Die Friedensgespräche in Pakistan sind vorerst gescheitert. Donald Trump reagiert und kündigt eine Blockade der Straße von Hormus an. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Alexandra Kraft

Die Ölpreise steigen nach den gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Auch die Ankündigung einer Seeblockade der Straße von Hormus treibt die Preise weiter nach oben.
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Alexandra Kraft

Seeblockade der Straße von Hormus soll beginnen
Die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade der Straße von Hormus durch das US-Militär soll am Montag beginnen. Ab 10.00 Uhr US-Ostküstenzeit (16.00 Uhr MESZ) werde der Seeverkehr für Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, kündigte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X an.
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Eugen Epp
Die iranischen Revolutionsgarden warnen erneut davor, dass sich Militärschiffe der Straße von Hormus nähern. Dies würde als „„klarer Verstoß gegen die bestehende Waffenruhe betrachtet“, heißt es in einer Mitteilung Abend. Die Meeresenge sei ausschließlich für die friedliche Durchfahrt ziviler Schiffe geöffnet, nicht jedoch für Militärschiffe. Jegliche Annäherung, „unter welchem Vorwand auch immer“, werde von den Garden als Bruch der Waffenruhe gewertet und daher auch entschlossen und konsequent beantwortet.
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Eugen Epp
Aus dem Umfeld der US-Regierung heißt es, der Iran habe es bei den Verhandlungen in Pakistan abgelehnt, seine Uran-Anreicherung zu beenden. Auch wolle der Iran seine Anlagen zur Uran-Anreicherung nicht offenlegen. Ebenfalls abgelehnt habe der Iran ein Ende der Finanzierung für die extremistischen Gruppen Hamas, Hisbollah und Huthi. Zudem habe der Iran die Forderung zurückgewiesen, die Straße von Hormus vollständig zu öffnen. Im Sommer 2025 hatte die US-Regierung nach Angriffen auf den Iran noch erklärt, die nuklearen Fähigkeiten des Irans seien vollständig vernichtet worden.
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Eugen Epp
Trump verteidigt drastische Drohungen gegen Iran
Donald Trump verteidigt seine drastische Drohung gegen den Iran, „eine ganze Zivilisation“ auszulöschen. „Ich bin einverstanden mit dieser Aussage“, sagt er dem Sender Fox News. Sie habe die Führung in Teheran schließlich an den Verhandlungstisch gebracht.
Iran habe „keine Karten mehr“, behauptet der US-Präsident weiter, Marine und Luftwaffe des Landes seien „komplett zerstört“. Teheran werde auch nach dem vorläufigen Scheitern der Verhandlungen letztlich zurückkommen und „alles geben müssen, was wir wollen“. Und das sei, so Trump, nicht 90 oder 95 Prozent – „Ich habe ihnen gesagt, ich will alles.“
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Eugen Epp
Im Iran sind seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf das Land nach Behördenangaben mehr als 3300 Menschen getötet worden. Unter ihnen seien knapp 500 Frauen, teilt die iranische Rechtsmedizin-Organisation mit, die zur Justiz des Landes gehört. Von unabhängiger Seite konnten die Angaben nicht überprüft werden.
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Eugen Epp
Der Iran ist iranischen Staatsmedien zufolge zu einem „ausgewogenen und fairen“ Abkommen bereit, das dauerhaften Frieden und Sicherheit gewährleistet. Eine Einigung sei nicht in weiter Ferne, sollten die USA „in den Rahmen des Völkerrechts zurückkehren“, sagt der iranische Präsident Massud Peseschkian nach dem Bericht in einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin.
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Eugen Epp
Trump geht davon aus, dass der Iran an den Verhandlungstisch zurückkehren und den USA alle Forderungen erfüllen wird. Die Führung in Teheran habe die Gespräche nicht abgebrochen, sagt er Fox News. Gegen Ende seien die Verhandlungen mit den Iranern „sehr freundschaftlich“ gewesen. Er sage voraus, dass die Iraner den USA alles zugestehen werden, was verlangt werde. Wenn alles vorüber sei, könnten die Preise für Öl und Gas niedriger als derzeit sein.
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Eugen Epp
Laut Trump unterstützen die Nato und zahlreiche andere Länder die USA bei der Blockade der Straße von Hormus. Unter anderem Großbritannien entsende Minensuchboote, sagt der US-Präsident dem Sender Fox News. Die USA selbst würden ebenfalls weitere Minensuchboote dorthin verlegen. Die Räumung der Meerenge werde nicht lange dauern. Zwei US-Schiffe hätten die Meerenge zuletzt unbehelligt passiert.
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Eugen Epp
Trump begründet den Schritt mit Drohungen aus Teheran und spricht von „Welterpressung“. Iran habe erklärt, es könnten Minen in der Meerenge liegen. Zugleich stellt der Präsident in Aussicht, dass die Blockade wieder gelockert werden könne, sollte die Durchfahrt für alle Schiffe uneingeschränkt möglich sein.
Für den Fall von Angriffen auf US-Kräfte oder zivile Schiffe droht Trump mit massiver militärischer Gewalt. Das US-Militär sei „einsatzbereit“, schreibt er weiter. Nach Trumps Worten sollen sich auch andere Staaten an der Blockade beteiligen – er nennt aber keine Namen.
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Eugen Epp
Trump kündigt Blockade der Straße von Hormus an
US-Präsident Donald Trump kündigt die sofortige Blockade der Straße von Hormus durch die US-Marine an. Zudem werde jedes Schiff in internationalen Gewässern abgefangen, das eine Gebühr an den Iran für die Durchfahrt der Meerenge gezahlt habe, schreibt Trump auf der Plattform Truth Social.
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Eugen Epp
Israel stellt sich nach Medienberichten auf eine Wiederaufnahme der Kämpfe ein. Das israelische Nachrichtenportal „ynet“ berichtete, Generalstabschef Ejal Zamir habe die israelischen Streitkräfte angewiesen, unverzüglich in einen Zustand erhöhter Alarmbereitschaft überzugehen. Das Militär solle sich „auf die Möglichkeit einer kurzfristigen Rückkehr zu militärischen Auseinandersetzungen vorbereiten“, hieß es. Eine Entscheidung für einen militärischen Einsatz sei jedoch noch nicht getroffen.
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Eugen Epp
Der iranische Präsident Massud Peseschkian und Wladimir Putin haben miteinander telefoniert. Dies meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax. Es ging demnach um die Gespräche zwischen dem Iran und den USA in Islamabad. Russland sei bereit, bei einer Lösung des Konflikts im Nahen Osten zu vermitteln, hat Putin dem Bericht zufolge erklärt.
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Finn Rütten
Iran gibt USA Schuld für Ende der Gespräche
Der Verhandlungsleiter der iranischen Delegation gibt den USA die Schuld dafür, dass die Friedensverhandlungen in Islamabad keine Einigung brachten. Den USA sei „nicht gelungen, in dieser Verhandlungsrunde das Vertrauen der iranischen Delegation zu gewinnen“, schrieb der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Kalibaf, auf der Plattform X. Er habe bereits vor den Gesprächen betont, dass der Iran über den nötigen guten Willen und Entschlossenheit verfüge, aber aufgrund der Erfahrungen aus vorangegangenen Kriegen kein Vertrauen in die Gegenseite habe.
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Finn Rütten
Iran will USA „zukunftsweisende Initiativen“ unterbreitet haben
Der Iran hat nach den Worten von Parlamentspräsident Mohammed Baker Kalibaf den USA bei den Gesprächen in Islamabad „zukunftsweisende Initiativen“ unterbreitet. "Die USA haben die Logik und die Prinzipien des Irans verstanden," schreibt Kalibaf auf der Online-Plattform X. "Es ist an der Zeit, dass sie entscheiden, ob sie unser Vertrauen verdienen können oder nicht." In dieser Runde der Verhandlungen in Pakistan hätten die USA allerdings nicht das Vertrauen der iranischen Delegation gewonnen.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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