VG-Wort Pixel

Libyen-Krieg Nato soll Konvoi mit Gaddafi-Söldnern angegriffen haben


In Libyen ist es derzeit schwer, Propaganda von echten Informationen zu trennen: Während Rebellen von einem Nato-Angriff auf einen Konvoi mit Gaddafi-Söldnern berichten, spricht die staatliche Nachrichtenagentur Jena von der Zerstörung eines Telefonkabels.

Die Nato soll in Libyen einen Konvoi der Truppen des Machthabers Muammar al-Gaddafi angegriffen haben. Unterstützer der Rebellen meldeten am Dienstag, der Militärkonvoi, zu dem Söldner gehört hätten, sei auf dem Weg in die Stadt Nalut südwestlich von Tripolis gewesen. Gaddafis Truppen hätten nach der Attacke mehrere verkohlte Leichen in den nahe gelegenen Militärstützpunkt Tidschi gebracht.

Die staatliche libysche Nachrichtenagentur Jana berichtete dagegen, die Allianz habe von Kriegsschiffen aus angegriffen und ein Telefonkabel zerstört; anschließend seien die Verbindungen zwischen Sirte, Ras Lanuf und Al-Brega gekappt gewesen. In der Nähe von Al-Brega verläuft derzeit die Front zwischen den Aufständischen im Osten und den Truppen Gaddafis.

In Tripolis verschlechtert sich derweil die Versorgungslage. Ein Bewohner der Hauptstadt erklärte, Benzin und bestimmte Nahrungsmittel seien knapp geworden. Die Lebensmittelpreise seien in den vergangenen Tagen stark gestiegen. Die Rebellen meldeten weitere Raketenangriffe und vereinzelte Gefechte in den Vororten der westlichen Stadt Misrata.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker