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Gestürzter Präsident Bakijew: Kirgistan würde "im Blut ertrinken"

Der gestürzte kirgisische Präsident Kurmanbek Bakijew hat einen offiziellen Rücktritt abgelehnt. In einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters warnte Bakijew am Sonntag zugleich, bei einem Versuch, ihn zu töten, würde das Land "im Blut ertrinken".

Der gestürzte kirgisische Präsident Kurmanbek Bakijew hat einen offiziellen Rücktritt abgelehnt. In einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters warnte Bakijew am Sonntag zugleich, bei einem Versuch, ihn zu töten, würde das Land "im Blut ertrinken".

In dem Interview in einem Zelt in seiner Heimatregion Dschalalabad sagte Bakijew, er sei zu Gesprächen mit der selbst ernannten Regierung bereit, erkenne sie jedoch nicht als legitim an. Der Politiker forderte die Vereinten Nationen auf, mit Friedenstruppen die Sicherheit in Kirgistan zu gewährleisten. Dass er der Armee befohlen haben soll, bei den Demonstrationen in der Hauptstadt Bischkek am 7. April auf die Bürger zu schießen, bestritt Bakijew.

Die Übergangsregierung erwägt unterdessen die Festnahme Bakijews, um ihn wegen der 81 getöteten Demonstranten vor Gericht zu stellen. Die amtierende Regierungschefin Rosa Otunbajewa sagte Reuters, die Regierung werde aber keine Gewalt gegen Bakijew anwenden. Sie könne ihn jedoch nicht vor jenen Leuten schützen, die mit Gewehren Rache suchten.

Reuters / Reuters