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Treffen der Staatschefs: Kim-Doppelgänger wird vor Gipfel aus Vietnam geworfen, Trump-Double darf bleiben

Sie sehen aus wie die beiden mächtigen Männer, die sich am Mittwoch in Hanoi treffen. Einer von ihnen muss das Land nun verlassen. Der Doppelgänger von Kim Jong Un wurde ausgewiesen, das Double von Donald Trump hingegen nicht.

Kurz vor dem USA-Nordkorea-Gipfel in Vietnam soll ein Doppelgänger des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un aus Hanoi ausgewiesen worden sein. Der Australier mit dem Künstlernamen Howard X schrieb am Montag auf seiner Facebookseite, Beamte hätten ihn vom Hotel abgeholt und zum Flughafen begleitet.  Vietnamesische Beamte wollten den Fall zunächst nicht kommentieren. 

Howard X sieht Kim zum Verwechseln ähnlich und trägt bei Auftritten die gleiche Brille und Uniform sowie den gleichen Haarschnitt wie der Machthaber. Das zweite Treffen zwischen dem echten Kim und US-Präsident Donald Trump findet an diesem Mittwoch und Donnerstag in Hanoi statt. Inhaltlich geht es dabei um Schritte zur atomaren Abrüstung Nordkoreas und mögliche Gegenleistungen Washingtons.

Die beiden Doppelgänger des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un (r.) und von USDonald Trump im vietnamesischen Hanoi

Die beiden Doppelgänger des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un (r.) und von USDonald Trump im vietnamesischen Hanoi

DPA

Trump-Imitator nicht ausgewiesen

Vor dem weltweit viel beachteten Gipfel hatte sich das Kim-Double zusammen mit einem Trump-Imitator auf den Straßen Hanois ablichten lassen. Die Polizei habe die beiden während eines Fernsehinterviews am Wochenende festgenommen und befragt, schrieb Howard X auf Facebook. Sie seien aufgefordert worden, nicht während des Gipfels aufzutreten. Am Sonntag sei er dann informiert worden, sein Visum sei ungültig, schrieb Howard X weiter. Der Trump-Imitator sei nicht ausgewiesen worden.

"Es beweist nur, dass alle Diktaturen jede Form von Satire fürchten, sogar etwas, das so trivial ist wie ein Doppelgänger", schrieb X. Bereits vor dem ersten USA-Nordkorea-Gipfel im Juni 2018 war er als Kim-Imitator in Singapur aufgetreten. 

fin / DPA