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Trump-Russland-Verbindung Blackwater-Gründer soll sich mit Putin-Vertrautem auf den Seychellen getroffen haben

Erik Prince Blackwater
Erik Prince, Gründer und Ex-Chef der Söldnerfirma Blackwater
© Picture Alliance
Wie intensiv sind die Verbindungen des Teams von Donald Trump mit Russland? Die undurchsichtige Connection ist um einen Name reicher: Medienberichten zufolge sollte der Gründer der Söldnerfirma Blackwater einen inoffiziellen Kanal zum Kreml etablieren.

Donald Trumps nebulöse Russland-Connection nimmt immer größere Ausmaße an. Joaquin Castro, US-Abgeordneter und Mitglied im Geheimdienstausschuss, sagte in einem Interview mit dem Nachrichtensender CNN, dass einige (Wahlkampf-)Mitarbeiter oder ehemalige Mitarbeiter des US-Präsidenten wegen ihrer Verbindungen zum Kreml sogar im Gefängnis landen könnten. Konkrete Personen nannte er allerdings nicht. Dafür bringt die "Washington Post" einen neuen Namen an die Öffentlichkeit, noch dazu einen prominenten: Laut des Blatts soll sich Erik Prince, Gründer und früherer Chef der Söldnerfirma Blackwater, mit einem Vertrauten von Wladimir Putin auf den Seychellen getroffen haben.

Treffen noch vor Trumps Amtseinführung

Das geheime Treffen sei am 11. Januar, also neun Tage vor Trumps Amtseinführung, auf Vermittlung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zustande gekommen, schreibt die "Washington Post". Ziel scheint es offenbar gewesen zu sein, einen ständigen, inoffiziellen Kanal zwischen der Trump-Regierung und Russland zu etablieren. "Obwohl die vollständige Agenda im Dunkeln bleibt, scheint sicher zu sein, dass die VAE zudem ausloten wollte, ob man Russland überzeugen könne, seine Beziehung zum Iran einzuschränken, inklusive die zu Syrien", so die "Post". Obwohl Erik Prince keine offizielle Funktion im Team von Donald Trump hatte, habe er als "inoffizieller Gesandter" von Donald Trump an dem Gespräch teilgenommen, sagte ein Vertreter der VAE der Zeitung zufolge.

Auch NBC News berichtet über das Treffen. Der US-Nachrichtensender zitiert zwei anonyme Geheimdienstmitarbeiter, die das Gespräch auf dem Inselstaat im Indischen Ozean bestätigen. Jedoch habe einer der beiden gesagt, es sei dabei um den Nahen Osten und nicht um Russland gegangen. Laut der "Washington Post" würde das Geheimgespräch bereits vom FBI untersucht werden - als Teil der Ermittlungen über die mögliche Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl durch Russland.

Wer hatte wann welche Kontakte zu Russland?

Aus dem Team des jetzigen Präsidenten sind bereits zwei Mitarbeiter wegen ominöser Russland-Kontakte gegangen. Im Sommer vergangenen Jahres musste Trumps damaliger Wahlkampfmanager Paul Manafort seinen Posten räumen. Im Januar, nach nur drei Wochen im Amt, dann auch Trumps Nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn. Weitere Vertraute des US-Präsidenten hatten nachweislich ebenfalls Kontakt zu russischen Emissären. Darunter Justizminister auch Jared Kushner, der Schwiegersohn des Präsidenten sowie Leiter des Amts für Innovation. Das FBI sowie der Kongress-Ausschuss für Geheimdienste untersuchen derzeit, ob und wie Russland die US-Wahl beeinflusst hat - möglicherweise sogar zugunsten der aktuellen Regierung.

nik

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