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Konflikt mit Nordkorea: Südkorea startet größtes Seemanöver

Angesichts des Konflikts mit Nordkorea hat das südkoreanische Militär die bislang größte Übung zur Abwehr von U-Booten in der Geschichte des Landes gestartet.

Angesichts des Konflikts mit Nordkorea hat das südkoreanische Militär die bislang größte Übung zur Abwehr von U-Booten in der Geschichte des Landes gestartet. Nahe der Seegrenze der beiden Länder im Gelben Meer waren Heer, Marine und Luftwaffe mit insgesamt 4500 Soldaten, 29 Schiffen und 50 Flugzeugen im Einsatz, wie ein Sprecher des Generalstabs am Donnerstag in Seoul sagte. Nordkorea warnte das Nachbarland vor Provokationen.

Das Manöver im Gelben Meer zwischen der koreanischen Halbinsel und der chinesischen Küste sei "die größte Anti-U-Boot-Übung in unserer Geschichte", fügte der Sprecher hinzu. Südkorea drohte Nordkorea, es werde keine Provokationen während der fünftägigen Übungen dulden.

Der Einsatz ist Teil einer Serie von Militärübungen auf See, mit denen Südkorea den kommunistischen Norden vor weiteren Provokationen warnen will. Nordkorea hatte zuletzt die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel angeheizt. Südkorea und die USA hielten daraufhin Ende Juli gemeinsam ein viertägiges Seemanöver im Japanischen Meer ab, an dem insgesamt 200 Flugzeuge und 20 Kriegsschiffe beteiligt waren.

Die jetzige Übung solle den Verteidigungsfall trainieren, sagte der Sprecher des Generalstabs. Dabei sollten Soldaten auf kleinen Inseln nahe der umstrittenen Seegrenze der beiden Länder scharfe Munition abfeuern. Den Angaben zufolge wurden die Geschosse jedoch in Richtung Südwesten von der Grenze weg ausgerichtet.

Nordkorea reagierte erneut mit scharfer Rhetorik auf den Start des angekündigten Manövers und bezeichnete die Übung als Provokation. Wenn Südkorea es wage, "einen Brand zu legen", werde dies "gnadenlos" vergolten, hieß es in einer Erklärung der Führung in Pjöngjang.

Die Spannungen in der Region nahmen mit dem Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffs "Cheonan" Ende März wieder zu. Damals wurden 46 Seeleute getötet. Eine internationale Untersuchung ergab, dass ein nordkoreanischer Torpedo den Untergang verursachte. Pjöngjang weist dies zurück. Vor dem Manöver Südkoreas und der USA hatte der Norden gedroht, er werde seine atomare Abschreckung gegen die Übung einsetzen, die er als Generalprobe für eine Invasion sehe.

AFP / AFP