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Drohneneinsatz im Jemen: USA töten mindestens sechs mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer

Mindestens sechs Kämpfer der Terrororganisation al Kaida sollen im Süden des Jemens von einer Drohne getötet worden sein. Weiterhin angespannt ist die Sicherheitssituation der Botschaften in dem Land.

Im Jemen haben die USA mit einem Drohnenangriff mindestens sechs mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder getötet. Nach Angaben von Stammesvertretern sollen sogar sieben Mitglieder von al Kaida bei den Angriffen im Süden des Landes getötet worden sein. Der unbemannte Flugkörper habe mindestens sechs Raketen auf zwei Fahrzeuge in einer abgelegenen Gegend rund 70 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Atak abgefeuert, berichteten am Mittwoch Vertreter örtlicher Behörden und Augenzeugen. Erst am Dienstag waren vier mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer durch einen Drohnenangriff getötet worden. Am selben Tag hatten die USA nach einer verschärften Terrorwarnung ihre Bürger aufgefordert, den Jemen sofort zu verlassen. Zudem zogen die USA und Großbritannien ihr Botschaftspersonal ab.

Seit dem 28. Juli sind bei US-Drohnenangriffen im Jemen mindestens 20 mutmaßliche Islamisten getötet worden. An dem Tag fielen mindestens vier Mitglieder der Gruppe Ansar al Scharia einem Raketenangriff zum Opfer. Die Gruppe steht in enger Verbindung zur al Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP), die als einer der aggressivsten Ableger der Extremistenorganisation gilt. Jemen, eines der ärmsten arabischen Länder, zählt zu der handvoll Staaten, in denen die USA mit Drohnen mutmaßliche Islamisten angreifen.

Nach Warnungen der USA hatten mehrere westliche Staaten ihre Vertretungen im Jemen bis auf weiteres geschlossen, darunter auch Deutschland. Vertreter der US-Sicherheitsbehörden sagten gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, Hintergrund der Warnungen seien abgefangene Botschaften zwischen dem neuen Al-Kaida-Chef Aiman al Sawahiri und der AQAP. US-Präsident Barack Obama sagte, die Bedrohungen seien so bedeutend, dass alle erdenklichen Vorsorgemaßnahmen getroffen worden seien. Zwar seien Fortschritte im Kampf gegen den Extremismus zu verzeichnen, "aber es gibt diesen radikalen, gewaltbereiten Extremismus da draußen noch", sagte er am Dienstag in einer NBC-Talkshow.

ono/Reuters/AFP / Reuters