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Erdogans AKP Wikileaks veröffentlicht tausende E-Mails der türkischen Regierung

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan geht hart gegen die Putschisten in der Türkei vor
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan geht hart gegen die Putschisten in der Türkei vor
© EPA/STR TURKEY OUT
Es ist heikles Material aus den vergangenen sechs Jahren: Wikileaks hat hunderttausende E-Mails der türkischen Regierungspartei AKP veröffentlicht. Darin geht es weniger um Interna als um außenpolitische Themen.

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hat wie angekündigt Hunderttausende E-Mails der türkischen Regierungspartei AKP veröffentlicht. Am späten Dienstagabend schaltete die Organisation auf Twitter einen Link, der zu einer Art Suchmaschine auf ihrer Webseite führt. Dort können die E-Mails nach einzelnen Begriffen oder Sätzen durchsucht werden. Das Material sei eine Woche vor dem Putschversuch in der Türkei erlangt worden, erklären die Betreiber von Wikileaks.

Demnach besteht die Datenbank aus 762 Posteingängen und insgesamt 294.548 E-Mails. Sie seien jeweils von Adressen verschickt worden, die der Homepage der AKP zuzuordnen seien. Der Inhalt solcher Mails beziehe sich aber meist nicht auf Interna der Regierung, sondern auf "Beziehungen mit der Welt", heißt es, also vermutlich auf außenpolitische Themen. Die aktuellste Mail sei am 6. Juli 2016 verschickt worden, die älteste stamme aus dem Jahr 2010. 

Wikileaks-Seite ist blockiert

Die Veröffentlichung der Dokumente hatte WikiLeaks bereits am Montag auf Twitter angekündigt. Später teilte die Organisation dann mit, dass es "anhaltende Attacken" auf ihre Infrastruktur gebe. Kurz vor der Veröffentlichung der Dokumente erklärte sie in einem weiteren Eintrag: "Es scheint, als hätten wir den ganztägigen Cyberkrieg gewonnen. Die AKP-Emails erscheinen in Kürze." 

Kurz nach Freischaltung des Links am späten Dienstagabend war die entsprechende Seite von Wikileaks blockiert. 

kis DPA

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