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Anti-Migrations-Politik: Mark Zuckerberg geigt Donald Trump die Meinung

Einreiseverbote, Abschiebungen, Mauerbau: In den ersten sieben Tagen seiner Amtszeit hat Donald Trump eine Reihe von Dekreten erlassen, die die gesamte Migrationspolitik der USA umkrempeln. Mark Zuckerberg machen sie Angst.

Mark Zuckerberg appelliert an Donald Trump, die amerikanischen Grenzen für Flüchtlinge offen zu lassen

Mark Zuckerberg appelliert an Donald Trump, die amerikanischen Grenzen für Flüchtlinge offen zu lassen

In seiner ersten Amtswoche hat Donald Trump unmissverständlich deutlich gemacht, wohin sein Kurs gehen wird: Er verordnete den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko, verhängte einen Einreisestopp für Flüchtlinge aus Syrien, kündigte Massenabschiebungen an und will Listen mit allen Verbrechen, die von Migranten begangen werden, veröffentlichen. Nun äußerte sich Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zu der radikalen Anti-Migrationspolitik des neuen US-Präsidenten. 

"Meine Urgroßeltern kamen aus Deutschland, Österreich und Polen", schrieb Zuckerberg in einem ausführlichen Posting. "Priscillas (Zuckerbergs Ehefrau) Eltern waren Flüchtlinge aus China und Vietnam. Die Vereinigten Staaten sind eine Nation von Einwanderern und wir sollten stolz darauf sein."


Wie viele andere sei auch er über die Dekrete Trumps besorgt. "Wir müssen unser Land sichern, aber wir sollten das tun, indem wir uns auf Menschen fokussieren, die wirklich eine Bedrohung sind", so der 32-Jährige. Die USA sollten weiter die Türen für Flüchtlinge und Menschen, die Hilfe brauchen, offen halten. "Wenn wir vor ein paar Jahrzehnten Flüchtlinge abgewiesen hätten, wäre Priscillas Familie jetzt nicht hier."

Mark Zuckerberg in Sorge um Amerikas Zukunft

Aber der Facebook-Chef macht sich nicht nur um seine eigene Familie Sorgen, sondern auch um die Zukunft Amerikas. Vor ein paar Jahren habe er in einer Schule Kinder unterrichtet, berichtete er weiter. Einige seiner besten Schüler hätten sich ohne Dokumente im Land aufgehalten. "Auch sie sind unsere Zukunft. Wir sind eine Nation von Einwanderern und wir alle profitieren, wenn die Besten und Klügsten aus der ganzen Welt hier leben, arbeiten und etwas beitragen können."

Zuckerberg hatte bereits kurz nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Wahl seine Meinung über den neuen Staatschef geäußert. "Jetzt müssen wir noch härter arbeiten, um eine bessere Welt für unsere Kinder zu schaffen. Denn diese Arbeit ist größer als eine Präsidentschaft. Und Fortschritt ist eben nicht immer eine gerade Linie", sagte er damals.

ivi