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Massenproteste in Ägypten Al-Dschasira meldet 95 Tote


Die Unruhen in Ägypten flauen nicht ab, die Regierung verschärft die Gangart: Nach Informationen des arabischen Sender Al Dschasira sollen 95 Protestler innerhalb der vergangenen 24 Stunden ums Leben gekommen sein.

Bei den landesweiten Unruhen in Ägypten sind nach einer Zählung des arabischen Senders Al Dschasira vom Samstag in den vergangenen 24 Stunden mindestens 95 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten bei den jüngsten Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten in Kairo, Alexandria und Suez wurde mit 1000 beziffert.

Unterdessen trat Ägyptens Regierung zurück, wie Medien aus Kairo meldeten. Unter dem Eindruck der Massenproteste gegen sein Regime hatte Präsident Husni Mubarak in einer Fernsehansprache am Freitagabend die Bildung einer neuen Regierung angekündigt.

Er hatte in der Ansprache vor Chaos gewarnt und "neue Schritte hin zu mehr Demokratie" sowie eine Verbesserung des Lebensstandards versprochen. Die Mitglieder der neuen Kabinetts sollten noch am Samstag benannt werden.

Der in Kairo unter Hausarrest stehende Friedensnobelpreisträger Mohammed el Baradei forderte Mubarak in einem Interview des Senders Al-Dschasira zum Rücktritt auf. Der frühere Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA war erst am Donnerstag nach Ägypten zurückgekehrt. Er gilt vielen als Hoffnungsträger und als möglicher Nachfolger des 82-jährigen Mubarak, der seit 1981 regiert.

DPA DPA

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