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Rede im EU-Parlament: Martin Sonneborn nennt Erdogan "den Irren vom Bosporus"

Satiriker Martin Sonneborn hat sich in der Debatte zum EU-Türkei-Abkommen zu Wort gemeldet - und wie: Sein "Türken-Bashing" erntet im Parlament nach eigener Aussage "von links und rechts Beifall".

Martin Sonneborn vor der EU-Flagge

Martin Sonneborn: "Genozid" einfach durch "Völkermord" ersetzen?

Der Satiriker Martin Sonneborn, der für Die Partei als Abgeordneter im EU-Parlament sitzt, teilt kräftig gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan aus. "Der Irre vom Bosporus, wie wir ihn im EU-Parlament liebevoll nennen, hat wieder zugeschlagen" - mit diesen Worten beginnt Sonneborn seinen Beitrag, der bei Youtube unter dem Titel "Schmutziges Türken-Bashing" zu sehen ist. Nach eigener Aussage erhielt Sonneborn für die Rede "von links und rechts Beifall".

Für sein Bashing nimmt Sonneborn unter anderem die Debatte um ein Konzertprojekt der Dresdner Sinfoniker zum Anlass. Das Projekt thematisiert den Genozid an den Armeniern und war von den türkischen Behörden unter Druck gesetzt worden, den Begriff "Genozid" nicht zu verwenden. Sonneborn schlägt deshalb vor, den Begriff einfach durch "Völkermord" zu ersetzen. Als Deutscher kenne er, Sonneborn, sich schließlich mit dem Völkermord aus. 

Martin Sonneborn: "Nix für ungut ..."

Sollte es zudem zum erneuten Völkermord an den türkischen Kurden kommen, müsse man laut Sonneborn darüber nachdenken, "die Drecksarbeit mit den Flüchtlingen jemand anderem zu übertragen". Mit einer letzten Anspielung auf die Reisewarnung des Auswärtigen Amts, im Türkeiurlaub nicht öffentlich die Regierung zu kritisieren, schließt Sonneborn seine Rede: "Nichts für ungut, derzeit keine Türkeiurlaube geplant."

tim