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Irak: Anschlag auf Autokonvoi - Viele Tote

Bei einem Anschlag in Bagdad sind nach Angaben des Nachrichtensenders CNN mehr als 15 Menschen getötet worden. Darunter auch westliche Staatsbürger.

Bei einem Selbstmordanschlag in Bagdad auf einen Autokonvoi mit westlichen Staatsbürgern sind mindestens 17 Menschen getötet worden, darunter vier Ausländer. Dutzende weitere Menschen seien bei der starken Explosion verletzt worden, berichtete der US- Nachrichtensenders CNN.

Die von einem Selbstmordattentäter ausgelöste starke Detonation habe etliche Autos in Brand gesteckt und mehrere Geschäfte am Tahrir-Platz beschädigt, hieß es weiter. Anwohner berichteten, sie hätten gegen 11.00 Uhr Ortszeit eine starke Explosion gehört. Kurz darauf war dicker schwarzer Rauch über dem Viertel zu sehen. Augenzeugen zufolge passierte gerade ein kleiner Geländewagen-Konvoi den Tahrir-Platz, als die Autobombe gezündet wurde.

Nach Angaben des US-Militärs arbeiteten die Ausländer für eine amerikanische Vertragsfirma. Über ihre Nationalität wurde jedoch nichts bekannt. In Fernsehaufnahmen waren mehrere brennende Autos zu sehen, darunter auch Luxusgeländewagen, in denen Mitarbeiter westlicher Firmen häufig fahren. Insgesamt seien sieben Autos zerstört worden, berichteten Zeugen.

Die jüngste Welle der Gewalt begann in der vergangenen Woche, als Ministerpräsident Ibrahim al Dschaafari die erste frei gewählte Regierung des Iraks vorstellte. Seitdem haben die Aufständischen mehr als 250 Menschen ums Leben gebracht, die meisten von ihnen angehende Soldaten oder Polizisten.

DPA / DPA