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Festnahme nach jahrelangem Asyl: Warum die USA hinter Julian Assange her sind – dem Hacker mit vielen Gesichtern

Fast sieben Jahre lebte Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London, um seiner Festnahme zu entgehen. Nun hat das Land ihn vor die Tür gesetzt - und die britische Polizei schlug umgehend zu. Die USA wollen nun eine Auslieferung.

Es ist knapp sieben Jahre her, dass sich Julian Assange als Bote tarnte und sich auf den Weg zur ecuadorianischen Botschaft in London machte. Es war nur eine von vielen Rollen, die der Wikileaks-Gründer bereits durchlebt hat. Die zwei vielleicht wichtigsten: Innerhalb weniger Jahre wurde er vom Helden der Informationsfreiheit zum unerwünschten Gast. Mit seiner Festnahme am 11. April kommt nun die Rolle des Häftlings hinzu. 

Assange ist in der Botschaft von britischen Polizisten festgenommen worden. Die USA fordern seine Auslieferung. Die US-Justiz wirft ihm Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor. Manning hatte von Wikileaks veröffentlichte Regierungsdokumente beschafft, die unter anderem Menschenrechtsverletzungen der US-Armee in Afghanistan enthüllt hatten. Bei einem Prozess in den USA drohen Assange nach Angaben des Justizministeriums bis zu fünf Jahre Haft. Diese Anklage könnte den Weg für eine Auslieferung an die USA freimachen. Großbritannien wäre zu einer Auslieferung bereit - vorausgesetzt, ihm droht nicht die Todesstrafe. Vor Gericht plädierte Assange wenige Stunden nach seiner Festnahme auf nicht schuldig.

Wie konnte es dazu kommen?

Von Tom Sawyer zum Hacker – und zum Staatsfeind

Wird der gebürtige Australier Assange nach seiner Kindheit gefragt, dann vergleicht er sich mit Mark Twains Kinderbuchhelden, dem abenteuerlustigen Tom Sawyer. Im Gegensatz zu ihm wuchs Assange allerdings nicht bei seiner Tante, sondern bei seiner Mutter auf, die unzählige Male mit ihrem Sohn umzog. Bis zu seinem 15. Lebensjahr hatte Assange in mehr als 30 australischen Orten gelebt.     

Später studierte er in Melbourne Mathematik, Physik und Informatik. Mit Begabung und Fleiß wurde Assange zum erfolgreichen Hacker: Unter dem Pseudonym "Mendax" - dem lateinischen Wort für "lügnerisch" - hackt er die Internetseiten der Nasa und des Pentagons.    

Zum Staatsfeind wurde Assange für Washington durch die von ihm veranlasste Veröffentlichung geheimer US-Dokumente auf der Enthüllungs-Plattform Wikileaks im Jahr 2010. Seitdem fürchtete er stets, an die USA ausgeliefert zu werden.   

Gegründet hatte Assange die Plattform nach eigenem Bekunden, um "die Presse zu befreien" und Fälle von staatlichem Machtmissbrauch aufzudecken. Einer seiner Biographen bezeichnete ihn deshalb einmal als "gefährlichsten Mann der Welt".   

Ein willkommener Gast wird zum Problem  

Nachdem Schweden 2010 wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs ein Ermittlungsverfahren gegen ihn einleitete, stellte sich Assange der Polizei in Großbritannien. Er kam unter Auflagen wieder frei, beantragte dann allerdings im Juni 2012 Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London. Seitdem lebte Assange in dem Gebäude, ein UN-Gremium geißelte seinen Aufenthalt dort 2016 als "willkürliche Inhaftierung".     

Eine wichtige Wende kam für Assange im Jahr 2017: Ecuador bekam mit Lenín Moreno einen neuen Präsidenten. Dessen Vorgänger, der politisch links stehende Rafael Correa, hatte Assange als willkommene Gelegenheit gesehen, um die USA zu provozieren.     

Moreno hingegen betrachtete den Dauergast im Botschaftsgebäude als "Problem". Der Präsident warf seinem Londoner Untermieter vor, sich in die Angelegenheiten Ecuadors und anderer Länder einzumischen. Als Konsequenz machte er Assange strenge Auflagen für die Nutzung von Kommunikationsmitteln und den Empfang von Besuch.    

"Ich liebe Wikileaks", sagt Donald Trump      

Schon vor dem ecuadorianischen Richtungswechsel hatte Assange an Popularität verloren. Bereits 2011 wandten sich frühere Verbündete von seiner Organisation ab. Damals distanzierten sich fünf Publikationen, die zuvor mit Wikileaks zusammengearbeitet hatten, von der Vorgehensweise der Enthüllungsplattform.

Der "Guardian", die "New York Times", "El País", der "Spiegel" und "Le Monde" verurteilten, dass Wikileaks Telegramme aus dem US-Außenministerium in ungeschwärzter Form geleakt hatte. Sie kritisierten, das Vorgehen könne Quellen in Gefahr bringen - eine Kritik, der sich auch Whistleblower Edward Snowden anschloss. 

Besonders stark schadete Assange die Entscheidung von Wikileaks, im entscheidenden Moment des US-Präsidentschaftswahlkampfes im Jahr 2016 zehntausende E-Mails aus der Demokratischen Partei zu veröffentlichen. Viele von ihnen stammten aus dem Wahlkampfteam von Hillary Clinton.     

"Ich liebe Wikileaks", verkündete daraufhin der spätere republikanische Wahlsieger Donald Trump. Vorwürfe der CIA, russische Agenten hätten die E-Mails an Wikileaks weitergereicht, weist die Enthüllungsplattform zurück.

"Ein dunkler Moment für die Pressefreiheit", sagt Edward Snowden

Wikileaks warf Ecuador am Donnerstag vor, mit der Entziehung des politischen Asyls für Assange internationales Recht zu brechen. 

Whistleblower Edward Snowden, der im russischen Exil lebt, schrieb auf Twitter: "Assanges Kritiker mögen jubeln, aber das ist ein dunkler Moment für die Pressefreiheit." Das russische Außenministerium kritisierte die Festnahme. Der Kreml teilte mit, er hoffe, dass die Rechte Assanges respektiert würden. US-Schauspielerin Pamela Anderson, die den 47-jährigen mehrfach in der Botschaft besucht hatte, schrieb: "Ich bin schockiert." Sie warf den Briten vor, sie bräuchten eine Ablenkung vom "idiotischen Brexit-Mist".

Ecuadors Präsident Moreno dagegen betonte, Asyl zu gewähren oder zu entziehen sei Recht des Staats. Er warf Assange die Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Staaten sowie unhöfliches und aggressives Verhalten vor.

Großbritanniens Regierung begrüßte die Festnahme. "Julian Assange ist kein Held und niemand steht über dem Gesetz", schrieb Außenminister Jeremy Hunt auf Twitter. "Er hat sich jahrelang vor der Wahrheit versteckt." Die zusätzlichen Polizeiwachen vor der Botschaft hatten die britischen Steuerzahlen über die vergangenen Jahre Millionen gekostet.

Antoine Pollez / fs / AFP / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(