Lockerung der Gaza-Blockade UN-Hilfswerk sieht wenig Anlass zu Optimismus


Eine Spaltbreite ist nicht gut genug. Während sich der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon "ermutigt" von der israelischen Entscheidung zeigte, die Blockade des Gazastreifens zu lockern, hat das UN-Hilfswerk UNRWA vor voreiligen Hoffnungen gewarnt.

Das für palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten zuständige UN-Hilfswerk UNRWA hat äußerst zurückhaltend auf den Beschluss der israelischen Regierung reagiert, die Blockade des Gazastreifens zu lockern.

Der UNRWA-Sprecher in Gaza, Chris Gunness, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" am Freitag: "Nach so vielen ähnlichen Ankündigungen aus Israel, denen keine Taten folgten, haben wir wenig Anlass zu Optimismus." Zwar sei alles zu begrüßen, was die humanitäre Katastrophe im Gazastreifen mildert. Aber was die Palästinenser wirklich brauchten, sei das Ende der Abriegelung.

Der Beschluss des israelischen Sicherheitsrates sieht vor, dass unter anderem mehr Material für Bauprojekte unter UNRWA-Aufsicht in den Gazastreifen geliefert werden darf. Dazu sagte Gunness: Das hilft wenig. Denn die Bestimmungen, was eingeführt werden darf und was nicht, ändert Israel fortlaufend.

Der UNRWA-Sprecher wies das israelische Argument zurück, gerade die Einfuhr von Zement in den Gazastreifen beeinträchtige Israels Sicherheit, weil die Hamas damit militärische Anlagen bauen könne. Wir haben in den vergangenen zwei Jahren jede offizielle Zementlieferung kontrolliert. Nichts davon wurde je zum Bau von Bunkern oder ähnlichem benutzt, sagte Gunness.

DPA DPA

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