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Islamistischer Terror im Irak Isis ruft "Islamisches Kalifat" aus


Im Internet ist eine Audiobotschaft aufgetaucht, in der die Islamistengruppe Isis die Schaffung eines islamischen Kalifats verkünden. Unterdessen soll Al Kaida einen Angriff auf Isis gestartet haben.

Die Dschihadistengruppe Islamischer Staat im Irak und in Großsyrien, Isis, hat ein "Kalifat" ausgerufen. In einer am Sonntag im Internet veröffentlichten Audiobotschaft verkündete die Organisation die Schaffung dieser vor fast hundert Jahren verschwundenen islamischen Staatsform. Zudem ernannte die Isis ihren Chef Abu Bakr al-Bagdadi zum "Kalifen" und damit zum "Chef aller Muslime".

Die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete auch am Sonntag, die Terrorgruppe habe in der Nähe der nordsyrischen Stadt Aleppo acht Männer öffentlich hingerichtet und gekreuzigt. Die Opfer seien in dem Ort Deir Hafir getötet worden, weil sie für andere Rebellengruppen gekämpft haben sollen. Die Leichen der Männer wurden auf einem zentralen Platz gekreuzigt und sollen dort drei Tage lagen bleiben.

Kreuzigung bei Aleppo

Isis-Mitglieder schlugen demnach in dem Ort Al-Bab nordöstlich von Aleppo auf einem öffentlichen Platz einen weiteren Mann lebendig ans Kreuz und ließen ihn acht Stunden lang hängen. Ihm war Falschaussage vorgeworfen worden. Isis-Kämpfer kontrollieren mehrere Regionen im Bürgerkriegsland Syrien und sind auch im Irak auf dem Vormarsch.

Der syrische Arm des Terrornetzwerks Al Kaida - die Al Nusra-Front - und andere islamistische Rebellen in Syrien haben nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte vom Samstag einen Gegenangriff auf Isis gestartet.

ivi/AFP AFP

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