Krise in Kirgistan 75 000 Flüchtlinge suchen Schutz in Usbekistan


In Usbekistan ist eine erste internationale Hilfslieferung für zehntausende Flüchtlinge aus Kirgistan eingetroffen. Ein Flugzeug mit 800 Zelten des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sei am Mittwoch in der ostusbekischen Stadt Andischan gelandet, sagten örtliche Vertreter des Katastrophenschutzministeriums der Nachrichtenagentur AFP

In Usbekistan ist eine erste internationale Hilfslieferung für zehntausende Flüchtlinge aus Kirgistan eingetroffen. Ein Flugzeug mit 800 Zelten des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sei am Mittwoch in der ostusbekischen Stadt Andischan gelandet, sagten örtliche Vertreter des Katastrophenschutzministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Im Laufe des Tages sollten zwei weitere Hilfsflüge des UNHCR eintreffen.

Ende vergangener Woche hatten sich im zentralasiatischen Kirgistan langfristige Konflikte zwischen Kirgisen und Angehörigen der usbekischstämmigen Minderheit in blutigen Auseinandersetzungen entladen. Bei den Unruhen im Süden der ehemaligen Sowjetrepublik wurden nach Einschätzung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) "mehrere hundert" Menschen getötet. Die offiziellen Zahlen gehen von 178 Toten aus. Mehr als 75.000 Menschen flohen nach Angaben der örtlichen Behörden nach Usbekistan. Angesichts des Massenansturms schloss Usbekistan am Montag seine Grenze zu Kirgistan. Insgesamt ergriffen nach Schätzungen des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) 275.000 Menschen die Flucht vor der Gewalt.

AFP AFP

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