeitbombe". Aber jeder, der versucht hat, Trump mit Gegen-Mobbing beizukommen, ist gescheitert. Zwar ist Trump dünnhäutig, Kritik macht ihn wütend, aber nicht nervös. Er sagt: "Ich denke positiv und verschwende keinen Gedanken ans Scheitern." 

Gewonnen hat Trump jetzt schon. Seine Nominierung ist ein grandioser Sieg. "Die Basis dafür war Trumps Bekanntheit", so sein Berater Roger Stone. "Ein uneinholbarer Vorsprung." Wohl niemand in den USA dominiert seit so vielen Jahrzehnten die Titelseiten der Magazine. Trumps Empörung über die "Lügenpresse" war immer gespielt. Er ist glücklich, solange nur groß berichtet wird. Seit Ende der 80er Jahre weiß praktisch jeder Amerikaner, wer Trump ist - seit der Trennung von seiner ersten Frau Ivana.

Es war eine Medienschlacht, wie sie die Welt noch nicht gesehen hatte. Höhepunkt war das Geständnis seiner Geliebten Marla Maples: "Der beste Sex, den ich je hatte." Zuvor hatte Ivana die 14 Jahre jüngere Maples im Restaurant "Bonnie’s" auf einer Skipiste in Aspen gestellt. "Lass die Finger von meinem Mann, Hure!", fauchte sie. Trump versuchte sich aus dem Staub zu machen. Doch Ivana war die bessere Skiläuferin und holte ihn ein. Während sie ihn anbrüllte, standen die Gäste des "Bonnie’s" auf dem Balkon und klatschten Beifall.

Die Familie in der Manege

Ivana Trump, geborene Zelnícková, Model und Skilehrerin, ist die Mutter seiner drei ältesten Kinder. Bei ihr wuchsen sie auf. Es ist vielleicht die größte Leistung Donald und Ivana Trumps, dass die drei nie durch Drogen- oder Alkoholexzesse Schlagzeilen machten. Ivana Trump, die zurückgezogen in New York lebt, sagt: "Meine Regel war: Zu Hause nie schlecht über Donald reden." Heute sitzen alle ihre Kinder im Vorstand des Trump-Unternehmens. In einer Talkshow wurde Trump gefragt, ob es einen Favoriten für seine Nachfolge gibt. Das sei Wettkampf, sagte er.

Donald junior verwaltet Immobilien, Eric Golfplätze, Ivanka hat außerdem ihre Modelinie und ist das hübsche Gesicht des Trump-Imperiums. Als die 34-Jährige zu Beginn des Jahres mit ihrem dritten Kind hochschwanger war, schleppte Trump sie von einer Wahlveranstaltung zur nächsten. "Vielleicht bekommt sie ihr Kind ja heute hier", sagte er vor seinen Anhängern. Wären die Trumps eine Zirkusfamilie, Ivanka käme jeden Abend auf einem Elefanten in die Manege geritten.

Trump-Biograf Michael D’Antonio hat alle Kinder interviewt. Immer wenn sie von ihrem Vater sprachen, sahen sie ehrfürchtig zur Decke. Sie haben ihre Büros in der 25. Etage des Trump Tower, er ein Stockwerk darüber. "Zwischen Ivanka und ihrem Vater gibt es die engste Verbindung", sagt D’Antonio. "Sie liebt ihn auf rührende Art. Natürlich wissen alle, dass ihr Vater in den Augen vieler eine groteske Figur ist. Aber Ivanka ist besonders verletzt, wenn man sich über ihn lustig macht." Eric Trump himmele ihn am meisten an. "Das typische Jüngste-Sohn-Syndrom", meint D’Antonio. "Er hat seinen Vater mit Churchill verglichen." Der Älteste, Donald junior, sei der Einzige, bei dem er so etwas wie rebellischen Instinkt gespürt habe. "Vielleicht, weil er am meisten unter der Trennung seiner Eltern litt." Donald junior war zwölf damals und redete lange nicht mit dem Vater. Heute sagt er über ihn: "Es ist schwer, jemanden zu kritisieren, der so viele Home Runs geschafft hat."

Donald Trump sinniert oft über seine "Fähigkeiten“, seine "natürlichen Gaben", die ihn zum Sieger machten. Diese Auffassung herrscht in der ganzen Familie. Die Trumps sind überzeugt, anderen Menschen durch ihre Abstammung überlegen zu sein. "Ich glaube fest an die Rennpferd-Theorie", sagt Donald Trump junior. "Mein Vater hat unglaubliche Fähigkeiten, meine Mutter ebenfalls. Ich würde also davon ausgehen, dass mich mein Erbgut für Höheres prädestiniert." Das klingt überheblich. Doch in Wahrheit ist es tragisch. Wie unglücklich muss ein Mensch sein, der täglich von sich erwartet, Höchstleistungen zu bringen? Der jeden Tag in den Kampf zieht und überall nur Feinde wittert? Es ist das Schicksal, ein Trump zu sein.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(