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Neuer Präsident, neue Deko Was Joe Biden im Oval Office verändert hat

Sehen Sie im Video: US-Präsident Joe Biden und die Wendepunkte seines Lebens.




Joseph Robinett Biden Jr. wird am 20. November 1942 in Scranton im Bundesstaat  Pennsylvania geboren. 
Er ist das älteste der vier Kinder von Catherine Eugenia Finnegan Biden und Joseph Robinette Biden, Sr. 
Als Joe Biden zehn Jahre alt ist, zieht die Familie nach Claymont im US-Bundesstaat Delaware
Als Kind stottert Joe Biden, was man seinen Reden auch heute noch erahnt. 
Er studiert Geschichte, Politikwissenschaften an der University of Delaware und Jura an der Syracuse University in New York. 
Mit nur 29 Jahren wird er für Delaware in den US-Senat gewählt. 
Ein Autounfall überschattet Bidens Triumph bei der Senatswahl 1972: Seine erste Ehefrau Neilia und die gemeinsame Tochter Naomi sterben. 
Die Söhne Beau und Hunter werden verletzt. Seinen Amtseid legt Biden in Beaus Krankenhauszimmer ab. 
1977 heiratet Biden die Lehrerin Jill Jacobs. 1980 kommt die gemeinsame Tochter Ashley zur Welt, die Biden bei seiner Vereidigung 1985 auf dem Arm trägt. 
Vor den Wahlen 1988 und 2008 bewirbt Biden sich um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten – erfolglos. 
2009 zieht Biden als Vizepräsident von Barack Obama ins Weiße Haus ein. 
2015 folgt ein weiterer Schicksalsschlag: Bidens Sohn Beau stirbt an den Folgen eines Hirntumors. 
Im August 2020 nominieren die Demokraten ihn zum Präsidentschaftskandidaten. 
Bei der Wahl am 3. November 2020 setzen sich letztendlich Biden und seine Vize Kamala Harris durch.
Die Amtseinführung am 20. Januar 2021 krönt Bidens lange politische Karriere.
Biden ist der älteste Präsident der US-Geschichte – und einer, der Schicksalsschläge kennt.

Mit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Joe Biden endet in den USA die Ära Donald Trump. Als 46. Präsident der US-Geschichte übernimmt der 78-jährige Biden die Führung eines tief gespaltenen und von der Corona-Pandemie gezeichneten Landes.
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Joe Biden hat ein klares Ziel: Die umstrittenen Entscheidungen seines Vorgängers Donald Trump rückgängig machen. Dazu gehört auch die Umdekoration des Oval Office.

Kurz nach seiner Vereidigung leitete Joe Biden den Wiedereintritt in das Pariser Klimaabkommen ein, stoppte den Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und hob das Einreiseverbot für Menschen aus muslimisch geprägten Ländern auf. Seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern machte er zudem klar: Hier weht ab sofort ein anderer Wind! Wer respektlos ist, wird gefeuert. 

Joe Biden: Neuer Stil, neue Einrichtung

Seine Haltung soll sich künftig auch in seinem Regierungsbüro, dem Oval Office im Weißen Haus, widerspiegeln. Erinnerungen an seinen Vorgänger Donald Trump ließ Biden schleunigst austauschen.  

Das Oval Office im Weißen Haus ist für den ersten Tag der Amtszeit von US-Präsident Biden neu dekoriert.
Neuer Sessel, neuer Teppich, neue Vorhänge: Das Oval Office im Weißen Haus wurde für Joe Biden umdekoriert.
© Alex Brandon / DPA

So wurde das Porträt des umstrittenen Präsidenten Andrew Jackson, das links neben dem Schreibtisch des Präsidenten hing, durch ein Bild von Benjamin Franklin ersetzt. Das Porträt ist eine Leihgabe der National Gallery of Art.

Donald Trump wurde 2017 scharf kritisiert, als er im Oval Office eine Veranstaltung zu Ehren von Navajo-Veteranen (Stammesangehörige des zweitgrößten indigenen Volkes in den USA) abhielt und dabei vor dem Porträt Jacksons stand. Dieser verabschiedete in seiner Amtszeit Gesetze, die zur Vertreibung von nordamerikanischen Ureinwohnern aus ihren angestammten Gebieten führten und den "Pfad der Tränen" auslösten, als rund 17.000 Menschen zwangsweise umgesiedelt wurden. Tausende starben auf dem Weg.  

Auf einem Tisch im Oval Office steht eine Büste von Harry Truman, an der Wand hängt ein Bild von Benjamin Franklin.
Joe Biden hat das Porträt des umstrittenen Präsidenten Andrew Jackson durch ein Bild von Benjamin Franklins ersetzt. Auf dem Tisch davor steht eine Büste des ehemaligen Präsidenten Harry Truman.
© Alex Brandon / DPA

Rechts neben seinem Schreibtisch hängt nun auch wieder das Gemälde "Avenue in the Rain" aus der Sammlung des Weißen Hauses, das Donald Trump während seiner Amtszeit verbannt hatte.

Cesar Chavez zwischen Familienfotos

Ein weiteres wichtiges Zeichen ist die prominente Platzierung einer Bronzebüste des lateinamerikanischen Bürgerrechtsführers Cesar Chavez, die hinter Bidens Schreibtisch steht und sich zwischen die privaten Familienfotos von Familie Biden reiht. 

Cesar Chavez kämpfte zu Lebzeiten für das Bewusstsein der harten Arbeitsbedingungen von Landarbeitern und setzte sich für bessere Löhne ein. Und sein Erbe wird fortgeführt: Chavez Enkelin, Julie Chavez Rodriguez, ist Bidens Direktorin des Büros für zwischenstaatliche Angelegenheiten im Weißen Haus. 

Eine Bronzebüste des lateinamerikanischen Bürgerrechtsführers Cesar Chavez wurde hinter Bidens Schreibtisch aufgestellt.
Zwischen seinen Familienfotos platziert Joe Biden eine Büste des lateinamerikanischen Bürgerrechtsführers Cesar Chavez
© Chip Somodevilla / Getty Images / AFP

Joe Biden ließ außerdem Büsten von Martin Luther King Jr. und Robert F. Kennedy neben seinem Kamin im Büro drapieren. Eine Büste der Bürgerrechtlerin Rosa Parks, der ehemaligen Präsidentengattin und Menschenrechtsaktivistin Eleanor Roosevelt und eine Skulptur des Malers und Bildhauers Allan Houser, der dem Stamm der Chiricahua Apache angehörte, sollen zudem ins Weiße Haus eingezogen sein. Flaggen verschiedener US-Militäreinheiten, die Donald Trump zur Dekoration des Raums hinzugefügt hatte, wurden entfernt. 

Das Oval Office im Weißen Haus ist für den ersten Tag der Amtszeit von US-Präsident Biden neu dekoriert, u.a. mit einem Gemälde des ehemaligen Präsidenten Franklin D. Roosevelt über dem Kamin.
Das Oval Office im Weißen Haus ist für den ersten Tag der Amtszeit von US-Präsident Biden neu dekoriert, u.a. mit einem Gemälde des ehemaligen Präsidenten Franklin D. Roosevelt über dem Kamin.
© Alex Brandon / DPA

Die Wände oberhalb des Kamins zieren Gemälde von George Washington, Abraham Lincoln, Franklin D. Roosevelt, Thomas Jefferson und Alexander Hamilton, eine Büste von Daniel Webster, dem ehemaligen Senator, der die Union verteidigte, wurde ebenfalls aufgestellt. Die Büste des ehemaligen britischen Premierministers Winston Churchill soll laut "Washington Post" hingegen aus der Ausstellung entfernt worden sein. 

Was geblieben ist: Der sogenannte Resolute Desk – ein Schreibtisch aus Eiche, gebaut aus dem britischen Polar-Erkundungsschiff "HMS Resolute" – auf dem nun ein Tassen- und Untertassenset sowie eine Schachtel mit Stiften steht. Der "Diet-Coke-Button", den Donald Trump oft und gerne benutzt haben soll, ist verschwunden. Und auch der rot-braune Chefsessel, auf dem Trump zuletzt im Oval Office fotografiert wurde, ist weg. Joe Biden bevorzugt einen schmaleren, dunkelbraunen Ledersessel.

Quellen:CNN, Washington Post

aen

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