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Reise durch den Islamischen Staat: Todenhöfers letzter Ausweg - Tabletten im Gepäck

Eine Reporterfahrt zum Islamischen Staat: Jürgen Todenhöfer hat die lebensgefährliche Reise unternommen und berichtet darüber im aktuellen stern. Für den schlimmsten Fall im Gepäck: Tabletten.

Jürgen Todenhöfer exklusiv im stern: Seine lebensgefährliche Reise ins Kalifat

Er wagte, was zuvor kein anderer gewagt hat: Zusammen mit seinem Sohn Frederic reiste Jürgen Todenhöfer, 74, für zehn Tage in den Islamischen Staat. Ein Himmelfahrtskommando. Wie überlebt man eine Fahrt zu "den gefährlichsten Terroristen der Welt" (Todenhöfer)? Ist es eine solche Reise wert, sein Leben aufs Spiel zu setzen? Womöglich enthauptet zu werden? Die Männer waren aufs Äußerste vorbereitet.

Ein Schreiben des IS-Kalifen Al-Baghadadi und die Begleitung eines deutschen IS-Kämpfers, Abu Qatada alias Christian E. aus Solingen, waren die Lebensversicherungen der Todenhöfers. Doch eine Garantie, unbeschadet dieses Abenteuer zu bestehen, konnte selbst das nicht sein. Für den Fall, dass er und sein Sohn gefangen genommen und mit dem Tod bedroht würden, hatte sich Todenhöfer Medikamente besorgt - "vier Einheiten". Eine Überdosis, um sich selbst zu töten!

"Ich wollte dem IS nicht die Entscheidung überlassen, wann wir sterben", berichtet Todenhöfer dem stern. Die Medikamente trug er stets bei sich. Und Sohn Frederic wusste, wo sie sich befinden. So hätte auch der 31-Jährige im entscheidenden Moment für sich die letzte Entscheidung treffen können.

Obwohl es heikle Situationen gab, IS-Kämpfer wütend wurden, dass Todenhöfer nicht auf ihre Linie umschwenken wollte, ist es zum Äußersten nicht gekommen. Gab es einen Moment, in dem er die Tabletten bereits in der Hand hatte? Todenhöfer antwortet knapp: "Nein."

Mehr über die Reise von Jürgen Todenhöfer...

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dho/stern / Fotos: Frederic Todenhöfer