Irak Blackwater tötete ohne Grund


Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Blackwater hatten 17 irakische Zivilisten getötet. Nun ergeben FBI-Ermittlungen, dass sie in mindestens 14 der Fälle ohne Grund geschossen haben. Eine strafrechtliche Verfolgung droht den Männern deswegen aber nicht zwingend.

Das FBI ist nach Informationen der "New York Times" zu dem Ergebnis gelangt, dass die tödlichen Schüsse von Blackwater-Wachleuten in Bagdad in mindestens 14 der 17 Todesfälle nicht gerechtfertigt waren.

Keine Schüsse von Irakern

Die Zeitung berichtete, dass das Justizministerium dieses Ergebnis bereits prüfe, auch wenn die FBI-Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien. Es seien keine Hinweise für die Darstellung der Blackwater-Angestellten gefunden worden, dass sie von Irakern beschossen worden seien, berichtete die "New York Times".

Lediglich in drei Fällen könnte es einen berechtigten Gebrauch der Schusswaffe als Reaktion auf eine unmittelbare Bedrohung gegeben haben. Bis zu fünf Wachleute waren demnach an der der Schießerei am 16. September beteiligt.

Das Sicherheitsunternehmen Blackwater betont dagegen, dass seine Mitarbeiter zuvor angegriffen worden seien. Es ist derzeit noch unklar, ob die Wachleute in den USA angeklagt werden. Die bisherigen Ergebnisse lägen dem Justizministerium bereits vor.


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