Falludscha Chronik des Widerstands


2003

20. März: Die US-Luftwaffe greift den Irak an. Gleichzeitig beginnt die Invasion durch amerikanische und britische Truppen.

7. April: Amerikanische Panzer erreichen Bagdad, britische Truppen erobern Basra.

29. April: US-Soldaten schießen auf Demonstranten in Falludscha. 16 Menschen werden getötet und 75 verletzt. Nach US-Angaben wurden die Truppen zuvor angegriffen.

1. Mai: US-Präsident George W. Bush erklärt die Hauptkampfhandlungen für beendet.

13. Dezember: Der gestürzte Staatschef Saddam Hussein wird gefangen genommen.

2004

14. Februar: Dutzende Aufständische stürmen eine Polizeiwache in Falludscha und töten 25 Iraker, überwiegend Polizisten.

31. März: Bewaffnete greifen ein Auto mit vier amerikanischen Söldnern an. Eine wütende Menschenmenge schleift die Leichen der Männer durch die Straßen, zwei von ihnen werden an einer Brücke aufgehängt.

5. April: US-Marineinfanteristen riegeln Falludscha ab, die Belagerung beginnt. In den folgenden Wochen wird die Stadt mehrfach bombardiert, zahlreiche Menschen kommen ums Leben. Waffenstillstandsverhandlungen scheitern.

1. Mai: Unter internationalem Druck ziehen sich die 700 US-Soldaten zurück und übergeben die Stadt an eine neu formierte Falludscha-Brigade aus ehemaligen Offizieren Saddam Husseins. Die Brigade bleibt machtlos, militante Kräfte übernehmen die Herrschaft.

19. Juni: US-Kampfflugzeuge bombardieren mehrere Gebäude, in denen sich Anhänger des jordanischen Extremisten Abu Mussab al Sarkawi verschanzt haben sollen.

5. Juli: Bei einem Bombenangriff auf ein mutmaßliches Versteck der Sarkawi-Gruppe werden zehn Menschen getötet. Ministerpräsident Ajad Allawi erklärt, der Angriff habe auf irakischen Geheimdienstinformationen beruht.

29. - 30. Juni: Bei Kämpfen in Falludscha werden etwa 20 Menschen getötet.

August und September: Wiederholte Luftangriffe; nach US-Angaben kommen dabei allein im September mehr als 100 mutmaßliche Rebellen ums Leben.

13. Oktober: Allawi droht mit einer Militäroffensive, sollte Al Sarkawi nicht ausgeliefert werden.

15. Oktober: Geistliche Führer der Stadt erklären, Al Sarkawi sei nicht in Falludscha.

30. Oktober: Einem Autobombenanschlag am Stadtrand von Falludscha fallen acht Marineinfanteristen zum Opfer.

6. November: Die US-Luftwaffe fliegt die schwersten Angriffe auf Falludscha seit sechs Monaten.

AP


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