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Europa-Reise Rohanis Politiker-Essen platzt wegen Streit um Rotwein

Rohani und Hollande bei einem früheren Treffen
Hassan Rohani (l.) und Francois Hollande werden sich zu einem Vier-Augen-Gespräch tzreffen
© Martin Bureau/AFP
Kurz vor der Europa-Reise des iranischen Präsidenten scheint der Teufel im Detail zu stecken: Pläne für ein Essen des französischen Präsidenten Hollande mit Rohani sind offenbar geplatzt - weil kein Wein serviert werden sollte.

Der Iran und Europa nähern sich an: Doch im Vorfeld des Europa-Besuchs Hassan Rohanis scheint es gewisse Komplikationen zu geben. Wie der französische Radiosender "RTL" berichtet, sollten sich die Staatschefs des Iran und Frankreichs bei einem förmlichen Essen näher kommen. Daraus scheint - zumindest in dieser Form - nichts zu werden, denn offenbar gab es Streitigkeiten um die Verköstigung der Politiker. Der Iran habe laut "RTL" darauf bestanden, dass bei dem geplanten Essen kein Wein und ausschließlich Halal-Fleisch serviert werde.

Doch darauf wollten sich die Freiheit- und Rotwein-Liebenden Franzosen offenbar nicht einlassen. Als Gegenangebot schlug der Élysée-Palast  ein alkoholfreies Frühstück vor, was wiederum den Iranern missfiel - denn ein Frühstück wirke in der Öffentlichkeit zu "billig". Schlussendlich konnte man sich offenbar doch noch auf eine Lösung einigen: Hollande und Rohani sollen sich nächsten Dienstag bei einem Vier-Augen-Gespräch treffen.

Eine Sprecherin des Élysée-Palastes wollte sich zunächst nicht zu dem Wein-Halal-Streit äußern. Nach jahrelangen Sanktionen sollen bei Rohanis Besuch auch die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Europa und dem Iran wiederbelebt werden. Der iranische Präsident wird sich unter anderem mit dem italienischen Premier Matteo Renzi, Papst Franziskus aber auch mit Vertretern der Wirtschaft treffen.

amt

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