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ECOWAS-Friedensmission: Letzte Hoffnung für Liberia

Sie sind die letzte Hoffnung der Liberianer auf ein Ende des Blutvergießens: die ECOWAS-Soldaten. Doch die westafrikanische Eingreiftruppe wird auch mit den Schatten vergangener Einsätze zu kämpfen haben.

Als 1990 erstmals Friedenssoldaten in Liberia eintrafen, wurden sie von den Bewohnern mit Begeisterungsstürmen empfangen. 13 Jahre später wird wieder eine westafrikanische Eingreiftruppe in dem Land stationiert. Wieder soll sie einen Konflikt beenden, in dessen Mittelpunkt Präsident Charles Taylor steht. Und wieder sind die Soldaten die letzte Hoffnung der Liberianer auf ein Ende des seit mehr als zehn Jahren andauernden Blutvergießens, dem mehr als 100.000 Menschen zum Opfer fielen.

Friedenstruppe aus sechs westafrikanischen Staaten

Insgesamt soll die Friedenstruppe aus sechs westafrikanischen Staaten einmal 3.250 Mann stark sein, die meisten von ihnen aus Nigeria, Ghana und Guinea. Unter der Führung Nigerias sollen die Soldaten in den kommenden Wochen über ganz Liberia verteilt werden, wie die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS am Montag mitteilte. ECOWAS überwachte bereits frühere Friedenseinsätze in der Region und ist auch für den bevorstehenden zuständig.

Dabei werden die ECOWAS-Soldaten unter anderem mit den Schatten vergangener Einsätze zu kämpfen haben. Denn damals wurden viele von ihnen beschuldigt, Zivilisten angegriffen, gefoltert und getötet sowie Häuser geplündert zu haben. Ihnen wurde vorgeworfen, 1990 der Entführung des damaligen liberianischen Präsidenten Samuel Doe tatenlos zugesehen zu haben. Doe wurde später von Anhängern seiner politischen Gegner brutal gefoltert und ermordet.

"Plünderei als Industriezweig"

Die Truppen hätten "die Plünderei in einen Industriezweig verwandelt", erinnert sich Magnus Wolfe Murray, Mitarbeiter der britischen Hilfsorganisation Merlin in der liberianischen Hauptstadt Monrovia. "Wenn Friedenssoldaten kommen, kommt es jedes Mal zu Plünderungen", sagt der 31 Jahre alte Geschäftsmann Mohammed Dauda. "Aber das ist uns egal. Solange der Frieden wieder hergestellt wird, ist uns jedes Mittel recht."

Ein Dorn im Auge ist vielen Bewohnern jedoch die nigerianische Führung der Eingreiftruppe. Er würde lieber die USA an der Spitze sehen, sagt Boye Nimely, ein 30 Jahre alter Lastwagenfahrer. "Ich mag die Nigerianer nicht. Wenn sie kommen, werden die Menschenrechte wieder verletzt werden - es sei denn, sie würden von den USA geführt, dann hätte jemand ein Auge auf sie."

Größere Herausforderungen als jemals zuvor

Die Herausforderungen an die Friedenssoldaten sind diesmal wohl größer als jemals zuvor. Zu den rund eine Million Einwohnern Monrovias kommen mehrere Hunderttausend Flüchtlinge. Etwa 1.000 Menschen sind bereits getötet worden, seit die Rebellen vor knapp zwei Monaten ihren Vormarsch auf die Hauptstadt starteten. In der Stadt gibt es inzwischen keine Stromversorgung mehr, Wasser und Lebensmittel werden knapp. Cholera und andere tödliche Krankheiten breiten sich aus.

Trotz des kontroversen Vorgehens der ECOWAS-Soldaten werden ihre früheren Einsätze international als erfolgreich anerkannt. Die Truppen trugen dazu bei, den zwischen 1991 und 2002 tobenden Bürgerkrieg in Sierra Leone zu beenden. Mitte der 90er Jahre verschafften sie Liberia einige Jahre der relativen Ruhe.

Spezielle Vorbereitungskurse für Soldaten

Auf die neue Mission wurden die Soldaten unter anderem mit speziellen Kursen in Politik, Sprachen und Kulturkunde vorbereitet. "Wir brauchen Friedenssoldaten und keine Kriegshetzer", sagte der ghanaische Ausbilder Oberstleutnant Connie Danso. "Wir versuchen, die Soldaten menschlicher und weniger schießfreudig zu machen. Eine Friedensmission ist schwierig und kann einen Soldaten aufzehren. Manchmal treten ihm die Leute, die er beschützen soll, feindselig gegenüber."

Edward Harris und Jonathan Paye-Layleh
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.