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Konflikt in Gaza: UN-Sicherheitsrat will sofortige Waffenruhe

Klare Ansage im Gaza-Krieg durch die UN: Der Sicherheitsrat hat die Konfliktparteien aufgerufen, sofort die Waffen niederzulegen. Am Montag blieb es zunächst weitgehend ruhig in Gaza.

Der UN-Sicherheitsrat hat die Konfliktparteien im Gazastreifen zu einer "sofortigen und bedingungslosen humanitären Waffenruhe" aufgerufen. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen verabschiedete in der Nacht zum Montag eine entsprechende Resolution mit den Stimmen aller 15 Mitgliedsländer. Israelis und Palästinenser sollen demnach während des islamischen Fests Eid al-Fitr zum Ende des Fastenmonats Ramadan "und darüber hinaus" das Feuer einstellen.

Die öffentlich übertragene Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats war bereits die zweite derartige Zusammenkunft wegen des Gaza-Konflikts innerhalb von zwei Wochen. Am Ende stand der Appell, eine "dauerhafte und uneingeschränkt anerkannte Waffenruhe" auf Basis der ägyptischen Vermittlungsinitiative durchzusetzen.

"Das humanitäre Völkerrecht" und der Schutz der Zivilbevölkerung müssten respektiert, notwendige Hilfen für die Not leidenden Menschen im Gazastreifen ermöglicht werden, hieß es in der Resolution. Die Erklärung war nach Diplomatenangaben von Jordanien eingebracht worden, dem einzigen arabischen Mitgliedsland im Sicherheitsrat.

Nach Feuerpause wieder Schüsse in Gaza

Nach einer vorübergehenden Feuerpause zwischen Israel und der Hamas #link;http://www.stern.de/politik/ausland/krieg-in-gaza-wir-bekaempfen-nicht-die-juden-wir-bekaempfen-die-besatzer-2126925.html;waren die Kämpfe im Gazastreifen am Sonntag wieder aufgeflammt#. Israelische Vorstöße, die zwölfstündige humanitäre Waffenruhe vom Samstag um 24 Stunden zu verlängern, wies der militärischen Flügel der Hamas ab. Militante Palästinenser schossen am Sonntag 30 Raketen auf Israel ab, wie die Armee mitteilte. Das israelische Militär antwortete mit Gegenschlägen. Am Montag hielten sich Israel und die Hamas zunächst noch weitgehend an eine inoffizielle Waffenruhe.

Angesichts der steigenden Opferzahlen forderte China die beiden Konfliktparteien nachdrücklich zum Gewaltverzicht auf. "Eine dauerhafte Lösung kann nicht mit Waffen erreicht werden", sagte der chinesische Sondervermittler Wu Sike in Peking. Die Vereinten Nationen müssten eine entscheidende Rolle bei der Lösung des Konfliktes spielen, forderte Wu. Er hatte während der vergangenen Tage bei Besuchen in Nahost Israels Militäreinsatz kritisiert und gleichzeitig die Hamas zum Stopp des Raketenbeschusses Israels aufgefordert.

kis/mad/DPA/AFP / DPA