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Vor Überfahrt in EU: Türkei nimmt 1300 Flüchtlinge fest

Die türkischen Behörden haben nur wenige Stunden nach der Vereinbarung mit der EU zur Eindämmung der Flüchtlingskrise rund 1300 Migranten festgenommen.

Flüchtlinge erreichen Lesbos nach der Überfahrt von der Türkei

Flüchtlinge erreichen nach der Überfahrt aus der Türkei die griechische Insel Lesbos

Die türkischen Behörden haben nur wenige Stunden nach der Vereinbarung mit der EU zur Eindämmung der Flüchtlingskrise rund 1300 Migranten festgenommen. Wie die Nachrichtenagentur Dogan meldete, waren an dem Einsatz an der Westküste rund um den Ferienort Ayvacik 250 Polizisten beteiligt. Unter den Festgenommenen waren demnach auch drei mutmaßliche Schlepper.

Beschlagnahmt wurden ferner vier Boote, mit denen Flüchtlinge offenbar nach Griechenland gebracht werden sollten. Die griechische Ägäisinsel Lesbos liegt nur wenige Kilometer von Ayvacik entfernt.

Auf dem ersten EU-Türkei-Gipfel seit elf Jahren hatten sich beide Seiten am Sonntag in Brüssel auf einen gemeinsamen Aktionsplan geeinigt.

Türkei soll Visa-Erleichterungen erhalten

Demnach erhält Ankara drei Milliarden Euro, um eine bessere Versorgung der Flüchtlinge in der Türkei sicherzustellen. Außerdem wurden der Türkei Visa-Erleichterungen und ein Entgegenkommen bei den Verhandlungen zum Beitritt in die Europäische Union zugesagt. Im Gegenzug verpflichtete sich Ankara, die Flüchtlinge nicht länger ungesteuert weiter Richtung EU reisen zu lassen.

AFP