Irak Massaker an Nationalgardisten


Aufständische haben in der ostirakischen Provinz Dijala 49 Nationalgardisten erschossen. Die irakische Polizei fand die Leichen nahe der iranischen Grenze.

37 von ihnen wurden noch am Samstag, 12 weitere am Sonntag gefunden, bestätigte die Polizei in der Provinzhauptstadt Bakuba. Die Soldaten waren Rekruten, die im US-geführten irakischen Militärlager von Kirkusch für ihre Aufgaben in der Nationalgarde ausgebildet wurden. Sie waren auf dem Weg in den Urlaub nach Bakuba. Dabei gerieten sie offenbar in einen Hinterhalt der Aufständischen. Wie die Polizei in Bakuba schilderte, hielten die Rebellen die Busse der Rekruten an, ließen sie aussteigen und erschossen sie kaltblütig am Straßenrand.

Sicherheitskräfte sind ein bevorzugtes Ziel

Das vom US-Militär geführte Militärlager in Kirkusch bildet sowohl Angehörige der neuen irakischen Armee als auch Nationalgardisten aus. Die neuen Sicherheitskräfte sind ein bevorzugtes Ziel der Anschläge von Aufständischen und Selbstmordattentätern. Am Samstag waren bei einem Selbstmordanschlag vor einem Rekrutierungsbüro im westirakischen Chan el Bagdadi 16 Iraker, bei einem weiteren an einem Nationalgarde-Kontrollpunkt nahe Samarra zwei Gardisten getötet worden.

DPA


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